---
title: "Xiàogǎn lóngjiàn chá"
url: https://thetea.app/de/article/xiaogan-longjian-cha
lang: de
updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
---
# Xiàogǎn lóngjiàn chá (孝感龙剑茶)

**Xiaogan Longjian Cha** (*Xiàogǎn lóngjiàn chá*, 孝感龙剑茶) ist ein flacher grüner Tee aus der Pfannenröstung des Stadtbezirks Xiaogan (孝感市) in der Provinz Hubei, aus dem niedrigen Bergland und den Hügeln des Dabie-Gebirges nördlich des Jangtse. Der Name bedeutet „Drachenschwert“, und die Vorschrift beschreibt das Blatt genau so: flach und gerade wie eine Klinge. Die Überlieferung führt den Tee von Xiaogan bis in die Zeit der Ming- und Qing-Dynastie zurück, während Technologen berichten, die Marke sei seit Mitte der 1980er Jahre aus Versuchen mit der Technologie des Xi Hu Long Jing hervorgegangen. Die geografische Angabe für Agrarprodukte besteht seit 2012, das Produkt mit geografischer Angabe seit 2025.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Grüner Tee (绿茶, *lǜchá*) aus der Pfannenröstung (炒青, *chǎoqīng*). Die Vorschrift nennt ihn „工艺绿茶“ – ein geformter grüner Tee mit strengen Anforderungen an die Verarbeitung, in maschineller und manueller Ausführung.
* **Kategorie:** Geografische Angabe für Agrarprodukte (2012, Zeugnis AGI01032); Produkt mit geografischer Angabe (2025).
* **Herkunft:** China, Provinz Hubei (湖北, *Húběi*), Stadtbezirk Xiaogan (孝感, *Xiàogǎn*).
* **Schutzgebiet:** Gemäß Vorschrift und Bekanntmachung Nr. 640 – sechs Kreise, Städte und Bezirke des Stadtbezirks: Dawu (大悟), Xiaochang (孝昌), Xiaonan (孝南), Yingcheng (应城), Anlu (安陆) und Shuangfeng (双峰), und in ihnen sechzehn namentlich genannte Gemeinden und Dörfer – darunter Sanlicheng, Xuanhua, Zhouxiang, Yangdian und Zougang – „und andere“. Im Südosten grenzt das Gebiet an Wuhan, im Norden an Xinyang.
* **Geografische Koordinaten:** 113°19′–114°06′ ö. L., 30°42′–31°29′ n. Br.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Überlieferung.** Laut Vorschrift soll Kaiser Qianlong auf einer Reise in den Süden den Tee von Xiaogan probiert und die Zeile „今日采茶我爱观，吴民生计勤自然“ geschrieben haben. In der Zeile selbst ist vom „Volk von Wu“ (吴民) die Rede und nicht von Xiaogan; warum die Überlieferung sie mit dem lokalen Tee verbindet, erklären die Quellen nicht.
    * **Chronik.** Laut Vorschrift schreibt die Kreischronik (孝感县志) aus dem achten Jahr der Regierungsdevise Guangxu (1882), dass Tee hier bereits seit der Ming-Zeit gepflanzt wurde.
    * **Verse von Cheng Liangshou.** Die Vorschrift führt das Gedicht „Tee kosten in Gucheng’an“ (古城俺试茶) des Einheimischen Cheng Liangshou (程良寿) an, verfasst nach einem Spaziergang und Teetrinken in Gucheng’an am Berg Shuangfengshan: „穿云寻古寺，带露摘新茶“ – „durch Wolken suche ich den alten Tempel, im Tau pflücke ich neuen Tee“. „Seitdem“, so die Vorschrift, gebe es den „unvergleichlichen auf Erden“ (天下一绝) Xiaogan Longjian Cha.
    * **Bericht der Technologen.** Ein Text aus Sicht lokaler Technologen, nachgedruckt von einer Nachschlage-Website zu lokalen Produkten (2023), zeichnet ein anderes Bild. Mitte der 1980er Jahre wurde auf der Teewirtschaft Fenghuangshan (凤凰山茶场) die Technologie des Xi Hu Long Jing erprobt; der manuelle „Xiaogan Longjing“ (孝感[龙井茶](https://thetea.app/de/article/longjing-cha)) schmeckte nicht schlecht, gewann aber bei Provinzwettbewerben keine großen Auszeichnungen. Daraufhin beschlossen die Technologen, nicht die fremde Technologie zu kopieren, sondern auf ihrer Grundlage eine eigene zu entwickeln. Der Auslöser war demselben Text zufolge die Wirtschaft: Bis in die 1990er Jahre stellte der Bezirk überwiegend gewöhnlichen gerösteten grünen Tee her, und dieser verlor gegen eingeführten Yichang-Tee – allein eine manuelle Pflückung in Xiaogan kostete mehr als Yichang-Tee auf dem lokalen Markt; Gärten wurden aufgegeben, mancherorts für Obst- und Getreideanbau gerodet. Weiter, so die Technologen, bewegte sich die Nachfrage vom massenhaft maschinell hergestellten Tee zum manuellen Longjian Cha und danach zu teurem Tee in gemischter, maschineller und manueller Ausführung. Folgt man diesem Bericht, wurde das „Drachenschwert“ nach Mitte der 1980er Jahre entwickelt, während die Überlieferung zu Ming und Qing vom Tee Xiaogans im Allgemeinen spricht.
    * **2012.** Registrierung der geografischen Angabe für Agrarprodukte, Zeugnis AGI01032 – Jahr gemäß Datenbank der Agrarangaben; Inhaber ist die Bezirksstation für landwirtschaftliche Technologieverbreitung (孝感市农业技术推广总站). Bekanntmachung der Registrierung – Nr. 1870 vom 7. Dezember 2012.
    * **2025.** Mit Bekanntmachung Nr. 640 (unterzeichnet am 16. Juli, veröffentlicht am 13. August) hat die Staatliche Behörde für geistiges Eigentum 1409 Produkte mit geografischer Angabe anerkannt; Xiaogan Longjian Cha ist Zeile 745, Antragsteller ist das Zentrum für landwirtschaftliche Technologieverbreitung von Xiaogan.
* **Name:** „Xiaogan“ (孝感) ist der Name des Bezirks; „longjian“ (龙剑) bedeutet „Drachenschwert“. Warum dieser Name gewählt wurde, erklärt die Vorschrift nicht, vergleicht jedoch das trockene Blatt mit einer Klinge (似刀剑).
* **Kulturelle Bedeutung:** Laut Vorschrift gibt es in der Stadt mehrere hundert Teehäuser, und die Teekultur ist mit der Verehrung der Eltern (孝, *xiào*) verwachsen.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorten:** Eine lokale Sorte existiert nicht. Die Vorschrift verlangt robuste, hochwertige und ertragreiche Sorten, die mindestens auf Provinzebene zugelassen sind; heute handelt es sich hauptsächlich um 福鼎大白茶 (*Fúdǐng dàbáichá*), 鄂茶1号 (*Èchá 1*) und 中茶108 (*Zhōngchá 108*).
* **Pflückstandard:** Die Vorschrift teilt die Ernte in Frühjahr und Herbst und verlangt manuelle Pflückung „mit Handhebung“ (提手采): Knospe und Blatt ganz, ohne Schuppen, Früchte und alte Triebe. Laut Bericht der Technologen nimmt man eine Knospe mit einem sich öffnenden Blatt und sortiert violette Knospen, „paarige“ Blätter (对夹叶) und Blattstiele aus.
* **Pflückzeit:** Laut Bericht der Technologen – um das Qingming-Fest (清明).

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Hubei, nordwestlich von Wuhan und nördlich des Jangtse: niedriges Bergland und Hügel des Dabie-Gebirges (大别山).
* **Anbauhöhe:** Im Durchschnitt 380 m (laut Vorschrift).
* **Umgebung:** Nebel, Netz von Bächen; Gärten sind fern von Städten und Industrie. Bewaldungsgrad der Basen – 71–80 %.
* **Böden:** Mächtige gelbbraune Sandlehme (黄棕砂壤土), pH 4,5–6; Gärten werden seit jeher mit Presskuchen und Mist gedüngt, der Boden enthält viel organische Substanz.
* **Klima:** Subtropisch kontinental. Jahresmitteltemperatur – 15,8 °C, Luftfeuchtigkeit – 65–85 %, frostfreie Periode – 260 Tage, Sonnenscheindauer – 1996,7 h, Niederschlag – 1112 mm. Die tägliche Temperaturspanne in den Teegebieten beträgt durchschnittlich 10,6 °C.
* **Größenordnung:** Laut Vorschrift beträgt die Gesamtfläche des Gebiets 8910 km², davon sind 3 Mio. mu für Tee geeignet; Gärten – 370 000 mu, Produktion – 7124 t; das Jahr der Daten ist nicht angegeben.
* **Pflanzung:** Laut Vorschrift wird ein Garten an Hängen bis 15° angelegt: quer zum Hang werden Gräben von 70×60 cm gezogen und in Doppelreihen gepflanzt – weiter Reihenabstand 1,0 m, enger 0,3 m, zwischen den Sträuchern 0,2 m, drei Setzlinge pro Strauch, etwa 5500 Sträucher pro mu. An den Rändern des Gartens und an windigen Stellen werden Schutz- oder Nutzbäume gepflanzt.
* **Agrotechnik:** Zwei Düngungen pro Jahr: 25–30 Tage vor der Ernte und Anfang Oktober – 200 kg Presskuchen und 1500 kg Mist pro mu. Rückschnitt – einmal jährlich nach der Frühjahrsernte. Gegen Schädlinge – Lichtfallen und Biopräparate; von chemischen Mitteln nennt die Vorschrift Imidacloprid gegen Zikaden. Ende Juni wird der Boden mit Stroh gemulcht – etwa 1000 kg pro mu; Fruchtbarkeit und Schwermetalle im Boden werden alle zwei Jahre geprüft. Umwelt, Dünger und Pestizide – gemäß den Branchennormen für „grüne Produkte“ NY/T 391-2000, NY/T 394-2000 und NY/T 393-2000.

**5. Produktionstechnologie:**

Die Vorschrift legt die Kette fest: Pflücken → Auslegen (摊青, *tānqīng*) → Fixierung (杀青, *shāqīng*) → Geraderichten (理条, *lǐtiáo*) → Formgebung (做形, *zuòxíng*) → erste Trocknung → Nachtrocknung im Kessel (辉锅, *huīguō*) → Verlesen → Verpacken. Parameter enthält sie nicht; das manuelle Verfahren – nach dem Bericht der Technologen:

1.  **Auslegen:** Das Blatt wird 3–5 Stunden leicht angewelkt.
2.  **Erster Kessel (青锅):** Etwa 150 °C, je 500 g Blatt; 1–2 Minuten schütteln, dann die Hitze auf 80–90 °C senken und das Blatt führen, bis es weich wird und der grasige Geruch durch ein reines Aroma ersetzt ist. Formgebung bei 80 °C; wenn das Blatt Schwertform angenommen hat und zu etwa sieben Zehnteln getrocknet ist, wird es herausgenommen.
3.  **Ablage:** 30–40 Minuten in dünner Schicht unter weißer Gaze, damit sich die Feuchtigkeit gleichmäßig verteilt.
4.  **Nachtrocknung (辉锅):** Etwa 80 °C, je 300 g Blatt, bis zu einer Feuchtigkeit von etwa 6 %, wenn das Blatt zwischen den Fingern zu Pulver zerrieben werden kann.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Anforderungen der Vorschrift zur Angabe.

* **Erscheinungsbild des trockenen Blattes:** Flach, gerade wie eine Klinge, smaragdgrün, sauber und gleichmäßig (扁平挺直似刀剑，色泽翠绿，干净匀齐).
* **Aroma des trockenen Blattes:** Keine gesonderte Beschreibung in den gefundenen Quellen.
* **Aroma des Aufgusses:** Anhaltend kastanienartig (栗香持久).
* **Geschmack:** Frisch, weich und erfrischend (鲜醇爽口).
* **Farbe des Aufgusses:** Zartgrün, klar und leuchtend (嫩绿清澈明亮).
* **Teeblatt nach dem Aufguss (ausgelaugtes Blatt):** Zartgrün, leuchtend, Knospe mit Blatt öffnen sich als „Blume“ (芽叶成朵).

Im Abschnitt über die Technologie schreibt dieselbe Vorschrift anders: Das Blatt ist grün, mit deutlichem Flaum, das Aroma – zart oder rein (嫩香或清香), nicht kastanienartig. Warum die Beschreibungen voneinander abweichen, erklärt das Dokument nicht.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Physikalisch-chemische Anforderungen der Vorschrift:

| Kennwert | Norm |
| :--- | :--- |
| Aminosäuren | mindestens 2,5 % |
| Extraktstoffe | mindestens 36,0 % |
| Gesamtasche | höchstens 6,5 % |
| Bruch | höchstens 5,0 % |
| Rohfaser | höchstens 14,0 % |
| Feuchtigkeit | höchstens 6,0 % |

Die Vorschrift erwähnt Selen und Zink im Tee ohne Zahlenangaben. Sicherheit – nach der Norm für „grüne Produkte“ NY/T 288-2002. Dies sind Normen, keine Messwerte einer Partie.

**8. Wohltuende Eigenschaften:**

Geprüfte Daten zur Wirkung gerade dieses Tees liegen nicht vor.

**9. Aufguss:**

Übliche Praxis für grünen Tee.

* **Wassertemperatur:** 80–85 °C.
* **Teemenge:** 3 g auf 150 ml.
* **Gefäß:** Glasbecher oder weißes Gaiwan.
* **Ablauf:** Erster Aufguss – nach 40–60 Sekunden; trinken, einen Teil des Aufgusses zurücklassen und nachgießen – zwei bis drei Aufgüsse.

**10. Lagerung:**

Übliche Praxis. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche; innerhalb eines Jahres aufbrauchen.

**11. Preis und Fälschungen:**

Preisangaben fehlen in den gefundenen Quellen.

* **Wie man Fälschungen vermeidet:**
    * Auf das Zeichen der geografischen Angabe zusammen mit dem Produktnamen achten; laut Vorschrift wird es von Produzenten aus dem Gebiet auf Grundlage eines jährlichen Vertrags mit dem Inhaber genutzt.
    * Seit 2025 gibt es auch das Zeichen des Produkts mit geografischer Angabe: Ein Produzent aus dem Gebiet stellt beim Bezirksamt für geistiges Eigentum einen Antrag, die Behörde der Provinz Hubei prüft ihn, die Staatliche Behörde für geistiges Eigentum genehmigt und veröffentlicht ihn.
    * Prüfen, dass der Produzent aus den sechs Kreisen, Städten und Bezirken des Gebiets stammt.
    * Das Blatt – flach, gerade, smaragdgrün.

**12. Interessante Fakten:**

* Laut Bericht der Technologen war der Vorläufer der Marke der manuelle „Xiaogan Longjing“ (孝感龙井茶).
* In der Gemeinde Yangdian innerhalb des Gebiets stellt der Betrieb Chanchuan (浐川茶场) laut einer Nachschlagepublikation von 2024 „浐川龙剑茶“ her; ob dieser zur Angabe gehört, sagen die Quellen nicht.
* Die Vorschrift verbietet dem Inhaber der Angabe, für die Nutzung des Zeichens Gebühren zu erheben.

**13. Vergleich mit anderen Tees:**

* **Xi Hu Long Jing ([西湖龙井](https://thetea.app/de/article/xihu-longjing)):** Flacher Tee aus Hangzhou; laut Bericht der Technologen war seine Technologie der Ausgangspunkt.
* **Xiaochang Fenghuangshan Cha ([孝昌凤凰山茶](https://thetea.app/de/article/xiaochang-fenghuangshan-cha)):** Flacher grüner Tee der Gemeinde Zhouxiang, die innerhalb des Schutzgebiets liegt.
* **Zhouxiang Fenghuang Cha ([周巷凤凰茶](https://thetea.app/de/article/zhouxiang-fenghuang-cha)):** Ein geschützter Name derselben Gemeinde.
* **Dawu Lücha ([大悟绿茶](https://thetea.app/de/article/dawu-lucha)):** Grüner Tee des Kreises Dawu, der ebenfalls zum Gebiet gehört.
* **Xiaogan Hong ([孝感红](https://thetea.app/de/article/xiaogan-hong)):** Roter Tee desselben Bezirks.

**Fazit:**

Xiaogan Longjian Cha ist ein flacher grüner Tee aus Xiaogan, benannt nach dem Blatt, das gerade wie eine Klinge ist. Hinter ihm stehen zwei Geschichten – eine alte über den Tee des Bezirks seit der Ming-Zeit und eine neue über Technologen, die auf der Grundlage des Longjing eine eigene Verarbeitung schufen. Die Vorschrift beschreibt ihn genau: drei Sorten, gelbbraune Sandlehme am Dabie-Gebirge, smaragdgrünes Blatt, kastanienartiges Aroma und zartgrüner Aufguss.
