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Xiàochāng Fènghuángshān chá

Xiàochāng Fènghuángshān chá · 孝昌凤凰山茶

Xiaochang Fenghuangshan Cha (Xiàochāng Fènghuángshān chá, 孝昌凤凰山茶) ist ein flacher grüner Tee aus der Gemeinde Zhouxian (周巷镇) im Kreis Xiaochang der bezirksfreien Stadt Xiaogan im Nordosten der Provinz Hubei, am südlichen Fuß des Dabie-Gebirges. Seit 2015 ist der Name durch ein geografisches Zertifizierungszeichen geschützt, seit 2022 gibt es für den Tee die Norm der bezirksfreien Stadt DB4209/T 26—2022. Die Norm bezeichnet ihn ausdrücklich als grünen Tee. „Fenghuang“ ist hier der Name eines lokalen Berges und kein Verweis auf den Guangdong-Oolong Fenghuang Dancong.

1. Klassifikation und Herkunft

  • Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá). Die Klasse ist dokumentarisch festgelegt: Die Norm DB4209/T 26—2022 definiert diesen Tee als grünen Tee aus Knospen und Blättern junger Triebe, die in der Gemeinde Zhouxian geerntet werden.
  • Kategorie: Flacher grüner Tee aus Xiaogan; geografisches Zertifizierungszeichen (2015).
  • Herkunft: China, Provinz Hubei (湖北, Húběi), bezirksfreie Stadt Xiaogan (孝感, Xiàogǎn), Kreis Xiaochang (孝昌, Xiàochāng), Gemeinde Zhouxian (周巷, Zhōuxiàng).
  • Gebiet des Zeichens: Laut Norm die gesamte Gemeinde Zhouxian; die Grenze ist auf einer Karte im Anhang eingezeichnet. Als beste Orte nennt die Einleitung zur Norm die Berge Fenghuangshan, Gongmushan (公牧山) und Shuangfengshan (双峰山) sowie die Gegend Gucheng’an (古城庵).
  • Geografische Koordinaten: Das Kreiszentrum von Xiaochang liegt bei etwa 31,3° nördlicher Breite und 114,0° östlicher Länge; das Gebiet liegt im südöstlichen Teil des Kreises.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung

  • Geschichte:
    • Ming-Zeit. Die Einleitung zur Norm sagt, dass Tee in Zhouxian seit der Ming-Dynastie (明) angebaut wird und dass darüber Gedichte und Bilder erhalten geblieben sind. Einzelheiten liefert die Beschreibung des benachbarten geschützten Produkts Zhouxian Fenghuang Cha vom Amt für geistiges Eigentum der Provinz Hubei: Einer Inschrift auf einer Stele zufolge brachte ein Ming-Beamter, der aus dem Dienst ausgeschieden und Mönch geworden war, aus anderen Gegenden Teesamen mit und legte in der Umgebung des Berges Fenghuangshan Gärten an. In der Kreis-Chronik von Xiaogan aus dem achten Jahr der Regierungsdevise Guangxu (光绪) steht ein Gedicht über eine Teeverkostung beim Kloster Gucheng’an mit der Zeile „穿云寻古寺,带露摘新茶“ — „durch Wolken suche ich den alten Tempel, im Tau pflücke ich neuen Tee“.
    • Überlieferung. Einer Überlieferung aus derselben Beschreibung zufolge reiste der spätere Kaiser Zhu Di (朱棣) inkognito am Berg Fenghuangshan vorbei, und die Einheimischen bewirteten ihn mit Tee.
    • 2015. Im September wurde der Name „孝昌凤凰山茶“ als geografisches Zertifizierungszeichen registriert. Nach dem Provinzregister von 2020 handelt es sich um das Zeichen Nr. 14514917, Klasse 30, Ware Tee; Inhaber ist die Tee-Vereinigung der Gemeinde Zhouxian; die Laufzeit des ausschließlichen Rechts reichte vom 28. September 2015 bis zum 27. September 2025.
    • 2022. Die Marktüberwachungsbehörde von Xiaogan gab die Norm DB4209/T 26—2022 heraus: veröffentlicht am 8. August, in Kraft gesetzt am 8. September. Entwickelt wurde sie von der Tee-Vereinigung der Gemeinde, örtlichen Behörden und einem Teeunternehmen; die Einleitung räumt ein, dass es für den Tee zuvor keine Qualitätsnorm gab.
  • Name: „Xiaochang“ (孝昌) ist der Name des Kreises; „Fenghuangshan“ (凤凰山) bedeutet „Phönixberg“, ein lokaler Gipfel; „cha“ (茶) bedeutet Tee. Nach der Beschreibung des Amtes für geistiges Eigentum der Provinz Hubei nennen die Einheimischen den gesamten Tee der Gemeinde seit jeher „凤凰茶“ — „Fenghuang-Tee“.
  • Kulturelle Bedeutung: Die Einleitung zur Norm nennt Zhouxian eine bekannte „Heimat des Tees“ (茶叶之乡). Nach der Beschreibung des Amtes für geistiges Eigentum der Provinz Hubei kennt man in Xiaogan den Tee der Gemeinde in jedem Haushalt und nimmt ihn gern als Geschenk.

3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial

  • Sorten / Kultivare: Die Norm nennt als wichtigste Echa Nr. 1 (鄂茶1号), Fuding Dabai (福鼎大白) und Zhongcha 108 (中茶108); laut Einleitung werden vor allem die ersten beiden gepflanzt.
  • Pflückstandard: Eine Knospe mit einem Blatt oder eine Knospe mit gerade geöffnetem Blatt (一芽一叶或一芽一叶初展).
  • Erntezeit: Genaue Zeiträume nennt die Norm nicht.
  • Anforderungen an das Rohmaterial: Das frische Blatt wird in belüfteten Behältern transportiert, ohne Quetschung und ohne Erwärmung.

4. Terroir und Anbaubesonderheiten

  • Region: Laut Norm liegt die Produktionsbasis am südlichen Fuß des Dabie-Gebirges (大别山): Hügelland, das Gelände fällt von Nordosten nach Südwesten ab, der Waldanteil beträgt mehr als 80 %.
  • Klima: Subtropisches, monsunales Feuchtklima. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 16,1 °C, die Niederschlagsmenge 1100–1200 mm, die frostfreie Zeit 248 Tage. Die Norm nennt außerdem 4427,2 Sonnenscheinstunden pro Jahr. Eine kommerzielle Veröffentlichung auf der Website „Renmin wang“ (2019) führt dieselbe Zahl an, präzisiert aber, dass die Sonne wegen der Bewölkung tatsächlich nur rund 2150 Stunden pro Jahr scheint.
  • Anbauhöhe: Dazu finden sich in den vorliegenden Quellen keine Angaben.
  • Böden: Überwiegend gelbbraune Böden (黄棕壤), die fruchtbare Schicht ist nicht dünner als 0,5 m, pH 5,5–6,5, Gehalt an organischer Substanz über 1 %.
  • Anbautechnik: Die Norm schreibt vor, den Garten mit Lichtfallen, Klebefallen, Pheromonen und biologischen Präparaten zu schützen.

5. Produktionstechnologie

Die Norm kombiniert Hand- und Maschinenarbeit und hebt drei Schlüsseloperationen hervor: Fixierung, Formgebung und Rösten-Nachtrocknen.

  1. Fixierung (杀青, shāqīng): In einer Fixiermaschine, bis zu 1 kg Blatt pro Minute, bei 170–230 °C; das Blatt verliert 25–30 % seiner Masse. Danach wird es zum Abkühlen und Rückbefeuchten etwa 30 Minuten ausgelegt.
  2. Formgebung (做形, zuòxíng): Zwei Glättvorgänge des Blattes (理条, lǐtiáo) in einer Multifunktionsmaschine: der erste bei 150–180 °C, 10–15 Minuten; der zweite bei 100–120 °C, 8–10 Minuten, bis das Blatt zu 70–80 % getrocknet ist.
  3. Entfernen des Flaums (脱毫, tuōháo): Das abgekühlte Halbfertigprodukt wird in einer Rösttrommel (辉锅机, huīguōjī) bei 60–100 °C gedreht; der Flaum wird vom Blatt gerieben, ein Gebläse bläst ihn hinaus.
  4. Rösten und Aromaentwicklung (辉干提香, huīgān tíxiāng): 25–35 Minuten, Temperatur „niedrig — hoch — niedrig“, etwa 90–120 °C; vor dem Austragen wird die Hitze für das Aroma erhöht.
  5. Fertiger Tee: Feuchtigkeit höchstens 6,5 %, das Blatt ist flach, glatt und gerade.

6. Organoleptische Eigenschaften

Die Norm kennt zwei Grade — Spitzengrad (特级) und erster Grad (一级) — und erneuert für jeden jährlich ein Referenzmuster.

  • Äußeres des trockenen Blattes: Spitzengrad — flach, glatt und gerade, smaragdgrün, mit sichtbarem Flaum, gleichmäßig (扁平光直,翠绿显毫,匀齐). Erster Grad — flach, glatt und gerade, grün mit Glanz (扁平光直,绿润).
  • Aroma des trockenen Blattes: Eine gesonderte Beschreibung enthält die Norm nicht.
  • Aroma des Aufgusses: Spitzengrad — rein und anhaltend (清香持久); erster Grad — rein (清香).
  • Geschmack: Frisch und weich (鲜醇) bei beiden Graden.
  • Farbe des Aufgusses: Zartgrün und klar (嫩绿明亮) bei beiden Graden.
  • Teegrund (aufgegossenes Blatt): Spitzengrad — weich, zart und gleichmäßig (柔嫩匀齐); erster Grad — zart, gleichmäßig und klar (嫩匀明亮).

Farbstoffe und jegliche Zusätze verbietet die Norm.

7. Chemische Zusammensetzung

Die physikalisch-chemischen Anforderungen der Norm, gleich für beide Grade:

KennwertAnforderung
Feuchtigkeithöchstens 6,5 %
Bruch und Staubhöchstens 5,5 %
Gesamtaschehöchstens 7 %
Wasserlösliche Extraktstoffemindestens 38,0 %
Rohfaserhöchstens 10,0 %

Angaben zu Polyphenolen, Aminosäuren und Koffein speziell dieses Tees finden sich in den vorliegenden Quellen nicht.

8. Aufguss

Praxis der Klasse für grünen Tee.

  • Wassertemperatur: 80–85 °C.
  • Teemenge: 3 g auf 150 ml.
  • Gefäß: Glasbecher oder weißer Gaiwan.
  • Vorgang:
    1. Das Gefäß vorwärmen.
    2. Den Tee einfüllen und Wasser an der Wandung entlang zugießen.
    3. Erster Aufguss nach 40–60 Sekunden.
    4. Trinken, dabei einen Teil des Aufgusses zurücklassen.
    5. Wasser nachgießen.
    6. Zwei bis drei weitere Aufgüsse.

9. Lagerung

Praxis der Klasse. Die Norm selbst schreibt vor, den fertigen Tee in einem sauberen, trockenen, kühlen, dunklen Lager ohne Fremdgerüche oder in einer Kühlkammer aufzubewahren. Zu Hause in luftdichter Verpackung im Kühlschrank bei 0–5 °C; besser innerhalb eines Jahres trinken.

10. Preis und Fälschungen

Angaben zu Preisen finden sich in den vorliegenden Quellen nicht.

  • So vermeidet man Fälschungen:
    • Auf das Zeichen „孝昌凤凰山茶“ (Nr. 14514917) achten. Die Laufzeit aus dem Register von 2020 endete am 27. September 2025; ob das Zeichen verlängert wurde, habe ich nicht überprüft.
    • Prüfen, ob der Hersteller aus der Gemeinde Zhouxian im Kreis Xiaochang stammt.
    • Auf den Grad achten: Die Norm kennt nur Spitzengrad und ersten Grad.
    • Das Blatt ist flach, glatt und gerade; der Aufguss ist zartgrün und klar.

11. Interessante Fakten

  • Die Technologie reibt den Flaum vom Blatt, aber für den Spitzengrad verlangt die Norm, dass der Flaum sichtbar bleibt.
  • In einer einzigen Gemeinde bestehen zwei Schutzkonzepte nebeneinander: das Zeichen „孝昌凤凰山茶“ und das geschützte Produkt „周巷凤凰茶“. Die Beschreibung des zweiten nennt den Tee ebenfalls „凤凰山茶“.
  • Mit dem Guangdong-„Fenghuang“ teilt dieser Tee nur die Schriftzeichen: dort Oolong, hier grüner Tee.

12. Vergleich mit anderen Tees

  • Zhouxian Fenghuang Cha (周巷凤凰茶): Geschütztes Produkt derselben Gemeinde (2014) mit Provinznorm DB42/T 2174-2023. Die Beschreibungen beider Tees stimmen im Wesentlichen überein; ob es sich um ein und dasselbe Erzeugnis unter zwei Konzepten handelt, sagen die Dokumente nicht.
  • Guanyinhu Lücha (观音湖绿茶): Grüner Tee aus demselben Kreis Xiaochang, geschütztes Produkt seit 2015.
  • Dawu Lücha (大悟绿茶): Grüner Tee aus dem benachbarten Kreis Dawu, ebenfalls am südlichen Fuß des Dabie-Gebirges.
  • Fenghuang Dancong (凤凰单丛): Guangdong-Oolong — Namensgleichheit, keine Verwandtschaft.

Fazit:

Xiaochang Fenghuangshan Cha ist ein flacher grüner Tee aus einer einzigen Gemeinde am Fuß des Dabie-Gebirges. Für eine kleine Bezeichnung besitzt er eine seltene Vollständigkeit an Dokumenten: ein Zeichen von 2015 und eine Norm von 2022 mit Teepflanzensorten, Verarbeitungsparametern und zwei Graden des fertigen Tees. Das Erscheinungsbild ist schlicht und wiedererkennbar: flaches smaragdgrünes Blatt, reines anhaltendes Aroma, zartgrüner Aufguss, frischer weicher Geschmack.

Quellen

Vollständige Liste — auf der Seite „Quellen“