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Āndǐng yúnwù

Āndǐng yúnwù · 安顶云雾

Anding Yunwu (Āndǐng yúnwù, 安顶云雾) ist ein grüner Tee vom Berg Andingshan (安顶山) in der Gemeinde Lishan (里山镇) im Stadtbezirk Fuyang (富阳区) der Stadt Hangzhou, Provinz Zhejiang. Der Berg liegt am Südufer des Flusses Fuchunjiang, und laut Angaben des Stadtbezirks halten sich dort an mehr als zweihundert Tagen im Jahr Wolken und Nebel, daher „Yunwu“, „Wolken und Nebel“, im Namen. Die Provinzpresse bezeichnet den Tee als Tribut aus der Zeit der Ming- und Qing-Dynastie, der Stadtbezirk als einen der zehn berühmten Tees Hangzhous, und die Stadt Hangzhou hat die Technologie seiner Röstung in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Seit 2016 ist der Name durch ein geografisches Zertifizierungszeichen geschützt.

1. Klassifizierung und Herkunft

  • Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá). Das Dokument des Zeichens mit Angabe der Klasse habe ich nicht gesehen. Die Klasse ist aus Technologie und Auszeichnungen ersichtlich: In der traditionellen Technologie gibt es drei Fixierungen (杀青, shāqīng), die maschinelle Röstung erfolgt auf einer Linie für flachen Tee, und Auszeichnungen erhielt der Tee auf Ausstellungen für grünen Tee in Zhejiang. Ein populäres Nachschlagewerk nennt ihn direkt grünen Tee.
  • Kategorie: Historischer grüner Bergtee aus dem Umland von Hangzhou; geografisches Zertifizierungszeichen (2016).
  • Herkunft: China, Provinz Zhejiang (浙江, Zhèjiāng), Stadt Hangzhou (杭州, Hángzhōu), Stadtbezirk Fuyang (富阳, Fùyáng), Gemeinde Lishan, Dorf Anding (安顶村), benannt nach dem Berg.
  • Zone: Die provinzielle Datenbank der Zeichen nennt den Stadtbezirk Fuyang als administrative Zugehörigkeit des Inhabers; dies ist keine rechtliche Grenze der Zone, diese habe ich nicht geprüft.
  • Geografische Koordinaten: Der Stadtbezirk Fuyang liegt bei etwa 30,05° n. Br. und 119,95° ö. L.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung

  • Geschichte:
    • Überlieferung. Die Provinzpresse (2020) schreibt von „Tributtee der Ming- und Qing-Dynastie“ und von „achtzehn alten Büschen, die vom Hof bestimmt wurden“ (十八蓬御定老丛). Das populäre Nachschlagewerk ergänzt, dass der Status als Tribut dem Tee der Überlieferung nach vom ersten Ming-Kaiser Zhu Yuanzhang (朱元璋) verliehen wurde. Dokumente über Tribut gibt es in den gefundenen Quellen nicht; der Stadtbezirk beschränkt sich in seinen Mitteilungen auf die Formel „tausendjähriger Tributtee“ (千年贡品茶).
    • 1986. Laut populärem Nachschlagewerk wurde Anding Yunwu als berühmter Tee der Provinz erster Klasse anerkannt; der Stadtbezirk nennt ihn „浙江省一类优质名茶“.
    • Immaterielles Kulturerbe. Nach Mitteilung der Provinzpresse wurde die Technologie der Röstung von Anding Yunwu (安顶云雾茶炒制技艺) von der Regierung Hangzhous in die städtische Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Eine Jahreszahl findet sich im gefundenen Text nicht.
    • 2014 bis 2016 — Zeichen. Antrag eingereicht am 29. September 2014, vorläufige Genehmigung am 20. November 2015, Registrierung am 21. Februar 2016.
    • 2022. Nach Mitteilung einer landwirtschaftlichen Zeitung wurden mehr als 350 mu Gärten im Zentrum des Berges in einer Hand zusammengeführt, mit einheitlicher Ernte, Röstung und Vermarktung.
    • 2024. Nach Mitteilung des Stadtbezirks wurde Anding in die erste Gruppe der „zehn Landschaften der Teehauptstadt“ Hangzhous (茶都十景) aufgenommen.
  • Name: „Anding“ (安顶) ist der Name von Berg und Dorf; „Yunwu“ (云雾) bedeutet „Wolken und Nebel“.
  • Kulturelle Bedeutung: Historischer, namentlich bekannter Tee des Stadtbezirks Fuyang. Der Stadtbezirk nennt ihn einen der „zehn berühmten Tees Hangzhous“ (杭州十大名茶); die Liste selbst findet sich in den gefundenen Quellen nicht.

3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial

  • Sorte / Kultivar: Daten in den gefundenen Quellen nicht vorhanden.
  • Ernte: Nach Mitteilung des Stadtbezirks beginnt die Ernte am Berg vergleichsweise spät (采摘期相对较晚), und wegen der späten Ernte und des beständigen Aromas wird der Tee „später Duft“ (晚来香) genannt. Die beste Zeit für neuen Tee ist nach derselben Mitteilung von Qingming bis Guyu, also von Anfang bis zum zwanzigsten April.
  • Erntestandard: Ein genauer Standard findet sich in den gefundenen Quellen nicht. Ein Essay in einer Auslandsausgabe der „Renmin Ribao“ (2023) beschreibt die Handernte: Der Pflücker hebt den jungen Trieb an und zupft ihn nicht mit dem Fingernagel ab.
  • Anforderungen an das Rohmaterial: Daten in den gefundenen Quellen nicht vorhanden.

4. Terroir und Anbaubesonderheiten

  • Region: Südufer des Flusses Fuchunjiang (富春江) im Stadtbezirk Fuyang. Das populäre Nachschlagewerk ordnet den Berg den Ausläufern des Gebirgszugs Xianxialing (仙霞岭) zu.
  • Anbauhöhe: Die Zahlen gehen auseinander. Die Provinzpresse (2020) gibt dem Berg 790 m; eine Mitteilung des Stadtbezirks (2025) nennt eine mittlere Höhe des Berges von 650 m und eine mittlere Höhe der Gärten des zentralen Abschnitts von „mehr als 700 m“; eine landwirtschaftliche Zeitung (2022) nennt „mehr als 700 m“ für das Dorf Anding. Das populäre Nachschlagewerk nennt in einem Text sowohl 790 m als auch „mehr als 900 m“.
  • Klima: Nach der Provinzpresse gibt es mehr als 1500 mm Niederschlag im Jahr, die tägliche Temperaturamplitude liegt bei etwa 15 °C, und Wolken halten sich am Berg das ganze Jahr über. Stadtbezirk und Zeitung sprechen von mehr als zweihundert Tagen mit Wolken und Nebel im Jahr.
  • Böden: Nach Mitteilung des Stadtbezirks herrschen gelber Lehm und schwarzer Sandboden (黄泥土、乌沙土) vor. Das populäre Nachschlagewerk nennt die Böden locker, fruchtbar und reich an organischer Substanz, der Essay der „Renmin Ribao“ nennt sie fruchtbar; Bodenanalysen gibt es in den gefundenen Quellen nicht.
  • Gartenfläche: Die Zahlen verschiedener Jahre und in verschiedenen Grenzen weichen ab. Provinzpresse (2020): in der Gemeinde Lishan mehr als 6000 mu Gärten, davon mehr als 2000 mu in Anding. Mitteilung des Stadtbezirks (2025): mehr als 3000 mu in der zentralen Zone.

5. Produktionstechnologie

Nach Mitteilung des Stadtbezirks gibt es in der traditionellen Technologie von Anding Yunwu drei Fixierungen (三次杀青). Grundlage bleibt die Handröstung (手工炒制), und in den letzten Jahren kam die maschinelle hinzu: Eine automatische Linie für flachen Tee (扁形茶) wiederholt die Bewegungen der Handröstung und hält dieselben drei Fixierungen ein. Das populäre Nachschlagewerk nennt die Verarbeitungsweise „halb Rösten, halb Brennen“ (半烧半炒), ohne sie zu erläutern. Parameter gibt es in den gefundenen Quellen nicht.

Unten steht ein allgemeines Schema für grünen Tee, keine Beschreibung genau dieses Tees:

  1. Ausbreiten des frischen Blatts (摊放, tānfàng): Das Blatt wird in dünner Schicht ausgebreitet, damit es einen Teil der Feuchtigkeit abgibt.
  2. Fixierung (杀青, shāqīng): Erhitzen im Kessel stoppt die Oxidation und erhält die grüne Farbe.
  3. Formgebung und Röstung (炒制, chǎozhì): Das Blatt wird im Kessel in die gewünschte Form gebracht.
  4. Trocknung (干燥, gānzào).

6. Organoleptische Eigenschaften

Eine offizielle Beschreibung des Erscheinungsbilds findet sich in den gefundenen Quellen nicht; unten stehen Formeln des Stadtbezirks, der Presse und des Nachschlagewerks.

  • Erscheinungsbild des trockenen Blatts: Nach Mitteilung des Stadtbezirks smaragdgrün (色泽翠绿); die Provinzpresse fasst das Erscheinungsbild in der Formel „色翠、汤浓、味醇“ zusammen — smaragdgrüne Farbe, dicker Aufguss, weicher Geschmack. Die Blattform ist nicht beschrieben; auf flache Form lässt sich nur anhand der Linie für flachen Tee schließen.
  • Aroma des trockenen Blatts: Daten in den gefundenen Quellen nicht vorhanden.
  • Aroma des Aufgusses: Rein beim Aufbrühen (开汤清香), und beim zweiten und dritten Aufguss wird es nach Mitteilung des Stadtbezirks noch kräftiger. Das populäre Nachschlagewerk bemerkt einen leichten Orchideenton (略带兰花清香).
  • Geschmack: Kräftig und weich (汁浓味醇), frisch und süß, ohne Bitterkeit und Herbheit (入口鲜甘、毫无苦涩); der Essay der „Renmin Ribao“ schreibt von reichem und langem süßem Nachklang.
  • Farbe des Aufgusses: Daten in den gefundenen Quellen nicht vorhanden; „汤浓“ spricht von Dichte, nicht von Farbe.
  • Teeblattgrund (aufgegossenes Blatt): Eine offizielle Beschreibung gibt es nicht. Der Essay der „Renmin Ribao“ beschreibt smaragdgrüne zarte Knospen mit Blättern, die sich entfalten und im Glas bald aufsteigen, bald absinken.

7. Chemische Zusammensetzung

Physikalisch-chemische Daten gibt es in den gefundenen Quellen nicht.

8. Zubereitung

Praxis der Klasse für grünen Tee.

  • Wassertemperatur: 80–85 °C.
  • Teemenge: 3 g auf 150 ml.
  • Gefäß: Glasbecher oder weißes Gaiwan.
  • Ablauf:
    1. Gefäß vorwärmen.
    2. Tee hineingeben und Wasser an der Wand entlang eingießen.
    3. Erster Aufguss nach 40–60 Sekunden.
    4. Trinken und einen Teil des Aufgusses zurücklassen.
    5. Wasser nachgießen.
    6. Zwei bis drei weitere Aufgüsse; der Stadtbezirk bemerkt, dass sich das Aroma beim zweiten und dritten stärker entfaltet.

9. Lagerung

Praxis der Klasse. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Am besten innerhalb eines Jahres trinken.

10. Preis und Fälschungen

Daten zu Preisen gibt es in den gefundenen Quellen nicht.

  • Wie man Fälschungen vermeidet:
    • Nach dem geografischen Zertifizierungszeichen „安顶云雾“ Nr. 15439785 suchen. Laut provinzieller Datenbank war 2019 kein einziges Unternehmen zur Nutzung zugelassen, daher ist ein Zeichen auf der Verpackung allein zu prüfen; ob das Zeichen derzeit gültig ist, ist nicht bestätigt.
    • Prüfen, ob der Produzent aus dem Stadtbezirk Fuyang stammt, besser aus der Gemeinde Lishan.
    • Blatt smaragdgrün, Aroma rein, Geschmack weich und ohne Bitterkeit.

11. Interessante Fakten

  • Inhaber des Zeichens ist das Zentrum für Verbreitung der Agrartechnik des Stadtbezirks Fuyang (杭州富阳区农业技术推广中心), eine staatliche Einrichtung, keine Branchenvereinigung.
  • Das populäre Nachschlagewerk nennt volkstümliche Namen des Tees — „Anding Cha“ (安顶茶), „Yanding Cha“ (岩顶茶) und „Yanding Minghao“ (岩顶茗毫).
  • Nach demselben Nachschlagewerk traten Meister aus Anding für Fuyang bei Provinzwettbewerben im Rösten von flachem Tee an und gewannen 2003 den ersten Preis.

12. Vergleich mit anderen Tees aus Hangzhou

  • Xi Hu Long Jing (西湖龙井): Flacher grüner Tee aus Hangzhou mit Handröstung im Kessel; Anding Yunwu wird maschinell auf einer Linie desselben Typs für flachen Tee geröstet.
  • Tianmu Qingding (天目青顶): Grüner Tee aus dem Tianmu-Gebirge im Stadtbezirk Lin’an; sein zweiter Name, Tianmu Yunwu, bedeutet ebenfalls „Wolken und Nebel“.
  • Tianzun Gongya (天尊贡芽): Grüner Tee aus dem benachbarten Kreis Tonglu flussaufwärts am Fuchunjiang, ebenfalls mit einer Überlieferung als Tribut an den Hof.
  • Tonglu Xueshui Yunlü Cha (桐庐雪水云绿茶): Nadelförmiger Tee aus einzelnen Knospen desselben Kreises Tonglu.

Fazit:

Anding Yunwu ist ein grüner Bergtee vom Südufer des Fuchunjiang, wo sich Wolken an mehr als zweihundert Tagen im Jahr halten. Die Dokumente über ihn sagen wenig: das Zeichen von 2016 zugunsten des bezirklichen Agrotechnikzentrums, städtisches Kulturerbe in der Rösttechnologie, drei Fixierungen in der traditionellen Methode. Das Übrige sind Formeln des Stadtbezirks und der Presse: smaragdgrünes Blatt, reines Aroma, weicher Geschmack ohne Bitterkeit, und die Überlieferung vom Tributtee, die bislang durch nichts belegt ist.

Quellen

Vollständige Liste — auf der Seite „Quellen“