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Guǎngdé huángjīnyá

Guǎngdé huángjīnyá · 广德黄金芽

Guangde Huangjinya (Guǎngdé huángjīnyá, 广德黄金芽) — ein grüner Tee aus gelbblättrigen Sorten der kreisfreien Stadt Guangde (广德市) des bezirksfreien Stadtgebiets Xuancheng im Südosten der Provinz Anhui. Der Name bedeutet „goldene Knospen aus Guangde“: Die Triebe dieser Sorten treiben gelb aus, und gelb bleiben in der Tasse das trockene Blatt, der Aufguss und das aufgegossene Blatt. Das Schutzdokument fasst das Erscheinungsbild in der Formel 三黄隐绿 zusammen — „drei Gelbtöne, in denen sich Grün verbirgt“. Zur Klasse der gelben Tees gehört der Tee nicht: Die im Dokument festgehaltene Technologie ist grün, ohne Schwitzverfahren. Seit 2025 ist der Name ein Produkt mit geografischer Angabe.

1. Klassifikation und Herkunft

  • Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá). Die Klasse wird durch das Schutzdokument der Staatlichen Behörde für geistiges Eigentum (CNIPA) festgelegt: Ausbreiten, Fixieren, Formen, Trocknen und Aromaverstärkung (摊放→杀青→做形→干燥→提香); ein Schwitzverfahren (闷黄, mènhuáng) gibt es nicht. Die Marktaufsichtsbehörde von Xuancheng bezeichnet das Produkt ausdrücklich als grünen Tee. Das „Gold“ im Namen bezieht sich auf die Farbe des lebenden Triebs, nicht auf die Klasse; eine städtische Veröffentlichung von 2024 spricht einmal von einer „Gelbtee-Industrie“ (黄茶产业) und meint damit dieselben goldenen Knospen; von einem Schwitzverfahren ist dort nicht die Rede.
  • Kategorie: Tee aus gelbblättrigen (黄化, huánghuà) Sorten; Produkt mit geografischer Angabe.
  • Herkunft: China, Provinz Anhui (安徽, Ānhuī), bezirksfreies Stadtgebiet Xuancheng (宣城, Xuānchéng), kreisfreie Stadt Guangde (广德, Guǎngdé).
  • Schutzzone: Neun Großgemeinden und Gemeinden von Guangde — Taozhou, Baidian, Xinhang, Qiucun, Shijie, Yangtan, Dongting, Sihe und Lucun, insgesamt 120 Verwaltungsdörfer.
  • Geografische Koordinaten: 119°02′03″–119°40′08″ ö. L., 30°37′03″–31°12′07″ n. Br. — laut Bekanntmachung der CNIPA.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung

  • Geschichte:
    • Tee aus Guangde allgemein. Die Marktaufsichtsbehörde von Xuancheng schreibt, dass Tee bei den Tempeln von Guangde bereits zur Zeit der Westlichen Jin-Dynastie (西晋) angebaut wurde, nennt Zahlen für den staatlichen Teeaufkauf von 1142 und die Teesteuer von 1398 und zitiert die Erinnerung an eine Goldmedaille, die Guangde-Tee auf der Panama-Ausstellung 1915 erhielt. Auf die goldenen Knospen beziehen sich diese Angaben nicht.
    • Die Zeile des Lu Tong. Die Produktbeschreibung der Behörde beginnt mit einer Zeile aus dem Teegedicht des Lu Tong (卢仝) „先春抽出黄金芽“ — „vor dem Frühling brachen goldene Knospen hervor“ — und nennt sie die erste Aufzeichnung über 黄金芽. Die Zeile spricht von Frühlingsknospen; die Verbindung zu hellblättrigen Sorten ist eine Deutung der städtischen Seite.
    • 1982. Laut derselben Seite begann Guangde in diesem Jahr mit dem Anbau von „广德黄金芽“. Wie sich dieses Datum zu den Sorten aus dem Schutzdokument verhält, lässt sich anhand der gefundenen Quellen nicht klären.
    • 2018. Das geografische Zertifizierungszeichen „广德黄金芽“ wurde registriert.
    • 2020. Das Produkt wurde in das landesweite Verzeichnis „名特优新“ aufgenommen und erhielt die fünf-Sterne-Goldmedaille des ersten Wettbewerbs berühmter Tees des Jangtse-Deltas.
    • 2021. Das Zeugnis der landwirtschaftlichen geografischen Angabe mit der Nummer AGI03341 wurde ausgestellt.
    • 2025. Die CNIPA hat den Namen mit der Bekanntmachung Nr. 625 als Produkt mit geografischer Angabe anerkannt — nach Angaben der Stadt das erste in Guangde. Die erste Bewertung des Markenwerts im selben Jahr ergab laut Behörde 1,001 Milliarden Yuan.
  • Name: 广德 — der Name der Stadt; 黄金 — „Gold“, 芽 — „Knospe“. 黄金芽 ist auch als Name einer hellblättrigen Sorte bekannt, im Sortenverzeichnis des Schutzdokuments steht sie jedoch nicht. Der Produktname bezeichnet das Erscheinungsbild, nicht eine einzelne Sorte.
  • Kulturelle Bedeutung: Die Stadt baut auf diesem Tee die Marke des „ersten Kreises der goldenen Knospen Chinas“ (中国黄金芽第一县) auf. Laut einer Veröffentlichung von 2024 gibt es in Guangde drei Linien berühmter Tees — 广德云雾茶, 广德白茶 und die goldenen Knospen —, und jedes Jahr findet ein Fest zum Beginn der Ernte statt.

3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial

  • Sorten: Laut Schutzdokument — 中黄一号 (Zhōnghuáng yīhào), 中黄二号 (Zhōnghuáng èrhào), 中黄三号 (Zhōnghuáng sānhào) und 黄金叶 (huángjīnyè). Die Marktaufsichtsbehörde ordnet die goldenen Knospen den gelbblättrigen (黄化) Mutantensorten zu.
  • Sorten im Gebiet: Laut einer städtischen Veröffentlichung von 2024 liegt der Anteil selektierter Sorten in den Gärten bei 78 %; der gebirgige Süden bleibt bei lokalen Populationstees, die gelbblättrigen Klone konzentrieren sich in den Hügeln der Mitte und des Nordens.
  • Pflückstandard: Eine Knospe mit einem Blatt — eine Knospe mit zwei Blättern.
  • Pflückzeit: Das Dokument nennt keine Zeiträume.

4. Terroir und Anbaubesonderheiten

  • Klima: Laut Marktaufsichtsbehörde — nördliches subtropisches feuchtes Monsunklima: mittlere Jahrestemperatur 15,4 °C, frostfreie Zeit 218 Tage, Sonnenscheindauer 2162 Stunden pro Jahr, relative Luftfeuchtigkeit 80 %, Niederschlag etwa 1379 mm. Bewaldungsgrad über 70 %, große Tagesamplituden, viel Streulicht.
  • Anbauhöhe: 200–800 m, hügelige Hänge mit einer Neigung von höchstens 25° (Schutzdokument).
  • Böden: Gelbrote Böden (黄红壤), mindestens 50 cm mächtig, organische Substanz nicht unter 3,5 %, pH 4,5–6,5.
  • Pflege laut Dokument: Einreihige Pflanzung mit zwei Pflanzen pro Pflanzstelle, Reihenabstand 1,2–1,5 m; als Grunddüngung 3000–3750 kg Rapskuchen oder organischer Dünger pro Hektar, Bodenfeuchte 70–90 % der Feldkapazität.
  • Umfang: Die Angaben der Stadt weichen nach Jahren ab: 55 Tausend Mu 2024, „fast 50 Tausend Mu“ im Frühjahr 2025, 58 Tausend Mu im Sommer 2026.

5. Herstellungstechnologie

Das Schutzdokument legt fünf Arbeitsschritte fest und für jeden die Feuchte des Blattes am Ausgang.

  1. Ausbreiten (摊放, tānfàng): In einer Schicht von 3–5 cm für 5–8 Stunden, mit ein bis zwei Wendungen, bis das Blatt weich wird und der grasige Geruch nachlässt. Feuchte — 69–71 %.
  2. Fixieren (杀青, shāqīng): Bei 300–350 °C, bis das zusammengedrückte Blatt nicht mehr an der Hand klebt, der Stiel sich biegt ohne zu brechen und der Teeduft hervortritt. Feuchte — 52–55 %.
  3. Formen (做形, zuòxíng): Bei einer Temperatur von 130 bis 100 °C, 10–15 Minuten, bis das Blatt sich streckt und die Form festigt. Feuchte — 15–20 %.
  4. Trocknen (干燥, gānzào): Ohne starkes, plötzliches Feuer, bis zu einer Feuchte von höchstens 7,0 %.
  5. Aromaverstärkung (提香, tíxiāng): Kurzes Erwärmen bei niedriger Temperatur; Feuchte — höchstens 6,0 %.

6. Organoleptische Eigenschaften

Die Beschreibung folgt dem Schutzdokument.

  • Äußeres Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Die Blätter sind ausgebreitet und gerade, zartgelb mit durchscheinendem Grün, gleichmäßig und sauber (朵形舒直、色泽嫩黄透绿、匀净).
  • Aroma des trockenen Blattes: In den gefundenen Quellen keine eigene Beschreibung.
  • Aroma des Aufgusses: Rein und süß, mit blumiger Note (香气清甜带花香).
  • Geschmack: Frisch, weich, süß und belebend (滋味鲜醇甘爽).
  • Farbe des Aufgusses: Helles Gelb mit verborgenem Grün (汤色亮黄隐绿).
  • Teegrund (aufgegossenes Blatt): Zart und gleichmäßig, die Triebe öffnen sich vollständig, goldgelb mit Grün (叶底嫩匀成朵、金黄含绿).

Die Schlussformel des Dokuments lautet 三黄隐绿,香清味醇: drei Gelbtöne mit verborgenem Grün, reines Aroma und weicher Geschmack.

7. Chemische Zusammensetzung

Physikalisch-chemische Anforderungen des Schutzdokuments:

KennwertNorm
Wasserextraktnicht weniger als 39 %
Teepolyphenolenicht weniger als 12,5 %
Gesamtaschenicht mehr als 7,5 %

Die Marktaufsichtsbehörde nennt eigene Zahlen: Aminosäuren 6–10 %, Polyphenole etwa 18–20 %. Methode, Stichprobe und Jahr nennt sie nicht, daher ist dies ein Orientierungswert mit Quellenangabe, keine Norm.

8. Zubereitung

Praxis der Klasse für zarten grünen Tee.

  • Wassertemperatur: 75–80 °C.
  • Teemenge: 3 g auf 150 ml.
  • Gefäß: Glasgefäß, in dem die gelben Knospen sichtbar sind, oder weißer Gaiwan.
  • Ablauf:
    1. Das Gefäß vorwärmen.
    2. Den Tee einfüllen und das Wasser an der Wand entlang zugießen.
    3. Erster Aufguss — nach 40–60 Sekunden.
    4. Trinken, dabei einen Teil des Aufgusses zurücklassen.
    5. Wasser nachgießen.
    6. Zwei bis drei weitere Aufgüsse.

9. Lagerung

Praxis der Klasse. Luftdichte Verpackung, Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Am besten innerhalb eines Jahres trinken.

10. Preis und Fälschungen

Angaben zu Einzelhandelspreisen finden sich in den gefundenen Quellen nicht.

  • Wie man Fälschungen vermeidet:
    • Das spezielle Zeichen für Produkte mit geografischer Angabe und das Zeichen „广德黄金芽“ suchen.
    • Prüfen, ob der Produzent aus den neun Großgemeinden und Gemeinden der Zone stammt.
    • Das trockene Blatt ist gerade, zartgelb mit Grün; der Aufguss ist hellgelb mit verborgenem Grün.
    • Nicht mit gelbem Tee nach Klasse verwechseln: Bei den goldenen Knospen gibt es kein Schwitzverfahren.

11. Interessante Fakten

  • Die Technologie ist über die Blattfeuchte festgehalten: von 69–71 % nach dem Ausbreiten bis 6 % nach der Aromaverstärkung.
  • Im Kreis Langxi desselben Stadtgebiets gibt es eine eigene geografische Angabe — „郎溪黄金芽“.
  • Die Bereitschaft der Fixierung prüft das Dokument mit der Hand: Das Blatt soll die Hand leicht stechen (略有刺手感).

12. Vergleich mit hellblättrigen Tees

  • Anji Huangjinya (安吉黄金芽): Gelbblättriger grüner Tee aus dem Kreis Anji in Zhejiang — der nächste Nachbar im Namen.
  • Jinyun Huangcha (缙云黄茶): Grüner Tee aus Zhejiang aus der Sorte 中黄2号 — derselben, die im Dokument von Guangde genannt wird.
  • Zhonghuang Nr. 1 (中黄一号): Artikel des Korpus über die Sorte, die im Verzeichnis von Guangde an erster Stelle steht.
  • Huoshan Huang Ya (霍山黄芽): Ein gelber Tee aus Anhui nach Klasse, mit Schwitzverfahren — zum Kontrast.

Zum Abschluss:

Guangde Huangjinya ist ein grüner Tee, benannt nach der Farbe des Blattes: Die Sorten 中黄 und 黄金叶 ergeben ein gelbes trockenes Blatt, einen hellgelben Aufguss und einen goldenen Teegrund mit verborgenem Grün. Das Schutzdokument von 2025 beschreibt ihn ausführlich — von der Höhenlage der Gärten bis zur Blattfeuchte in jedem Arbeitsschritt. Alte Zeilen und Steuerzahlen sprechen vom Tee aus Guangde allgemein; die goldenen Knospen selbst sind ein Tee aus modernen Sorten.

Quellen

Vollständige Liste — auf der Seite „Quellen“