Jiaoling Lücha (Jiāolǐng lǜchá, 蕉岭绿茶) ist ein grüner Tee aus dem Kreis Jiaoling (蕉岭县) der bezirksfreien Stadt Meizhou im Nordosten der Provinz Guangdong. Seine wichtigste Besonderheit steht bereits im Dokument der geografischen Angabe: Grüner Tee wird hier aus Sorten hergestellt, die für Oolong üblich sind — Shuixian (水仙) und Xiaoye Wulong (小叶乌龙). Das Dokument von 2016 beschreibt sowohl den Ort — Höhenlage nicht unter 530 m, Anforderungen an den Boden bis hin zur Mächtigkeit der Schicht — als auch den Tee selbst: feste Rollung mit Knospenspitzen, gelbgrüner leuchtender Aufguss, reiner und anhaltender Duft, weicher, süßer und glatter Geschmack mit langem Nachgeschmack.
1. Klassifikation und Herkunft
- Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá), unfermentiert. Die Klasse ist im Namen angegeben; das Dokument der geografischen Angabe legt die Technologie des grünen Tees fest: Fixierung, Rollen, Trocknen.
- Kategorie: Grüner Bergtee Guangdongs aus Oolong-Sorten; Produkt mit geografischer Angabe (2016).
- Herkunft: China, Provinz Guangdong (广东, Guǎngdōng), bezirksfreie Stadt Meizhou (梅州, Méizhōu), Kreis Jiaoling (蕉岭县, Jiāolǐng Xiàn). Das Schutzgebiet ist das gegenwärtige Verwaltungsgebiet des Kreises Jiaoling.
- Geografische Koordinaten: Kreis Jiaoling — etwa 24,7° n. Br. und 116,2° ö. L.
2. Geschichte und kulturelle Bedeutung
- Geschichte:
- Vor dem Schutz. Eine dokumentierte Geschichte gerade des Jiaolinger grünen Tees findet sich in den gefundenen Quellen nicht.
- 2016. Am 28. Dezember stellte die Hauptverwaltung für Qualitätsaufsicht, Inspektion und Quarantäne (AQSIQ) mit der Bekanntmachung Nr. 128 Jiaoling Lücha als Produkt mit geografischer Angabe unter Schutz. Anhang der Bekanntmachung — Qualitätsanforderungen: Sorten, Ort, Anbau, Pflückung, Technologie und Erscheinungsbild. Durch dieselbe Bekanntmachung wird Honig desselben Kreises geschützt (Guiling Fengmi, 桂岭蜂蜜).
- 2020. Meizhou veröffentlichte den lokalen Standard DB4414/T 6—2020 „地理标志产品 蕉岭绿茶“ (Geografisches Angabeprodukt Jiaoling Lücha): veröffentlicht am 25. September, in Kraft gesetzt am 25. Oktober 2020. Er bezieht sich auf den durch Bekanntmachung Nr. 128 von 2016 geschützten Tee.
- 2021. Am 22. Dezember wurde der Tee in die dritte Ausgabe des gesamtchinesischen Katalogs „Ming Te You Xin“ (名特优新) für Agrarprodukte aufgenommen (Nr. 333). Antragsteller — die Landwirtschaftsbehörde des Kreises; im Antrag ist eine Fläche von 1000 Hektar angegeben.
- 2025. Die CNIPA erteilte Herstellern mit der Bekanntmachung Nr. 620 das Recht auf das besondere Zeichen für GI-Produkte.
- Name:
- „Jiaoling“ (蕉岭) — „Bananenkamm“, Name des Kreises.
- „Lücha“ (绿茶, lǜchá) — „grüner Tee“.
- Kulturelle Bedeutung: Angaben dazu finden sich in den gefundenen Quellen nicht. Bekannt ist anderes: Der Kreis fördert den Tee über die geografische Angabe und den Katalog „Ming Te You Xin“.
3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial
- Sorte / Kultivar: Laut Dokument — Shuixian (水仙, shuǐxiān) und Xiaoye Wulong (小叶乌龙, xiǎoyè wūlóng), Sorten der Oolong-Tradition. Grüner Tee aus Oolong-Rohmaterial — eine ungewöhnliche Verbindung.
- Pflückung: Laut Dokument — von Anfang März bis Mitte April.
- Pflückstandard: Von Knospe mit einem einzigen gerade geöffneten Blatt bis Knospe mit zwei Blättern (一芽一叶初展至一芽二叶).
- Anbau: Vermehrung durch Stecklinge; nicht mehr als 45 000 Sträucher pro Hektar; nicht weniger als 12 Tonnen verrotteter organischer Dünger pro Hektar und Jahr.
- Anforderungen an das Rohmaterial: Sorten Shuixian und Xiaoye Wulong; Herkunft aus dem Kreis Jiaoling.
4. Terroir und Besonderheiten des Anbaus
- Region: Bergiger Nordosten Guangdongs.
- Anbauhöhe: Laut Dokument — nicht unter 530 m.
- Böden: Laut Dokument — rote und schotterige Böden (红壤土、砾土), pH 5,4–6,7, organische Substanz nicht weniger als 1,5 %, Mächtigkeit der Bodenschicht nicht weniger als 1,5 m; für das Grundwasser schreibt das Dokument „地下水位≤1,0 m“ (Grundwasserspiegel ≤ 1,0 m). Populäre Beschreibungen nennen die Böden des Kreises reich an Selen; Analysen dazu finden sich in den gefundenen Quellen nicht.
- Klima: Subtropisches Monsunklima des Nordostens von Guangdong; genaue Angaben zu den Gärten finden sich in den gefundenen Quellen nicht.
5. Produktionstechnologie
Die Technologie legt das Dokument von 2016 fest: Ausbreiten → Fixierung → Rollen → Trocknen → Sortieren und erneutes Erhitzen.
- Ausbreiten (摊放, tānfàng): Schicht des frischen Blatts — nicht dicker als 0,15 m, nicht länger als 8 Stunden, bis die Blattfeuchte auf 68–72 % gesunken ist.
- Fixierung (杀青, shāqīng): Bei 220–260 °C, bis der grasige Geruch verschwunden ist und Aroma auftritt und das Blatt dunkelgrün, weich und elastisch geworden ist.
- Rollen (揉捻, róuniǎn): Bis sich nicht weniger als 70 % des Blatts zu Röllchen geformt haben.
- Trocknen (干燥, gānzào): Bei 120–150 °C, Rösten bis etwa neun Zehntel Trockenheit.
- Sortieren und erneutes Erhitzen (拣剔和复火, jiǎntī hé fùhuǒ): Parameter gibt das Dokument nicht an.
Wie genau mit dem dicken Blatt der Oolong-Sorten gearbeitet wird, beschreibt das Dokument nicht gesondert.
6. Organoleptische Eigenschaften
Nach dem Dokument von 2016:
- Erscheinungsbild des trockenen Blatts: Feste Rollung mit deutlichen Knospenspitzen (外形紧结,有锋苗), Farbe grün, mit Glanz (色泽绿润).
- Duft des trockenen Blatts: Voller reiner Duft (干茶有浓郁的清香气味).
- Duft des Aufgusses: Rein und anhaltend (香气清香持久).
- Geschmack: Aromatisch, weich, süß und glatt, mit langem süßem Nachgeschmack (滋味香醇甘滑,回甘持久). Das Dokument vermerkt, dass der Tee viele Aufgüsse aushält (耐冲泡).
- Farbe des Aufgusses: Gelbgrün, leuchtend (汤色黄绿明亮).
- Teegrund (aufgegossenes Blatt): Grün, leuchtend (叶底绿亮).
7. Chemische Zusammensetzung
Das Dokument von 2016 legt zwei Kennwerte fest:
- Feuchtigkeit: nicht mehr als 5 %.
- Wasserlösliche Extraktstoffe: nicht weniger als 38 %.
Angaben zu Aminosäuren, Polyphenolen und Koffein finden sich in den gefundenen Quellen nicht.
8. Wohltuende Eigenschaften
Geprüfte Angaben zur Wirkung gerade dieses Tees gibt es nicht. Erwähnungen von Selen in den Böden des Kreises lassen sich ohne Analyse des Blatts selbst nicht auf die Eigenschaften des Tees übertragen.
9. Aufbrühen
Praxis der Klasse für grünen Tee. Aus dem Dokument gehört hierher eines: Der Tee hält viele Aufgüsse aus.
- Wassertemperatur: 85–90 °C.
- Teemenge: 3 g auf 150 ml.
- Gefäß: Glasbecher oder weiße Gaiwan.
- Ablauf:
- Gefäß vorwärmen.
- Tee hineingeben.
- Etwas Wasser aufgießen, das Blatt 20–30 Sekunden öffnen lassen.
- Wasser nachgießen; erster Aufguss — 1–2 Minuten.
- Trinken und einen Teil des Aufgusses zurücklassen.
- Zwei bis drei weitere Aufgüsse.
10. Lagerung
Praxis der Klasse. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Tee der Saison, Reifung ist nicht nötig.
11. Preis und Fälschungen
Angaben zu Preisen finden sich in den gefundenen Quellen nicht.
- So vermeidet man Fälschungen:
- Auf der Verpackung das besondere Zeichen für GI-Produkte suchen.
- Prüfen, dass der Hersteller aus dem Kreis Jiaoling stammt.
- Das Erscheinungsbild mit dem Dokument abgleichen: feste Rollung mit Knospenspitzen, gelbgrüner leuchtender Aufguss.
- Bedenken, dass die geografische Angabe gerade den grünen Tee schützt; Oolong aus denselben Sorten Shuixian oder Xiaoye Wulong fällt nicht unter diesen Schutz.
12. Interessante Fakten
- Grüner Tee wird laut Dokument aus den Oolong-Sorten Shuixian und Xiaoye Wulong hergestellt.
- Das Dokument legt sogar die Mächtigkeit der Bodenschicht und den Grundwasserspiegel fest.
- Beim Rollen müssen sich nicht weniger als 70 % des Blatts zu Röllchen formen — so steht es in den Anforderungen.
- „Jiaoling“ bedeutet „Bananenkamm“.
- Im Katalog „Ming Te You Xin“ von 2021 steht der Tee unter Nummer 333.
13. Vergleich mit anderen grünen Tees
- Meixian Lücha (梅县绿茶): Benachbarter grüner Tee aus demselben Bezirk Meizhou.
- Yingde Lücha (英德绿茶): Grüner Tee der großblättrigen Schule Guangdongs.
- Lechang Baimaocha (乐昌白毛茶): Tee Guangdongs aus einer lokalen weißflaumigen Population; anderer Rohmaterialtyp.
Zum Schluss:
Jiaoling Lücha ist ein grüner Tee mit unerwartetem Rohmaterial: die Sorten Shuixian und Xiaoye Wulong, üblich für Oolong. Das Dokument von 2016 beschreibt ihn ausführlich: Höhenlage nicht unter 530 m, schwach saure rote und schotterige Böden, Pflückung von März bis Mitte April, Fixierung bei 220–260 °C, feste Rollung mit Knospenspitzen, gelbgrüner leuchtender Aufguss, reiner anhaltender Duft und süßer glatter Geschmack mit langem Nachgeschmack. Geschichte und Preise geben offene Quellen nicht her — nur das, was in den Anforderungen steht.
Quellen
Normen
Geografische Angabe
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