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Měnghǎi Hèsōng chá

Měnghǎi Hèsōng chá · 勐海贺松茶

Menghai Hesong Cha (Měnghǎi Hèsōng chá, 勐海贺松茶) — eine geografische Herkunftsangabe für Tee aus dem Dorf Hesong (贺松) im Gebiet Bada im Westen des Kreises Menghai, Autonomer Bezirk Xishuangbanna der Dai, Provinz Yunnan. Hesong ist nicht durch Teegärten berühmt, sondern durch einen Wald: Im Gebirgszug Daheishan (大黑山) nahe dem Dorf wurde 1961 ein wilder Teebaum von 32,12 m Höhe gefunden, der das gesamte Gebiet Bada bekannt machte und 2012 abstarb. Die Produktklasse nennt das Dokument der Herkunftsangabe nicht, und Beschreibungen des Tees speziell aus Hesong habe ich nicht gefunden.

1. Klassifikation und Herkunft

  • Typ: Nicht festgestellt: Das Verzeichnis der Herkunftsangaben nennt keine Klasse. Die alten Gärten Menghais sind eine Quelle großblättrigen Rohmaterials vor allem für Pu-Erh, doch aus demselben Blatt wird auch roter und weißer Tee hergestellt; welches Produkt die Angabe abdeckt, ist unbekannt.
  • Kategorie: Dörfliche Herkunftsangabe des Kreises Menghai. Das Verzeichnis präzisiert die Art der Angabe nicht, die Presse bezeichnet die Angaben des Kreises nach Bergen und Dörfern jedoch als Zertifizierungsmarken (证明商标).
  • Herkunft: China, Provinz Yunnan (云南, Yúnnán), Autonomer Bezirk Xishuangbanna der Dai (西双版纳, Xīshuāngbǎnnà), Kreis Menghai (勐海县, Měnghǎi Xiàn), Gebiet Bada (巴达, Bādá), Dorf Hesong. Einem Essay der Zeitschrift „Pu-Erh“ zufolge leben dort Aini (僾尼, àiní) — ein Zweig des Volkes der Hani.
  • Schutzgebiet: Das Verzeichnis nennt den Kreis Menghai als administrative Zugehörigkeit des Inhabers der Angabe; der Inhaber selbst ist nicht genannt, die rechtliche Grenze des Gebiets habe ich nicht geprüft.
  • Geografische Koordinaten: Genaue Koordinaten finden sich in den gesichteten Quellen nicht.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung

  • Geschichte:
    • 1961–1962 — Fund. Einem Essay der Zeitschrift „Pu-Erh“ zufolge fanden einheimische Aini im Oktober 1961 im Bergwald bei Hesong einen großen Teebaum. Das Teeinstitut Yunnan schickte zweimal Forscher zu ihm — im Oktober 1961 und im Februar 1962. Einem Essay auf einem Teeportal zufolge gingen sie von Menghai nach Bada drei Tage zu Fuß, maßen die Höhe mit einem Dreieck vom Boden aus und kehrten, da sie den über dreißig Metern nicht glaubten, zum Nachmessen zurück. Die Wirtschaftszeitung „Jiemian“ datiert den Fund auf 1962.
    • Der Baum. Höhe — 32,12 m, Stammdurchmesser etwa 1 m, Alter nach Schätzung von Fachleuten — über 1700 Jahre. 1967 brach der Wind die Spitze ab, es blieben 14,7 m. Den Umfang an der Basis nennt die Zeitschrift 3,2 m, die Aufzeichnung der Untersuchung von 1978 in der Wiedergabe des Portals — 2,9 m.
    • 1980. Laut der Zeitschrift wurde im selben Wald ein noch größerer wilder Baum gefunden — 34 m hoch und 3,8 m im Umfang. Als „König“ bezeichnete man aus Gewohnheit trotzdem den ersten.
    • 2004. Behörden des Bezirks und das Teeinstitut untersuchten die wilden Teeressourcen und zählten über 6000 mu Gemeinschaften alter Bäume. Die Zeitschrift ordnet diese 6000 mu dem Wald Xiaoheishan (小黑山) zu, „Jiemian“ schreibt von 6000 mu alter Bäume im Wald Daheishan bei Hesong.
    • 2012 — Absterben. Laut „Jiemian“ starb der Baum 2012 eines natürlichen Todes; auch die Zeitschrift „Pu-Erh“ schreibt vom Absterben aus Altersgründen. Die Reste des Stamms wurden der Zeitschrift zufolge als Ausstellungsstück in die Stadt gebracht, an der Stelle des Baumes stehen ein Pavillon und eine Stele.
    • Herkunftsangaben. Die Dachmarke „勐海茶“ wurde 2012 vom Teezentrum des Kreises angemeldet und 2014 registriert; laut „Yunnan Ribao“ (2022) hat der Kreis 16 Zertifizierungsmarken registriert, darunter „勐海班章茶“ und „勐海保塘茶“. Im Verzeichnis der GI-Angaben Yunnans vom 28. Dezember 2019 steht „勐海贺松茶“ in Zeile 226, unter fünfzehn Angaben nach Bergen und Dörfern Menghais.
  • Name: „Menghai“ (勐海) — der Name des Kreises, „Hesong“ (贺松) — der Name des Dorfes, „cha“ (茶) — Tee. Eine Deutung des Dorfnamens findet sich in den gesichteten Quellen nicht.
  • Kulturelle Bedeutung: Ein Essay über die Geschichte der Funde auf einem Teeportal stellt den Baum von Bada in eine Reihe historischer „Teekönige“: den kultivierten Baum des Nannuoshan, den wilden von Bada und den Übergangsbaum von Banwei (邦崴). Die Zeitschrift „Pu-Erh“ schreibt, der Fund habe Bada zu einem Wallfahrtsort für Teeliebhaber gemacht, und die Bewohner Hesongs führten Gäste zu den wilden Bäumen im Wald Daheishan.

3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial

  • Sorte / Kultivar: Für den Tee unter der Angabe wird in den gesichteten Quellen keine genannt.
  • Der Patriarchenbaum. Aufzeichnung der Untersuchung von 1978 in der Wiedergabe eines Teeportals: Blatt elliptisch, dunkelgrün, glänzend, ledrig; reifes Blatt im Mittel 14 cm lang (12–17) und 6 cm breit (5–7), 8–11 Blattnervenpaare; Knospe kräftig und lang, kahl, gelbgrün, Schuppen rötlich; die Knospen treiben Anfang März aus. Später wurde der Baum der Art 大理茶 (dàlǐ chá) zugeordnet. Nach Aussage der Einheimischen in derselben Aufzeichnung stehen im Wald noch neun wilde Bäume desselben Typs.
  • Wilde Knospen. Die Zeitschrift „Pu-Erh“ schreibt, bei den wilden Bäumen des Daheishan sei die Knospe länger und dichter als bei kultivierten und nicht grün, sondern purpurbraun.
  • Rohmaterial, Ernte und Erntestandard: Anforderungen der Angabe, Zeiträume und Erntestandard finden sich in den gesichteten Quellen nicht. Ein Überblick über Teeberge auf einem Teeportal ordnet die wilden Bäume des Daheishan der Art 大理茶 zu und zählt im Berggebiet von Bada weitere 3451 mu kultivierter alter Gärten; zu den Gärten Hesongs allein gibt es keine Daten.

4. Terroir und Anbaubesonderheiten

  • Region: Das Gebiet Bada an der Grenze zu Myanmar. „Jiemian“ verortet es im Westen des Kreises, ein anderer Essay im Süden.
  • Höhe: Die Angaben gehen auseinander: Die Aufzeichnung von 1978 setzt den Patriarchenbaum auf etwa 1500 m, ein Überblick über Teeberge auf 1910 m, den gesamten Zug Daheishan auf 1760–2000 m. Höhen des Dorfes selbst und seiner Gärten finden sich in den gesichteten Quellen nicht.
  • Klima: Die Aufzeichnung von 1978 nennt das Klima am Baum tropisch. Weitere klimatische Daten zu Hesong finden sich in den gesichteten Quellen nicht.
  • Böden: Beim Patriarchenbaum — rotbraun, mit dicker Schicht und großem Humusvorrat (Aufzeichnung von 1978). Für Bada insgesamt nennt ein Essay gelbe Böden (黄壤).
  • Wald: Der Zug Daheishan — laut Aufzeichnung von 1978 sekundärer Urwald an steilen Hängen; der Baum wuchs am Südosthang des Bergrückens. Ein Überblick über Teeberge nennt den Wald einen monsunischen immergrünen Laubwald mit einer Fläche von 5 km²; der Zug ist demselben Überblick zufolge als Schutzgebiet ausgewiesen.

5. Herstellungstechnologie

Eine Technologie des Tees unter der Angabe findet sich in den gesichteten Quellen nicht, die Klasse ist nicht genannt. Das Hauptprodukt der alten Gärten Menghais ist Sheng Pu-Erh (生普, shēngpǔ); falls die Angabe ihn abdeckt, ist das allgemeine Schema folgendes:

  1. Ernte (采摘, cǎizhāi).
  2. Ausbreiten und Abkühlen des Blattes (摊晾, tānliàng).
  3. Fixierung im Kessel (杀青, shāqīng).
  4. Rollen (揉捻, róuniǎn).
  5. Trocknen in der Sonne (晒干, shàigān): Man erhält losen Maocha (晒青毛茶, shàiqīng máochá).
  6. Pressen (紧压, jǐnyā): Nicht zwingend.

Dies ist das allgemeine Schema der Klasse, keine Beschreibung der Technologie des Menghai Hesong Cha.

6. Organoleptische Eigenschaften

Beschreibungen des Tees aus Hesong finden sich in den gesichteten Quellen nicht. Für das Gebiet Bada insgesamt schreibt „Jiemian“ von hohem Aroma, kräftigem Geschmack und einer deutlich süßen Note (香气高扬,滋味浓厚,甜香明显); auf Hesong lässt sich das nicht übertragen.

  • Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Keine Daten in den gesichteten Quellen.
  • Aroma des trockenen Blattes: Keine Daten in den gesichteten Quellen.
  • Aroma des Aufgusses: Keine Daten in den gesichteten Quellen.
  • Geschmack: Keine Daten in den gesichteten Quellen.
  • Farbe des Aufgusses: Keine Daten in den gesichteten Quellen.
  • Teeblatt nach dem Aufguss (nasses Blatt): Keine Daten in den gesichteten Quellen.

7. Chemische Zusammensetzung

Daten zum Tee unter der Angabe gibt es nicht. Es existiert nur eine Analyse alter Blätter des Patriarchenbaums aus der Aufzeichnung von 1978 in der Wiedergabe des Portals: Koffein — 1,14 %, wasserlösliche Stoffe — 21,27 %, wasserlösliche Polyphenole — 6,07 %. Das Portal weist darauf hin, dass diese Zahlen sich stark von den Daten des kultivierten Baums des Nannuoshan unterscheiden. Mit dem Tee unter der Angabe haben sie nichts zu tun.

8. Zubereitung

Praxis der Klasse. Die Angabe nennt keine Klasse; die folgenden Orientierungswerte gelten für Sheng Pu-Erh, das Hauptprodukt der alten Gärten Menghais.

  • Wassertemperatur: 95–100 °C.
  • Teemenge: 5–8 g auf 110–150 ml.
  • Gefäß: Gaiwan oder Tonkanne.
  • Ablauf:
    1. Gefäß vorwärmen.
    2. Tee hineingeben; gepressten Tee vorsichtig abbrechen, ohne das Blatt zu zerbröseln.
    3. Das Blatt kurz mit kochendem Wasser abspülen und abgießen.
    4. Erste Aufgüsse — 10–15 Sekunden.
    5. Vollständig ausgießen.
    6. Die Zeit mit jedem Aufguss verlängern.

9. Lagerung

Praxis der Klasse. Sheng Pu-Erh lagert man an einem trockenen, sauberen, belüfteten Ort ohne Licht und Fremdgerüche, in atmungsaktiver Verpackung; er wird nicht selten über Jahre gereift.

10. Preis und Fälschungen

Daten zu Preisen finden sich in den gesichteten Quellen nicht.

  • So vermeidet man Fälschungen:
    • Die Angabe „勐海贺松茶“ suchen und prüfen, dass der Hersteller aus dem Kreis Menghai stammt.
    • Bedenken, dass es im Gebiet Bada weitere Angaben gibt — „勐海章朗茶“ und „勐海巴达曼迈茶“: „Tee aus Bada“ bedeutet noch nicht „Tee aus Hesong“.
    • „Tee vom König von Bada“ nicht für bare Münze nehmen: Der berühmte Baum Hesongs starb 2012.

11. Interessante Fakten

  • Die Höhe des Baumes wurde 1961 mit einem Dreieck vom Boden aus gemessen; die über dreißig Meter wirkten wie ein Fehler, und im Februar 1962 maß man den Baum erneut — alles stimmte überein.
  • 1961 dauerte der Weg vom Kreissitz nach Bada drei Tage zu Fuß.
  • 1980 fand man in der Nähe einen Baum, der höher war als der berühmte — 34 m, doch „König“ blieb weiterhin der erste.
  • An der Stelle, wo der Baum stand, stehen jetzt ein Pavillon mit einer Stele.

12. Vergleich mit benachbarten Tees

  • Menghai Zhanglang Cha (勐海章朗茶): Angabe des Bulang-Dorfes im selben Gebiet Bada, wo alte kultivierte Gärten stehen.
  • Menghai Bada Manmai Cha (勐海巴达曼迈茶): Angabe des Dorfes Manmai im selben Gebiet Bada.
  • Qianjiazhai und Bada (千家寨 · 巴达): Artikel unserer Enzyklopädie über wilde Patriarchenbäume, darunter den abgestorbenen Baum von Bada.
  • Menghai (勐海): Überblicksartikel der Enzyklopädie über den Kreis.

Fazit:

Menghai Hesong Cha ist die Angabe eines Dorfes, das durch einen einzigen Baum berühmt wurde: Der wilde Riese von 32 m Höhe, 1961 im Wald Daheishan gefunden, machte Bada zum Wallfahrtsort und starb 2012. Über den Tee selbst unter der Angabe schweigen die Dokumente: weder Klasse noch Beschreibung noch Inhaber. Alles, was zuverlässig bekannt ist, ist eine Zeile im Provinzverzeichnis und die Geschichte des Waldes um das Dorf.