Meixian Lücha (Méixiàn lǜchá, 梅县绿茶) — ein grüner Tee aus dem Bezirk Meixian (梅县区) der bezirksfreien Stadt Meizhou im Osten der Provinz Guangdong. Seine wichtigste Besonderheit liegt in der Technologie: Nach der Trocknung ruht der Tee einen Monat, danach wird er erneut bei 130–180 °C bis zum „Hirsearoma“ erhitzt und wieder einen Monat gelagert. Rohstoff ist eine lokale kleinblättrige Sorte, die im Volksmund „Vogelzunge“ genannt wird, sowie Sorten, die im Dokument als 金宣 und Meizhan (梅占) bezeichnet werden; aus Meizhan wird im benachbarten Dabu ein Oolong hergestellt. Der Name ist als landwirtschaftliche geografische Angabe geschützt und seit 2025 auch als Produkt mit geografischer Angabe.
1. Klassifikation und Herkunft
- Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá) — nicht fermentiert. Die Klasse ist im Namen genannt, die Technologie des Dokuments ist grün: Fixierung, Rollen, Trocknung im Kessel, erneutes Erhitzen.
- Kategorie: Gerösteter grüner Tee aus dem Hakka-Gebiet Meizhou; Produkt mit geografischer Angabe (2025) und landwirtschaftliche geografische Angabe.
- Herkunft: China, Provinz Guangdong (广东, Guǎngdōng), bezirksfreie Stadt Meizhou (梅州, Méizhōu), Bezirk Meixian (梅县, Méixiàn).
- Schutzgebiet: Laut Dokument 2025 — 17 Großgemeinden: Chengjiang (程江), Nankou (南口), Shejiang (畲江), Shuiche (水车), Meinan (梅南), Meixi (梅西), Shikeng (石坑), Daping (大坪), Chengdong (城东), Shishan (石扇), Baidu (白渡), Bingcun (丙村), Yanyang (雁洋), Songkou (松口), Longwen (隆文), Taoyao (桃尧) und Songyuan (松源). Darin liegen 355 dörfliche und 33 städtische Komitees.
- Geografische Koordinaten: 115°47′–116°33′ ö. L., 23°55′–24°48′ n. Br.
2. Geschichte und kulturelle Bedeutung
- Geschichte:
- Alte Zeugnisse. Der Essay „Nanfang+“ (2025) schreibt, dass glasiertes Teegeschirr aus einer Tang-zeitlichen Grabstätte, die 1974 in Shejiang ausgegraben wurde, auf Teegenuss in Meizhou mindestens seit der späten Tang-, der Fünf Dynastien- und der frühen Nördlichen Song-Zeit hindeutet, und dass Mönche des Tempels Lingguang (灵光寺) am Berg Yinashan (阴那山) seit langem Tee anpflanzten und selbst herstellten. Daten und Einzelheiten zum Meixian Lücha selbst nennt die Publikation nicht.
- Landwirtschaftliche Angabe. Der Name wurde vom Landwirtschaftsministerium unter der Nummer AGI02982 registriert; das Registrierungsjahr wird in den gefundenen Quellen nicht genannt.
- 2025. Die Staatliche Verwaltung für geistiges Eigentum (CNIPA) hat mit Bekanntmachung Nr. 632 vom 9. Juni Meixian Lücha als Produkt mit geografischer Angabe anerkannt. Antragsteller ist der Teeverband des Bezirks Meixian (梅州市梅县区茶叶协会).
- Umfang: Nach Angaben von „Nanfang+“ (2025) gibt es im Bezirk 23 000 mu Teegärten, die Jahresproduktion beträgt mehr als 1674 t, der Produktwert 500 Millionen Yuan. Die Publikation teilt den Bezirk in drei Teezonen: eine östliche (Yanyang, Bingcun), eine westliche (Shikeng, Meixi, Daping, Nankou) und eine südliche (Meinan, Shuiche).
- Titel: Nach derselben Publikation ist Meixian ein Modellkreis der Versuchsstation des staatlichen technischen Systems der Teebranche, einer der „zehn ökologischen Teekreise des Landes“ und ein Kreis der regionalen Marke ökologischer Teegärten Guangdongs.
- Name: „Meixian“ (梅县) ist der Name des Bezirks, wörtlich „Kreis Mei“; „lücha“ (绿茶) bedeutet „grüner Tee“.
- Kulturelle Bedeutung: Meixian Lücha ist der Bezirksname des grünen Tees aus dem Hakka-Gebiet Meizhou, mit eigener Zone und eigenem Dokument; im selben Bezirk sind auch andere grüne Tees geschützt (Abschnitt 13).
3. Botanische Beschreibung und Rohstoff
- Sorten / Kultivare: Laut Dokument — lokale kleinblättrige Sorte (本地小叶种), im Volksmund „Vogelzunge“ (鸟舌茶, niǎoshé chá), sowie 金宣 und Meizhan (梅占, méizhàn). Die zweite Sorte schreibt das Dokument als 金宣; der Essay „Nanfang+“ erwähnt im Bezirk die Sorte 金萱 (jīnxuān, Jinxuan) — mit derselben Lesung. Ob es sich um einen Tippfehler handelt, erklären die Quellen nicht.
- Ernte: Frühjahrsernte — von März bis Mai, Herbsternte — von September bis November.
- Erntestandard: Das Dokument legt ihn nicht fest; Angaben in den gefundenen Quellen fehlen.
- Anforderungen an den Rohstoff: Außer Sorte und Erntezeiten gibt es in den gefundenen Quellen keine Angaben.
4. Terroir und Anbaubesonderheiten
- Böden: Laut Dokument — fruchtbare rote und gelbe Böden (红、黄壤土) mit einer Schicht von mindestens 1 m, organischer Substanz von mindestens 2 %, pH 4,5–6,5.
- Pflanzung: Sehr dicht — etwa 22 500 Sträucher pro Hektar. Zur Beschattung werden pro Hektar 270–300 Kampferbäume (樟树) gepflanzt.
- Düngung: Hauptdüngung — von Ende Oktober bis Anfang November, 1500–2500 kg Mist pro Hektar. Nach der Frühjahrsernte — eine Nachdüngung; insgesamt im Jahr 300–750 kg Spezialdünger für Tee pro Hektar.
- Höhe und Klima: Das Dokument legt sie nicht fest. Nach dem Essay „Nanfang+“ (2025) liegen die Gärten des Bezirks überwiegend im Lianhuashan-Gebirge (莲花山脉) auf 400–800 m Höhe, wo es ganzjährig viel Nebel, hohe Luftfeuchtigkeit und große Tagesamplituden der Temperatur gibt.
5. Herstellungstechnologie
Das Dokument 2025 legt die Kette „Ausbreiten → Fixieren → Rollen → Trocknen (erste Aromahebung) → zweite Aromahebung → fertiger Tee“ fest. Im Folgenden seine Anforderungen.
- Ausbreiten (摊青, tānqīng): Das frische Blatt wird auf Bambusmatten in einer Schicht von weniger als 10 cm an einem sauberen, kühlen, belüfteten Ort für 4–8 Stunden ausgebreitet. Die Blattfeuchte sinkt auf etwa 70 %: Die Farbe wechselt von smaragdgrün zu dunkelgrün, der Glanz verschwindet, der grasige Geruch verfliegt fast, ein blumig-fruchtiges Aroma tritt hervor, das Blatt ist weich in der Hand.
- Fixieren (杀青, shāqīng): In der Maschine, bei 260–280 °C, 2–4 Minuten.
- Rollen (揉捻, róuniǎn): In der Maschine, stufenweise: ohne Druck, mit leichtem, mittlerem und starkem Druck; insgesamt etwa 10 Minuten.
- Trocknen, erste Aromahebung (干燥, gānzào): In der Maschine für gekrümmten Tee (曲毫炒茶机) bei 250 °C, bis trocken. Der Tee erhält eine dichte gekrümmte Form, ähnlich einer Schneckenspirale (螺形).
- Zweite Aromahebung (二次提香, èrcì tíxiāng): Etwa 30 Tage nach der ersten Trocknung — in einer Gasmaschine zur Fixierung bei 130–180 °C, etwa 30 Minuten, bis die Blattoberfläche leicht weiß wird und das „Hirsearoma“ auftritt.
- Fertiger Tee (成品, chéngpǐn): Nach der zweiten Erhitzung ruht der Tee noch etwa 30 Tage, danach wird er sortiert und verpackt.
Der Weg von der Ernte bis zur Verpackung dauert damit etwa zwei Monate.
6. Organoleptische Eigenschaften
Die folgende Beschreibung stammt aus dem Dokument 2025.
- Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Dicht gerollt und gekrümmt, grün mit öligem Glanz (条索紧结卷曲,色泽绿润).
- Aroma des trockenen Blattes: Nicht gesondert beschrieben; Angaben in den gefundenen Quellen fehlen.
- Aroma des Aufgusses: „Hirsearoma“ — hoch, scharf und anhaltend (粟香高锐持久).
- Geschmack: Frisch und munter, dicht, mit süßem Nachhall (鲜爽、醇厚回甘).
- Farbe des Aufgusses: Gelbgrün, leuchtend (黄绿、明亮).
- Teeblatt (aufgegossenes Blatt): Zartgrün, weich, gleichmäßig (嫩绿、柔软、匀整).
Das Zeichen 粟 bedeutet „Hirse“. Es ähnelt 栗 — „Kastanie“, und der Essay „Nanfang+“ beschreibt den Tee des Bezirks gerade als „Kastanienaroma“ (栗香). Das Dokument schreibt beide Male 粟; ob dies ein Fehler oder ein beabsichtigtes Wort ist, erklären die Quellen nicht.
7. Chemische Zusammensetzung
Normen des Dokuments 2025:
| Kennwert | Norm |
|---|---|
| Feuchtigkeit | nicht mehr als 6,5 % |
| Gesamtasche (auf Trockensubstanz) | nicht mehr als 6,5 % |
| Wasserlösliche Extraktstoffe | nicht weniger als 36 % |
| Freie Aminosäuren | nicht weniger als 2,0 % |
| Teepolyphenole | nicht weniger als 14 % |
Angaben zu Koffein finden sich in den gefundenen Quellen nicht.
8. Zubereitung
Praxis der Klasse für grünen Tee. Gesonderte Empfehlungen im Dokument fehlen.
- Wassertemperatur: 80–85 °C.
- Teemenge: 3 g auf 150 ml.
- Gefäß: Glasbecher oder weiße Gaiwan.
- Vorgang:
- Gefäß erwärmen.
- Tee einfüllen und Wasser an der Wand entlang zugießen.
- Erster Aufguss — nach 40–60 Sekunden.
- Trinken, dabei einen Teil des Aufgusses zurücklassen.
- Wasser nachgießen.
- Zwei bis drei weitere Aufgüsse.
9. Lagerung
Praxis der Klasse. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Gerüche. Am besten innerhalb eines Jahres trinken.
10. Preis und Fälschungen
Preisangaben finden sich in den gefundenen Quellen nicht.
- Wie man Fälschungen vermeidet:
- Auf das Zeichen für Produkte mit geografischer Angabe achten; das Recht daran bestätigt die CNIPA.
- Prüfen, dass der Hersteller in einer der 17 Großgemeinden des Bezirks Meixian ansässig ist.
- Trockenes Blatt — dichte Kringel, grün mit öligem Glanz; Aufguss — gelbgrün und leuchtend.
11. Interessante Fakten
- Beim Meixian Lücha wird das Aroma zweimal „gehoben“ und zweimal je einen Monat gelagert: zuerst Trocknung bei 250 °C, danach Erhitzung bei 130–180 °C.
- Die Koordinatenrechtecke der Zonen von Meixian Lücha und Dabu Oolong Cha überschneiden sich, aber die Großgemeinden in ihren Listen wiederholen sich nicht: Auf benachbarten Flächen sind zwei verschiedene Produkte zweier verschiedener Klassen geschützt.
12. Vergleich mit anderen Tees aus Meizhou
- Dabu Oolong Cha (大埔乌龙茶): Oolong aus dem Nachbarkreis desselben Bezirks; in den Dokumenten beider Tees wird die Sorte Meizhan genannt, aber daraus werden verschiedene Klassen hergestellt.
- Jiaoling Lücha (蕉岭绿茶): Grüner Tee aus dem Kreis Jiaoling desselben Bezirks — aus den Sorten Shuixian und Xiaoye Oolong, die für Oolong üblich sind.
- Qingliangshan Cha (清凉山茶): Grüner Tee der Qingliang-Berge im Stadtbezirk Meijiang desselben Bezirks.
- Matu Lücha (马图绿茶): Gerösteter grüner Tee aus dem Kreis Fengshun desselben Bezirks.
Fazit:
Meixian Lücha ist ein gerösteter grüner Tee aus dem Hakka-Gebiet Meizhou, aus lokaler „Vogelzunge“, Meizhan und einer Sorte, die das Dokument als 金宣 schreibt. Sein Dokument ist ungewöhnlich durch zwei Aromahebungen mit monatlichen Pausen: zuerst Trocknung im Kessel bei 250 °C zu dichten Kringeln, dann zweite Erhitzung bis zum „Hirsearoma“. In der Tasse — ein gelbgrüner Aufguss, frischer dichter Geschmack und süßer Nachhall.
Quellen
Geografische Angabe
Vollständige Liste — auf der Seite „Quellen“