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title: "Xīndòng chá"
url: https://thetea.app/de/article/xindong-cha
lang: de
updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Xīndòng chá (新垌茶)

**Xindong Cha** (*Xīndòng chá*, 新垌茶) ist ein grüner Tee aus der Gemeinde Xindong (新垌镇) des kreisfreien Stadtbezirks Gaozhou (高州市) der bezirksfreien Stadt Maoming im Südwesten der Provinz Guangdong. Seit Juli 2014 ist er ein Produkt mit geografischer Angabe, und das Schutzdokument beschreibt ihn ausführlich: lokale Populationssorte, Handpflückung, Fixierung bei 250–300 °C und abschließendes manuelles Rösten im Kessel. Die lokale Presse führt seine Geschichte auf die Familie Deng zurück, die in der Ming-Zeit aus Fujian zuwanderte, dies ist eine Familienüberlieferung und kein Dokument.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Grüner Tee (绿茶, *lǜchá*). Das Schutzdokument nennt die Klasse nicht wörtlich, legt aber die Technologie des grünen Tees fest: Fixierung, Rollen, Trocknen, Rösten; ohne Oxidation und Schwitzphase. Die lokale Zeitung bezeichnet ihn direkt als grünen Tee (新垌绿茶).
* **Kategorie:** Guangdong-Grüntee; Produkt mit geografischer Angabe (2014).
* **Herkunft:** China, Provinz Guangdong (广东, *Guǎngdōng*), bezirksfreie Stadt Maoming (茂名, *Màomíng*), kreisfreier Stadtbezirk Gaozhou (高州, *Gāozhōu*), Gemeinde Xindong.
* **Schutzgebiet:** Die Gemeinde Xindong in ihren derzeitigen Verwaltungsgrenzen (新垌镇现辖行政区域), so ist es in der Bekanntmachung von 2014 festgehalten.
* **Geografische Koordinaten:** Etwa 22° n. Br. und 111° ö. L., annähernd, nach der Lage von Gaozhou; Koordinaten des Gebiets gibt das Dokument nicht an.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Ming-Zeit, Überlieferung der Familie.** Laut einer Veröffentlichung auf der Website der Zeitung „Maoming Ribao“ (2022) wanderte im vierten Jahr Wanli (万历, 1576) der Stammvater der Familie Deng (邓) aus Fujian nach Xindong ein und brachte Teesamen mit. An einer Stelle schreibt die Zeitung, seither seien „mehr als fünfhundert Jahre“ vergangen, an anderer „mehr als vierhundert“; nach Zählung ab 1576 ergeben sich 446.
    * **Chronik.** Die Zeitung zitiert aus dem „Gaozhou fuzhi“ (高州府志) die Worte: „茶产茂名新垌者，树高数尺，谷雨前摘取者最佳，以出水龙者为极品“, Tee aus Xindong wächst als Bäume von mehreren Chi Höhe, der beste wird vor der Jahreszeit Guyu gepflückt, die höchste Sorte stammt aus Chushuilong. Die Chronik selbst habe ich nicht gesehen.
    * **Gedichte.** Ebenda finden sich Zeilen des Qing-Dichters Yang Kang (杨康), die mit den Worten „今朝新垌采茶回“ enden, „heute kehren wir vom Teepflücken in Xindong zurück“.
    * **2014.** Die Hauptverwaltung für Qualitätsaufsicht, Inspektion und Quarantäne (AQSIQ) stellte Xindong Cha mit Bekanntmachung Nr. 77 vom 14. Juli 2014 als Produkt mit geografischer Angabe unter Schutz.
    * **2024.** Im März untersuchte das Teeinstitut der Guangdong-Akademie der Agrarwissenschaften die Teefarm Chushuilong (出水窿茶场) und bäuerliche Werkstätten. Laut Mitteilung des Instituts bat die Gemeinde um Hilfe bei einem Entwicklungsplan für die Teebranche und darum, „die qualitativen Merkmale“ des Produkts zu klären; das Institut schlug vor, einen ökologischen Mustergarten, eine Verarbeitungslinie, ein Produktionsstandardsystem, eine öffentliche Marke und ein führendes Unternehmen zu schaffen.
* **Name:** „Xindong“ (新垌) ist der Name der Gemeinde; „cha“ (茶) bedeutet Tee.
* **Beste Lage:** Die Quellen schreiben sie unterschiedlich: 出水窿 (Chushuilong) bei der Akademie und in der Registerkarte, 出水龙 im Zitat aus der Chronik, 出瑞龙村 (Chuzhuilong) im Zeitungstext. Welche Schreibung amtlich ist, habe ich nicht festgestellt.
* **Kulturelle Bedeutung:** Laut Zeitung wird Xindong „Gegend des Tees und der Früchte“ (茶果之乡) genannt.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorte / Kultivar:** Lokale Populationssorte (当地[群体种](https://thetea.app/de/article/qunti-zhong), *dāngdì qúntǐzhǒng*), die einzige Sortenanforderung des Dokuments. Vermehrung durch Samen oder Stecklinge.
* **Ernte:** Frühjahrsernte bis Ende April, Herbsternte von August bis Oktober. Nur von Hand.
* **Pflückstandard:** Laut Schutzdokument:

| Sorte | Anforderung an das Frischblatt |
| :--- | :--- |
| Spezial (特级) | Ganze Knospen nicht weniger als 80 %, Knospe mit einem Blatt nicht mehr als 20 % |
| Erste (一级) | Knospe mit zwei Blättern nicht weniger als 70 %, Knospe mit drei Blättern nicht mehr als 30 %; Triebe ganz, Knospe nicht kürzer als das Blatt, Größe gleichmäßig |

Die Zeitung beschreibt die Ernte mit der Formel „采早、采细、采嫩、采二叶一针“, früh, fein, zart, „zwei Blätter und eine Nadel“.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Osten des kreisfreien Stadtbezirks Gaozhou, Südwesten Guangdongs.
* **Relief und Klima:** Laut Zeitung liegt hinter dem Dorf Chushuilong ein Bergrücken inmitten hoher Berge; das Land ist fruchtbar, es gibt viel Nebel und Regen. Klimatische Zahlen finden sich in den ausgewerteten Quellen nicht.
* **Anbauhöhe:** Das Dokument legt keine Höhe fest; Daten finden sich in den ausgewerteten Quellen nicht.
* **Böden:** Laut Dokument drei Typen roter und gelber Böden (赤红壤、红壤、黄壤), pH 4,5–6,0, Schicht tiefer als 1 m, organische Substanz nicht weniger als 1,5 %.
* **Anbautechnik laut Dokument:** Nicht mehr als 30 000 Sträucher pro Hektar; jedes Jahr nicht weniger als 15 t verrotteter organischer Dünger pro Hektar.
* **Fläche:** Laut Zeitung „mehr als tausend Mu“ Gärten mit einem Ertrag über 100 kg pro Mu; ein Jahr nennt die Zeitung nicht.

**5. Produktionsverfahren:**

Das Schutzdokument legt den Ablauf fest: Ausbreiten → Fixieren → Rollen → Nachtrocknen → Trocknen → Rösten. Die Parameter stammen aus dem Dokument.

1.  **Ausbreiten (摊青, *tānqīng*):** Bei 15–20 °C wird das Blatt in einer Schicht von 3–10 cm ausgebreitet, bis es 15–30 % Feuchtigkeit verloren hat.
2.  **Fixieren (杀青, *shāqīng*):** Bei 250–300 °C. Fertigstellung: Das Blatt dunkelt nach, der Blattstiel bricht beim Biegen nicht, das Blatt ist weich, leicht klebrig, lässt sich in der Faust zu einem Ball pressen und federt leicht zurück, der Geruch nach rohem Grün weicht dem Teegeruch.
3.  **Rollen (揉捻, *róuniǎn*):** Bis nicht weniger als 95 % des Blattes zu Streifen gerollt sind.
4.  **Nachtrocknen (辉干, so im Dokument, *huīgān*):** Bei 80–90 °C bis zu acht Zehnteln Trockenheit: Die Streifen verdichten sich, die Farbe wird grün mit Glanz.
5.  **Trocknen (烘干, *hōnggān*):** Bei 60–70 °C bis zu einer Feuchtigkeit von höchstens 9 %.
6.  **Rösten (炒茶, *chǎochá*):** Manuell, im Kessel. Beginn bei 50–60 °C, fünf Minuten vor dem Ende Anheben auf 90–100 °C. Feuchtigkeit des fertigen Tees nicht über 5 %.

Laut Zeitung wird der Tee auch heute überwiegend von Hand hergestellt.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Die Beschreibung stammt aus dem Schutzdokument, sofern nicht anders angegeben.

* **Aussehen des trockenen Blattes:** Streifen dicht und gedreht, grün, mit Glanz (条索紧结、卷曲，色泽绿润).
* **Aroma des trockenen Blattes:** Daten finden sich in den ausgewerteten Quellen nicht.
* **Aroma des Aufgusses:** Reich, süß und anhaltend (馥郁，甘香持久).
* **Geschmack:** Kräftig und weich, mit süßem Nachklang (浓醇，回甘).
* **Farbe des Aufgusses:** Laut Dokument orangegelb, klar (橙黄，清亮). Die Zeitung schreibt anders, „grün und klar“ (汤色绿明). Die Abweichung habe ich nicht aufgelöst; maßgeblich ist das Dokument.
* **Teegrund (aufgegossenes Blatt):** Das Dokument beschreibt ihn nicht. Laut Zeitung entfaltet sich das Blatt in der Tasse, und die feinen Knospen stellen sich senkrecht auf.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Physikalisch-chemische Anforderungen des Schutzdokuments:

| Kennwert | Norm |
| :--- | :--- |
| Teepolyphenole | nicht weniger als 25,0 % |
| Wasserlösliche Extraktstoffe | nicht weniger als 37,0 % |

Die Zeitung behauptet, im Xindong-Tee seien mehr Polyphenole, Aminosäuren, Vitamine und Aromastoffe enthalten als in gewöhnlichem grünem Tee, nennt aber weder Zahlen noch Methode. Daten zu Koffein und Aminosäuren finden sich in den ausgewerteten Quellen nicht.

**8. Wohltuende Eigenschaften:**

Geprüfte Daten zur Wirkung gerade dieses Tees gibt es nicht. Die Zeitung zählt volkstümliche Heilmethoden mit diesem Tee auf; bestätigende Untersuchungen habe ich nicht gefunden und gebe sie nicht wieder.

**9. Aufbrühen:**

Übliche Praxis für grünen Tee.

* **Wassertemperatur:** 80–85 °C.
* **Teemenge:** 3 g auf 150 ml.
* **Gefäß:** Glasbecher oder weiße Gaiwan.
* **Vorgang:**
    1. Das Gefäß vorwärmen.
    2. Tee einfüllen und Wasser an der Wandung entlang zugießen.
    3. Erster Aufguss nach 40–60 Sekunden.
    4. Trinken und einen Teil des Aufgusses zurücklassen.
    5. Wasser nachgießen.
    6. Zwei bis drei weitere Aufgüsse.

**10. Aufbewahrung:**

Übliche Praxis. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Am besten innerhalb eines Jahres trinken.

**11. Preis und Fälschungen:**

Preisdaten finden sich in den ausgewerteten Quellen nicht.

* **Wie man Fälschungen vermeidet:**
    * Auf das besondere Zeichen für Produkte mit geografischer Angabe achten.
    * Prüfen, ob der Hersteller aus der Gemeinde Xindong stammt.
    * Trockenes Blatt: dichte, gedrehte, grüne Streifen mit Glanz.
    * Aroma reich und anhaltend, Geschmack kräftig, mit süßem Nachklang.

**12. Interessante Fakten:**

* Xindong Cha und Matu Lücha wurden mit derselben Bekanntmachung von 2014 unter Schutz gestellt, zwei Guangdong-Tees in einer Liste von zweiundzwanzig Produkten.
* Das Rösten im Kessel erfolgt zuletzt, erst nach dem Trocknen, und gegen Ende wird die Hitze fast verdoppelt.
* Das Dokument nennt den Aufguss dieses grünen Tees orangegelb.
* Nach einer Überlieferung, welche die Zeitung wiedergibt, trank in den Guangxu-Jahren (光绪) der Präfekt von Gaozhou auf der Durchreise durch ein Dorf diesen Tee, und sein Bauchschmerz verging. Das ist eine Überlieferung und kein Beleg für eine Wirkung des Tees.

**13. Vergleich mit anderen grünen Tees aus Guangdong:**

* **Matu Lücha ([马图绿茶](https://thetea.app/de/article/matu-lucha)):** Gerösteter grüner Tee aus dem Kreis Fengshun im Nordosten der Provinz; geschützt durch dieselbe Bekanntmachung von 2014.
* **Jiaoling Lücha ([蕉岭绿茶](https://thetea.app/de/article/jiaoling-lucha)):** Grüner Tee aus dem Kreis Jiaoling aus Sorten, die für Oolong üblich sind.
* **Huaiji Lücha ([怀集绿茶](https://thetea.app/de/article/huaiji-lucha)):** Grüner Tee aus dem Nordwesten Guangdongs, am Übergang zu Guangxi und Hunan.
* **Lechang Bai Mao Cha ([乐昌白毛茶](https://thetea.app/de/article/lechang-bai-maocha)):** Grüner Tee aus dem Norden der Provinz aus einer weißflaumigen Sorte.

**Fazit:**

Xindong Cha ist ein grüner Tee einer einzelnen Gemeinde, über den das Dokument mehr sagt als die Presse: lokale Populationssorte, die Spezialsorte fast nur aus Knospen, Fixierung bei 250–300 °C, abschließendes manuelles Rösten, reiches anhaltendes Aroma, kräftiger Geschmack mit süßem Nachklang und ein unerwartet orangegelber Aufguss. Die Familie Deng, Zeilen aus der Chronik und Gedichte des Qing-Dichters stützen sich auf die Wiedergabe der lokalen Zeitung.
