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Yífēng yíngkēquán chá
Yífēng yíngkēquán chá · 宜丰盈科泉茶
Yifeng Yingkequan Cha (Yífēng yíngkēquán chá, 宜丰盈科泉茶) — ein grüner Tee aus den Berggemeinden des Kreises Yifeng (宜丰县) der bezirksfreien Stadt Yichun im Nordwesten der Provinz Jiangxi, am Südhang des Jiuling-Gebirges (九岭山脉). „Yingkequan“ (盈科泉) ist der Name eines hundertjährigen Teehauses aus Yifeng, das für seinen Blumentee mit Chloranthus bekannt war; die Angabe schützt jedoch keinen Blumentee: Das Regelwerk verlangt die Übereinstimmung mit dem nationalen Standard für grünen Tee. Die landwirtschaftliche geografische Angabe besteht seit 2020, der Status als Produkt mit geografischer Angabe seit 2025.
1. Klassifikation und Herkunft
- Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá). Das Regelwerk der Angabe verlangt die Übereinstimmung mit dem Standard GB/T 14456.1 „Grüner Tee. Teil 1: Grundanforderungen“; die Technologie umfasst Fixierung, Rollen und Trocknen, ohne Oxidation und ohne Aromatisierung.
- Namensfalle: Das Teehaus „Yingkequan“ ist bekannt für Blumentee (花茶, huāchá) „Zhulan Yinzhen“ (zhūlán yínzhēn) auf Chloranthus; das Regelwerk beschreibt jedoch einen grünen Tee mit reinem (清香) Aroma.
- Kategorie: Landwirtschaftliche geografische Angabe (2020); Produkt mit geografischer Angabe (2025).
- Herkunft: China, Provinz Jiangxi (江西, Jiāngxī), bezirksfreie Stadt Yichun (宜春, Yíchūn), Kreis Yifeng (宜丰, Yífēng).
- Schutzgebiet: Laut Bekanntmachung Nr. 640 des Staatlichen Amtes für geistiges Eigentum und laut Regelwerk — neun Einheiten des Kreises: die Gemeinden Huaqiao (花桥乡), Tong’an (同安乡) und Tianbao (天宝乡), die Großgemeinden Tanshan (潭山镇) und Huanggang (黄岗镇), die Landwirtschaftsbetriebe Huanggangshan (黄岗山垦殖场) und Shihuajian (石花尖垦殖场), die Forstbetriebe Cheshan (车上林场) und Shuangfeng (双峰林场); insgesamt 32 Verwaltungsdörfer und Außenstellen. Die Schutzfläche beträgt laut Regelwerk 667 ha, die Jahresproduktion 750 t.
- Geografische Koordinaten: 114°30′26″–115°04′13″ ö. L., 28°21′32″–28°40′38″ n. Br.
2. Geschichte und kulturelle Bedeutung
- Geschichte:
- Teehaus „Yingkequan“. Laut einer Veröffentlichung des Provinzportals „Dajiang“ (April 2025) handelt es sich um ein hundertjähriges Teehaus (茶号) aus Yifeng. 1933 erhielt sein Blumentee „Zhulan Yinzhen“ eine Ehrenauszeichnung auf der Leipziger Messe. Danach verfiel das Haus und wäre beinahe verschwunden.
- 2016. Laut derselben Veröffentlichung kehrte in diesem Jahr der Leiter des Unternehmens „Yingkequan“ in seine Heimat zurück, um die Marke wiederzubeleben. Gemeinsam mit einem Team der Huazhong-Agraruniversität richtete das Unternehmen eine Wissenschafts- und Produktionsstation (科技小院) ein, wo die verlorene Aromatisierung des Tees mit Chloranthus (窨制, xūnzhì) wiederhergestellt wurde.
- 2020. Registrierung der landwirtschaftlichen geografischen Angabe — das Jahr laut Datenbank der landwirtschaftlichen Angaben; Inhaber ist das Kreisamt für die Entwicklung „grüner Produkte“ (宜丰县绿色食品发展办公室). Die Veröffentlichung des Portals „Dajiang“ datiert die Registrierung auf 2021.
- 2021. Laut der Veröffentlichung des Portals „Dajiang“ wurde die Marke als „alte Marke Jiangxis“ (江西老字号) anerkannt.
- 2025. Mit Bekanntmachung Nr. 640 (unterzeichnet am 16. Juli, veröffentlicht am 13. August) erkannte das Staatliche Amt für geistiges Eigentum 1409 Bezeichnungen als Produkte mit geografischer Angabe an; Yifeng Yingkequan Cha ist Zeile 709, Antragsteller ist die Volksregierung des Kreises.
- 2026. Der Provinzstandard „Qualitätsanforderungen für das Produkt mit geografischer Angabe. Yifeng Yingkequan Cha“ wurde in die erste Partie des Plans zur Entwicklung lokaler Standards Jiangxis für 2026 aufgenommen (Mitteilung des Provinzamtes für Marktaufsicht).
- Name: „Yifeng“ (宜丰) ist der Name des Kreises. Laut einer Einführungsveröffentlichung des Portals „Sohu“ (2017) wurde der Kreis in den Jahren Huangwu (黄武, 222–229) unter dem Herrscher des Reiches Wu gegründet, und der Name wird mit der Formel „炎凉适宜、物阜民丰“ erklärt — „Hitze und Kühle im rechten Maß, das Land üppig, das Volk wohlhabend“; fast ebenso erklärt auch das Regelwerk der Angabe den Kreisnamen. „Yingkequan“ (盈科泉) ist der Name des Teehauses, wobei 泉 „Quelle“ bedeutet; „cha“ (茶) — Tee. Über das Teehaus schreibt das Regelwerk nichts und erklärt den Namen „Yingkequan“ nicht.
- Kulturelle Bedeutung: Laut der Einführungsveröffentlichung des Portals „Sohu“ (2017) ist der Kreis die Wiege zweier Schulen des Chan-Buddhismus: Die Caodong-Schule entstand auf dem Berg Dongshan (洞山) in der Gemeinde Tong’an, die Linji-Schule betrachtet den Berg Huangboshan (黄檗山) in der Gemeinde Huanggang (黄岗) als ihre Wiege; die Großgemeinde Huanggang gehört zu den Einheiten des Schutzgebiets der Angabe. Ebendort heißt es, der Tee des Huangboshan sei vom Song-zeitlichen Würdenträger Ni Si als „unvergleichlich in den zentralen Landen“ (中州绝品) bezeichnet worden. Mit dem geschützten Produkt verbinden die Quellen diese Erzählung nicht.
3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial
- Sorten: Das Regelwerk nennt zwei — 桃江种 (Táojiāng zhǒng) und 福鼎大白 (Fúdǐng dàbái). Welche Population sich hinter dem Namen 桃江种 verbirgt, erklärt das Regelwerk nicht.
- Gärten des Unternehmens: Laut der Veröffentlichung des Portals „Dajiang“ (2025) verfügt das Unternehmen „Yingkequan“ über 1200 mu Gärten; unter seinen Produkten sind „goldener Tee“ (黄金茶) und Blumentee mit Chloranthus. Welche Sorten in diesen Gärten wachsen und ob ihr Tee unter dem Zeichen der Angabe vertrieben wird, ist in den gefundenen Quellen nicht gesagt.
- Standard und Pflückzeit: In den gefundenen Quellen nicht vorhanden.
4. Terroir und Anbaubesonderheiten
- Region: Nordwesten Jiangxis, Südhang des mittleren Teils des Jiuling-Gebirges; Nachbarn des Kreises sind Gao’an, Shanggao, Wanzai, Tonggu, Xiushui und Fengxin.
- Relief: Höhen von 45 bis 1480 m: im Nordwesten Berge mit tiefen Schluchten, im Südosten Hügel. Der Tee der Angabe wächst in den Berggemeinden und Betrieben des Kreises.
- Wald: Bewaldungsgrad 71,9 %; Zone der subtropischen immergrünen Laubwälder der Bergstufe.
- Böden: Schwach sauer, pH 4,9–5,2, fruchtbar, sandig oder sandig-lehmig, mit guter Drainage, tiefer als 60 cm; die Anforderungen des Schutzes 2025 verlangen eine Bodenschicht von nicht weniger als 50 cm. Der Garten wird an Hängen mit nicht mehr als 25° Neigung angelegt.
- Klima: Warmes und feuchtes mittleres Subtropenklima mit deutlichem Jahreszeitenwechsel. Mittlere Jahrestemperatur 17,1 °C, Niederschlag 1697 mm pro Jahr, relative Luftfeuchtigkeit 83 %, Sonnenscheindauer 1634,8 h pro Jahr, frostfreie Periode 260 Tage.
- Agrotechnik: Im Frühjahr — Lockern, im Sommer — Hacken, im Herbst — tiefes Umgraben, im Winter — Anhäufeln. Junge Sträucher werden drei Jahre lang durch Schnitt geformt; an Hängen steiler als 15° wird der Garten in Terrassen angelegt. Gegen Schädlinge — Pheromonfallen, gelbe Tafeln und Lichtfallen; chemische Herbizide sind verboten.
5. Produktionstechnologie
Das Regelwerk gibt folgende Kette vor:
- Pflücken und Ausbreiten (摊放, tānfàng) des frischen Blattes.
- Fixierung (杀青, shāqīng), danach Ausruhen (回潮, huícháo): Das Blatt ruht, die Feuchtigkeit in ihm gleicht sich aus.
- Rollen (揉捻, róuniǎn).
- Erste Trocknung (初烘, chūhōng) und zweites Ausruhen.
- Zweite Trocknung (二烘, èrhōng) und drittes Ausruhen.
- Hebung von Aroma und Flaum (提香提毫, tíxiāng tíháo).
- Verlesen (拣剔, jiǎntī) und Verpacken: Das abgekühlte Blatt wird geworfelt (风选), Bruch und gelbe Blättchen werden entfernt und es wird in Folienbeutel versiegelt.
Die Besonderheit des Schemas sind drei Ruhephasen zwischen den Etappen. Temperaturen und Dauern gibt das Regelwerk nicht an.
6. Organoleptische Eigenschaften
Anforderungen des Regelwerks der Angabe.
- Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Fest gerollt, mit deutlich sichtbarem Flaum (外形紧结显毫). Die Farbe des trockenen Blattes nennt das Regelwerk nicht.
- Aroma des trockenen Blattes: Eine gesonderte Beschreibung findet sich in den gefundenen Quellen nicht.
- Aroma des Aufgusses: Rein und anhaltend (香气清香持久).
- Geschmack: Frisch und belebt, mit süßem Nachhall (滋味鲜爽回甘).
- Farbe des Aufgusses: Hell und klar (汤色明亮清澈).
- Teeblatt (aufgegossenes Blatt): Gelbgrün, gleichmäßig (叶底黄绿匀整).
7. Chemische Zusammensetzung
Physikalisch-chemische Anforderungen des Regelwerks:
| Kennzahl | Norm |
|---|---|
| Feuchtigkeit | höchstens 7,0 % |
| Gesamtasche | höchstens 7,0 % |
| Extraktstoffe | mindestens 35,0 % |
| Tee-Polyphenole | mindestens 15,0 % |
| Freie Aminosäuren | mindestens 3,0 % |
Dies sind Normen, keine Messungen einer konkreten Partie.
8. Aufguss
Praxis der Klasse für grünen Tee.
- Wassertemperatur: 80–85 °C.
- Teemenge: 3 g auf 150 ml.
- Gefäß: Glasbecher oder weißes Gaiwan.
- Vorgang:
- Das Gefäß vorwärmen.
- Den Tee einfüllen und Wasser an der Wand entlang aufgießen.
- Erster Aufguss — nach 40–60 Sekunden.
- Trinken, wobei ein Teil des Aufgusses zurückbleibt.
- Wasser nachgießen.
- Zwei bis drei wiederholte Aufgüsse.
9. Lagerung
Praxis der Klasse. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Gerüche; innerhalb eines Jahres aufbrauchen. Laut Regelwerk wird unverpackter Tee in einer Kühlkammer aufbewahrt.
10. Preis und Fälschungen
Angaben zu Preisen finden sich in den gefundenen Quellen nicht.
- Wie man Fälschungen vermeidet:
- Das Zeichen der geografischen Angabe suchen: Laut Regelwerk verwenden es Produzenten aus dem Gebiet nach jährlichem Vertrag mit dem Inhaber.
- Seit 2025 gibt es auch das Zeichen des Produkts mit geografischer Angabe: Der Produzent aus dem Gebiet stellt einen Antrag beim Kreisamt für geistiges Eigentum, das Amt der Provinz Jiangxi prüft ihn, das Staatliche Amt für geistiges Eigentum bestätigt und veröffentlicht ihn.
- Prüfen, dass der Produzent aus einer der neun Einheiten des Kreises Yifeng stammt, die in Abschnitt 1 aufgeführt sind.
- Das Blatt ist fest gerollt, mit Flaum; das Aroma rein und anhaltend (清香持久).
- Nicht mit dem Blumentee „Zhulan Yinzhen“ und dem „goldenen Tee“ derselben Marke verwechseln: Das Regelwerk der Angabe beschreibt sie nicht.
11. Interessante Fakten
- Die Angabe trägt den Namen eines Teehauses, das durch Blumentee berühmt wurde, schützt aber grünen Tee.
- Zum Gebiet gehören nicht nur Gemeinden und Großgemeinden, sondern auch zwei Landwirtschaftsbetriebe und zwei Forstbetriebe.
- Die technologische Kette des Regelwerks trennt die Etappen durch drei Ruhephasen zum Ausgleich der Feuchtigkeit.
- Der Berg Dongshan, wo laut Reiseführer die Caodong-Schule entstand, liegt in der Gemeinde Tong’an — einer der neun Einheiten des Schutzgebiets der Angabe.
12. Vergleich mit anderen Tees
- Zhulan Huacha (珠兰花茶): Grüner Tee mit Chloranthus — der Typ, durch den das Teehaus „Yingkequan“ berühmt wurde.
- Shuangjing Lü (双井绿): Gerollter grüner Tee aus dem Kreis Xiushui, dem nördlichen Nachbarn Yifengs.
- Tonggu Ninghong (铜鼓宁红): Roter Tee aus dem benachbarten Kreis Tonggu derselben Stadt Yichun.
- Lushan Yun Wu (庐山云雾): Grüner Tee vom Berg Lushan im Norden Jiangxis.
Zum Schluss:
Yifeng Yingkequan Cha ist ein grüner Bergtee aus dem Nordwesten Jiangxis mit dem Namen eines hundertjährigen Teehauses, das für Blumentee bekannt ist. Das Regelwerk von 2020 beschreibt ihn genau: Sorten 桃江种 und 福鼎大白, zwei Trocknungen mit drei Ruhephasen, festes flaumiges Blatt, reines anhaltendes Aroma und gelbgrünes Teeblatt. Seit 2025 ist der Name als Produkt mit geografischer Angabe geschützt, und der Provinzstandard dafür ist bereits im Plan.
Quellen
Normen
Geografische Angabe
Vollständige Liste — auf der Seite „Quellen“