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Měnghǎi Zhāngjiā chá
Měnghǎi Zhāngjiā chá · 勐海章家茶
Menghai Zhangjia Cha (Měnghǎi Zhāngjiā chá, 勐海章家茶) — geografisches Zeichen für Tee aus Zhangjia (章家), einem der sieben Verwaltungsdörfer der Gemeinde Bulangshan im Kreis Menghai (勐海县) des Autonomen Bezirks Xishuangbanna der Dai, Provinz Yunnan. Das alte Dorf Zhangjia liegt an der Gemeindegrenze, südlich davon befindet sich Myanmar; beide beschriebenen Dörfer des Komitees sind von Bulang bewohnt. Der im Teehandel bekannteste Ort, Zhangjia Sandui, trägt den Beinamen „Kleiner Banzhang“, obwohl dort vor allem kein alter Baum wächst, sondern Terrassentee. Welche Teeklasse das Zeichen abdeckt, geht aus den gefundenen Dokumenten nicht hervor.
1. Klassifikation und Herkunft
- Typ: Vom Dokument des Zeichens nicht festgelegt. Die alten Gärten Menghais sind eine Quelle großblättrigen Rohmaterials vor allem für Pu-Erh, aber aus demselben Blatt werden auch roter und weißer Tee hergestellt; welches Produkt das Zeichen abdeckt, nennt das Register nicht. Die gefundenen Geschmacksbeschreibungen beziehen sich auf Rohmaterial für Pu-Erh (毛茶, máochá).
- Kategorie: Dörfliches geografisches Zeichen des Kreises Menghai — kollektive oder Zertifizierungsmarke.
- Herkunft: China, Provinz Yunnan (云南, Yúnnán), Autonomer Bezirk Xishuangbanna der Dai, Kreis Menghai (勐海县, Měnghǎi Xiàn), Bulang-Nationalitätengemeinde Bulangshan (布朗山布朗族乡, Bùlǎngshān Bùlǎngzú Xiāng), Verwaltungsdorf — Dorfkomitee Zhangjia (章家村委会). Zum Komitee gehören insbesondere das alte Dorf Zhangjia (章家老寨), in dem das Komitee selbst steht, und die Außensiedlung Zhangjia Sandui (章家三队, „Dritte Brigade von Zhangjia“).
- Zone des Zeichens: Die Provinzliste nennt nur Bezirk und Kreis — das ist die administrative Zugehörigkeit des Zeicheninhabers; die rechtliche Grenze der Zone habe ich nicht geprüft, und die Dorfgrenze als Zone des Zeichens ist in den gefundenen Quellen nicht bestätigt.
- Geografische Koordinaten: Genaue Koordinaten finden sich in den gefundenen Quellen nicht. Das Zentrum der Gemeinde Bulangshan liegt etwa bei 21,59° n. Br. und 100,42° ö. L.
2. Geschichte und kulturelle Bedeutung
- Geschichte:
- Umsiedlung. Beschreibungen zufolge hat sich Zhangjia Sandui vor einigen Jahrzehnten aus dem alten Dorf Zhangjia herausgelöst. Ein genaues Datum findet sich in den gefundenen Quellen nicht.
- 2012–2014. Das Kreistechnikservicezentrum der Teebranche (勐海县茶叶技术服务中心) beantragte 2012 das übergreifende Zertifizierungszeichen „勐海茶“; registriert wurde es 2014.
- Vor 2019. Das Zeichen „勐海章家茶“ wurde registriert: Die Provinzliste der geografischen Warenzeichen Yunnans vom 28. Dezember 2019 führt es in Zeile 223, neben dem übergreifenden „勐海茶“ und weiteren vierzehn Zeichen von Bergen und Dörfern des Kreises (die Presse schrieb 2022 von sechzehn). Registrierungsnummer, Inhaber, Jahr und Produktklasse werden in den gefundenen Quellen nicht genannt; ob das Zeichen derzeit gültig ist, ist nicht bestätigt.
- Name: „Menghai“ (勐海) ist der Name des Kreises; „Zhangjia“ (章家) ist der Name des Dorfes und des Dorfkomitees; er wird unterschiedlich erklärt: Das Ortsnamenhandbuch deutet ihn als lautlich entstellten früheren Namen Zhangzhan (章展), eine Handelspublikation als Dai-Bezeichnung für „diejenigen, die Veranden bauen können“; „cha“ (茶, chá) — Tee.
- Kulturelle Bedeutung: Die Gemeinde Bulangshan ist das größte Siedlungsgebiet des Volkes der Bulang in China (etwa 64 % der Einwohner). Im Teehandel kennt man Zhangjia über den Beinamen der Siedlung Sandui — „Kleiner Banzhang“ (小班章): Ihr Tee wird mit dem von Lao Banzhang derselben Gemeinde verglichen.
3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial
- Sorte / Kultivar: In den gefundenen Quellen nicht genannt.
- Gartentypen: Beschreibungen von Zhangjia Sandui zufolge ist das Hauptrohmaterial dort Terrassentee (台地茶, táidìchá), also junge Strauchpflanzungen, dazu Bäume von etwa vierzig Jahren und einige große Bäume (大树茶), die bei der Dorfgründung gepflanzt wurden. Alte Bäume (古茶树) gibt es im Dorf einer Beschreibung zufolge nicht; einer anderen zufolge sind die ältesten nicht älter als vierzig Jahre. Eine Beschreibung nennt die Fläche der jungen Pflanzungen — über 3000 mu (etwa 200 ha).
- Ernte: Zeiträume werden in den gefundenen Quellen nicht genannt.
- Erntestandard: In den gefundenen Quellen nicht angegeben.
- Anforderungen an das Rohmaterial: Regeln des Zeichens finden sich in den gefundenen Quellen nicht.
4. Terroir und Anbaubesonderheiten
- Region: Süden der Gemeinde Bulangshan, an der Staatsgrenze. Das alte Dorf Zhangjia liegt einer Beschreibung zufolge auf sanfterem und niedrigerem Relief als Sandui.
- Anbauhöhe: Zhangjia Sandui liegt auf einem Berggipfel von etwa 1100 m; die Gärten liegen einer Beschreibung zufolge auf 1100–1800 m. Für die Gemeinde insgesamt gelten mittelhohe Berge von 1000–2200 m.
- Klima: Für die Gemeinde Bulangshan werden eine Jahresdurchschnittstemperatur von 18–21 °C und etwa 1374 mm Niederschlag pro Jahr angegeben; die Beschreibung von Sandui spricht von langer Sonneneinstrahlung und reichlich Nebel auf dem offenen Gipfel.
- Böden: Die Beschreibung von Sandui nennt die Böden fruchtbar; weitere Angaben fehlen.
- Bevölkerung: Zhangjia Sandui umfasst einer Beschreibung zufolge etwa 130 Haushalte und 680 Einwohner, überwiegend Bulang.
- Entfernungen: Einer Beschreibung zufolge liegt Sandui 3 km vom Dorfkomitee entfernt; einer anderen zufolge 22 km vom alten Dorf.
5. Herstellungstechnologie
Die durch das Zeichen festgelegte Technologie wird in den gefundenen Quellen nicht beschrieben. Das allgemeine Klassenschema für rohen Pu-Erh nach Standard GB/T 22111-2008, nicht die Beschreibung gerade des Zhangjia-Tees: Frisches Blatt wird ausgebreitet (摊放, tānfàng), durch Erhitzen fixiert (杀青, shāqīng), gerollt (揉捻, róuniǎn), aufgelockert und an der Sonne getrocknet (日光干燥, rìguāng gānzào). Man erhält „Sonnenrohmaterial“ (晒青毛茶, shàiqīng máochá); für rohen Pu-Erh wird es sortiert, gedämpft, gepresst und getrocknet, ohne Haufenfermentation (渥堆, wòduī).
6. Organoleptische Eigenschaften
Beschreibungen aus Handelspublikationen zum Rohmaterial von Zhangjia Sandui — überwiegend aus Terrassengärten; eine Laborverkostung liegt ihnen nicht zugrunde.
- Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Dichte Rollung, öliger Glanz; „Blatt schwarz, Knospe weiß“ (叶黑芽白).
- Aroma des trockenen Blattes: Einer Handelsverkostung zufolge frisch, blumig und süß.
- Aroma des Aufgusses: Derselben Verkostung zufolge dichter Honig; das Blumige bleibt im Hintergrund.
- Geschmack: Starke Bitterkeit und dichter, kräftiger Aufguss — „bitter, dicht, tief“ (苦大稠深). Die zurückkehrende Süße (回甘, huígān) ist schnell und kräftig, eine leichte Adstringenz bleibt; Bitterkeit und Süße sind ausgewogen. Die „Tee-Energie“ ist stark, aber derselben Beschreibung zufolge nicht so scharf und lang anhaltend wie bei Lao Banzhang.
- Farbe des Aufgusses: In den gefundenen Quellen keine Beschreibungen.
- Teeboden (aufgegossenes Blatt): In den gefundenen Quellen keine Beschreibungen.
7. Chemische Zusammensetzung
Physikalisch-chemische Daten zum Zhangjia-Tee finden sich in den gefundenen Quellen nicht. Zur Orientierung — die Klassennorm, nicht eine Messung: Standard GB/T 22111-2008 verlangt von rohem Pu-Erh mindestens 28,0 % Polyphenole und 35,0 % wasserlösliche Stoffe bei einer Feuchte von höchstens 13,0 %.
8. Aufbrühen
Praxis der Klasse — für rohen Pu-Erh, auf den sich die gefundenen Beschreibungen beziehen; roter oder weißer Tee aus demselben Blatt wird anders aufgebrüht.
- Wassertemperatur: 95–100 °C.
- Teemenge: 5–7 g auf 100 ml.
- Gefäß: Gaiwan (盖碗, gàiwǎn) oder Tonkanne.
- Ablauf:
- Gefäß vorwärmen und Tee einfüllen.
- Blatt 5–10 Sekunden mit heißem Wasser spülen und abgießen.
- Erster Aufguss — 5–10 Sekunden.
- Durch ein Sieb ausschenken.
- Weitere Aufgüsse mit allmählich verlängerter Ziehzeit.
9. Lagerung
Praxis der Klasse. Trockener, sauberer, belüfteter Ort ohne Fremdgerüche und direktes Licht, Papierverpackung oder Karton. Roher Pu-Erh lässt eine lange Reifung zu, mit den Jahren verändern sich Erscheinung und Geschmack.
10. Preis und Fälschungen
Preise finden sich in den gefundenen Quellen nicht. Das Hauptrohmaterial von Sandui ist Beschreibungen zufolge Terrassentee, „dessen viele nicht erwähnen wollen“.
- Wie man Fälschungen vermeidet:
- Das Zeichen „勐海章家茶“ prüfen und dass der Hersteller im Kreis Menghai tätig ist. Das Zeichen sagt weder etwas über die Teeklasse noch über das Alter der Bäume.
- Der Beiname „Kleiner Banzhang“ ist ein Geschmacksvergleich, keine Herkunft: Zhangjia-Tee ist kein Banzhang-Tee.
- Die Wörter „古树“ (alte Bäume) bei Herkunft aus Zhangjia verlangen besondere Prüfung: Beschreibungen zufolge gibt es in Sandui fast oder gar keine alten Bäume.
- Ein Preis nahe dem von Banzhang ist bei Zhangjia-Rohmaterial ein Anlass, den Verkäufer zu fragen, wofür er gilt.
11. Interessante Fakten
- Zhangjia ist eines der sieben Verwaltungsdörfer der Gemeinde, in der die Bulang etwa zwei Drittel der Einwohner stellen.
- Die Siedlung Sandui ist nach der Brigade-Nummer benannt — „Dritte Brigade von Zhangjia“.
- Den Beinamen „Kleiner Banzhang“ gibt der Handel nicht nur einem Dorf: So wird zum Beispiel auch Tee aus Naka am Berg Mengsong genannt.
12. Vergleich mit benachbarten Tees
- Lao Banzhang (老班章): Dorf derselben Gemeinde Bulangshan, Maßstab für kräftigen rohen Pu-Erh; die Beschreibung des Zhangjia-Tees misst ihn gerade an Lao Banzhang und räumt ein, dass die „Energie“ von Zhangjia schwächer ist.
- Bulangshan (布朗山): Bergmassiv und Gemeinde, zu denen Zhangjia gehört.
Zum Schluss:
Menghai Zhangjia Cha ist ein Zeichen für Tee eines Bulang-Dorfes an der Südgrenze der Gemeinde Bulangshan. Seine Siedlung Sandui auf einem offenen Gipfel von etwa 1100 m ist unter dem Beinamen „Kleiner Banzhang“ bekannt und für bitteres, dichtes Rohmaterial mit schneller Süße. Die Beschreibungen räumen ehrlich ein, dass es sich überwiegend um Terrassenblatt handelt und dass es an die Kraft von Lao Banzhang nicht heranreicht. Das Zeichen bestätigt den Ortsnamen, aber weder die Teeklasse noch das Alter der Bäume.
Quellen
Normen
Vollständige Liste — auf der Seite „Quellen“