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title: "Xiāndū sǔnfēng chá"
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updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Xiāndū sǔnfēng chá (仙都笋峰茶)

**Xiāndū Sǔnfēng Chá** (*Xiāndū sǔnfēng chá*, 仙都笋峰茶) — „Tee vom Bambusspross-Gipfel von Xiāndū“, ein flacher grüner Tee aus dem Kreis Jìnyún (缙云县) der bezirksfreien Stadt Lìshuǐ in der Provinz Zhèjiāng. Der Name stammt von dem malerischen Gebiet Xiāndū (仙都) und seiner Felsnadel „Steinerner Bambusspross“ (仙都石笋), der das Blatt nach Beschreibungen ähneln soll. Die heutige Marke wurde laut dem Nachschlagewerk der Tee-Terminologie im Jahr 1984 geschaffen. Im Jahr 2010 wurde der Tee offizieller Tee des Pavillons von Belgien und der Europäischen Union auf der Weltausstellung in Shanghai. Der Name ist als geografisches Zertifizierungszeichen geschützt.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Grüner Tee (绿茶, *lǜchá*). Das Nachschlagewerk der Tee-Terminologie ordnet ihn den grünen Tees mit gemischter Trocknung zu — halb geröstet, halb getrocknet (半烘炒, *bàn hōng chǎo*).
* **Kategorie:** Flacher grüner Tee aus Zhèjiāng; geografisches Zertifizierungszeichen.
* **Herkunft:** China, Provinz Zhèjiāng (浙江, *Zhèjiāng*), bezirksfreie Stadt Lìshuǐ (丽水, *Lìshuǐ*), Kreis Jìnyún (缙云, *Jìnyún*), Berge rund um das malerische Gebiet Xiāndū.
* **Schutz:** Geografisches Zertifizierungszeichen. In dem Registerverzeichnis, auf das sich die Redaktion stützt, ist das Zeichen unter Nr. 9178091 vermerkt; das Registerdokument selbst ließ sich nicht öffnen, daher werden Registrierungsdatum, Zeicheninhaber und Grenzen des Produktionsgebiets hier nicht angegeben.
* **Geografische Koordinaten:** Kreis Jìnyún — etwa 28,7° n. Br. und 120,1° ö. L.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Tee des Kreises vor der Marke.** Das Portal für lokale Produkte führt Gedichtzeilen aus der Sòng-Zeit über Tee an, der zwischen Bambus gepflanzt wurde, sowie einen Eintrag aus der Míng-zeitlichen Sammlung „括苍汇记“ aus der Wànlì-Ära (万历): „缙云物产多茶“ — „unter den Erzeugnissen von Jìnyún ist viel Tee“ — und „缙云贡茶三斤“, drei Jīn Tributtee aus dem Kreis. Aus diesen Aufzeichnungen leitet das Portal mehr als tausend Jahre Geschichte des Xiāndū-Tees ab. Es handelt sich dabei um Aufzeichnungen über Tee des Kreises, nicht über die Marke mit dem heutigen Namen.
    * **1984.** Laut dem Nachschlagewerk der Tee-Terminologie wurde die Marke im Jahr 1984 geschaffen.
    * **2008.** Nach einer Mitteilung der Forstbehörde von Zhèjiāng (Juni 2010) begann der Kreis Jìnyún eine Zusammenarbeit mit dem Teeforschungsinstitut der Chinesischen Akademie der Agrarwissenschaften; erarbeitet wurden drei Standards — für die Umgebung des Gebiets, die Aufzucht von Setzlingen und Agrotechnik sowie die Verarbeitungstechnologie.
    * **Vereinheitlichung der Marken.** Ebendort heißt es, mehr als zehn Teemarken des Kreises seien unter dem einen Namen „仙都笋峰“ zusammengeführt worden.
    * **19. April 2010.** Der Tee wurde in den Pavillon Belgiens und der Europäischen Union auf der Weltausstellung in Shanghai aufgenommen und war offizieller Tee des Pavillons; zur Ausstellung wurden 80 kg geliefert. Die Behörde nennt ihn die erste Teemarke aus Zhèjiāng, die von der Ausstellung einen offiziellen Namen erhalten habe.
* **Name:** „Xiāndū“ (仙都) — „Wohnstätte der Unsterblichen“, Name des malerischen Gebiets; „Sǔnfēng“ (笋峰) — „Spross-Gipfel“, nach der Felsnadel, die die lokale Tradition den „ersten Spross unter dem Himmel“ (天下第一笋) nennt. Einer Überlieferung zufolge, die das Portal für lokale Produkte nacherzählt, verlieh der Táng-Kaiser Xuánzōng (唐玄宗) der Gegend im siebten Jahr der Ära Tiānbǎo (天宝) den Namen „Xiāndū“.
* **Kulturelle Bedeutung:** Dasselbe Portal erzählt eine Legende nach, wonach der Gelbe Kaiser (黄帝) auf der Spitze der Steinsäule ein Elixier zubereitete und nach dessen Vollendung auf einem roten Drachen auffuhr. Mit dieser Legende und einer Aufzählung von Dichtern, die hier weilten, leiten die Beschreibungen die Erzählung über den Tee ein.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorten / Kultivare:** Eine konkrete Teepflanzensorte wird in den gefundenen Quellen nicht genannt. Das populäre Werk „中国茶轻图典“ nennt „gute Sorten des Teestrauchs“ als eine von drei Qualitätsbedingungen — neben Ökologie und Rösthandwerk —, präzisiert aber nicht, welche.
* **Rohmaterial:** Angaben zum Rohmaterial (Knospe mit einem oder zwei Blättern) fehlen in den gefundenen Quellen.
* **Erntezeit:** In den gefundenen Quellen liegen keine Daten vor.

**4. Terroir und Besonderheiten des Anbaus:**

* **Region:** Berge rund um Xiāndū — ein malerisches Gebiet im Süden des zentralen Teils von Zhèjiāng; ein Tourismusportal bezeichnet es als Gebiet der Stufe 4A, das populäre Werk als staatliches malerisches Gebiet. Die Beschreibungen sprechen von einem Ring aus Bergen, Nebel, dichtem Wald und mildem Klima.
* **Anbauhöhe:** Das populäre Werk schreibt, alle Gärten lägen über 500 m und seien ganzjährig von Wolken umhüllt. Eine Notiz der Forstbehörde von 2010 nennt sowohl „Berge über 500 m“ als auch „tiefe Berge über 600 m“.
* **Fläche:** In den gefundenen Quellen liegen keine Daten vor.
* **Besonderheit des Anbaus:** Nach Mitteilung der Behörde (2010) gilt auf den Teebasen ein Fahrverbot für Autos, damit keine Abgase in die Gärten gelangen.
* **Böden:** In den gefundenen Quellen liegen keine Daten vor.

**5. Produktionstechnik:**

Das Nachschlagewerk der Tee-Terminologie gibt ein kurzes Schema dieses Tees:

1.  **Fixierung (杀青, *shāqīng*).**
2.  **Glätten und Formen (理条整形, *lǐtiáo zhěngxíng*):** Das Blatt wird zu geraden Streifen gezogen und erhält eine flache Form.
3.  **Fertigstellung durch Rösten (炒干, *chǎogān*).**

Temperaturen, Dauer der Arbeitsschritte und Anforderungen an das Rohmaterial finden sich in den gefundenen Quellen nicht; der Text des lokalen Technologie-Reglements war nicht auffindbar.

Im Jahr 2010 wurde im Kreis nach Mitteilung der Behörde eine automatische Linie in Betrieb genommen: Ab dem 26. April lief der Probebetrieb; die Linie erzeugte 250 Jīn trockenen Tee in acht Stunden, gegenüber 6–8 Jīn bei manueller Röstung.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

* **Erscheinungsbild des trockenen Blattes:** Flach, gerade und glatt (外形扁平、挺直光滑), zartgrün mit Glanz (色泽嫩绿光润). Das Nachschlagewerk der Tee-Terminologie beschreibt das Blatt etwas anders: gerade, leicht abgeflacht, mit geraden Knospenspitzen. Welche Beschreibung dem Standard näher ist, erklären die Quellen nicht.
* **Aroma des trockenen Blattes:** Eine gesonderte Beschreibung findet sich in den gefundenen Quellen nicht.
* **Aroma des Aufgusses:** Dicht und anhaltend (香气浓郁持久). Das populäre Werk ergänzt eine feine Orchideennote (兰花的幽香); das Nachschlagewerk der Tee-Terminologie schreibt von einem anhaltenden Aroma jungen Blattes (嫩香持久).
* **Geschmack:** Frisch und weich (鲜醇); das populäre Werk — „frisch, weich und voll, mit anhaltender Frische“.
* **Farbe des Aufgusses:** Klar und leuchtend (清澈明亮); laut dem populären Werk — zartgrün.
* **Teegrund (aufgegossenes Blatt):** Beschreibungen finden sich in den gefundenen Quellen nicht.

Die Beschreibungen fassen die Vorzüge des Tees in vier Worten zusammen: 色绿、形美、香高、味鲜 — grüne Farbe, schöne Form, hohes Aroma, frischer Geschmack. Das populäre Werk nennt ihn außerdem widerstandsfähig gegen wiederholte Aufgüsse (耐泡).

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Physikalisch-chemische Daten liegen in den gefundenen Quellen nicht vor. Nach Mitteilung der Behörde (2010) wurde der Tee für die Ausstellung auf eine Liste der Europäischen Union von 227 Pestiziden geprüft; das Ergebnis beschrieb die Behörde als „nahezu null Rückstände“.

**8. Wohltuende Eigenschaften:**

Geprüfte Daten zur Wirkung gerade dieses Tees gibt es nicht.

**9. Zubereitung:**

Übliche Praxis für grünen Tee.

* **Wassertemperatur:** 80 °C — so empfiehlt es auch das populäre Werk „中国茶轻图典“.
* **Teemenge:** 3 g auf 150 ml.
* **Gefäß:** Glasbecher — darin zeigt sich die flache, gerade Form des Blattes.
* **Vorgang:**
    1. Den Becher vorwärmen.
    2. Den Tee einfüllen und Wasser an der Wandung entlang bis etwa sieben Zehntel der Höhe eingießen.
    3. Erster Aufguss — nach etwa einer Minute, wie es das populäre Werk empfiehlt.
    4. Trinken, dabei einen Teil des Aufgusses zurücklassen.
    5. Wasser nachgießen.
    6. Zwei bis drei wiederholte Aufgüsse.

**10. Lagerung:**

Übliche Praxis. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Am besten innerhalb eines Jahres trinken.

**11. Preis und Fälschungen:**

Nach Mitteilung der Behörde gingen von den 80 kg, die zur Ausstellung 2010 geliefert wurden, 50 kg als Geschenk an Gäste des Pavillons, 30 kg in den Verkauf zu 220 Yuán pro 50 g. Neuere Preisdaten finden sich in den gefundenen Quellen nicht. Hauptabsatzmärkte sind laut dem Nachschlagewerk der Tee-Terminologie Sūzhōu, Shànghǎi und Hángzhōu.

* **Sorten:** Das Nachschlagewerk der Tee-Terminologie unterscheidet drei Sorten: höchste (特级), erste (一级) und zweite (二级).
* **Wie man Fälschungen vermeidet:**
    * Das Zeichen für geografische Angabe und den direkten Hinweis auf den Kreis Jìnyún suchen.
    * Das Blatt — flach, gerade, glatt, zartgrün mit Glanz; der Aufguss — klar und leuchtend.
    * Daran denken, dass Marktbeschreibungen manchmal ungenau sind: Ein Portal für lokale Produkte ordnet den Tee Húzhōu zu, obwohl alle übrigen Quellen ihn mit Jìnyún im Bezirk Lìshuǐ verbinden.
    * Veröffentlichte Methoden zur Echtheitsprüfung finden sich in den gefundenen Quellen nicht.

**12. Interessante Fakten:**

* Das populäre Werk schreibt, der Tee sei „wiederholt als Tributtee bestimmt worden“ (屡被钦定为贡茶); mit dem Entstehungsjahr der Marke 1984 passt das nicht zusammen, und Belege für einen solchen Status finden sich in den gefundenen Quellen nicht. Der Míng-zeitliche Eintrag über Tributtee bezieht sich auf den Kreis, nicht auf die Marke.
* Nach Mitteilung der Behörde röstete die automatische Linie von 2010 pro Schicht um ein Vielfaches mehr Tee als ein Meister von Hand.

**13. Vergleich mit anderen Tees des Bezirks Lìshuǐ:**

* **Jìnyún Huángchá ([缙云黄茶](https://thetea.app/de/article/jinyun-huangcha)):** Tee aus demselben Kreis, jedoch aus der gelbblättrigen Sorte 中黄2号; beim Xiāndū Sǔnfēng Chá wird die Sorte in den Quellen nicht genannt, der Schwerpunkt liegt auf der flachen Form.
* **Sōngyáng Yín Hóu ([松阳银猴](https://thetea.app/de/article/songyang-yin-hou)):** Grüner Tee aus dem Kreis Sōngyáng desselben Bezirks, von anderer Form — „Silberner Affe“.
* **Huìmíngchá ([惠明茶](https://thetea.app/de/article/huimingcha)):** Historischer grüner Tee aus dem Kreis Jǐngníng desselben Bezirks.
* **Xī Hú Lóngjǐng ([西湖龙井](https://thetea.app/de/article/xihu-longjing)):** Der bekannteste flache grüne Tee aus Zhèjiāng — zum Vergleich der Blattform.

**Fazit:**

Xiāndū Sǔnfēng Chá ist eine junge Marke eines alten Teekreises: 1984 geschaffen, vereinte sie 2010 mehr als zehn lokale Namen und gelangte in den EU-Pavillon der Shanghaier Ausstellung. Das flache, gerade, zartgrüne Blatt mit Glanz, das dichte anhaltende Aroma und der frische weiche Geschmack werden durchgängig beschrieben. Teepflanzensorte, Parameter der Technologie und der Text des lokalen Standards waren in offenen Quellen nicht auffindbar.
