thetea.app · die Enzyklopädie Enzyklopädie · Schule · Atlas · Pu-Erh · Ausstattung EN · RU · 繁 · 简 · 粵 · FR · ES · AR · DE · JA · KO
+61 weitere
thetea.app Alles ansehen →

Startseite · Grüner Tee · Taojiang Zhuye

Táojiāng zhúyè

Táojiāng zhúyè · 桃江竹叶

Taojiang Zhuye (Táojiāng zhúyè, 桃江竹叶) — ein flacher grüner Tee aus dem Kreis Taojiang (桃江县) der bezirksfreien Stadt Yiyang, Provinz Hunan. „Zhuye“ (竹叶) bedeutet „Bambusblatt“: Der Tee ist nach seiner Form benannt — schmal, flach und glatt. Das Schutzdokument vergleicht sie außerdem mit einem Schwert, die Farbe mit „schwarzer Jade“, und im Aroma nennt es eine dichte kastanienartige Note. Laut Schutzdokument wird das Blatt nur vor dem Qingming-Fest gepflückt, also vor Anfang April. Im Jahr 2025 hat die Staatliche Behörde für geistiges Eigentum (CNIPA) den Namen als Produkt mit geografischer Angabe anerkannt.

1. Klassifikation und Herkunft

  • Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá), nicht fermentiert. Im Namen wird die Klasse nicht genannt: „Bambusblatt“ beschreibt die Form, nicht die Verarbeitung. Die Klasse bestimmt die Technologie aus dem Schutzdokument — Auslegen, Fixierung durch Erhitzen im Kessel, Formung des flachen Blattes, Nachtrocknung und — in zwei von drei Schemata — Polieren im Kessel (辉锅, huīguō), ohne Welken zur Oxidation und ohne Röstung. Ein auf einer Tee-Website nachgedruckter Referenzartikel nennt ihn direkt einen flachen grünen Tee (扁形烘炒绿茶).
  • Kategorie: Flacher (扁形, biǎnxíng) grüner Tee; Produkt mit geografischer Angabe (CNIPA, 2025); landwirtschaftliche geografische Angabe des Landwirtschaftsministeriums (Nummer AGI03212).
  • Herkunft: China, Provinz Hunan (湖南, Húnán), bezirksfreie Stadt Yiyang (益阳, Yìyáng), Kreis Taojiang (桃江, Táojiāng).
  • Schutzgebiet: Laut Schutzdokument — 15 Gemeinden und Großgemeinden des Kreises Taojiang: Taohuajiang (桃花江), Gemeinde Fuqiushan (浮邱山), Gemeinde Gaoqiao (高桥), Zhanxi (沾溪), Xiushan (修山), Santangjie (三堂街), Lucidu (鸬鹚渡), Daligang (大栗港), Nationalgemeinde Zhabu der Hui (鲊埠回族乡), Wutan (武潭), Majitang (马迹塘), Shiniujiang (石牛江), Niutian (牛田), Songmutang (松木塘) und Huishangang (灰山港).
  • Geografische Koordinaten: 111°35′59″–112°18′52″ ö. L., 28°12′48″–28°40′52″ n. Br.
  • Antragsteller: Tee-Vereinigung des Kreises Taojiang (桃江县茶业协会).

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung

  • Geschichte: Eine Primärquelle über die Entstehungszeit des Tees habe ich nicht gefunden. Ein Referenzartikel auf einer Tee-Website datiert seine Entwicklung auf das Jahr 1985; mit Dokumenten ist dieses Datum nicht abgeglichen. Was sich anhand von Dokumenten prüfen ließ — die Geschichte des Schutzes:
    • Landwirtschaftliche Angabe. Nummer im Register des Landwirtschaftsministeriums — AGI03212; das Eintragungsdatum habe ich anhand der Primärquelle nicht geprüft.
    • 2024. Im Provinzverzeichnis Hunans fehlt der Name „桃江竹叶“ sowohl unter den Kollektiv- und Zertifizierungsmarken als auch unter den Produkten mit geografischer Angabe. Unter den Marken steht dafür „桃江绿茶“ — „Taojiang-Grüntee“; wie diese beiden Namen zueinander stehen, wird in den gefundenen Quellen nicht gesagt.
    • 2025. Durch CNIPA-Bekanntmachung Nr. 640 (unterzeichnet am 16. Juli, veröffentlicht am 13. August) wurde „桃江竹叶“ als Produkt mit geografischer Angabe anerkannt; im Anhang ist dies Position 985.
  • Name: „Taojiang“ (桃江) — „Pfirsichfluss“, der Name des Kreises; die zentrale Großgemeinde des Gebiets heißt Taohuajiang (桃花江) — „Fluss der Pfirsichblütenfarbe“. „Zhuye“ (竹叶) — „Bambusblatt“. Ein Referenzartikel beschreibt das Blatt als „flach und schlank, wie ein junges Bambusblatt“ (扁平挺秀似新嫩竹叶).
  • Kulturelle Bedeutung: Daten in den gefundenen Quellen liegen nicht vor.

3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial

  • Sorten / Kultivare: Das Schutzdokument nennt drei: Bixiangzao (碧湘早, Bìxiāngzǎo), Zhuyeqi (槠叶齐, Zhūyèqí) und Huangjincha (黄金茶, Huángjīnchá). Der erste ist als 碧湘早 verzeichnet; im Dokument derselben Bekanntmachung für Changsha Lücha steht ein ähnlicher Name 碧香早 — ob es sich um dieselbe Schreibweise handelt, erläutert das Dokument nicht.
  • Vermehrung: Vegetativ (无性繁殖) — laut Schutzdokument.
  • Pflückung: Laut Schutzdokument — jedes Jahr vor dem Qingming-Fest (清明). Ein Referenzartikel nennt einen anderen Zeitraum, von Qingming bis Guyu (谷雨), und anderes Rohmaterial — eine Knospe mit zwei kaum geöffneten Blättern (一芽二叶初展); wodurch die Abweichung zu erklären ist, wird in den Quellen nicht gesagt.
  • Pflückstandard: Für die Sonderklasse (特级) — eine einzelne Knospe oder eine Knospe mit einem kaum geöffneten Blatt (一芽一叶初展); für die erste Klasse — hauptsächlich eine Knospe mit einem geöffneten Blatt (一芽一叶开展).

4. Terroir und Anbaubesonderheiten

  • Region: Kreis Taojiang, bezirksfreie Stadt Yiyang.
  • Standort der Plantage: Laut Schutzdokument — Berglagen, Trockenhänge oder gut drainierte Felder mit einer Neigung unter 25°, mit Grundwasser tiefer als 1 m und natürlichem Wasserabfluss.
  • Böden: Lehmböden auf Verwitterungsprodukten von Schiefer (板页岩) und Granit; pH 4,0–6,5; Bodenschicht nicht weniger als 60 cm; das Dokument nennt sie reich an Mineralstoffen, Zahlen gibt es nicht an.
  • Höhenlage und Klima: Daten in den gefundenen Quellen liegen nicht vor.
  • Pflanzung und Pflege: Gepflanzt wird von November bis Ende Februar, 60–75 Tausend Pflanzen pro Hektar. Zwei- bis viermal jährlich — flaches Lockern, vor der Düngung — Jäten zwischen den Reihen nicht tiefer als 10 cm. Anfang bis Mitte Oktober — tiefes Umgraben von mehr als 15 cm mit Grunddüngung: Stickstoff zusammen mit Phosphor, Kalium und Mikroelementen, alle zwei bis drei Jahre — Calcium-Magnesium-Phosphat.

5. Produktionstechnologie

Das Schutzdokument lässt drei Verfahren zu. Die folgenden Schritte stammen aus dem Dokument, Temperaturen und Zeiten nennt es jedoch nicht.

  1. Vollständig von Hand — ein Verfahren für Rohmaterial zweier Sonderklassen (特一级 und 特二级): Auslegen (摊青, tānqīng) → Fixierung mit Formgebung (杀青做形, shāqīng zuòxíng) → erste Trocknung mit Formausgleich (初干整形, chūgān zhěngxíng) → Nachtrocknung mit Formfixierung (足干固形, zúgān gùxíng).
  2. Maschinell mit Handpolitur: Auslegen → maschinelle Fixierung → zweite Röstung mit Formgebung (杀二青做形, shā èrqīng zuòxíng) → manuelle Nachtrocknung-Politur im Kessel (手工辉锅, shǒugōng huīguō).
  3. Vollständig maschinell: Auslegen → maschinelles Rösten im Kessel (机械炒青锅) → maschinelles Polieren (机械辉锅).

In den ersten beiden Schemata wird die Formgebung direkt in den Namen der Schritte genannt — „Fixierung mit Formgebung“, „erste Trocknung mit Formausgleich“, „Nachtrocknung mit Formfixierung“, „zweite Röstung mit Formgebung“; das zweite und dritte Schema enden mit Polieren im Kessel. Wie genau das Blatt geformt wird, beschreibt das Dokument nicht.

6. Organoleptische Eigenschaften

Das Schutzdokument gibt eine allgemeine Beschreibung, ohne Unterteilung nach Klassen.

  • Äußeres Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Flach, glatt, einem Schwert ähnlich (扁平光滑似剑); Farbe grün, „wie schwarze Jade“ (色绿似墨玉).
  • Aroma des trockenen Blattes: Eine gesonderte Beschreibung fehlt im Dokument.
  • Aroma des Aufgusses: Dicht kastanienartig (栗香浓郁).
  • Geschmack: Frisch und weich (鲜醇).
  • Farbe des Aufgusses: Gelbgrün, klar und leuchtend (黄绿清澈明亮).
  • Teeblatt nach dem Aufguss (nasses Blatt): Zartgrün und leuchtend (嫩绿明亮).

Ein Referenzartikel beschreibt das Erscheinungsbild anders: Die Farbe sei smaragdgrün, der Flaum deutlich sichtbar, das Kastanienaroma anhaltend, der Geschmack weich und belebend mit süßem Nachhall, das aufgegossene Blatt fleischig, gelb und leuchtend. Übereinstimmend sind die kastanienartige Note und der gelbgrüne klare Aufguss; die Farbe des trockenen Blattes — „schwarze Jade“ im Dokument und „smaragdgrün“ im Referenzartikel — weicht voneinander ab.

7. Chemische Zusammensetzung

Physikalisch-chemische Anforderungen enthält das Schutzdokument nicht; weitere Daten in den gefundenen Quellen liegen nicht vor.

8. Zubereitung

Klassenübliche Praxis für flachen grünen Tee.

  • Wassertemperatur: 80–85 °C.
  • Teemenge: 3 g auf 150 ml.
  • Gefäß: Glasbecher oder weißer Gaiwan.
  • Ablauf:
    1. Den Becher vorwärmen.
    2. Den Tee einfüllen und Wasser an der Wand entlang zugießen.
    3. Erster Aufguss — nach 40–60 Sekunden.
    4. Trinken und einen Teil des Aufgusses zurücklassen.
    5. Wasser nachgießen.
    6. Zwei bis drei weitere Aufgüsse.

9. Lagerung

Klassenübliche Praxis. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Am besten innerhalb eines Jahres verbrauchen.

10. Preis und Fälschungen

Daten zu Preisen in den gefundenen Quellen liegen nicht vor.

  • Wie man Fälschungen vermeidet:
    • Auf das besondere Zeichen der geografischen Angabe achten.
    • Prüfen, ob der Hersteller aus dem Kreis Taojiang stammt.
    • Das Blatt — flach, glatt, dunkelgrün; das Aroma — kastanienartig; der Aufguss — gelbgrün und klar.
    • Nicht mit dem Emei Zhuyeqing aus Sichuan verwechseln: „Bambusblatt“ steht in beiden Namen, aber es handelt sich um verschiedene Tees aus verschiedenen Provinzen.

11. Interessante Fakten

  • Der Name vergleicht das Blatt mit einem Bambusblatt, das Schutzdokument zusätzlich mit einem Schwert.
  • Die Blattfarbe beschreibt das Dokument durch „schwarze Jade“ (墨玉), einen dunklen Stein.
  • Eine der fünfzehn Einheiten des Gebiets ist eine Nationalgemeinde des Volkes der Hui.
  • In einer einzigen CNIPA-Bekanntmachung stehen zwei grüne Tees aus Hunan mit unterschiedlichen Pflückzeiträumen: Taojiang Zhuye wird nur vor Qingming gepflückt, Changsha Lücha von März bis September.

12. Vergleich mit anderen flachen und Hunan-Grüntees

  • Emei Zhuyeqing (峨眉竹叶青): Flacher grüner Tee vom Berg Emeishan in Sichuan; „Bambusblatt“ haben sie im Namen gemeinsam, die Produkte sind verschieden.
  • Xi Hu Longjing (西湖龙井): Flacher grüner Tee aus Hangzhou; bei ihm wird das Polieren im Kessel (辉锅) als abschließendes Rösten beschrieben, durch das das Blatt glatt und glänzend wird. Zwei der drei Schemata des Dokuments für Taojiang Zhuye enden ebenfalls mit Politur im Kessel.
  • Anhua Songzhen (安化松针): Grüner Tee aus dem Nachbarkreis Anhua, derselbe Bezirk Yiyang — aber in Form einer „Kiefernnadel“, nicht eines flachen Blattes.
  • Changsha Lücha (长沙绿茶): Grüner Tee aus Hunan aus derselben CNIPA-Bekanntmachung, in dünnen gebogenen Strängen.

Zum Abschluss:

Taojiang Zhuye ist ein flacher grüner Tee aus dem Kreis Taojiang, im Kessel bis zur Glätte eines „Bambusblattes“ verarbeitet. Das Schutzdokument beschreibt ihn knapp, aber präzise: Frühjahrspflückung vor Qingming, drei zulässige Verarbeitungsschemata im Kessel, ein Blatt von dunkler Jadefarbe, dichtes Kastanienaroma, frischer weicher Geschmack und ein klarer gelbgrüner Aufguss. Die Geschichte des Tees vor dem Schutz beleuchten die Dokumente nicht; ein Referenzartikel datiert seine Entstehung auf das Jahr 1985.

Quellen

Vollständige Liste — auf der Seite „Quellen“