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Xièshān diécuì

Xièshān diécuì · 薤山叠翠

Xieshan Diecui (Xièshān diécuì, 薤山叠翠) ist ein Grüntee aus den Xieshan-Bergen im Kreis Gucheng (谷城县) der bezirksfreien Stadt Xiangyang im Nordwesten der Provinz Hubei. Sein Name ist keine Sortenbezeichnung, sondern eine Landschaft: „geschichtetes Grün des Xieshan“. Unten Felder, darüber Eichenwälder, an den Gipfeln Kiefern und Zypressen, und aus der Ferne zeigt sich der Berg in drei Grüntönen. Xieshan ist ein bewaldeter Berg und ein alter Sommerkurort, und sein Tee steht seit 2011 als Produkt mit geografischer Angabe unter Schutz.

1. Klassifikation und Herkunft

  • Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá), nicht fermentiert. Die Klasse bestätigt das Erscheinungsbild laut Dokument der geografischen Angabe: smaragdgrünes Blatt, zartgrüner Aufguss.
  • Kategorie: Grüntee aus dem Bergland von Hubei, Produkt mit geografischer Angabe (2011).
  • Herkunft: China, Provinz Hubei (湖北, Húběi), bezirksfreie Stadt Xiangyang (襄阳, Xiāngyáng), Kreis Gucheng (谷城县, Gǔchéng Xiàn).
  • Schutzgebiet: Forstbetrieb Xieshan (薤山林场), die Großgemeinden Zijin (紫金镇), Nanhe (南河镇), Shihua (石花镇) und die Gemeinde Zhaowan (赵湾乡) des Kreises Gucheng — fünf Einheiten.
  • Geografische Koordinaten: Kreis Gucheng — etwa 32,3° n. Br. und 111,6° ö. L.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung

  • Geschichte:
    • Sommerkurort. Nach Angaben der Provinzpresse wurden zwischen 1903 und 1907 auf dem Gipfel des Xieshan mehr als siebzig Sommerhäuser errichtet; achtzehn sind erhalten. Lokale Materialien nennen den Berg die „südliche Sommerresidenz Chinas“ (中国南避暑山庄).
    • Forstbetrieb und Park. Nach 1949 wurde der Berg ein staatlicher Forstbetrieb, 1994 ein nationaler Waldpark. Der Forstbetrieb Xieshan gehört bis heute zum Tee-Schutzgebiet.
    • 2011. Die Hauptverwaltung für Qualitätsüberwachung, Inspektion und Quarantäne (AQSIQ) stellte Xieshan Diecui mit der Bekanntmachung Nr. 38 als Produkt mit geografischer Angabe unter Schutz. Die Bezeichnung steht in der Liste der Produkte mit geografischer Angabe der Provinz Hubei.
    • Eine frühere Geschichte gerade dieses Tees findet sich in den vorliegenden Quellen nicht.
  • Name:
    • „Xieshan“ (薤山) ist der Name des Berges. 薤 ist eine Lauchpflanze, der chinesische Lauch (Allium chinense). Die Kreischronik überliefert in der Wiedergabe der Provinzpresse eine Legende: Der Gelehrte der Ming-Zeit und Kenner der Heilkräuter Li Shizhen (李时珍) habe beim Kräutersammeln einen Berg gesehen, der vollständig mit diesem Lauch bewachsen war, und ihn Xieshan genannt. Die Einheimischen sprechen den Bergnamen derselben Veröffentlichung zufolge als „Haishan“ aus.
    • „Diecui“ (叠翠) — „geschichtetes Grün“: Felder unten, Eichen im mittleren Gürtel, Kiefern und Zypressen oben geben dem Berg drei Grüntöne.
  • Kulturelle Bedeutung: Für den Kreis setzt der Name des Tees den Ruf des Berges fort: waldreich, kühl und seit Langem als Ort der Sommerfrische bekannt.

3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial

  • Sorte / Kultivar: In den vorliegenden Quellen nicht genannt.
  • Ernte: Die Erntezeiten sind in den vorliegenden Quellen nicht angegeben.
  • Pflückstandard: In der öffentlichen Beschreibung des Dokuments nicht aufgeführt. Das Erscheinungsbild — feine, dichte Rollungen mit spitzen Enden — spricht für zartes Rohmaterial, doch die genaue Anforderung ist unbekannt.
  • Anforderungen an das Rohmaterial: Herkunft aus den fünf Einheiten des Schutzgebiets.

4. Terroir und Anbaubesonderheiten

  • Region: Der Xieshan liegt im Zentrum des Kreises Gucheng und gehört zum Wudang-Gebirgssystem (武当山脉). Der Berg erhebt sich als einzelner Gipfel über den Hanjiang; im Süden umfließt ihn der Fluss Nanhe, im Norden der Beihe. Der Hauptgipfel liegt bei 1099 m.
  • Anbauhöhe: Angaben zur Höhe der Teegärten finden sich in den vorliegenden Quellen nicht.
  • Böden: Angaben finden sich in den vorliegenden Quellen nicht.
  • Klima: Wald bedeckt etwa 93 % der Bergfläche. Der Niederschlag liegt bei etwa 1413 mm pro Jahr, die Zahl der Nebeltage bei etwa 120. Nach Angaben der Provinzpresse beträgt die mittlere Jahrestemperatur auf dem Berg etwa 12 °C, die Sommertemperatur etwa 22 °C, also 5–7 °C niedriger als im Kreis; die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 79 %.
  • Besonderheiten: Die gestufte Vegetation — Felder unten, Eichen im mittleren Gürtel, Kiefern und Zypressen oben — gab dem Tee seinen Namen. Auf dem Berg stehen mehr als achthundert Bäume, die älter als hundert Jahre sind.

5. Herstellungstechnologie

Die Technologie ist in den vorliegenden Quellen nicht beschrieben. Das allgemeine Schema für Grüntee lautet:

  1. Ausbreiten des frischen Blattes (摊放, tānfàng): Das Blatt verliert einen Teil der Feuchtigkeit.
  2. Fixierung (杀青, shāqīng): Erhitzen stoppt die Oxidation.
  3. Rollen (揉捻, róuniǎn): Das Blatt erhält die gerollte Form.
  4. Trocknung (干燥, gānzào).

Dies ist das allgemeine Schema der Klasse, keine Beschreibung der Technologie von Xieshan Diecui. Parameter für diesen Tee finden sich in den vorliegenden Quellen nicht.

6. Organoleptische Eigenschaften

Nach dem Dokument der geografischen Angabe:

  • Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Feine, dichte Rollungen mit spitzen Enden; die Farbe ist smaragdgrün, ölig glänzend (条索紧细显锋苗、色泽翠绿油润).
  • Aroma des trockenen Blattes: Keine gesonderte Beschreibung.
  • Aroma des Aufgusses: Kastanienartig, anhaltend (栗香持久).
  • Geschmack: Frisch, weich, erfrischend (鲜醇爽口).
  • Farbe des Aufgusses: Zartgrün, klar (嫩绿明亮).
  • Teeblatt (aufgegossenes Blatt): Zartgrün, klar, gleichmäßig (嫩绿明亮匀整).

7. Chemische Zusammensetzung

Physikalisch-chemische Daten finden sich in den vorliegenden Quellen nicht.

8. Zubereitung

Übliche Praxis für Grüntee.

  • Wassertemperatur: 80–85 °C.
  • Teemenge: 3 g auf 150 ml.
  • Gefäß: Glasbecher oder weißer Gaiwan.
  • Ablauf:
    1. Das Gefäß vorwärmen.
    2. Den Tee einfüllen.
    3. Etwas Wasser zugießen, das Blatt 20–30 Sekunden öffnen lassen.
    4. Wasser nachgießen; erster Aufguss — 1–2 Minuten.
    5. Trinken und einen Teil des Aufgusses im Gefäß lassen.
    6. Zwei bis drei weitere Aufgüsse.

9. Lagerung

Übliche Praxis. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Grüner Tee wird frisch getrunken, Reifung braucht er nicht.

10. Preis und Fälschungen

Preisangaben finden sich in den vorliegenden Quellen nicht.

  • So vermeiden Sie Fälschungen:
    • Auf der Verpackung das Zeichen der geografischen Angabe suchen.
    • Den Hersteller prüfen: Er muss aus dem Forstbetrieb Xieshan, aus Zijin, Nanhe, Shihua oder Zhaowan stammen.
    • Das Erscheinungsbild mit dem Dokument abgleichen: feine Rollungen mit spitzen Enden, smaragdgrün und glänzend; das Aroma kastanienartig.

11. Interessante Fakten

  • Der Name des Tees ist eine Landschaftsbeschreibung: Drei Vegetationsgürtel geben dem Berg drei Grüntöne.
  • Die Pflanze 薤, die dem Berg den Namen gab, ist der chinesische Lauch.
  • Auf dem Berg gibt es etwa 120 Nebeltage im Jahr.
  • Der Forstbetrieb Xieshan ist keine Großgemeinde, sondern ein Forstbetrieb und dennoch eine der fünf Einheiten des Tee-Schutzgebiets.

12. Vergleich mit anderen Grüntees aus Hubei

  • Meizi Gongcha (梅子贡茶): Grüntee aus dem Bergland im Nordwesten von Hubei; sein Dokument legt auch physikalisch-chemische Kennwerte fest, während Xieshan Diecui nur nach dem Erscheinungsbild beschrieben ist.
  • Wudang Daocha (武当道茶): Grüntee aus den Wudang-Bergen, verbunden mit der daoistischen Tradition; der Xieshan gehört zum selben Gebirgssystem.
  • Guishan Yanlü (龟山岩绿): Grüntee aus dem Osten von Hubei, aus dem Bezirk Huanggang; für ihn gibt es eine Provinznorm, und Nachschlagewerke bewahren auch die traditionelle manuelle Formung im Kessel.

Zum Abschluss:

Xieshan Diecui ist ein Tee, benannt nach einer Landschaft. Ein bewaldeter Berg in drei Grüntönen, kühl und nebelreich, gab ihm den Namen, und das Dokument der geografischen Angabe sein Erscheinungsbild: feine smaragdgrüne Rollungen mit spitzen Enden, kastanienartiges Aroma, frischer weicher Geschmack. Über Sorten, Technologie und Zahlen schweigen die offenen Quellen, doch das Erscheinungsbild ist dem Dokument zufolge sofort erkennbar.

Quellen

Vollständige Liste — auf der Seite „Quellen“