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title: "Tàimǔshān lǜxuěyá chá"
url: https://thetea.app/de/article/taimushan-luxueya-cha
lang: de
updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Tàimǔshān lǜxuěyá chá (太姥山绿雪芽茶)

**Taimushan Lüxueya Cha** (*Tàimǔshān lǜxuěyá chá*, 太姥山绿雪芽茶) ist eine geschützte Teebezeichnung vom Berg Taimushan im Kreis Fuding (福鼎市) des Bezirks Ningde in der Provinz Fujian. „Lüxueya“ (绿雪芽) bedeutet „grüne Schneeknospen“: So wird ein alter Teestrauch bei der Höhle Hongxue am Taimushan genannt, den die lokale Tradition als Stammvater der Sorte Fuding Dabaicha (福鼎大白茶) betrachtet, einer der Hauptsorten des Fudinger weißen Tees. Der Name steht seit 2004 unter Schutz (Bekanntmachung AQSIQ Nr. 14); die Teeklasse darunter ist nicht festgelegt. Die Quellen bezeichnen ihn mal als grünen, mal als weißen Tee.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Nicht festgelegt. Das Verzeichnis der geschützten Produkte Fujians nennt keine Klasse, den Text der Bekanntmachung von 2004 habe ich nicht gesehen. Die enzyklopädische Angabe widerspricht sich selbst: Im Text wird Lüxueya als Vertreter des elitären grünen Tees Fujians bezeichnet, in der Kurzbeschreibung dem weißen Tee zugeordnet. Publikationen aus Fuding schreiben vom weißen Tee Lüxueya. Das „Grün“ im Namen entscheidet den Streit nicht: „绿雪芽“ ist ein poetischer Name des Strauchs, keine Klasse.
* **Kategorie:** Herkunftsbezeichnung mit Schutz (2004), verbunden mit dem historischen Strauch am Taimushan.
* **Herkunft:** China, Provinz Fujian (福建, *Fújiàn*), bezirksfreie Stadt Ningde (宁德, *Níngdé*), Kreis Fuding (福鼎, *Fúdǐng*), Berg Taimushan (太姥山, *Tàimǔshān*).
* **Schutzzone:** Im Verzeichnis ist der Eintrag Fuding zugeordnet, in der Spalte des Zeichenanmelders steht das Amt für geistiges Eigentum von Fuding. Die rechtliche Grenze der Zone habe ich nicht geprüft.
* **Geografische Koordinaten:** Der Berg Taimushan liegt bei etwa 27° n. Br. und 120° ö. L.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Überlieferung.** Einer lokalen Legende zufolge, die die „Fujian Ribao“ (2022) nacherzählt, lebte vor viertausend Jahren am Taimushan Lan-gu (蓝姑): Sie zog Tee und heilte damit Menschen. In Fuding nennt man sie „Taimu-nainai“ (太姥奶奶). Eine andere Darstellung der Überlieferung („Ningde Wang“, 2026) sagt, den Strauch Lüxueya habe Taimu-niangniang (太姥娘娘), die Ahnmutter des weißen Tees, eigenhändig gepflanzt.
    * **Alte Texte.** Eine Sekundärpublikation (2019) zitiert das Ming-zeitliche Werk „Guangyu ji“ (广舆记) von Lu Yingyang: „福宁州太姥山出茶，名绿雪芽“ — „der Berg Taimushan im Gebiet Funing bringt Tee hervor, genannt Lüxueya“. Sie führt außerdem eine Zeile aus der „Vollständigen Beschreibung des Berges Taimushan“ (太姥山全志) an: „绿雪芽，今呼白毫，香色俱绝，而尤以鸿雪洞产者为最“ — „Lüxueya heißt heute Baihao; Aroma und Farbe sind vorzüglich, am besten jedoch ist der von der Höhle Hongxue“. Eine Publikation der Behörden von Fuding (2022) bringt beide Zeilen mit abweichenden Lesarten und nennt als Autor der „Vollständigen Beschreibung“ Zhuo Jianzhou (卓剑舟), republikanische Epoche. Die Ausgaben selbst habe ich nicht gesehen. 白毫 (*báiháo*) — „weißer Flaum“; ob es sich um weißen Tee im heutigen Sinne handelte, ist nicht ersichtlich.
    * **„Tee-Kanon“.** Im „Tee-Kanon“ (茶经, *Chájīng*) ist eine Zeile aus dem „Yongjia tujing“ (永嘉图经) angeführt: „永嘉县东三百里有白茶山“ — „dreihundert Li östlich des Kreises Yongjia liegt der Berg Baichashan“. Lokale Autoren identifizieren ihn mit dem Taimushan. Das ist eine Deutung, keine Tatsache.
    * **2000.** Einer Sekundärpublikation zufolge errichtete die Regierung von Fuding im November 2000 am Taimushan eine Stele und bezeichnete den Strauch als Stammvater der Sorte Fuding Dabaicha.
    * **2004.** Laut enzyklopädischer Angabe wurde der Strauch Lüxueya in das Provinzregister der geschützten alten und berühmten Bäume aufgenommen. Im selben Jahr wurde der Name „太姥山绿雪芽茶“ durch die Bekanntmachung AQSIQ Nr. 14 unter Schutz gestellt; im Verzeichnis steht beim Eintrag das Datum 4. Februar 2004 und der Vermerk „Ursprungsprodukt“ (原产地产品).
    * **2005.** Durch die Bekanntmachung AQSIQ Nr. 8 von 2005 wurde ein weiterer Name mit Lüxueya in das Verzeichnis aufgenommen — „福鼎太姥绿雪芽“ (*Fúdǐng Tàimǔ lǜxuěyá*), zusammen mit 福鼎[白毫银针](https://thetea.app/de/article/baihao-yinzhen), 福鼎[白琳工夫](https://thetea.app/de/article/bai-lin-gongfu) und 福鼎大白茶. Wie sich die beiden Einträge rechtlich zueinander verhalten, ist aus dem Verzeichnis nicht zu erkennen.
* **Name:** 太姥 — ehrerbietige „große Großmutter“, Name der Heldin der Überlieferung; 山 — „Berg“; 绿雪芽 — „grüne Schneeknospen“. Laut „Ningde Wang“ (2026) sind die Knospen des Strauchs im Frühjahr dick, dicht mit weißem Flaum bedeckt, weiß wie Silber und ähneln grünem Schnee — daher der Name.
* **Kulturelle Bedeutung:** Die „Fujian Ribao“ nennt den Strauch den ursprünglichen Mutterstrauch des Fudinger weißen Tees, „Ningde Wang“ ein „lebendes Fossil“, einen Zeugen der Geschichte des weißen Tees.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Historischer Strauch:** Alter Strauch „绿雪芽“ bei der Höhle Hongxue (鸿雪洞, *Hóngxuě dòng*): Die „Fujian Ribao“ verortet ihn oberhalb der Höhle, „Ningde Wang“ an ihrem Eingang. Das Alter wird allgemein angegeben — „Hunderte von Jahren“, „hundert Jahre“; eine genaue Zahl gibt es nicht.
* **Verbindung zur Sorte:** Die lokale Tradition betrachtet den Strauch als Stammvater der Sorte Fuding Dabaicha (福鼎大白茶, *Fúdǐng dàbáichá*). Eine genetische Bestätigung gibt es in den gefundenen Quellen nicht.
* **Sorte, Rohmaterial und Ernte des geschützten Produkts:** In den gefundenen Quellen liegen keine Daten vor.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Küste des Ostchinesischen Meeres; laut „Fujian Ribao“ und „Ningde Wang“ ist der Berg auf drei Seiten dem Meer zugewandt.
* **Höhe:** Höchster Punkt des Berges ist der Gipfel Fudingfeng (福鼎峰), 917,3 m. Nach einer Mitteilung des Kreises (2025) hieß der Gipfel zuvor 复鼎峰. Die enzyklopädische Angabe verortet die Gärten des Lüxueya auf 400–800 m, vermischt aber den Strauch mit der gleichnamigen Marke — an das geschützte Produkt ist die Zahl nicht gebunden.
* **Klima:** Laut Sekundärpublikation — sonnig, regnerisch, ganzjährig Nebel; Zahlen gibt es keine.
* **Böden:** Laut „Fujian Ribao“ ergeben verwitterte Gesteine in den Bergen Fudings leicht saure rot-gelbe Böden; Daten speziell zu den Gärten des Lüxueya gibt es nicht.

**5. Herstellungstechnologie:**

Die Technologie dieses Tees ist in den gefundenen Quellen nicht vorhanden, und sie hängt von der Klasse ab. Unten stehen allgemeine Schemata der beiden Klassen, zwischen denen die Quellen schwanken, keine Beschreibung dieses Tees.

* **Allgemeines Schema grüner Tee:** Ausbreiten des Blattes (摊放, *tānfàng*), Fixierung (杀青, *shāqīng*), Rollen (揉捻, *róuniǎn*), Trocknen (干燥, *gānzào*).
* **Allgemeines Schema weißer Tee:** langes Welken (萎凋, *wěidiāo*) ohne Fixierung und Rollen, danach Trocknen.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Ein Dokument mit Anforderungen an das Erscheinungsbild habe ich nicht gesehen. Unten steht die Beschreibung, die Publikationen über Lüxueya als weißen Tee wiederholen; im Wortlaut weichen sie voneinander ab, hier ist nur das geblieben, was sich abgleichen ließ. Wenn der Tee grün ist, passt diese Beschreibung nicht zu ihm.

* **Erscheinungsbild des trockenen Blattes:** Knospen dick, vollständig mit weißem Flaum bedeckt, Flaum glänzend, silbrig-weiß, Blatt locker und weich (毫芽肥壮、满披白毫、茸毛莹亮银白、疏松柔软).
* **Aroma des trockenen Blattes:** In den gefundenen Quellen keine Daten.
* **Aroma des Aufgusses:** ausgeprägtes Flaumaroma (毫香显著).
* **Geschmack:** frisch, belebend, rein, mit Süße (滋味鲜爽清甘).
* **Farbe des Aufgusses:** helles Aprikosengelb (浅杏黄).
* **Teegrund (aufgegossenes Blatt):** In den gefundenen Quellen keine Daten.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Physikalisch-chemische Daten liegen in den gefundenen Quellen nicht vor.

**8. Nützliche Eigenschaften:**

Geprüfte Daten zur Wirkung gerade dieses Tees gibt es nicht. Die alte Beschreibung des Berges, die lokale Publikationen zitieren, schrieb Lüxueya Heilkraft zu; das ist ein Zeugnis seiner Epoche, keine geprüfte Eigenschaft.

**9. Zubereitung:**

Praxis der Klasse — die Parameter hängen davon ab, ob grüner oder weißer Tee in der Hand liegt.

* **Grüner:** 80–85 °C, 3 g auf 150 ml, Glasbecher oder weißer Gaiwan. Erster Aufguss 40–60 Sekunden, danach zwei bis drei weitere Aufgüsse.
* **Weißer Knospentee:** 85–90 °C, 3–5 g auf 150 ml, Gaiwan oder Glasbecher. Erster Aufguss 1–2 Minuten, danach die Zeit verlängern; vier bis sechs Aufgüsse.
* **Vorgang:** Gefäß vorwärmen, Tee einfüllen, Wasser an der Wandung entlang eingießen, ersten Aufguss abwarten, weitere Aufgüsse mit verlängerter Zeit wiederholen.

**10. Lagerung:**

Praxis der Klasse. Grüner Tee — in luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Gerüche; innerhalb eines Jahres aufbrauchen. Weißer Tee — in dichter Verpackung, an trockenem, kühlem, dunklem Ort, ohne Gerüche.

**11. Preis und Fälschungen:**

Daten zu Preisen liegen in den gefundenen Quellen nicht vor; Auktionszahlen aus der Presse sind nicht an das geschützte Produkt gebunden.

* **Wie man Fälschungen vermeidet:**
    * Den Namen auf der Verpackung abgleichen: Im Verzeichnis Fujians stehen nebeneinander „太姥山绿雪芽茶“ (2004), „福鼎太姥绿雪芽“ (2005) und „[福鼎绿茶](https://thetea.app/de/article/fuding-lucha)“ (2004) — das sind verschiedene Einträge.
    * Dem Verzeichnis zufolge gibt es beim Eintrag von 2004 keinen Vermerk über ein spezielles Zeichen; ein Zeichen auf der Packung sollte man anhand des Verzeichnisses prüfen und nicht einfach glauben.
    * Prüfen, dass der Hersteller aus Fuding stammt.
    * „绿雪芽“ ist außerdem eine Handelsmarke für weißen Tee eines Fudinger Unternehmens; die Marke allein beweist keine geschützte Herkunft.

**12. Interessante Fakten:**

* Mit derselben Bekanntmachung von 2004 wurden zusammen mit Lüxueya der grüne Tee von Fuding (福鼎绿茶) und die Pampelmuse von Fuding (福鼎四季柚) unter Schutz gestellt.
* Der weiße Tee von Fuding ([福鼎白茶](https://thetea.app/de/article/fuding-baicha)) erhielt dem Verzeichnis zufolge erst durch die Bekanntmachung Nr. 32 von 2009 eigenen Schutz — fünf Jahre nach Lüxueya; eine Publikation der Behörden von Fuding (2022) nennt das Jahr 2008.
* Der höchste Punkt des Taimushan wurde 2025 in Fudingfeng (福鼎峰) umbenannt — mit denselben Schriftzeichen wie der Name des Kreises.

**13. Vergleich mit Tees aus Fuding und Namensvettern:**

* **Fuding Bai Cha (福鼎白茶):** Weißer Tee des Kreises mit Schutz, laut Verzeichnis, von 2009; die Überlieferung vom Strauch Lüxueya ist Teil seiner Ursprungsgeschichte.
* **Bai Hao Yin Zhen (白毫银针):** Weißer Knospentee; Publikationen, die Lüxueya für weißen Tee halten, beschreiben ihn mit denselben Worten — dicke Knospen in dichtem weißem Flaum.
* **Bai Lin Gongfu (白琳工夫):** Roter Tee aus der Fudinger Gemeinde Bailin; „福鼎白琳工夫“ wurde mit derselben Bekanntmachung wie „福鼎太姥绿雪芽“ in das Verzeichnis aufgenommen.
* **Fuding Lücha (福鼎绿茶):** Grüner Tee Fudings, mit derselben Bekanntmachung von 2004 unter Schutz gestellt.
* **Guangxi Xue Ya ([广西雪芽](https://thetea.app/de/article/guangxi-xue-ya)):** Autorengrüntee aus Guangxi; die Namen klingen ähnlich, die Produkte sind verschieden.

**Fazit:**

Taimushan Lüxueya Cha ist ein Name, hinter dem mehr Geschichte als Dokumente stehen. Den Schutz von 2004 bestätigt das Provinzverzeichnis, aber Klasse, Technologie und Erscheinungsbild sind unbekannt, und die Quellen ziehen den Tee mal zum Grünen, mal zum Weißen. Dafür hat der Name eine Stütze, die man sehen kann: den alten Strauch bei der Höhle Hongxue, in dem Fuding den Anfang seines weißen Tees erkennt.
