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title: "Xīyán wūlóngchá"
url: https://thetea.app/de/article/xiyan-wulongcha
lang: de
updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Xīyán wūlóngchá (西岩乌龙茶)

**Xiyan Wulongcha** (*Xīyán wūlóngchá*, 西岩乌龙茶) ist ein Oolong aus dem Xiyanshan-Gebirge der Gemeinde Fenglang im Kreis Dabu (大埔县) des Stadtbezirks Meizhou im Nordosten der Provinz Guangdong. Laut Kreisbeschreibung liegen die Gärten über 1250 m, und der Charakter des Tees wird mit fünf Worten wiedergegeben: **清、香、甘、滑、醇** – klar, aromatisch, süß, glatt, weich. Im Jahr 2013 erhielt der Tee Schutz als Produkt mit geografischer Angabe, und das zugehörige Dokument ist ausführlich: Böden, Pflückzeitraum und -standard, Technologie mit Trocknungstemperaturen, Erscheinungsbild und physikalisch-chemische Normen.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Oolong (乌龙茶, *wūlóngchá*), halbfermentiert. Die Klasse ist in der Bezeichnung angegeben; die Technologie laut Dokument – Welken in der Sonne, Schütteln mit Ruhezeiten, Fixieren, Rollen, Trocknen – ist die des Oolong.
* **Kategorie:** Hochland-Oolong aus dem Nordosten Guangdongs; Produkt mit geografischer Angabe (2013).
* **Herkunft:** China, Provinz Guangdong (广东, *Guǎngdōng*), Stadtbezirk Meizhou (梅州, *Méizhōu*), Kreis Dabu (大埔县, *Dàbù xiàn*), Gemeinde Fenglang (枫朗镇, *Fēnglǎng zhèn*), Xiyanshan-Gebirge (西岩山, *Xīyán shān*).
* **Schutzgebiet:** **Das gegenwärtige Verwaltungsgebiet der Gemeinde Fenglang** im Kreis Dabu.
* **Geografische Koordinaten:** Kreis Dabu – etwa 24,4° n. Br. und 116,7° ö. L.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **1995.** Nach Angaben des Kreises erhielt Xiyan Wulongcha eine Silberauszeichnung auf der zweiten chinesischen Landwirtschaftsausstellung.
    * **2013.** Die Hauptverwaltung für Qualitätsaufsicht, Inspektion und Quarantäne (AQSIQ) stellte den Tee mit Bekanntmachung Nr. 81 (unterzeichnet am 26. Juni, veröffentlicht am 3. Juli 2013) als Produkt mit geografischer Angabe unter Schutz. Diese Bekanntmachung schützte fünf Bezeichnungen – Enteneier zweier Arten aus Yuyao, Kastanien aus Fengkai, Mondkuchen aus Wuchuan und diesen Tee; der Tee war der einzige darunter.
    * **2017.** Die Provinz Guangdong verabschiedete den lokalen Standard DB44/T 1961-2017 „Produkt mit geografischer Angabe. Xiyan Wulongcha“ (地理标志产品 西岩乌龙茶); er gilt seit dem 10. Juni 2017. Verfasser sind eine lokale Teegruppe sowie die Qualitäts- und Landwirtschaftsdienste des Kreises.
* **Name:**
    * „Xiyan“ (西岩) – „westlicher Felsen“, der Name des Berges.
    * „Wulongcha“ (乌龙茶, *wūlóngchá*) – „Oolong“.
* **Kulturelle Bedeutung:** Die Website des Kreises führt Xiyan Wulongcha in der Liste der besonderen Hakka-Produkte von Dabu. An denselben Hängen werden auch andere Oolongs hergestellt: Die Website nennt daneben „Xiyan Dancong“ (西岩单丛), auch in Kugelform, und die Sorte „Huangzhixiang“ (黄枝香), die seit 1993 auf 1250 m Höhe gepflanzt wird.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorte / Kultivar:** Laut Dokument – mittel- und kleinblättrige Oolong-Sorten sowie die lokale Population (中小叶乌龙茶品种及当地[群体种](https://thetea.app/de/article/qunti-zhong)); konkrete Sorten werden nicht genannt. Die Setzlinge sind vegetativ, klonal (无性系).
* **Pflückung:** Nur Frühjahr, einmal im Jahr – von Anfang März bis Mitte Mai.
* **Pflückstandard:** Spross mit ruhender Knospe und zwei bis drei Blättern (驻芽两叶, 驻芽三叶). Am besten ist das „mittlere offene Blatt“ (中开面), wenn sich am Spross ein Blattpaar ohne Knospenwachstum gebildet hat (对夹叶).
* **Anforderungen an das Rohmaterial:** Das Blatt wird nicht gequetscht und in der Sonne nicht verbrannt; es darf keinen Tau oder Regenwasser tragen.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Xiyanshan-Gebirge in der Gemeinde Fenglang im Kreis Dabu.
* **Anbauhöhe:** Nach Angaben des Kreises – **über 1250 m** über dem Meeresspiegel. Das Dokument ergänzt, dass die gelben und roten Böden des Gebiets auf 500 bis 1000 m Höhe und darüber liegen.
* **Böden:** Laut Dokument – vier Typen: Gelberde, Roterde, lateritische Roterde und Reisböden. Am Xiyanshan überwiegen gelb-rote Böden – locker, feucht, fruchtbar. pH **3,9–4,7**, organische Substanz – **2,3–4,0** (Einheiten sind im Abdruck nicht angegeben).
* **Klima:** In den gefundenen Quellen liegen keine Daten vor.

**5. Herstellungstechnologie:**

Laut Dokument ist die Kette folgende: Pflücken → Welken in der Sonne → Schütteln mit Ruhezeiten → Fixieren → Rollen → Trocknen; danach Veredelung.

* **Welken in der Sonne ([晒青](https://thetea.app/de/article/shai-qing) — *shàiqīng*):** In dünner Schicht, bei leichter Sonne – am besten von 9 bis 11 Uhr vormittags oder von 16 bis 17 Uhr. Das Blatt verliert etwa 15 % Feuchtigkeit, dunkelt nach, die oberen Blätter hängen herab.
* **Schütteln (做青 — *zuòqīng*):** Schütteln (碰青, 摇青) wird mehrfach mit Ruhezeiten abgewechselt. Das Dokument nennt diesen Schritt den Schlüssel für Aroma und Geschmack von Xiyan. Von Runde zu Runde wird häufiger und kräftiger geschüttelt, die Ruhezeit dauert länger, die Blattschicht wird dicker.
* **Fixieren (杀青 — *shāqīng*):** Hohe Temperatur, schnell, bis zur gleichmäßigen und vollständigen Fixierung.
* **Rollen (揉捻 — *róuniǎn*):** Mit Wechsel von Druck und Entlastung, bis zu festen Rollungen bei mäßiger Zellzerstörung.
* **Trocknen (烘焙 — *hōngbèi*):** In zwei Schritten. Der erste – bei **150 °C** für 20–30 Minuten. Der zweite – bei **100 °C**, länger, „auf schwachem Feuer in dünner Schicht“ (文火薄焙). Das Blatt wird rechtzeitig gewendet, damit es gleichmäßig erwärmt wird und trocknet.
* **Veredelung (精制 — *jīngzhì*):** Zusammenführen der Partien, Sieben, Verlesen, manuelle Auslese, erneutes Erwärmen und Verpacken.

Der Oxidationsgrad wird im Dokument in Zahlen nicht festgelegt.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

* **Äußeres Erscheinungsbild des trockenen Blattes:** Laut Dokument – große, feste, volle, glatte und gleichmäßige Rollungen (条索肥壮紧结，饱满光滑匀整); die Farbe ist gelbbraun und ölig-glänzend (黄褐油润).
* **Aroma des trockenen Blattes:** Nicht gesondert beschrieben; in den gefundenen Quellen liegen keine Daten vor.
* **Aroma des Aufgusses:** Blumig-honigartig, rein und natürlich, dicht und anhaltend (花蜜香味，清香天然，香浓持久).
* **Geschmack:** Voll, weich und süß, reich und frisch, mit gutem süßem Nachhall (醇厚甘润、浓醇鲜爽、回甘性好).
* **Farbe des Aufgusses:** Orange-gelb, leuchtend, mit leicht goldenem Ton (橙黄明亮、略显金黄).
* **Teegrund (aufgegossenes Blatt):** Zartgrün, gleichmäßig, weich und glänzend (嫩绿，匀齐柔亮).

Die Website des Kreises beschreibt den Tee anders, in eher grüner Manier: Die Rollungen sind fest und gedreht, smaragdgrün mit öligem Glanz (条索紧结卷曲，色泽翠绿油光), der Aufguss grünlich-gelb (汤色绿黄明亮), das Aroma hoch und blumig, der Geschmack weich und frisch. Die Abweichung vom Dokument erklären die Quellen nicht.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Das Dokument legt Normen fest: wasserlösliche Extraktstoffe – **mindestens 36 %**, Tee-Polyphenole – **mindestens 21 %**, Feuchtigkeit – **höchstens 6,0 %**, Bruch – **höchstens 1,0 %**, Asche – **höchstens 6,0 %**. Die Norm für Koffein ist im gefundenen Abdruck mit einem offensichtlichen Druckfehler angegeben, daher wird sie hier nicht aufgeführt.

**8. Wohltuende Eigenschaften:**

Geprüfte Daten zur Wirkung gerade dieses Tees fehlen.

**9. Aufbrühen:**

Praxis der Klasse für Oolong. Gesonderte Empfehlungen enthält das Dokument nicht.

* **Wassertemperatur:** 95–100 °C.
* **Teemenge:** 6–8 g auf 110–150 ml.
* **Gefäß:** Gaiwan oder kleine Tonkanne.
* **Ablauf:**
    1. Gefäß vorwärmen.
    2. Tee einfüllen.
    3. Schnell mit heißem Wasser abspülen und abgießen.
    4. Erste Aufgüsse – 10–20 Sekunden.
    5. Vollständig ausgießen.
    6. Weitere Aufgüsse mit kleiner Zeitverlängerung; der Oolong verträgt viele Aufgüsse.

**10. Lagerung:**

Praxis der Klasse für Oolong. In luftdichter Verpackung, an kühlem, dunklem, trockenem Ort, ohne Fremdgerüche.

**11. Preis und Fälschungen:**

Daten zu Preisen liegen in den gefundenen Quellen nicht vor.

* **So vermeidet man Fälschungen:**
    * Auf der Verpackung das Zeichen für das Produkt mit geografischer Angabe suchen.
    * Prüfen, ob der Hersteller in der Gemeinde Fenglang im Kreis Dabu sitzt: Das Schutzgebiet umfasst nur diese.
    * Trockenes Blatt – große, feste, gelbbraune Rollungen mit öligem Glanz.
    * Aufguss – orange-gelb und leuchtend, Aroma – blumig-honigartig.

**12. Interessante Fakten:**

* Xiyan Wulongcha wird nur im Frühjahr gepflückt – eine Pflückung im Jahr, von März bis Mitte Mai.
* Das Dokument verlangt eine Trocknung in zwei Stufen: 150 °C, danach 100 °C „auf schwachem Feuer“.
* Der Kreis beschreibt den Charakter des Tees mit fünf Worten: klar, aromatisch, süß, glatt, weich.
* In der Bekanntmachung von 2013 wurde der Tee zusammen mit Enteneiern, Kastanien und Mondkuchen geschützt.

**13. Vergleich mit anderen Oolongs:**

* **Lingtou Dancong ([岭头单丛](https://thetea.app/de/article/lingtou-dan-cong)):** Oolong aus dem Kreis Raoping des benachbarten Bezirks Chaozhou, benannt nach der Sorte. Das Dokument von Xiyan nennt keine Sorten – nur mittel- und kleinblättrige Oolong-Sorten und die lokale Population.
* **Xingning Dancong ([兴宁单丛](https://thetea.app/de/article/xingning-dan-cong)):** Oolong aus demselben Bezirk Meizhou, aus einem anderen Kreis.
* **Dancong ([单枞](https://thetea.app/de/article/dancong)):** Allgemeine Bezeichnung für Guangdong-Oolongs, die historisch aus einzelnen Sträuchern hergestellt werden; Xiyan Wulongcha ist ein eigenes Produkt mit eigenem Dokument und einem Gebiet von nur einer Gemeinde.

**Fazit:**

Xiyan Wulongcha ist ein Oolong aus einer einzigen Berggemeinde im Nordosten Guangdongs, mit Gärten über 1250 m und einer einzigen Frühjahrspflückung im Jahr. Sein Dokument beschreibt alles vom Boden bis zur Trocknung: den Spross mit zwei bis drei Blättern, das Sonnenwelken, das mehrfache Schütteln, die zweistufige Trocknung bei 150 und 100 °C. In der Tasse zeigen sich ein blumig-honigartiges Aroma, ein orange-gelber Aufguss und eine lange Süße; der Kreis fasst seinen Charakter in fünf Worten zusammen – klar, aromatisch, süß, glatt, weich.
