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title: "Tónglú xuěshuǐ yúnlǜ chá"
url: https://thetea.app/de/article/tonglu-xueshui-yunlu-cha
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updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Tónglú xuěshuǐ yúnlǜ chá (桐庐雪水云绿茶)

**Tonglu Xueshui Yunlü Cha** (*Tónglú xuěshuǐ yúnlǜ chá*, 桐庐雪水云绿茶) — ein grüner Tee aus einzelnen Knospen aus dem Kreis Tonglu (桐庐县) des stadtunmittelbaren Bezirks Hangzhou, Provinz Zhejiang. „Schneewasser“ im Namen ist ein Toponym, der Gebirgskamm Xueshuiling (雪水岭) in der Gemeinde Xinhe, „Wolkengrün“ ein Bild der nebelverhangenen Berge. Der Tee wurde 1987 geschaffen. Die Produktanforderungen beschreiben ihn als „einzelne Knospe von nadelartiger Form“: Die Knospen werden in allen Stufen in gleichmäßigen Reihen gehalten, und im Glas richten sie sich senkrecht auf. Der Name ist als landwirtschaftliche geografische Angabe geschützt, seit 2025 auch als Produkt mit geografischer Angabe.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Grüner Tee (绿茶, *lǜchá*). Die Klasse wird durch die Technologie aus den Produktanforderungen bestimmt: Fixierung in der Trommel, Trocknung und Formgebung, ohne Schwitzen und Oxidation. Das Zeichen „绿“ im Klassennamen beweist dies nicht: Es gehört zur bildhaften Verbindung 云绿, „Wolkengrün“.
* **Kategorie:** Nadelartiger grüner Tee aus einzelnen Knospen; einer der namentragenden Tees des Bezirks Hangzhou.
* **Herkunft:** China, Provinz Zhejiang (浙江, *Zhèjiāng*), stadtunmittelbarer Bezirk Hangzhou (杭州, *Hángzhōu*), Kreis Tonglu (桐庐, *Tónglú*). Hauptgebiet — Gemeinde Xinhe (新合乡).
* **Schutzgebiet:** Neun Gemeinden und Großgemeinden des Kreises: Xinhe (新合), Zhongshan (钟山), Baijiang (百江), Hecun (合村), Fenshui (分水), Yaolin (瑶琳), Hengcun (横村), Fuchunjiang (富春江) und Fengchuan (im Dokument geschrieben 风川), darin 59 Dörfer. Antragsteller — Teeindustrieverband des Kreises Tonglu (桐庐县茶叶产业协会).
* **Geografische Koordinaten:** Grenzen des Gebiets — 119°10′–119°58′ ö. L. und 29°35′–30°05′ n. Br.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Tang.** Im „Klassiker des Tees“ (茶经, *Chájīng*) von Lu Yu heißt es, der Tee des Bezirks Muzhou wachse in den Bergtälern des Kreises Tonglu. Dies ist ein Zeugnis über den Tee des Kreises allgemein, nicht über den heutigen Xueshui Yunlü.
    * **Song.** Lokale Quellen verweisen auf die „Aufzeichnungen aus dem Studio der sechs Tuschesteine“ (六研斋笔记) von Li Rihua aus der Ming-Zeit: Angeblich ging der hiesige Tee schon zur Song-Zeit als Tribut ein. Nachschlagewerke schreiben ihm auch eine Medaille der Weltausstellung 1915 zu. Bisweilen wird dies direkt über „Xueshui Yunlü“ geschrieben, doch der Name erschien erst 1987, daher kann es sich nur um den Tee des Kreises handeln; Primärquellen habe ich nicht gesehen.
    * **1987.** Der Tee wurde in seiner heutigen Form geschaffen.
    * **1991.** Auszeichnung „berühmter Tee der Kultur“ (文化名茶) auf dem Chinesischen Internationalen Teekulturfestival in Hangzhou.
    * **2011–2012.** Laut Referenzbeschreibung genehmigte das Landwirtschaftsministerium am 20. Dezember 2011 die Registrierung der landwirtschaftlichen geografischen Angabe (Nummer AGI00776); das Zertifikat wurde laut Branchenzeitschrift 2012 erhalten. Daher kommen in den Quellen beide Jahreszahlen vor.
    * **2025.** Die Staatliche Verwaltung für geistiges Eigentum erkannte mit Bekanntmachung Nr. 640 Tonglu Xueshui Yunlü Cha als Produkt mit geografischer Angabe an und bestätigte die Anforderungen daran.
* **Name:**
    * „Tonglu“ (桐庐) — Name des Kreises; „Xueshui“ (雪水, *xuěshuǐ*) — „Schneewasser“, vom Gebirgskamm Xueshuiling.
    * „Yunlü“ (云绿, *yúnlǜ*) — „Wolkengrün“: Laut lokalen Quellen wurde der Name vergeben, weil die Gärten am Xueshuiling und am Berg Tiantangshan hoch liegen, in häufigem Nebel und Kühle.
* **Kulturelle Bedeutung:** Namentragender Tee des Kreises Tonglu; die lokale Presse nennt ihn „Ahnherr der nadelartigen Tees“ (针形茶鼻祖). Die Produktanforderungen heben besonders seine Anschaulichkeit hervor: Aufgebrühte Knospen „stehen in der Schale aufrecht und anmutig“ (婷婷玉立).

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorten / Kultivare:** Die Anforderungen nennen als Hauptsorten Jiukeng (鸠坑, *Jiūkēng*), Zhenong 117 (浙农117, *Zhènóng 117*) und Longjing changye (龙井长叶, *Lóngjǐng chángyè*), mit dem Zusatz „und andere“. Referenzbeschreibungen nennen als geeignet auch andere Sorten — Fuding dabaicha (福鼎大白茶), Yingshuang (迎霜), Wuniu zao ([乌牛早](https://thetea.app/de/article/wuniu-zao)), Longjing 43 (龙井43); die lokale Presse von 2017 schreibt, in der Gemeinde Xinhe werde er hauptsächlich aus Wuniu zao und Zaofengchun (早逢春) hergestellt.
* **Pflückung:** Frühjahr. Die lokale Presse von 2017 schreibt, in Xinhe beginne die Pflückung um das Qingming-Fest (Anfang April) und ende um Lixia (Anfang Mai); in einzelnen Jahren wurde über die erste Pflückung bereits im März berichtet.
* **Pflückstandard:** Nur einzelne Knospe — gleichmäßig, sauber und frisch. Gepflückt wird mit „Heben der Hand“ (提手采), gelegt in saubere geflochtene Körbchen. Die Anforderungen teilen das frische Rohmaterial in drei Grade: In allen — ganze Knospen ohne Schuppen, „Fischblättchen“ und Krankheitsspuren; in der ersten sind sie zudem fest, in der zweiten sind violette Knospen ausgeschlossen, in der dritten sind leicht hohle erlaubt.
* **Anforderungen an das Rohmaterial:** Die Beschreibung der landwirtschaftlichen geografischen Angabe nennt etwa hunderttausend Knospen pro Kilogramm trockenen Tee. Die Kreispresse gibt etwa vier Jin frische Knospen und etwa 26 Tausend Knospen pro Jin trockenen Tee an — also etwa halb so viele Knospen pro Gewichtseinheit. Die Abweichung habe ich nicht aufgelöst.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Laut Beschreibung der landwirtschaftlichen geografischen Angabe liegt der Kreis in der Zone der niedrigen und mittleren Berge und Hügel im Nordwesten Zhejiangs, an den Ufern der Flüsse Fuchunjiang und Fenshuijiang (分水江). Hauptgärten — in der Gemeinde Xinhe, am Bach Huyuanxi (壶源溪), am Gebirgskamm Xueshuiling und am Berg Tiantangshan (天堂山).
* **Anbauhöhe:** Die Anforderungen sprechen von Berg- und Vorgebirgslagen ohne Zahlen. Laut Referenzbeschreibungen liegen die Hauptgipfel des Massivs bei Xinhe — Longxianding (龙涎顶) und Shansanjian (山桑尖) — über 900 m. Höhen der Gärten selbst sind in den gefundenen Quellen nicht angegeben.
* **Böden:** Gelberden, sandige Lehme und mittlere Lehme — tief, fruchtbar, organikreich, Wasser und Luft gut haltend. Mächtigkeit der Schicht — über 70 cm, pH 4,5–6,5.
* **Klima:** Laut Beschreibung der landwirtschaftlichen geografischen Angabe — südlicher Rand des subtropischen Monsungürtels: mittlere Jahrestemperatur des Kreises 17 °C, etwa 1452 mm Niederschlag, etwa 1990 Sonnenstunden, 250 frostfreie Tage, relative Luftfeuchtigkeit 80 %. Für die Berggemeinde Xinhe nennt die lokale Presse eine mittlere Temperatur von etwa 15 °C und häufigen Nebel.
* **Umfang:** Laut Beschreibung der landwirtschaftlichen geografischen Angabe waren 2011 mit diesem Tee 3334 ha bepflanzt, die Produktion betrug 400 t.

**5. Produktionstechnologie:**

Die Hauptbesonderheit ist laut Beschreibung der landwirtschaftlichen geografischen Angabe die „Nadelformung aus der Knospe“ (芽针做形, *yá zhēn zuò xíng*): Bei der Fixierung werden die Knospen in gleichmäßigen Reihen ohne Druck gehalten, bei der ersten Trocknung und Formgebung — in gleichmäßigen Reihen mit leichtem Druck, damit das trockene Blatt gerade wie eine Nadel wird. Die Produktanforderungen geben die Kette und Parameter vor:

1.  **Welken (摊青, *tānqīng*):** Die Knospen werden in einer Schicht von höchstens 2 cm auf sauberen runden Horden ausgelegt, 6–12 Stunden, vorsichtig gewendet. Bereitschaft — die Knospen sind weich, der Glanz ist stumpf geworden, ein reiner Duft ist erschienen.
2.  **Fixierung (杀青, *shāqīng*):** In der Trommel, erhitzt auf 250 °C, in Portionen von etwa 40 g, mit Luftstrom am Ausgang. Die Farbe wechselt von smaragdgrün zu dunkelgrün, der grasige Geruch verschwindet. Die Anforderungen warnen: Das fixierte Blatt darf nicht im Haufen gelassen werden, sonst „vergilbt es durch Schwitzen“ und verdirbt.
3.  **Erste Trocknung mit Ausrichten (初焙理条, *chūbèi lǐtiáo*):** In der Maschine zum Trocknen und Ausrichten, mit Heißluft von 125–150 °C, 8–10 Minuten; das Blatt verliert etwa 30 % der Masse und wird etwa zu sechs Zehnteln trocken.
4.  **Formgebung (整形, *zhěngxíng*):** In der Rinnenmaschine bei 90 °C, je 50–70 g pro Rinne, 4–5 Minuten, bis die Knospen gerade sind; danach Abkühlung.
5.  **Nachtrocknung (复焙, *fùbèi*):** Mit Heißluft von 85–90 °C etwa 20 Minuten, bis zu neun Zehnteln Trockenheit.
6.  **Erhitzen im Kessel für das Aroma (辉锅提香, *huīguō tíxiāng*):** Je 250 g, bei 60–70 °C etwa 10 Minuten; vor der Entnahme wird der Kessel auf 85 °C erhitzt, damit der Flaum hervortritt und das Aroma steigt. Feuchtigkeit des fertigen Tees — unter 6 %.
7.  **Sortierung (分级, *fēnjí*).**

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

* **Erscheinungsbild des trockenen Blattes:** Einzelne Knospe von nadelartiger Form, zartgrün (外形单芽针形，色泽嫩绿). Referenzbeschreibungen ergänzen: gerade, dicht, leicht abgeflacht, mit sichtbarer Spitze (紧直略扁、芽锋显露).
* **Aroma des trockenen Blattes:** Beschreibungen in den gefundenen Quellen fehlen.
* **Aroma des Aufgusses:** Rein und anhaltend (清香持久).
* **Geschmack:** Frisch und belebend, mit süßem Nachklang (鲜爽回甘).
* **Farbe des Aufgusses:** Klar und leuchtend (清澈明亮).
* **Teegrund (aufgegossenes Blatt):** Zartgrün und ganz (嫩绿完整); in der Schale stehen die Knospen aufrecht und senkrecht.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Die Produktanforderungen sagen, der Tee sei reich an Polyphenolen und Aminosäuren, und legen Schwellenwerte fest:

| Kennzahl | Anforderung |
| :--- | :--- |
| Feuchtigkeit | nicht mehr als 6,5 % |
| Gesamtasche | nicht mehr als 6,5 % |
| Rohfaser | nicht mehr als 12 % |
| Aminosäuren | nicht weniger als 2,0 % |
| Extrakte | nicht weniger als 36 % |

Dies sind Zulassungsschwellen, keine gemessene Zusammensetzung. Daten zu Catechinen und Coffein fehlen.

**8. Wohltuende Eigenschaften:**

Geprüfte Daten über die Wirkung genau dieses Tees fehlen.

**9. Aufbrühen:**

Praxis der Klasse für zarten grünen Knospentee.

* **Wassertemperatur:** 80 °C.
* **Teemenge:** 3 g auf 150 ml.
* **Gefäß:** Hohes Glasgefäß — darin ist sichtbar, wie die Knospen sich senkrecht aufrichten.
* **Vorgang:**
    1. Das Glas vorwärmen.
    2. Wenig Wasser einfüllen, Tee hineingeben, die Knospen benetzen lassen.
    3. Wasser an der Wand entlang bis zu zwei Dritteln des Glases nachgießen.
    4. Nach 1–2 Minuten trinken, wenn die Knospen aufgerichtet sind.
    5. Ein Drittel des Aufgusses zurücklassen und Wasser nachgießen; zwei bis drei wiederholte Aufgüsse.

**10. Lagerung:**

Praxis der Klasse. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Vor dem Öffnen den Beutel auf Zimmertemperatur erwärmen lassen. Am besten innerhalb eines Jahres trinken.

**11. Preis und Fälschungen:**

Preisdaten in den gefundenen Quellen fehlen.

* **Wie Fälschungen vermeiden:**
    * Das Zeichen der geografischen Angabe prüfen und dass der Hersteller im Kreis Tonglu liegt.
    * Trockenes Blatt — nur Knospen von nadelartiger Form, zartgrün; entfaltete Blätter entsprechen den Anforderungen nicht.
    * Im Glas richten sich die Knospen senkrecht auf, der Aufguss ist klar und leuchtend, das Aroma rein.

**12. Interessante Fakten:**

* Der Name des Tees ist ein Toponym: „Schneewasser“ ist der Gebirgskamm Xueshuiling in der Gemeinde Xinhe.
* Der Kreis Tonglu ist bereits im „Klassiker des Tees“ von Lu Yu erwähnt — als Ort, an dem der Tee des Bezirks Muzhou wächst.
* Zum Schutzgebiet gehört die Großgemeinde Fuchunjiang, am Fluss Fuchunjiang; dessen Ufer sind auf der berühmten Schriftrolle von Huang Gongwang „Wohnsitz in den Fuchun-Bergen“ (富春山居图) dargestellt.
* Eine andere Großgemeinde des Gebiets, Yaolin, ist bekannt für ihre Karsthöhle.

**13. Vergleich mit anderen Tees des Bezirks Hangzhou:**

* **Xi Hu Long Jing ([西湖龙井](https://thetea.app/de/article/xihu-longjing)):** Flacher grüner Tee aus Hangzhou, das Blatt wird im Kessel zu einer glatten Platte gepresst; Xueshui Yunlü hat dagegen eine einzelne Knospe von nadelartiger Form.
* **Jing Shan Cha ([径山茶](https://thetea.app/de/article/jing-shancha)):** Gerollter grüner Tee vom Berg Jingshan im Norden des Bezirks, mit anderer Formgebungsschule.
* **Qiandao Yu Ye ([千岛玉叶](https://thetea.app/de/article/qiandao-yu-ye)):** Grüner Tee des benachbarten Kreises Chun’an, am Qiandao-Speichersee.

**Zum Abschluss:**

Tonglu Xueshui Yunlü Cha — ein junger Name auf altem Teeland: Der Kreis ist bereits von Lu Yu erwähnt, der Tee selbst wurde 1987 geschaffen. Die Anforderungen an ihn sind ungewöhnlich detailliert — von der Schichtdicke beim Welken bis zur Kesseltemperatur in den letzten Minuten —, und alles ist einem Ziel untergeordnet: Die einzelne Knospe soll eine gerade Nadel bleiben. In der Schale ist das sofort sichtbar: Zartgrüne Knospen richten sich senkrecht auf, der Aufguss ist klar, das Aroma rein und anhaltend, der Geschmack frisch mit süßem Nachklang.
