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Yāshān ruìcǎokuí

Yāshān ruìcǎokuí · 鸦山瑞草魁

Yashan Ruicaokui (Yāshān ruìcǎokuí, 鸦山瑞草魁) ist ein historischer grüner Tee aus dem Kreis Langxi (郎溪县) der bezirksfreien Stadt Xuancheng im Südosten der Provinz Anhui. Der Name ist lobend und stammt aus dem schriftsprachlichen Register: 瑞草 bedeutet „günstiges Kraut“, ein alter Name für Tee, 魁 bedeutet „der Erste“; 鸦山 ist der Rabenberg in der Gemeinde Yaocun. Ein zweiter Name lautet „横纹“, „quer verlaufende Blattadern“, nach der Blattnervatur der lokalen Sorte. Der Tee wurde 1985–1986 wiederbelebt und ist seit 2025 ein Produkt mit geografischer Angabe.

1. Klassifikation und Herkunft

  • Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá). Die Klasse ist im Schutzdokument des Staatlichen Amtes für geistiges Eigentum (CNIPA) festgelegt: Ausbreiten, Fixieren, Geraderichten mit Formgebung und Trocknen (摊青、杀青、理条做形、烘焙), ohne Welken und Oxidation. Das Dokument selbst bezeichnet ihn als „绿茶珍品“ — ein Juwel unter den grünen Tees.
  • Kategorie: Historischer Tee, in den 1980er Jahren wiederbelebt; Produkt mit geografischer Angabe (CNIPA, 2025). Eine landwirtschaftliche geografische Angabe ist für den Namen im Register nicht vorhanden.
  • Ursprung: China, Provinz Anhui (安徽, Ānhuī), bezirksfreie Stadt Xuancheng (宣城, Xuānchéng), Kreis Langxi (郎溪, Lángxī). Historischer Kern ist der Berg Yashan in der Gemeinde Yaocun (姚村); früher gehörte dieses Gebiet zum Kreis Jianping (建平县), dem früheren Namen von Langxi.
  • Schutzgebiet: Sieben Großgemeinden und Gemeinden des Kreises — Yaocun, Feili, Lingda, Shizi, Biqiao, Nanfeng und Taocheng.
  • Geografische Koordinaten: 119°3′50″–119°20′49″ ö. L., 30°4′47″–31°15′41″ n. Br. — nach der Bekanntmachung des CNIPA. Die Breitenspanne von mehr als einem Grad ist für sieben Gemeinden ungewöhnlich groß; möglicherweise ein Tippfehler, was nicht überprüft werden kann.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung

  • Geschichte:
    • Die Zeile von Du Mu. Lokale Veröffentlichungen beginnen die Geschichte mit der Zeile des Tang-Dichters Du Mu (杜牧) „山实东吴秀,茶称瑞草魁“ — „die Berge hier sind die Schönheit des östlichen Wu, und der Tee wird der Erste unter den günstigen Kräutern genannt“. Eine Sammlung klassischer Lyrik gibt dem Gedicht den Titel „题茶山(在宜兴)“ — „Aufschrift am Teeberg (in Yixing)“: Es sind Verse über den Teeberg von Yixing, und „瑞草魁“ ist darin ein lobender Name für Tee. Spätere Bücher binden den Namen an Yashan.
    • Ming. Laut der Zeitung „Xuancheng Ribao“ (2024) schreibt die Ming-Kompilation „Qunfang Pu“ (《群芳谱》) von Wang Xiangjin (王象晋) über den Berg 丫山 mit dem besten Tee am sonnigen Hang Yangpo (阳坡): Kenner in der Hauptstadt nannten diesen Tee „鸦山阳城横纹“, ein anderer Name sei „瑞草魁“. Die Zeitung setzt 丫山 mit dem Yashan der Gemeinde Yaocun gleich.
    • Tribut. Nach derselben Zeitung schreibt die Ming-Kreisannalen von Jianping aus der Jiajing-Ära (嘉靖), dass zum örtlichen Tribut 25 jin Knospentee gehörten.
    • Qing. Die Publikation „Xinhua — Seidenstraße“ zitiert die Qing-Annalen des Kreises Xuancheng: Am Fuß des Berges Yangpo wuchs seit alters guter Tee mit dem Namen „瑞草魁“, auch „横纹“ genannt.
    • Wiederbelebung. Nach einem Bericht des Zentralen Volksrundfunks (央广网, 2025) stellte die örtliche Teefabrik diesen Tee 1979 nicht her — man kannte ihn nur aus Erzählungen alter Menschen. 1985 bildeten das Süd-Anhui-Agrarinstitut (皖南农学院) und Kreisbehörden eine Gruppe zur Wiederbelebung, und im Juli 1986 bestand der wiederbelebte Tee eine fachliche Prüfung.
    • 2000 und 2010. Nach der Publikation „Xinhua — Seidenstraße“ — Anerkennung durch das Chinesische Nationale Teemuseum (2000) und Gold beim Shanghaier Wettbewerb „中国名茶“ (2010). Ihre Worte über ein „Produkt mit geografischer Angabe“ im Jahr 2011 bestätigen weder die Bekanntmachung von 2025 noch das Register.
    • 2017. Die Herstellungstechnik wurde in die fünfte Liste des immateriellen Kulturerbes der Provinz Anhui aufgenommen als „绿茶制作技艺(瑞草魁)“.
    • 2025. Das CNIPA erkannte Yashan Ruicaokui mit der Bekanntmachung Nr. 632 als Produkt mit geografischer Angabe an; der Kreis bereitete den Antrag seit 2024 vor (Xinhua, 18. Juni 2025).
  • Name: 鸦山 — „Rabenberg“; 瑞草 — „günstiges Kraut“, ein schriftsprachlicher Name für Tee; 魁 — „der Erste“. Weitere Namen sind 鸦山横纹茶, 鸦山茶 und 鸦山岩茶.
  • Kulturelle Bedeutung: Das Dorf Miaoquan (妙泉村) kam 2017 mit diesem Tee in die landesweite Liste der Modelldörfer „ein Dorf — ein Produkt“.

3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial

  • Sorte / Kultivar: Nach dem Schutzdokument — die lokale Sorte „鸦山横纹茶种“ (Yāshān héngwén cházhǒng), andere lokale Sorten und daraus ausgewählte Klone. Nach dem Rundfunkbericht ist beim Blatt der Winkel zwischen Haupt- und Seitenadern größer als gewöhnlich, das Muster wirkt quer verlaufend — daher „横纹“.
  • Vermehrung: Durch Stecklinge mit Achselknospe, geschnitten im Produktionsgebiet.
  • Pflückung: Nach dem Dokument — von Anfang April bis Mitte Mai, von Hand, mit „Heben der Hand“ (提手采, tíshǒucǎi). Nach dem Rundfunk — von Qingming bis Guyu; für die erste Sorte — Knospe mit einem Blatt, die Knospe länger als das Blatt.

4. Terroir und Anbaubesonderheiten

  • Region: Südosten von Anhui. Yaocun, nach der Publikation „Xinhua — Seidenstraße“, ist die südlichste und einzige Berggemeinde des Kreises.
  • Anbauhöhe: 20–300 m — nach dem Schutzdokument.
  • Böden: Sandige Böden mit einer Mächtigkeit von über 100 cm, pH 5,0–6,5.
  • Klima: In den gefundenen Quellen liegen keine Daten vor.

5. Herstellungstechnologie

Das Schutzdokument beschreibt vier Schritte.

  1. Ausbreiten (摊青, tānqīng): In einem kühlen, belüfteten Raum, in einer Schicht von höchstens 3 cm, etwa 4 Stunden, mit leichtem Wenden alle halbe Stunde — bis das Blatt seinen wachsartigen Glanz verliert und weich wird.
  2. Fixieren (杀青, shāqīng): Pfanne bei etwa 120 °C, je 0,25 kg Blatt; das Blatt wird hochgeworfen und geschüttelt, nicht angedrückt, sonst dunkelt es nach. Gar ist es, wenn es dunkelgrün ohne Glanz ist, der grasige Geruch verschwunden ist und der junge Stängel sich biegt, ohne zu brechen. Die erste Sorte geht sofort zum Trocknen, die zweite und dritte zum Geraderichten.
  3. Geraderichten und Formgebung (理条做形, lǐtiáo zuòxíng): Pfanne bei 70–80 °C; etwa 2 Minuten wird das Blatt geschüttelt, bis die Feuchte etwa 40 % beträgt, dann wechseln sich Geraderichten, Rollen mit den Handflächen und Schütteln ab, wobei das Teeblatt gerade und leicht flach bleibt. Bei etwa 25 % Feuchte wird der Tee abgenommen.
  4. Trocknen (烘焙, hōngbèi): Das erste — auf vier Trockenkörben mit fallender Temperatur 90→80→70→60 °C, je 3–4 Minuten auf jedem, bis der Tee anfängt, die Hand zu stechen; danach Aussortieren von Fehlern. Das zweite — langsam, bei etwa 60 °C, bis zur vollständigen Trockenheit.

6. Organoleptische Eigenschaften

Nach dem Schutzdokument.

  • Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Gerade, mit deutlichem Flaum, gleichmäßig, „wie ein grünes Schwert geformt“ (形似绿剑), zartgrün mit jadefarbenem Schimmer (嫩绿透翠).
  • Aroma des trockenen Blattes: In den gefundenen Quellen keine gesonderte Beschreibung.
  • Aroma des Aufgusses: Rein, hoch und anhaltend (清香高持久).
  • Geschmack: Frisch, weich, munter, mit süßem Nachhall (鲜醇爽回甘).
  • Farbe des Aufgusses: Zartgrün, klar und leuchtend (嫩绿清澈明亮).
  • Teegrund (aufgegossenes Blatt): Zartgelb und leuchtend (嫩黄明亮).

Das Dokument fügt hinzu, dass der Aufguss erst beim sechsten Aufguss blasser wird (第6次始淡). Nach dem Rundfunk stellen sich die Teeblätter im Glas senkrecht auf, „wie erblühte Orchideen“.

Das Dokument unterscheidet vier Sorten — höchste, erste, zweite und dritte. Von der höchsten bis zur zweiten wird der Flaum von deutlich zu verdeckt (bei der dritten wird er nicht erwähnt); von der höchsten bis zur dritten wird das Aroma von hoch und anhaltend zu gemäßigt, Aufguss und Teegrund von zartgrün und zartgelb zu gelbgrün, und der Geschmack von frisch mit süßem Nachhall zu dicht.

7. Chemische Zusammensetzung

KennwertWert im Schutzdokument
Teepolyphenole18,6 % und mehr
Koffein3,9 % und mehr
Aminosäuren3,9 % und mehr
Feuchtehöchstens 6,0 %
Staubhöchstens 0,5 %
Gesamtaschehöchstens 6,5 %
Wasserextrakthöchstens 35,0 %

Das Dokument erwähnt außerdem die Vitamine A, B1, B2 und C, ohne Zahlen. Der Wasserextrakt ist darin nach oben begrenzt; üblicherweise wird dieser Kennwert mit einer Untergrenze angegeben, im Text steht es jedoch genau so.

8. Zubereitung

Praxis der Klasse für grünen Tee.

  • Wassertemperatur: 80–85 °C.
  • Teemenge: 3 g auf 150 ml.
  • Gefäß: Glasbecher oder weißes Gaiwan.
  • Ablauf:
    1. Das Gefäß vorwärmen.
    2. Tee hineingeben und Wasser an der Wandung entlang zugießen.
    3. Erster Aufguss — nach 40–60 Sekunden.
    4. Trinken, dabei einen Teil des Aufgusses stehen lassen.
    5. Wasser nachgießen.
    6. Weitere Aufgüsse — nach dem Dokument bis zu fünf oder sechs.

9. Lagerung

Praxis der Klasse. Luftdichte Verpackung, Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Am besten innerhalb eines Jahres trinken.

10. Preis und Fälschungen

Daten zu Preisen liegen in den gefundenen Quellen nicht vor.

  • So vermeidet man Fälschungen:
    • Das besondere Zeichen des Produkts mit geografischer Angabe „鸦山瑞草魁“ suchen.
    • Prüfen, ob der Hersteller aus den sieben Großgemeinden und Gemeinden des Kreises Langxi stammt.
    • Das Blatt ist gerade, leicht flach, mit Flaum; der Aufguss ist zartgrün und klar; der Teegrund zartgelb.

11. Interessante Fakten

  • Nach der Überlieferung aus den von der Zeitung angeführten Versen von Wang Zhongyi (王仲仪) gaben Raben dem Berg den Namen, weil sie Teesamen verbreiteten: „鸦衔茶子生,遂同山名鸦“.
  • Das Dokument lässt Gärten ab einer Höhe von 20 m zu.

12. Vergleich mit anderen grünen Tees

  • Yangxian Xueya (阳羡雪芽): Tee aus Yixing, auf dessen Berg sich, dem Titel nach zu urteilen, die Verse von Du Mu beziehen.
  • Jingting Lüxue (敬亭绿雪): Historischer Tee des Kreises Xuancheng, ebenfalls im 20. Jahrhundert wiederbelebt.
  • Huanghua Yunjian (黄花云尖): Gerader flacher grüner Tee aus Ningguo aus derselben Bekanntmachung Nr. 632.
  • Guangde Huangjinya (广德黄金芽): Grüner Tee aus Guangde im selben Bezirk, aus gelbblättrigen Sorten.

Zum Abschluss:

Yashan Ruicaokui ist ein gerader, wie ein grünes Schwert geformter grüner Tee aus Langxi mit reinem, hohem Aroma und süßem Nachhall. Seine Vergangenheit stützt sich auf Buchzitate, von denen nicht alle über ihn handeln, seine Gegenwart auf die Wiederbelebung der 1980er Jahre und das Schutzdokument von 2025.

Quellen

Vollständige Liste — auf der Seite „Quellen“