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title: "Qīshējìng chá"
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updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Qīshējìng chá (七畲径茶)

**Qishejing Cha** (*Qīshējìng chá*, 七畲径茶) ist ein gerösteter grüner Tee aus der Großgemeinde Mianyang (棉洋镇) im Kreis Wuhua (五华县) der bezirksfreien Stadt Meizhou im Osten der Provinz Guangdong. Seinen Namen erhielt er vom staatlichen Forstbetrieb Qishejing, auf dessen Gelände der Teegarten liegt. Hergestellt wird er ausschließlich aus Frühlingsblatt nach der traditionellen Rösttechnik des Hakka-Volkes; ein anderer Name lautet „Kecha“ (客茶), „Hakka-Tee“. Die technischen Anforderungen an das Produkt heben im Aufguss einen ihm eigenen „kaffeeartigen“ Duft hervor. Seit 2017 ist Qishejing Cha ein Produkt mit geografischer Angabe.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Grüner Tee (绿茶, *lǜchá*). Die Klasse ergibt sich aus der Technologie der technischen Anforderungen — Ausbreiten, Fixieren, Rollen, Trocknen, ohne Oxidation; kommerzielle Nachschlagewerke bezeichnen ihn unmittelbar als gerösteten grünen Tee (炒青绿茶).
* **Sorten-Falle:** Eine der drei Sorten heißt „kleinblättriger Oolong“, doch die Klasse bestimmt die Technologie, nicht der Sortenname.
* **Kategorie:** Grüner Bergtee des Hakka-Volkes; Produkt mit geografischer Angabe (2017).
* **Herkunft:** China, Provinz Guangdong (广东, *Guǎngdōng*), bezirksfreie Stadt Meizhou (梅州, *Méizhōu*), Kreis Wuhua, Großgemeinde Mianyang.
* **Schutzgebiet:** Das gesamte heutige Verwaltungsgebiet der Großgemeinde Mianyang.
* **Schreibweise:** Der Name kommt sowohl als 七輋径 als auch als 七畬径 vor — das sind Schreibvarianten der Silbe *shē*.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Song.** Die Kreisregierung von Wuhua schreibt, dass in der „Beschreibung des Gebiets Huizhou“ (《惠州府志》) ein Eintrag über den „lokalen Tee“ (土茶) von Changle (长乐) — dem früheren Namen des Kreises — existiert, und ordnet ihn den Jahren 960–1280 zu.
    * **Anfang der 1970er-Jahre.** Nach Angaben des Guangdong-Verbands für ländliche Entwicklung kam in den staatlichen Forstbetrieb Qishejing „gebildete Jugend“, die aufs Land geschickt worden war, und legte einen Teegarten an. Die Kreisregierung nennt ihn den Garten Songgangzhang (松岗嶂).
    * **2006.** Am Garten entstand eine Tee-Kooperative — ein Unternehmen, das nach dem Muster „Unternehmen + Kooperative + Basis + Teebauern“ arbeitet.
    * **2013.** Titel „bekannte Marke der Provinz Guangdong“ — nach Angaben der Kreisregierung.
    * **2017.** Am 29. Dezember stellte die Hauptverwaltung für Qualitätsaufsicht, Inspektion und Quarantäne Qishejing Cha mit der Bekanntmachung Nr. 117 als Produkt mit geografischer Angabe unter Schutz.
    * **2021.** Die Marktüberwachungsbehörde von Meizhou bestätigte den lokalen Standard DB4414/T 12-2021 „Produkt mit geografischer Angabe 七畲径茶“: veröffentlicht am 17. September, in Kraft seit dem 1. Oktober.
    * **2024.** Mit der Bekanntmachung Nr. 597 des Staatlichen Amtes für geistiges Eigentum vom 27. September erhielten zwei Tee-Kooperativen das Recht auf das besondere Kennzeichen der Angabe.
* **Name:** 七畲径 (*Qīshējìng*) ist der Name des Forstbetriebs und des Berggebiets; 茶 (*chá*) bedeutet „Tee“. Der zweite Name „Kecha“ verweist auf die hakka-stämmige Herkunft der Technologie.
* **Kulturelle Bedeutung:** Der Verband für ländliche Entwicklung zählt Qishejing Cha zu den „repräsentativsten lokalen Produkten Guangdongs“ und schreibt ihm eine Goldmedaille des IV. Asiatisch-Pazifischen Teewettbewerbs zu, dem Garten einen Platz unter den „zehn Teebergen von Meizhou“.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorten / Kultivare:** Nach den technischen Anforderungen — 白叶 (*báiyè*, „weißblättrig“), 梅占 (*méizhàn*) und 小叶乌龙 (*xiǎoyè wūlóng*, „kleinblättriger Oolong“).
* **Vermehrung:** Durch Stecklinge; Pflanzung „eine Reihe, zwei Pflanzen“, nicht mehr als 7000 Sträucher je *mu*.
* **Düngung:** Überwiegend organisch: Grunddüngung — nicht weniger als 300 kg je *mu* pro Jahr, Nachdüngung — nicht weniger als dreimal jährlich, nicht weniger als 100 kg je *mu*.
* **Erntezeit:** Nur Frühjahrsernte — von Anfang März bis Mitte Mai; Sommer- und Herbsttee gibt es laut den Anforderungen nicht.
* **Erntestandard:** Knospe mit einem Blatt oder Knospe mit zwei Blättern.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Anbauhöhe:** Nicht unter 700 m — nach den technischen Anforderungen.
* **Böden:** Roterden und schutthaltige Böden, pH 5,4–6,7, organische Substanz nicht weniger als 1,5 %, Bodenschicht nicht weniger als 1,5 m dick, Grundwasser tiefer als 1 m. Die Kreisregierung schreibt von lateritischen roten Böden, reich an Organik, Spurenelementen und Selen.
* **Klima:** Nach der Beschreibung des Kreises — subtropisch-maritimes Monsunklima mit langem Sommer, kurzem Winter, langer Regenzeit und reichlich Sonne; mittlere jährliche Luftfeuchtigkeit 82,3 %, im Frühling liegt die Temperatur zwischen 12 und 23 °C.
* **Umgebung:** Nach Angaben des Verbands für ländliche Entwicklung liegt der Garten innerhalb des Forstbetriebs, in Wald und häufigem Nebel.
* **Fläche:** Die Quellen rechnen unterschiedlich: Die Kreisregierung schreibt von Anpflanzungen über 7000 *mu*, der Verband für ländliche Entwicklung für 2023 von 2740,91 *mu*. Ein Abgleich dieser Zahlen war nicht möglich.

**5. Herstellungstechnologie:**

Die technischen Anforderungen an das Produkt geben folgende Reihenfolge vor:

1.  **Ausbreiten (摊青, *tānqīng*):** Schicht des frischen Blatts — nicht dicker als 10 cm, nicht länger als 6 Stunden.
2.  **Fixieren (杀青, *shāqīng*):** Bei 220–260 °C, bis der grasige Geruch verschwunden ist und Duft entsteht und das Blatt dunkelgrün, weich und elastisch wird.
3.  **Rollen (揉捻, *róuniǎn*):** Bis mindestens 70 % des Blatts zu Strängen gerollt sind.
4.  **Trocknen (干燥, *gānzào*):** Rösten bei 120–150 °C bis etwa neun Zehntel Trockenheit.
5.  **Sortieren und Nachtrocknen (拣剔和复火, *jiǎntī hé fùhuǒ*).**

Der Verband für ländliche Entwicklung nennt diese Technologie das traditionelle Hakka-Rösten von Tee (客家炒茶). Unter den Auszeichnungen nennt der Verband auch eine Goldmedaille eines internationalen Wettbewerbs für roten Tee 2019 — demnach wurde unter diesem Namen auch roter Tee hergestellt. Die technischen Anforderungen beschreiben jedoch nur grünen Tee.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Die Beschreibung unten stammt aus den technischen Anforderungen an das Produkt.

* **Erscheinungsbild des trockenen Blatts:** Feine, zarte Stränge, gleichmäßig und fest gerollt, von dunkler graugrüner Farbe mit Glanz (条索细嫩、均匀紧结、色泽深灰绿润).
* **Duft des trockenen Blatts:** In den gefundenen Quellen keine Angaben.
* **Duft des Aufgusses:** Besonderer „kaffeeartiger“ (咖啡香气), anhaltend.
* **Geschmack:** Voll, weich, süßlich-frisch, verträgt viele Aufgüsse; nach dem Tee bleibt ein langer süßer Nachhall.
* **Farbe des Aufgusses:** Dunkelgrün, klar (深绿明亮).
* **Teeblatt (aufgegossenes Blatt):** In den gefundenen Quellen keine Angaben.

Der Verband für ländliche Entwicklung beschreibt den Geschmack des fertigen Tees als voll und süßlich-frisch, den Duft als „rein und hoch“.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Die technischen Anforderungen enthalten eine Tabelle, in der die höchste und die erste Sorte in einer Spalte zusammengefasst sind und die zweite Sorte getrennt steht: Feuchte — nicht über 6,5 % bei allen; wasserlösliche Extraktstoffe — nicht unter 34 % bei der höchsten und der ersten Sorte und nicht unter 33 % bei der zweiten; Rohfaser — nicht über 16 % beziehungsweise 17,5 %.

Produktbeschreibungen sprechen von Selen in Boden und Blatt, Messwerte zum Selengehalt finden sich in den gefundenen Quellen jedoch nicht.

**8. Wohltuende Eigenschaften:**

Geprüfte Angaben zur Wirkung gerade dieses Tees liegen nicht vor.

**9. Zubereitung:**

Praxis der Klasse für grünen Tee.

* **Wassertemperatur:** 80–85 °C.
* **Teemenge:** 3 g auf 150 ml.
* **Gefäß:** Glasbecher oder weißes Gaiwan.
* **Vorgang:**
    1. Das Gefäß vorwärmen.
    2. Den Tee hineingeben und das Wasser an der Wand entlang eingießen.
    3. Erster Aufguss — nach 40–60 Sekunden.
    4. Trinken, dabei einen Teil des Aufgusses zurücklassen, und Wasser nachgießen.
    5. Zwei bis drei weitere Aufgüsse.

**10. Lagerung:**

Praxis der Klasse. In luftdichter Verpackung, an kühlem, dunklem Ort oder im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Lagerzeiten speziell für diesen Tee finden sich in den gefundenen Quellen nicht.

**11. Preis und Fälschungen:**

Angaben zu Preisen finden sich in den gefundenen Quellen nicht. Nach Angaben des Verbands für ländliche Entwicklung betrug die Produktion 2020 220 t im Wert von über 30 Millionen Yuan, 2023 247 t im Wert von 54,27 Millionen Yuan.

* **So vermeidet man Fälschungen:**
    * Das Rohmaterial muss aus der Großgemeinde Mianyang im Kreis Wuhua stammen.
    * Der Tee ist nur Frühlingsernte, aus Knospe mit ein bis zwei Blättern.
    * Es handelt sich um gerösteten grünen Tee in feinen gerollten Strängen, nicht um Oolong und nicht um roten Tee.
    * Unterscheidungsmerkmal nach den technischen Anforderungen — eine „kaffeeartige“ Note im Duft und ein dunkelgrüner Aufguss.
    * Auf das besondere Kennzeichen der Angabe achten und den Hersteller anhand der Bekanntmachungen des Staatlichen Amtes für geistiges Eigentum prüfen; in der Bekanntmachung Nr. 597 ist das Kennzeichen den Kooperativen „万福春“ und „溯源天柱山“ gestattet.
    * Anzeichen für Fälschungen beschreibt keine der gefundenen Quellen.

**12. Interessante Fakten:**

* Ein grüner Tee mit „kaffeeartigem“ Duft — ein Merkmal, das direkt in den technischen Anforderungen zur Angabe festgehalten ist.
* Den Garten legte Anfang der 1970er-Jahre „gebildete Jugend“ an, und 2006 entstand daraus eine Kooperative.
* Nach Angaben des Verbands für ländliche Entwicklung beschäftigte die Teebranche von Qishejing im Jahr 2020 mehr als 2800 Menschen.

**13. Vergleich mit anderen Tees aus Meizhou:**

* **Meixian Lücha ([梅县绿茶](https://thetea.app/de/article/meixian-lucha)):** Grüner Tee aus dem Stadtbezirk Meixian derselben Stadt, mit langem Auslagern nach dem Trocknen; bei Qishejing Cha steht der „kaffeeartige“ Duft im Mittelpunkt.
* **Matu Lücha ([马图绿茶](https://thetea.app/de/article/matu-lucha)):** Hochgelegener gerösteter grüner Tee aus dem Kreis Fengshun derselben Stadt.
* **Xingning Dan Cong ([兴宁单丛](https://thetea.app/de/article/xingning-dan-cong)):** Aromatischer Oolong derselben Stadt — eine andere Klasse.

**Zum Abschluss:**

Qishejing Cha ist ein im Frühjahr geernteter gerösteter grüner Tee aus dem Hakka-Kreis Wuhua, angebaut auf mindestens 700 m Höhe in Gärten des staatlichen Forstbetriebs. Die technischen Anforderungen zur Angabe beschreiben ihn ausführlich: Oolong-Sorten, kurze Hakka-Röstung, feine dunkelgrüne Stränge und einen für grünen Tee ungewöhnlichen „kaffeeartigen“ Duft. Unabhängige Verkostungs- und Fachpublikationen über ihn ließen sich nicht finden, daher stützt sich das Porträt des Tees auf die Schutzdokumente und die Beschreibungen des Kreises.
