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Tàiqīng shuāngshàng lǜyá chá

Tàiqīng shuāngshàng lǜyá chá · 太青双上绿芽茶

Taiqing Shuangshang Lüya Cha (Tàiqīng shuāngshàng lǜyá chá, 太青双上绿芽茶) — ein grüner Tee aus Knospen vom Berg Taiqingshan (太青山) im Kreis Lixian (澧县) des stadtunmittelbaren Bezirks Changde im Nordwesten der Provinz Hunan. Beschreibend — „grüne Knospen von Shuangshan vom Berg Taiqing”. Das Schutzdokument beschreibt flache, gerade, smaragdgrüne Knospen mit weißem Flaum und einer kastanienartigen Note im Aroma — etwa 80.000 Knospen pro Kilogramm. Im Jahr 2015 wurde der Name als landwirtschaftliche geografische Angabe registriert, im Jahr 2025 als Produkt mit geografischer Angabe anerkannt.

1. Klassifikation und Herkunft

  • Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá): im Schema des Dokuments — Fixierung und Trocknung, ohne Oxidation und Schwitzverfahren.
  • Kategorie: Knospen-Grüntee aus Hunan; Produkt mit geografischer Angabe (2025); landwirtschaftliche geografische Angabe (2015).
  • Herkunft: China, Provinz Hunan (湖南, Húnán), stadtunmittelbarer Bezirk Changde (常德, Chángdé), Kreis Lixian (澧县, Lǐxiàn).
  • Schutzgebiet: Sieben Gemeinden und Großgemeinden des Kreises: Taiqing (太青乡), Yangjiafang (杨家坊乡), Huolianpo (火连坡镇), Ganshitan (甘溪滩镇), Fangshiping (方石坪镇), Matoupu (码头铺镇) und Dongshi (洞市乡).
  • Antragsteller: Forschungsinstitut für Teekultur „Shuangshang Lüya” Chengtoushan des Kreises Lixian (澧县城头山双上绿芽茶文化研究所).
  • Geografische Koordinaten: 111°12′35″–111°31′34″ ö. L., 29°42′57″–29°57′39″ n. Br.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung

  • Geschichte:
    • Frühe Datierungen gehen auseinander. Der Katalog geografischer Angaben schreibt mit Verweis auf den yuanzeitlichen Historiker Ma Duanlin (马端临) und das Handbuch „Zhongguo cha jing” (中国茶经), dass „双上绿芽” aus Lizhou (澧州, das heutige Lixian) schon vor 1008, dem ersten Jahr der Ära Dazhongxiangfu der Song-Dynastie, als Tribut an den Hof ausgewählt wurde. Der Tourismusentwicklungsplan des Kreises (2019) schreibt mit Verweis auf das Handbuch „Hunan mingcha” (湖南名茶) anders: Tee wurde hier bereits in der Tang-Zeit angebaut, und unter der Yuan-Dynastie war „双上绿芽” im ganzen Land bekannt und wurde jährlich als Tribut abgeliefert. Die Primärquellen sind nicht geprüft; keine Datierung ist endgültig.
    • 2014. Dem Handbuch zufolge beträgt die Produktionsfläche in den sieben Gemeinden und Großgemeinden 3333,33 ha, die Verarbeitung 5000 Tonnen trockenen Tee pro Jahr.
    • 2015. Am 5. November stellte das Landwirtschaftsministerium der VR China den Namen als landwirtschaftliche geografische Angabe unter Schutz.
    • Erbe. Dem Handbuch zufolge gehört die manuelle Technologie zur Liste des immateriellen Erbes von Changde; einer Mitteilung des Bezirks vom November 2024 zufolge wurde sie auch in die sechste Provinzliste des immateriellen Erbes von Hunan aufgenommen.
    • 2025. Die Staatliche Behörde für geistiges Eigentum der VR China (CNIPA) erkannte den Namen durch Bekanntmachung Nr. 640 — unterzeichnet am 16. Juli, veröffentlicht am 13. August — als Produkt mit geografischer Angabe an.
  • Name: Taiqing (太青) — der Berg Taiqingshan, auch 太清山 geschrieben. „Shuangshan” (双上) — „zweimal hinaufgestiegen”. Der Überlieferung zufolge besuchte der „König der Arzneien” Sun Simiao (孙思邈) diesen Ort zweimal: Beim ersten Mal warf er im Vorübergehen einen Teesamen in die Erde, beim zweiten Mal lehrte er die Bewohner, die den Strauch gepflegt hatten, die heilende Anwendung des Tees und die Art seiner Verarbeitung. Ihm zum Gedenken wurde der Tee „双上绿芽” genannt. Dies ist eine Überlieferung, kein dokumentierter Fakt. „Lüya” (绿芽) — „grüne Knospen”.
  • Kulturelle Bedeutung: Den Handbüchern zufolge trug der Tee die Titel „berühmter Tee Hunans” und „berühmter Tee Chinas”, und die Marke „双上绿芽” — den Status einer bekannten Handelsmarke Chinas. Im Tourismusentwicklungsplan des Kreises für 2019–2030 steht das Projekt „Taiqing-Tee” auf der Liste der zehn Projekte zur Wiederbelebung des ländlichen Raums; sein Konzept — „Weg des Tributs” (贡茶之道).

3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial

  • Sorte / Kultivar: Das Schutzdokument nennt die Sorte mit demselben Namen wie das Produkt — „太青双上绿芽茶”, ohne zu erläutern, was dahintersteht; eine züchterische Sorte findet sich in den gefundenen Quellen nicht.
  • Rohmaterial: Knospen. Dem Handbuch zufolge — eine einzelne Knospe (独芽) von etwa 20 mm Länge, in den Bergen vor der Jahreszeit Guyu (谷雨) gepflückt. Das Dokument spricht von Knospen (芽头) und gibt als Orientierung etwa 80.000 Knospen pro Kilogramm trockenem Tee an.
  • Erntezeit: Frühling; das Dokument gibt auch ein Regime für Herbstblatt an.
  • Anforderungen an die Ernte: Das Blatt wird sofort in sauberen geflochtenen Körben zur Annahmestelle gebracht und nach der Prüfung auf Bambusmatten ausgebreitet.

4. Terroir und Besonderheiten des Anbaus

  • Region: Berg Taiqingshan: die meisten Gipfel liegen über 800 m; der höchste Punkt, Yamujian (鸭母尖), 1019,5 m — das ist zugleich der höchste Punkt des Kreises, das „Dach von Lixian”. Einer Mitteilung des Bezirks (2024) zufolge liegt der Berg das ganze Jahr über in Wolken und Nebel.
  • Anbauhöhe: Laut Schutzdokument — 500–1200 m. Die Referenzdarstellung der Beschreibung von 2015, die nicht verifiziert werden konnte, nennt für die Teebasis übliche Höhen von 150–550 m; die Abweichung ist nicht geklärt.
  • Böden: Laut Dokument — Sandböden, Lehmböden und tonige Lehmböden, pH 5,0–6,0, Calcium nicht über 0,2 %, Schichtmächtigkeit über 1 m.
  • Klima: Geprüfte Klimadaten finden sich in den gefundenen Quellen nicht.
  • Agrotechnik laut Dokument: Pflanzung von Ende Oktober bis Anfang März, zwei Sträucher pro Pflanzloch, 4444 Sträucher pro mu bei zweireihiger Pflanzung und 2222 bei einreihiger. Mist und Presskuchen — erst nach Desinfektion.

5. Produktionstechnologie

Das Schutzdokument beschreibt acht Arbeitsschritte mit Regimen.

  1. Ausbreiten (摊放, tānfàng): Im Frühling 6–8 Stunden, im Herbst 2–3; in einer Schicht von höchstens 3 cm auf Bambustabletts oder 5 cm in einer Rinne, mit ein bis zwei Wendungen, bis zu einer Feuchte von 70–72 %, ohne Beschädigungen und Rötung.
  2. Fixierung (杀青, shāqīng): Die Trommelwand an der Zuführung — etwa 230 °C, die Luft am Ausgang — über 90 °C; Durchgang etwa 90 Sekunden, 45–50 Zuführungen pro Minute. Die Feuchte danach — etwa 62 %, das Blatt dunkelgrün, mit reinem Aroma.
  3. Luftstrom und Abkühlen (清风、摊凉): In einer Schicht bis 1 cm, etwa 15 Minuten; Blätter, Stiele und Schmutz werden entfernt.
  4. Erste Trocknung (初干, chūgān): 110–130 °C, 5–8 Minuten; das Blatt klebt nicht an der Hand und bricht leicht, Feuchte 45–50 %.
  5. Herausarbeiten des Flaums (提毫, tíháo): 60–80 °C, 10–15 Minuten: das Blatt wird geebnet und geformt, und wenn es zu 70–80 % trocken ist, werden die Teeblätter aneinander gerieben, damit der weiße Flaum hervortritt.
  6. Manuelles Nachformen und erneutes Herausarbeiten des Flaums: Mit den Händen wird das Blatt zu dichter, gerader Form, smaragdgrüner Farbe und sichtbarem Flaum gebracht.
  7. Abkühlen (摊凉, tānliáng): 30–40 Minuten, Schicht bis 2 cm.
  8. Fertigstellungstrocknung mit Aromaerwärmung (足干提香, zúgān tíxiāng): Schichtweise im Gerät zur Aromaerwärmung bis zu einer Feuchte von höchstens 5 %; der abgekühlte Tee wird verpackt und versiegelt gelagert.

6. Organoleptische Eigenschaften

Die Beschreibung stammt aus dem Schutzdokument.

  • Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Flach, gerade, elegant; smaragdgrün mit Glanz, weißer Flaum sichtbar (扁直秀丽,色泽翠绿光润、白毫显露). Laut Dokument liegt die Feuchte unter 5 %: In der Hand bricht der Tee leicht und zerbricht bei leichtem Druck.
  • Aroma des trockenen Blattes: Eine gesonderte Beschreibung findet sich in den gefundenen Quellen nicht.
  • Aroma des Aufgusses: Hoch, frisch, beständig, mit besonderer kastanienartiger Note (栗香) und langem Nachhall.
  • Geschmack: Dicht, weich, süßlich-erfrischend (醇厚甘爽).
  • Farbe des Aufgusses: Klar, hell (清澈明亮).
  • Teegrund (aufgegossenes Blatt): Zartgrün, frisch und leuchtend; die Knospen sind prall, ganz, gleichmäßig, elastisch. Im Glas stehen die Knospen senkrecht (茶芽直竖).

7. Chemische Zusammensetzung

Das Schutzdokument führt folgende Bereiche an:

KennzahlGehalt
Teepolyphenole18,7–28,7 g/100 g
Wasserlösliche Extraktstoffe38,2–51,2 g/100 g
Koffein1,5–4,2 g/100 g
Saponine (Summe)0,3–1,2 %
Zink3,5–5,5 mg/100 g
Selen7,5–12,0 µg/100 g

Dies ist eine Produktbeschreibung, keine Analyse einer Partie.

8. Zubereitung

Praxis der Klasse für zarten Knospen-Grüntee.

  • Wassertemperatur: 75–80 °C.
  • Teemenge: 3 g auf 150 ml.
  • Gefäß: Ein hohes Glas — darin ist sichtbar, wie die Knospen senkrecht aufsteigen.
  • Ablauf:
    1. Das Glas vorwärmen.
    2. Wasser einfüllen, dann den Tee hineingeben.
    3. Erster Aufguss — nach 1–2 Minuten, wenn die Knospen absinken.
    4. Trinken und ein Drittel des Aufgusses zurücklassen.
    5. Wasser nachgießen.
    6. Zwei bis drei wiederholte Aufgüsse.

9. Lagerung

Praxis der Klasse. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche; am besten innerhalb eines Jahres trinken.

10. Preis und Fälschungen

Angaben zu Preisen finden sich in den gefundenen Quellen nicht.

  • Wie man Fälschungen vermeidet:
    • Das Zeichen für Produkte mit geografischer Angabe suchen: Es wird auf Antrag über die Behörde für geistiges Eigentum des Kreises, nach Prüfung durch die Provinz und Bestätigung durch die CNIPA vergeben.
    • Prüfen, dass der Hersteller aus den sieben Gemeinden und Großgemeinden des Gebiets stammt.
    • Das Erscheinungsbild abgleichen: einzelne Knospen, flach und gerade, mit weißem Flaum; kastanienartige Note; die Knospen steigen im Glas auf.
    • Bedenken, dass „双上绿芽” auch eine Handelsmarke ist und Markenzeichen und Zeichen der Angabe unterschiedliche Dokumente sind.

11. Interessante Fakten

  • Die obere Höhengrenze im Schutzdokument — 1200 m — liegt über dem höchsten Punkt des Kreises selbst.
  • In einem Kilogramm trockenem Tee stecken laut Dokument etwa 80.000 Knospen.
  • Pflückerinnen und Pflücker dürfen laut Handbuch keine Kosmetik und Parfüms verwenden.

12. Vergleich mit anderen Tees aus Hunan und Knospentees

  • Shimen Yinfeng (石门银峰): Grüner Tee aus dem benachbarten Kreis Shimen, ebenfalls mit reichem Flaum, aber dünne gerade Nadeln, nicht flach.
  • Changde Hongcha (常德红茶): Roter Tee des Bezirks, dessen Gebiet auch einen Teil des Kreises Lixian einschließt.
  • Junshan Yinzhen (君山银针): Knospentee aus Hunan, der im Glas ebenfalls aufsteigt, aber gelb, mit Schwitzverfahren.
  • Zhuyeqing (竹叶青): Flacher grüner Tee vom Berg Emei in Sichuan — der nächste Verwandte in der Blattform.

Zum Abschluss:

Taiqing Shuangshang Lüya Cha — ein Knospen-Grüntee vom Berg Taiqing, bei dem das Schutzdokument die Technologie bis auf Grad und Sekunde beschreibt. Flache smaragdgrüne Knospen mit weißem Flaum, eine kastanienartige Note und Knospen, die im Glas aufsteigen, sind seine Kennzeichen; der alte Tribut und die Überlieferung von Sun Simiao — vorerst Versionen der Handbücher.

Quellen

Vollständige Liste — auf der Seite „Quellen“