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title: "Zhāopíng yínshān chá"
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updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Zhāopíng yínshān chá (昭平银杉茶)

**Zhaoping Yinshan Cha** (*Zhāopíng yínshān chá*, 昭平银杉茶) — „Silbertanne aus Zhaoping", ein grüner Tee aus dem Kreis Zhaoping (昭平县) der bezirksfreien Stadt Hezhou im Osten des Autonomen Gebiets Guangxi der Zhuang. Die Beschreibung des Agrarzeichens nennt ihn einen neuen berühmten grünen Tee Guangxis. Der Name entstand in den 1970er Jahren, als örtliche Fabriken begannen, Tee nach dem Vorbild des Longjing herzustellen — gerade, leicht flach, grün, mit weißem Flaum — und ihn nach der Ähnlichkeit des trockenen Blattes mit den Nadeln des Baumes 杉 benannten; in den 1990er Jahren erarbeitete der Kreis einen technischen Standard dafür. Das Erscheinungsbild laut Beschreibung: leicht flaches, mit Flaum bedecktes Blatt, durch das das Grün hindurchscheint, ein zartgrüner leuchtender Aufguss, ein reines volles Aroma und ein weicher reiner Geschmack. Seit 2010 schützen eine geografische Agrarangabe und ein Zertifizierungszeichen den Namen, seit 2025 der Status eines Produkts mit geografischer Angabe.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Grüner Tee (绿茶, *lǜchá*). In der Bekanntmachung von 2025 wird die Klasse nicht genannt; die Beschreibung des Agrarzeichens (2010) nennt ihn einen „neu geschaffenen und entwickelten berühmten grünen Tee Guangxis" (新创制发展的广西名优绿茶) und vergleicht die extraktiven Stoffe mit der Norm des Standards für grünen Tee.
* **Kategorie:** Neuer berühmter Tee Guangxis; geografische Agrarangabe und Zertifizierungszeichen (2010), Produkt mit geografischer Angabe (2025).
* **Herkunft:** China, Autonomes Gebiet Guangxi der Zhuang (广西壮族自治区, *Guǎngxī Zhuàngzú Zìzhìqū*), bezirksfreie Stadt Hezhou (贺州, *Hèzhōu*), Kreis Zhaoping (昭平县, *Zhāopíng Xiàn*).
* **Schutzgebiet:** Der Anhang zur Bekanntmachung beschreibt es zweifach. Als Liste — zwölf Gemeinden und Großgemeinden: Zhaoping, Wenzhu, Xianhui, Zouma, Wujiang, Majiang, Muge, Huangyao, Fuluo, Beituo, Zhangmulin und Fenghuang, und in ihnen 128 Dörfer. Als äußerste Punkte — im Osten das Dorf Yingpan der Gemeinde Fenghuang, im Süden das Dorf Nanlupo der Gemeinde Muge, im Westen das Dorf Maoping der Gemeinde Xianhui, im Norden das Dorf Qichong der Großgemeinde Wenzhu. Dieselbe Liste gibt auch die Beschreibung des Agrarzeichens an.
* **Geografische Koordinaten:** 110°30′–111°19′ ö. L., 23°39′–24°24′ n. Br.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Frühe Geschichte.** Die Beschreibung des Agrarzeichens führt den Teeanbau Zhaopings bis in die Song-Zeit zurück.
    * **1970er Jahre — Geburt des Namens.** Örtliche Teefabriken begannen, Tee nach der Longjing-Technologie herzustellen: Das trockene Blatt wurde leicht flach und gerade, grün, mit weißem Flaum. Nach den Sorten nannte man ihn „Silbernadel" (银针) und „Jadenadel" (碧玉针), dann vereinigte man ihn unter dem Namen „Yinshan Cha" — das trockene Blatt, so die Beschreibung, „ist den Nadeln des Baumes 杉 sehr ähnlich".
    * **Ende der 1970er Jahre.** In den Kreis wurden Klonsorten mit gleichmäßigem Austrieb der Knospen eingeführt — das Blatt für Yinshan Cha wurde gleichmäßiger.
    * **1990er Jahre — Standard.** Der Kreis machte Tee zu einem führenden Zweig seines Landwirtschaftsprogramms. Auf der Basis der Teefabrik Jiangjunfeng (将军峰茶厂) wurde mit technischer Hilfe der Südchinesischen Agraruniversität der technische Standard „昭平银杉茶" erarbeitet.
    * **Seit 2004.** Der Kreis veranstaltet jährlich, um den 28. März, das „Fest des Teekönigs" Guangxis (Zhaoping), dessen Hauptfigur laut Zeichenbeschreibung Yinshan Cha war.
    * **2007.** Tee der Marke „Jiangjunfeng Yinshan" (将军峰银杉) erhielt eine Goldmedaille beim Wettbewerb berühmter grüner Tees der Weltkonferenz für grünen Tee in Japan.
    * **VIII. und IX. Wettbewerb „Zhongcha Bei".** Erste Preise beim nationalen Wettbewerb berühmter grüner Tees (中茶杯).
    * **2010.** Am 25. März registrierte das Landwirtschaftsministerium mit Bekanntmachung Nr. 1364 Zhaoping Yinshan Cha als geografische Agrarangabe (Nummer AGI00257); im selben Jahr registrierte die Staatliche Verwaltung für Industrie und Handel das Zertifizierungszeichen „昭平银杉" (Nr. 8051378, Inhaber — Teeverein des Kreises Zhaoping, 昭平县茶叶协会).
    * **2025.** Mit Bekanntmachung Nr. 640 erkannte die Staatliche Verwaltung für geistiges Eigentum (CNIPA) die Bezeichnung als Produkt mit geografischer Angabe an; in derselben Bekanntmachung — 1409 Bezeichnungen.
* **Name:**
    * „Zhaoping" (昭平) — der Name des Kreises.
    * „Yinshan" (银杉, *yínshān*) — „Silbertanne"; mit demselben Wort bezeichnet man in China den reliktischen Nadelbaum *Cathaya argyrophylla*. Die Zeichenbeschreibung erklärt den Namen einfacher: Das trockene Blatt „ist den Nadeln des Baumes 杉" (杉树) „sehr ähnlich".
    * „Cha" (茶, *chá*) — „Tee".
* **Kulturelle Bedeutung:** Laut Zeichenbeschreibung wurde Yinshan Cha Ende der 2000er Jahre im Kreis zum Synonym für Zhaopinger Tee. In seinem Gebiet liegt die Großgemeinde Huangyao (黄姚) — eine bekannte Altstadt, heute touristisch: Teegebiet und touristischer Ort fallen hier zusammen.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorte / Kultivar:** Die Zeichenbeschreibung verlangt Klonsorten der mittel- oder kleinblättrigen Gruppe, die für Zhaoping geeignet sind — örtlich vermehrt oder eingeführt; ihr Pflücken darf nicht später als Anfang März beginnen. Konkrete Sorten werden nicht genannt.
* **Pflückstandard:** Laut Zeichenbeschreibung — drei Stufen. Für die höchste, die „kostbare" Sorte (珍品) — einzelne Knospen; für die besondere — eine Knospe mit einem gerade entfalteten Blatt; für gewöhnlichen Yinshan Cha — eine Knospe mit einem Blatt. Die Triebe sollen saftig, gleichmäßig und behaart sein.
* **Ernte:** Frühjahr — von Februar bis April, Herbst — von Oktober bis November. Blatt, das von Mai bis September gepflückt wird, geht an Maojian und andere Tees.
* **Anforderungen ans Rohmaterial:** Junge Triebe von Klonsorten, die im Kreis angebaut werden, ohne Beschädigung, Fremdgerüche und Beimischungen.

**4. Terroir und Besonderheiten des Anbaus:**

Nach der Beschreibung des Agrarzeichens (2010):

* **Region:** Osten Guangxis; die Flüsse des Kreises gehören fast alle zum Becken des Guijiang (桂江).
* **Klima:** Subtropisches Monsunklima. Mittlere Jahrestemperatur — 19,9 °C, Summe der aktiven Temperaturen über 10 °C — 6953 °C, Niederschlag — 2046,6 mm pro Jahr, relative Luftfeuchtigkeit — 81 %. Der Winter ist warm, der Sommer nicht heiß, Wolken und Nebel halten sich das ganze Jahr.
* **Anbauhöhe:** Hügel und niedrige Berge unter 800 m; Hänge unter den Gärten — nicht steiler als 25°.
* **Böden:** Gebirgs-Rotgelb- und Gelbböden, auf sandig-schiefrigen Gesteinen sowie auf Fluss- und Hangsedimenten; gut drainiert, pH 5,0–6,5, organische Substanz 2,5–3,4 %.
* **Gebiet:** Zwölf Gemeinden und Großgemeinden, 128 Dörfer; im Anhang von 2025 wird die Grenze zusätzlich durch vier äußerste Dörfer und einen Koordinatenrahmen bestimmt.
* **Umfang:** Laut Zeichenbeschreibung standen 2010 unter Yinshan Cha 8000 ha.

**5. Produktionstechnologie:**

Die Beschreibung des Agrarzeichens legt die Reihenfolge fest: Ausbreiten des frischen Blattes → Fixierung → Abkühlen → erste Röstung mit Ausrichten → Nachtrocknung mit Formgebung → vollständige Trocknung → Sortierung → Verpackung. Für die Handherstellung nennt sie auch Parameter.

* **Ausbreiten des frischen Blattes (摊放 — *tānfàng*):** 2–4 Stunden an einem kühlen, gut belüfteten Ort.
* **Fixierung (杀青 — *shāqīng*):** In einer elektrischen Pfanne bei etwa 140 °C, 3–5 Minuten schnelles Wenden — bis das Blatt weich und dunkelgrün wird und der grasige Geruch einem reinen Aroma weicht.
* **Abkühlen (摊凉 — *tānliáng*):** 5–6 Minuten, damit das Blatt nicht vergilbt.
* **Erste Röstung mit Ausrichten (初炒理条 — *chūchǎo lǐtiáo*):** Pfanne 80–90 °C; das Blatt wird angedrückt und gezogen, bis es gerade, leicht flache Streifen bildet und die Feuchtigkeit auf 40 % fällt.
* **Nachtrocknung mit Formgebung (复干做形 — *fùgān zuòxíng*):** Das Blatt wird erneut in der Pfanne angedrückt, der Druck wird verringert, bis 70–80 % Trockenheit erreicht sind.
* **Vollständige Trocknung (烘足干 — *hōng zúgān*):** Etwa 50 °C, bis unter 6 % Feuchtigkeit.
* **Sortierung (精选 — *jīngxuǎn*):** Aussieben der Krümel und manuelles Sortieren nach Sorten.
* **Verpackung.**

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Beschreibung des Agrarzeichens: 外形微扁、披毫隐绿，汤色嫩绿明亮，清香浓郁，滋味纯爽，叶底绿亮、肥嫩露芽. Das Zentrum für Qualitätskontrolle von Tee des Landwirtschaftsministeriums erkannte dem Tee bei der Prüfung den „Stil eines berühmten Tees" zu und beschrieb ihn mit eigenen Worten; die Tabelle derselben Beschreibung unterscheidet drei Sorten — „kostbar" (珍品), besonders (特级) und gewöhnlich.

* **Äußeres des trockenen Blattes:** Leicht flach, mit Flaum bedeckt, durch den das Grün hindurchscheint (微扁、披毫隐绿). Nach der Prüfung — groß und dicht, gerade, leicht flach, mit verborgenem Grün und Glanz (肥壮，条直微扁，隐绿润泽).
* **Aroma des trockenen Blattes:** In den gefundenen Quellen keine Beschreibungen.
* **Aroma des Aufgusses:** Rein und voll (清香浓郁); nach der Prüfung — rein und hoch (清高). Bei der höchsten Sorte — frisches zartes Aroma (鲜嫩香).
* **Geschmack:** Weich und rein (纯爽); nach der Prüfung — frisch und weich (鲜醇). Bei der höchsten Sorte — mit süßem Nachgeschmack (回味甘甜).
* **Farbe des Aufgusses:** Zartgrün und leuchtend (嫩绿明亮).
* **Teegrund (aufgegossenes Blatt):** Grün und leuchtend, mit saftigen Knospen (绿亮、肥嫩露芽); nach der Prüfung — groß und zart, mit sichtbaren Knospen, grün, leuchtend und gleichmäßig (肥嫩显芽，绿亮匀整). Bei der höchsten Sorte — einzelne saftige ganze Knospen.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Die Zeichenbeschreibung nennt die Hauptzahl: extraktive Stoffe — etwa **45 %** bei einer Norm von **36 %** nach dem Standard für grünen Tee GB/T 14456-1993; daraus ergebe sich die Beständigkeit bei wiederholten Aufgüssen. Die physikalisch-chemischen Normen derselben Beschreibung: Feuchtigkeit — höchstens 6,0 %, Gesamtasche — höchstens 6,5 %, Krümel — höchstens 2,5 %, extraktive Stoffe — mindestens 36,0 %, Rohfaser — höchstens 14,0 %. Weitere physikalisch-chemische Daten gibt es in den gefundenen Quellen nicht.

**8. Wohltuende Eigenschaften:**

Geprüfte Daten über die Wirkung gerade dieses Tees gibt es nicht.

**9. Aufbrühen:**

Praxis der Klasse für grünen Tee.

* **Wassertemperatur:** 80–85 °C.
* **Teemenge:** 3 g auf 150 ml.
* **Gefäß:** Glasbecher — darin sind die geraden Blätter mit Flaum sichtbar — oder weißer Gaiwan.
* **Vorgang:**
    1. Gefäß vorwärmen.
    2. Tee hineingeben und Wasser an der Wand entlang eingießen.
    3. Erster Aufguss — nach 40–60 Sekunden.
    4. Trinken und einen Teil des Aufgusses zurücklassen.
    5. Wasser nachgießen.
    6. Drei bis vier wiederholte Aufgüsse; Quellen weisen darauf hin, dass der Tee viele Aufgüsse verträgt.

**10. Lagerung:**

Praxis der Klasse. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Besser innerhalb eines Jahres trinken.

**11. Preis und Fälschungen:**

Angaben zu Preisen gibt es in den gefundenen Quellen nicht.

* **Wie man Fälschungen vermeidet:**
    * Nach dem Zertifizierungszeichen „昭平银杉" Nr. 8051378 oder dem Zeichen der geografischen Agrarangabe suchen.
    * Prüfen, ob der Hersteller aus dem Kreis Zhaoping stammt.
    * Das Blatt ist gerade, leicht flach, mit Flaum und verborgenem Grün; der Aufguss ist zartgrün und leuchtend.
    * Nicht mit anderen grünen Tees des Kreises verwechseln: Yinshan Cha ist eine eigene Bezeichnung.

**12. Interessante Fakten:**

* Den Namen gab man dem Tee in den 1970er Jahren nach der Ähnlichkeit des trockenen Blattes mit den Nadeln des Baumes 杉; auf Chinesisch ist 银杉 auch der Name des reliktischen Nadelbaums *Cathaya*.
* Yinshan Cha wird nur aus Frühjahrs- und Herbsternte hergestellt; Sommerblatt geht an Maojian und andere Tees.
* Die Grenze des Gebietes legt der Anhang von 2025 auf alte Weise fest — durch vier äußerste Dörfer — und auf neue Weise, durch einen Koordinatenrahmen.
* Im Gebiet liegt Huangyao — eine Altstadt, die weit über das Teethema hinaus bekannt ist.
* Der Name entstand in den 1970er Jahren, der technische Standard in den 1990er Jahren, und 2010 erhielt der Tee gleichzeitig sowohl eine geografische Agrarangabe als auch ein Zertifizierungszeichen.

**13. Vergleich mit anderen Tees Guangxis:**

* **Zhaoping Lü Cha ([昭平绿茶](https://thetea.app/de/article/zhaoping-lucha)):** Grüner Tee aus demselben Kreis. Der Korpusartikel erwähnt die „Silbertanne" (银杉) unter seinen Formen, aber Yinshan Cha wird durch eine eigene Bezeichnung geschützt, und man darf sie nicht gleichsetzen.
* **Zhaoping Hong Cha ([昭平红茶](https://thetea.app/de/article/zhaoping-hongcha)):** Gongfu-Schwarztee aus demselben Kreis — eine andere Klasse aus denselben Bergen.
* **Guilin Mao Jian ([桂林毛尖](https://thetea.app/de/article/guilin-mao-jian)):** Grüner Tee aus Guilin im Nordosten Guangxis; feine gerade Streifen mit weißem Flaum gegenüber dem leicht flachen Blatt des Yinshan Cha.

**Zum Schluss:**

Zhaoping Yinshan Cha ist ein grüner Tee aus dem Osten Guangxis, der seinen Namen in den 1970er Jahren nach der Ähnlichkeit des trockenen Blattes mit Nadeln erhielt und in den 1990er Jahren einen technischen Standard bekam. Sein Aussehen ist wiedererkennbar: ein gerades, leicht flaches Blatt mit Flaum und verborgenem Grün, ein zartgrüner leuchtender Aufguss, ein reines Aroma und ein weicher frischer Geschmack. Die Zeichenbeschreibung legt drei Sorten fest — von einzelnen Knospen bis zur Knospe mit Blatt — und erlaubt, den Tee nur aus Frühjahrs- und Herbsternte herzustellen; das Gebiet ist durch eine Liste von zwölf Gemeinden und Großgemeinden, vier äußerste Dörfer und Koordinaten umrissen.
