Menghai Hekai Cha (Měnghǎi Hèkāi chá, 勐海贺开茶) — geografische Angabe für Tee vom Berg Hekai (贺开) im Kreis Menghai (勐海县) des Autonomen Bezirks Xishuangbanna der Dai, Provinz Yunnan. Hekai ist ein Dorfkomitee der Großgemeinde Menghun mit einem großen zusammenhängenden Bestand alter Teegärten; die wichtigsten Dörfer des Berges sind die der Lahu. Welche Teeklasse die Angabe abdeckt, ist in den gefundenen Dokumenten nicht angegeben.
1. Klassifikation und Herkunft
- Typ: Im Dokument der Angabe nicht festgehalten. Die alten Gärten Menghais sind eine Quelle großblättrigen Rohmaterials vor allem für Pu-Erh, aber aus demselben Blatt werden auch roter und weißer Tee hergestellt; welches Produkt die Angabe abdeckt, sagt das Register nicht. Die gefundenen Geschmacksbeschreibungen von Hekai sind Beschreibungen von rohem Pu-Erh (生茶, shēngchá).
- Kategorie: Geografische Angabe eines einzelnen Berges im Kreis Menghai — kollektive oder zertifizierende Marke.
- Herkunft: China, Provinz Yunnan (云南, Yúnnán), Autonomer Bezirk Xishuangbanna der Dai, Kreis Menghai (勐海县, Měnghǎi Xiàn), Großgemeinde Menghun (勐混镇, Měnghùn Zhèn), Dorfkomitee Hekai (贺开村委会). Das Komitee liegt östlich von Menghun; nach Referenzdaten befindet sich sein Zentrum 8,2 km von der Großgemeinde entfernt.
- Zone der Angabe: Die Provinzliste nennt nur den Bezirk und den Kreis — dies ist die administrative Zugehörigkeit des Inhabers der Angabe; die rechtliche Grenze der Zone habe ich nicht geprüft, und die Grenze des Berges als Zone der Angabe ist in den gefundenen Quellen nicht bestätigt.
- Geografische Koordinaten: Genaue Koordinaten fehlen in den gefundenen Quellen.
2. Geschichte und kulturelle Bedeutung
- Geschichte:
- Alte Bäume. Das Alter der ältesten Bäume wird in Beschreibungen in Jahrhunderten angegeben. An der Grenze der Dörfer Mannu Laozhai und Mannu Xinzhai wachsen mehr als zehn „Tee-Könige“; der größte hat einen Umfang an der Basis von 2,12 m und eine Höhe von 3,8 m. Das Alter wird unterschiedlich geschätzt: eine Handelsveröffentlichung nennt etwa 800 Jahre, eine Beschreibung von 2016 über 1400 Jahre, eine Zeitung von 2022 schreibt von einem Dutzend Bäume „im Alter von etwa tausend Jahren“. Dies sind Schätzungen, keine Datierung.
- 2012–2014. Das Kreiszentrum für technischen Service der Teebranche (勐海县茶叶技术服务中心) beantragte 2012 die zertifizierende Dachmarke „勐海茶“; registriert wurde sie 2014.
- Vor 2019. Die Angabe „勐海贺开茶“ wurde registriert: Die Provinzliste der geografischen Marken Yunnans vom 28. Dezember 2019 führt sie in Zeile 219, neben der Dachmarke „勐海茶“ und vierzehn weiteren Angaben für Berge und Dörfer des Kreises (die Presse schrieb 2022 von sechzehn). Registrierungsnummer, Inhaber, Jahr und Produktklasse sind in den gefundenen Quellen nicht genannt; ob die Angabe derzeit aktiv ist, ist nicht bestätigt.
- 2022. Die Provinzzeitung nahm Hekai zum Internationalen Tag des Tees in eine Auswahl über die zehn schönsten Teeberge Yunnans auf.
- Name: „Menghai“ (勐海) — Name des Kreises; „Hekai“ (贺开) — Name des Dorfkomitees und des Berges, die Bedeutung des Toponyms wird in den gefundenen Quellen nicht erklärt; „cha“ (茶, chá) — Tee.
- Kulturelle Bedeutung: Das Hauptvolk Hekais sind die Lahu; ihre Dörfer stehen zwischen den alten Gärten, die Häuser sind aus Holz, auf Pfählen (干栏式木楼). Eine Handelsveröffentlichung setzt Hekai unter den benachbarten Bergen gleich nach Lao Banzhang.
3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial
- Sorte / Kultivar: Eine eigene Sorte wird in den gefundenen Quellen nicht genannt. Der Beschreibung nach sind die Bäume der alten Gärten Pu-Erh-Tee, die großblättrige Varietät Camellia sinensis var. assamica.
- Ernte: Zeiträume sind in den gefundenen Quellen nicht angegeben.
- Erntestandard: In den gefundenen Quellen nicht aufgeführt.
- Anforderungen an das Rohmaterial: Regeln der Angabe fehlen in den gefundenen Quellen; es ist unbekannt, ob die Angabe nur Blatt alter Bäume abdeckt.
4. Terroir und Besonderheiten des Anbaus
- Region: Nach der Zeitungsbeschreibung von 2022 grenzt der Berg im Osten an den Teeberg Pasha, im Süden an Bulangshan, im Norden an Nannuoshan.
- Anbauhöhe: 1400–1700 m nach zwei Beschreibungen; das Dorf Mannu Laozhai liegt auf etwa 1750 m.
- Klima: Für den Berg insgesamt gibt eine Beschreibung eine Jahresdurchschnittstemperatur von 18,1 °C, 129 Nebeltage im Jahr und eine Luftfeuchtigkeit von 82 % an; Referenzdaten für das Dorfkomitee nennen 17,6 °C und 1329,6 mm Niederschlag pro Jahr.
- Böden: Der Beschreibung nach — rote Lateritböden (im Text 红砖壤), mit tiefer fruchtbarer Schicht, schwach sauer, pH 4–5,5.
- Fläche: Die Angaben weichen voneinander ab. Die Zeitung von 2022 schreibt von einem Berg mit einer Fläche von etwa 50 km², mehr als 9000 mu (ca. 600 ha) zusammenhängender alter Gärten und etwa 7000 mu Gärten mit alten Bäumen. Handelsveröffentlichungen geben den drei Kerndörfern — Manmai, Mannu Laozhai und Mannu Xinzhai — 7240 mu (ca. 483 ha) zusammenhängender alter Gärten; eine Beschreibung von 2016 nennt etwa 13 000 mu alter Bäume für das gesamte Dorfkomitee.
- Dörfer: Im Dorfkomitee gibt es neun Dörfer (村民小组). Alte Gärten haben der Beschreibung von 2016 zufolge sechs: Manmai, Mannu Laozhai, Mannu Xinzhai, Mannan, Banpen Xinzhai und Banpen Laozhai. Die Beschreibungen zählen sechs oder sieben Lahu-Dörfer auf dem Berg. Bei Mannu Laozhai liegen laut einer Veröffentlichung mehr als 3500 mu alter Gärten.
5. Herstellungstechnologie
Die durch die Angabe festgelegte Technologie ist in den gefundenen Quellen nicht beschrieben. Das allgemeine Schema der Klasse für rohen Pu-Erh nach Norm GB/T 22111-2008, nicht die Beschreibung speziell des Hekai-Tees: Frisches Blatt wird ausgebreitet (摊放, tānfàng), durch Erhitzen fixiert (杀青, shāqīng), gerollt (揉捻, róuniǎn), Klumpen werden aufgelöst und das Blatt an der Sonne getrocknet (日光干燥, rìguāng gānzào). Man erhält „Sonnen-Rohmaterial“ (晒青毛茶, shàiqīng máochá); dieses wird sortiert, gedämpft, gepresst und getrocknet. Haufenfermentation (渥堆, wòduī) gibt es bei rohem Pu-Erh nicht.
6. Organoleptische Eigenschaften
Beschreibungen der Zeitung und von Handelsveröffentlichungen zu rohem Pu-Erh aus Hekai; eine Laborverkostung steht nicht dahinter.
- Aussehen des trockenen Blattes: Die Rollung ist dunkel, glänzend, dicht, leicht länglich (Zeitung von 2022).
- Aroma des trockenen Blattes: Eine eigene Beschreibung fehlt in den gefundenen Quellen.
- Aroma des Aufgusses: Dicht und ruhig, hoch und rein, mit leichter Orchideennote.
- Geschmack: Dicht, voll und glatt, „dicht, aber nicht schwer“. Bitterkeit und Herbe sind leicht, die Herbe ist deutlicher als die Bitterkeit; die Bitterkeit geht schnell in Süße über, die Nachsüße (回甘, huígān) ist lang, die Speichelbildung schnell. Die Zeitungsbeschreibung ergänzt einen starken „Berg-Wald“-Charakter.
- Farbe des Aufgusses: Goldgelb, leuchtend.
- Teeblattgrund (aufgegossenes Blatt): Beschreibungen fehlen in den gefundenen Quellen.
7. Chemische Zusammensetzung
Physikalisch-chemische Daten zu Hekai-Tee fehlen in den gefundenen Quellen. Zur Orientierung — die Norm der Klasse, keine Messung: Die Norm GB/T 22111-2008 verlangt von rohem Pu-Erh mindestens 28,0 % Polyphenole und 35,0 % wasserlösliche Stoffe bei einer Feuchte von höchstens 13,0 %.
8. Zubereitung
Praxis der Klasse — für rohen Pu-Erh, auf den sich alle gefundenen Beschreibungen beziehen; roter oder weißer Tee aus demselben Blatt wird anders zubereitet.
- Wassertemperatur: 95–100 °C.
- Teemenge: 5–7 g auf 100 ml.
- Gefäß: Gaiwan (盖碗, gàiwǎn) oder Tonkanne.
- Vorgang:
- Das Gefäß vorwärmen und den Tee hineingeben.
- Das Blatt 5–10 Sekunden mit heißem Wasser spülen und abgießen.
- Erster Aufguss — 10–15 Sekunden, durch den Abtropfer ausgießen.
- Weitere Aufgüsse mit zunehmender Zeit; das Blatt alter Bäume verträgt viele Aufgüsse.
9. Lagerung
Praxis der Klasse. Trockener, sauberer, belüfteter Ort ohne Fremdgerüche und direktes Licht, Papierhülle oder Karton. Roher Pu-Erh erlaubt lange Reifung, mit den Jahren verändern sich Erscheinungsbild und Geschmack.
10. Preis und Fälschungen
Preise fehlen in den gefundenen Quellen.
- So vermeidet man Fälschungen:
- Die Angabe „勐海贺开茶“ prüfen und dass der Hersteller im Kreis Menghai tätig ist; die Teeklasse und das Alter der Bäume bestätigt die Angabe nicht, und die Worte „古树“ (alte Bäume) sind eine Aussage des Verkäufers.
- „Hekai“ auf der Verpackung ist der Name eines Berges mit neun Dörfern; der Name eines konkreten Dorfes (Mannu, Manmai) ist genauer, wird aber ebenfalls nur vom Verkäufer bestätigt.
- Hekai-Manmai nicht mit Bada-Manmai verwechseln — für letzteres gibt es eine eigene Angabe „勐海巴达曼迈茶“.
- Orientierungspunkte nach den Beschreibungen: dunkles glänzendes Blatt, goldener Aufguss, Orchideennote.
11. Interessante Fakten
- In Mannu Laozhai wachsen die Teebäume zwischen den Häusern des Dorfes.
- Der größte der „Tee-Könige“ Hekais ist nur 3,8 m hoch, obwohl die Beschreibungen ihm 800 bis über 1400 Jahre geben.
- Die Zeitung von 2022 nannte Hekai einen der am besten erhaltenen und größten zusammenhängenden Bestände alter Gärten Xishuangbannas.
12. Vergleich mit benachbarten Tees
- Lao Banzhang (老班章): Dorf des benachbarten Bulangshan, Referenz für kräftigen rohen Pu-Erh; Hekai wird als weicher und glatter beschrieben.
- Bulangshan (布朗山): Südlicher Nachbar Hekais; Beschreibungen ordnen Hekai oft derselben „Bulang“-Berggruppe zu.
- Nannuoshan (南糯山): Nördlicher Nachbar, historischer Teebestand Menghais mit weichem blumig-honigartigem Profil.
Zum Abschluss:
Menghai Hekai Cha ist eine Angabe für Tee vom Lahu-Berg, wo alte Gärten einen zusammenhängenden Bestand bilden und in einem der ältesten Dörfer die Teebäume zwischen den Häusern stehen. Die Beschreibungen zeichnen einen dichten, glatten rohen Pu-Erh mit Orchideennote und schneller Süße. Die Zahlen zur Fläche der alten Gärten weichen fast um das Doppelte voneinander ab, und die Angabe legt weder die Teeklasse noch das Alter der Bäume fest; beschrieben werden eine Höhe von 1400–1700 m, Nebel und saure rote Böden.
Quellen
Normen
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