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Huángpí lǜchá

Huángpí lǜchá · 黄陂绿茶

Huangpi Lücha (Huángpí lǜchá, 黄陂绿茶) ist ein grüner Tee aus dem Stadtbezirk Huangpi (黄陂区) im Norden von Wuhan, Provinz Hubei. Der Name ist seit 2018 durch ein geografisches Zertifizierungszeichen geschützt. Huangpi ist der größte Teebezirk Wuhans: Nach Angaben des Bezirks stehen dort rund hunderttausend mu unter Tee, und die örtlichen Behörden bezeichnen ihn als den größten Grün tee-Bezirk der Stadt. Über den Tee unter diesem Namen wurden nur wenige Dokumente gefunden: weder eine Beschreibung des Blattes noch der Technologie. Mehr bekannt ist über den benachbarten Namen desselben Bezirks, „Mulan Cha“ (木兰茶), den der Bezirksverband gesondert bewirbt.

1. Klassifikation und Herkunft

  • Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá). Die Klasse wird im Namen genannt; Technologien finden sich in den gefundenen Quellen nicht.
  • Kategorie: Tee mit geografischem Zertifizierungszeichen (证明商标, zhèngmíng shāngbiāo).
  • Herkunft: China, Provinz Hubei (湖北, Húběi), Stadt Wuhan (武汉, Wǔhàn), Bezirk Huangpi (黄陂, Huángpí).
  • Schutzgebiet: Das Register nennt den Bezirk Huangpi als administrative Zugehörigkeit des Zeicheninhabers; die rechtliche Grenze des Gebiets habe ich nicht geprüft. Sie lässt sich aus dem Namen des Tees nicht erschließen.
  • Zeichen: Geografisches Zertifizierungszeichen Nr. 21156921, Klasse 30, Ware „Tee“ (茶). Inhaber ist die Vereinigung lokaler Produkte des Bezirks Huangpi (武汉市黄陂区土特产协会). Die Laufzeit laut Provinzregister von 2020 läuft vom 14. April 2018 bis zum 13. April 2028. Das Register von 2026 führt das Zeichen als aktiv.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung

  • Geschichte:
    • Überlieferung zur Song-Zeit. Bezirksmaterialien über „Mulan Cha“ führen den Tee von Huangpi auf die Epoche des Song-Kaisers Renzong zurück: Angeblich sei schon damals im Tal Mulanchuan (木兰川) Tee gepflanzt worden. Einen dokumentarischen Beleg gibt es in den gefundenen Quellen nicht, und die Aussage bezieht sich auf „Mulan Cha“, nicht auf das Zeichen Huangpi Lücha.
    • 2018. Am 14. April wird das Zertifizierungszeichen „黄陂绿茶“ registriert.
    • 2021. In die provinzielle Liste der wichtigsten Teeanbaugebiete Hubeis werden dreizehn kreisfreie Städte und siebenundvierzig Kreise und Bezirke aufgenommen, darunter Huangpi.
    • 2024. Auf Antrag des Bezirkstee-Verbandes wird „Mulan Cha“ in die zweite Partie 2024 des staatlichen Verzeichnisses „Erinnerung an chinesische Agrarprodukte“ (中国农耕农品记忆索引名录) aufgenommen.
  • Name: Huangpi (黄陂) ist der Name des Bezirks; Lücha (绿茶) bedeutet „grüner Tee“.
  • Kulturelle Bedeutung: Für den Bezirk ist Tee eine traditionelle und eine der wichtigsten ländlichen Branchen. Die Gemeinde Mulan entwickelt um ihn herum die gemeinsame Marke „Hua Mulan“ (花木兰) — nach der Heldin der Überlieferung, deren Heimat in dieser Gegend vermutet wird.

3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial

  • Sorte / Kultivar: Für das Zeichen Huangpi Lücha wird in den gefundenen Quellen keine Sorte genannt. Die Bezirkspresse schreibt, ein Betrieb der Gemeinde Mulan habe seit 2018 mehr als 700 mu neuer Sorten angelegt — „Jibai“ (极白), „Naibai“ (奶白), „Huangjincha“ (黄金茶) und andere; das sind Pflanzungen eines einzelnen Betriebs, keine Beschreibung des Tees unter dem Zeichen.
  • Rohmaterial: Keine Angaben in den gefundenen Quellen.
  • Pflückzeit: Keine Angaben in den gefundenen Quellen.

4. Terroir und Anbaubesonderheiten

  • Region: Norden Wuhans. Die Gemeinde Mulan lehnt sich laut Bezirksbeschreibung außen an das Dabie-Gebirge (大别山) an, im Inneren liegt sie am Mulan-See.
  • Klima: Nach Angaben des Bezirks — ausgeprägte Jahreszeiten, viel Feuchtigkeit, 1202 mm Niederschlag pro Jahr, 1917,4 Sonnenstunden, etwa 255 frostfreie Tage.
  • Fläche: Rund hunderttausend mu Teegärten, davon etwa achtzigtausend mit Ernte (Angaben des Bezirks, 2022).
  • Zone „Mulan Cha“: Sechs Einheiten des Bezirks — Gemeinden Mulan, Mulanshan, Lijiaji, Changxuanling, Yaojiaji und Caidian; 840,8 km², 54,5 Tausend mu unter Tee, Produktion etwa 950 t pro Jahr (nach Angaben des Bezirks, 2024). Ob diese Zone mit der Zone des Zeichens Huangpi Lücha übereinstimmt, sagen die Quellen nicht.
  • Höhe und Böden: Keine Angaben in den gefundenen Quellen.

5. Herstellungstechnologie

Die Technologie von Huangpi Lücha wird in den gefundenen Quellen nicht beschrieben. Für grünen Tee ist folgende Abfolge üblich:

  1. Welken (摊放, tānfàng).
  2. Fixierung (杀青, shāqīng): Hitze stoppt die Oxidation.
  3. Rollen oder Formen (揉捻, róuniǎn).
  4. Trocknen (干燥, gānzào).

Das ist ein allgemeines Schema der Klasse, keine Beschreibung der Technologie dieses Tees. Bezirksmaterialien über „Mulan Cha“ sagen lediglich, die Verarbeitung erfolge standardisiert und maschinell.

6. Organoleptische Eigenschaften

  • Aussehen des trockenen Blattes: Für das Zeichen gibt es keine normative Beschreibung. Ein Nachschlageartikel über den Tee des Bezirks nennt das Blatt flach, mit Glanz (外形扁平光泽). „Mulan Cha“ beschreibt der Bezirk als überwiegend flachen grünen Tee — gerade, smaragdgrün (以扁形绿茶为主,挺直、翠绿).
  • Aroma des trockenen Blattes: Keine Beschreibungen in den gefundenen Quellen.
  • Aroma des Aufgusses: Für Huangpi Lücha keine Beschreibungen. Bei „Mulan Cha“ ist das Aroma laut Bezirksbeschreibung hoch und anhaltend (香高持久).
  • Geschmack: Keine normative Beschreibung; ein Nachschlageartikel über den Tee des Bezirks nennt den Geschmack frisch und weich (滋味鲜醇).
  • Farbe des Aufgusses: Keine Beschreibungen in den gefundenen Quellen.
  • Teegrund (aufgegossenes Blatt): Keine Beschreibungen in den gefundenen Quellen.

7. Chemische Zusammensetzung

Physikalisch-chemische Daten finden sich in den gefundenen Quellen nicht.

8. Zubereitung

Übliche Praxis der Klasse für grünen Tee.

  • Wassertemperatur: 80–85 °C.
  • Teemenge: 3 g auf 150 ml.
  • Gefäß: Glasbecher oder weiße Gaiwan.
  • Ablauf:
    1. Gefäß vorwärmen.
    2. Tee hineingeben und Wasser an der Wandung entlang eingießen.
    3. Erster Aufguss nach 40–60 Sekunden.
    4. Trinken und einen Teil des Aufgusses stehen lassen.
    5. Wasser nachgießen.
    6. Zwei bis drei weitere Aufgüsse.

9. Lagerung

Übliche Praxis der Klasse. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Am besten innerhalb eines Jahres aufbrauchen.

10. Preis und Fälschungen

Preisangaben finden sich in den gefundenen Quellen nicht.

  • So vermeidet man Fälschungen:
    • Auf das geografische Zertifizierungszeichen Nr. 21156921 achten.
    • Prüfen, ob der Hersteller aus dem Bezirk Huangpi stammt.
    • Beachten, dass „Mulan Cha“ und „Hua Mulan“ eigene Namen sind, nicht das Zeichen Huangpi Lücha.

11. Interessante Fakten

  • Inhaber des Zeichens ist kein Tee-, sondern ein allgemeiner Verband lokaler Produkte. Im Register von 2020 stehen hinter ihm sieben Zertifizierungszeichen: Tonskulptur, Wasserkastanie, Tofu, Kaki, Frühlingszwiebel, Süßkartoffeltriebe und grüner Tee. Das Teezeichen ist das jüngste von ihnen.
  • Nach Teegartenfläche steht Huangpi an erster Stelle unter den Bezirken Wuhans.
  • Der Name der Gemeinde Mulan wird mit der Heldin der Überlieferung Hua Mulan verbunden, und von ihr stammt auch der Name der örtlichen Teemarke.

12. Vergleich mit benachbarten Tees

  • Baiquan Lücha (柏泉绿茶): Flacher grüner Tee im Longjing-Stil aus dem Bezirk Dongxihu desselben Wuhan; bei ihm gibt es sowohl Technologie als auch Sensorik in Dokumenten.
  • Dawu Lücha (大悟绿茶): Grüner Tee des benachbarten Kreises Dawu im Norden, am selben Dabie-Gebirge; geschützt durch Standard und Zeichen, in drei Blattformen.
  • Xihu Longjing (西湖龙井): Musterbeispiel für flachen grünen Tee — jene Form, die der Bezirk dem „Mulan Cha“ zuschreibt.

Fazit:

Huangpi Lücha ist der Name eines großen Teebezirks Wuhans: hunderttausend mu Gärten und ein Zertifizierungszeichen seit 2018. Beschreibungen des Tees selbst unter diesem Zeichen ließen sich nicht finden; am nächsten kommt das bezirkliche Porträt des „Mulan Cha“, eines flachen grünen Tees mit hohem, anhaltendem Aroma. Ob diese beiden Namen in Gebiet und Produkt übereinstimmen, müssen die Dokumente des Zeicheninhabers zeigen.

Quellen

Vollständige Liste — auf der Seite „Quellen“