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title: "Mópíng gòngchá"
url: https://thetea.app/de/article/moping-gongcha
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updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Mópíng gòngchá (磨坪贡茶)

**Moping Gongcha** (*Mópíng gòngchá*, 磨坪贡茶) ist ein grüner Bergtee aus drei Dörfern der Gemeinde Limiao (李庙镇) im Kreis Nanzhang (南漳县) der bezirksfreien Stadt Xiangyang im Nordwesten der Provinz Hubei. Seinen Namen verdankt er dem Dorf Mopingsi (磨坪寺), das den Namen eines alten Klosters trägt: Die Kreis-Chronik aus der Tongzhi-Ära schreibt, der Tee von dort sei „zu seiner Zeit geschätzt“ gewesen. Das Wort „Gongcha“ bedeutet „Tributtee“, doch Belege für Lieferungen an den Hof finden sich in den ausgewerteten Quellen nicht. Seit 2014 ist der Name als landwirtschaftliche geografische Angabe geschützt, und 2025 wurde der Tee als Produkt mit geografischer Angabe anerkannt. Die Schutzdokumente beschreiben dichte smaragdgrüne, behaarte Rollungen, einen hellen Aufguss und ein kastanienartiges Aroma.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Grüner Tee (绿茶, *lǜchá*). Das Reglement des landwirtschaftlichen Zeichens führt die Verarbeitungsschritte auf — Fixierung (杀青, *shāqīng*), Rollen und Trocknen mit Heißluft (烘青, *hōngqīng*) — und ordnet das Produkt dem Standard „Grüne Lebensmittel — Tee“ zu; die Revision des Standards nennt das Reglement unterschiedlich — an einer Stelle NY/T 288-2002, an anderer NY/T 288-2012.
* **Kategorie:** Grüner Bergtee aus dem Nordwesten Hubeis; Produkt mit geografischer Angabe.
* **Herkunft:** China, Provinz Hubei (湖北, *Húběi*), bezirksfreie Stadt Xiangyang (襄阳, *Xiāngyáng*), Kreis Nanzhang (南漳, *Nánzhāng*), Gemeinde Limiao (李庙, *Lǐmiào*).
* **Schutzzone:** Drei Dörfer der Gemeinde Limiao — Mopingsi (磨坪寺), Quanjiawan (全家湾) und Liuping (刘坪). Das Gebiet liegt im Nordwesten des Kreises, 23 km vom Kreiszentrum entfernt; im Osten grenzt es an die Gemeinde Chengguan, im Süden an Xueping, im Westen an Changping, im Norden an den Kreis Gucheng.
* **Geografische Koordinaten:** 111°29′–111°46′ ö. L. und 31°43′–32°00′ n. Br.
* **Nicht zu verwechseln mit:** Der Gemeinde Moping (磨坪乡) im Kreis Zigui — ein anderer Ort.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Kloster und Tee.** Nach der Datenbank der geografischen Angaben hieß das Kloster Mopingsi zuvor Xiangguosi (相国寺) und wurde unter dem Tang-Kaiser Zhongzong gegründet. Die Chronik des Kreises Nanzhang aus der Tongzhi-Ära berichtet, hier „wird Tee erzeugt, genannt Moping-Tee, zu seiner Zeit geschätzt“ (产茶，名磨坪茶，为时所珍). Nach derselben Datenbank ergänzt die Chronik aus der Republikzeit, neben dem Tempel seien mehr als zehn Teebäume mit angenehmem Geschmack gewachsen (寺旁有茶树十数株，味芳美); mit den Originalchroniken ließen sich diese Zitate nicht abgleichen.
    * **Der Name „Gongcha“.** Wann und warum dem Namen das Wort „贡“ (*gòng*, „Tribut“) hinzugefügt wurde, erklären die ausgewerteten Quellen nicht; Belege für Lieferungen an den Hof finden sich darin nicht.
    * **2014.** Das Landwirtschaftsministerium registrierte „磨坪贡茶“ als landwirtschaftliche geografische Angabe (Eintrag AGI01546). Die Bekanntmachung des Ministeriums Nr. 2179 ist in der Datenbank der geografischen Angaben auf den 28. November 2014 datiert; ein Handbuch nennt als Genehmigungsdatum den 18. November. Inhaber ist der Verband der Teeanbauer von Moping Gongcha im Kreis Nanzhang (南漳县磨坪贡茶种植专业协会).
    * **2025.** Nach der Bekanntmachung der Staatlichen Behörde für geistiges Eigentum der VR China (CNIPA) Nr. 640 wurde der Tee als Produkt mit geografischer Angabe anerkannt. Im August 2025 nahm die Provinzbehörde für geistiges Eigentum eine lokale Tee-Kooperative (南漳县春天里茶[叶种](https://thetea.app/de/article/qiaomuguanmu)植专业合作社) in die Liste der zum Sonderzeichen Zugelassenen auf.
* **Name:** „Moping“ (磨坪) — vom Dorf Mopingsi, wo das Kloster stand; „Gongcha“ (贡茶) — „Tributtee“.
* **Kulturelle Bedeutung:** Nach der Datenbank der geografischen Angaben wurde die Gegend um Mopingsi seit alters „kleine Pfirsichquelle“ (小桃源, *xiǎo táoyuán*) genannt.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorte / Kultivar:** 鸠坑 (*Jiūkēng*) — die einzige Sorte in den CNIPA-Anforderungen von 2025. Das Reglement von 2014 nennt sie als Hauptsorte: Sie ist auf Provinzebene zugelassen und wurde wegen Qualität, Widerstandsfähigkeit und stabilem Ertrag ausgewählt.
* **Erntestandard:** Die Ernte beginnt, wenn auf einem Quadratmeter Strauchoberfläche 15–20 Standardknospen stehen. Welche Triebe genau — Knospe, „eine Knospe — ein Blatt“ und so weiter — präzisiert das Reglement nicht.
* **Erntezeit:** Bei klarem Wetter, am Vormittag. Das Blatt wird in Bambusbehälter gelegt. Saisonale Zeiträume finden sich in den ausgewerteten Quellen nicht.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Berge im Nordwesten des Kreises Nanzhang. Das Reglement nennt die Gegend hochgebirgig und kalt (高寒山区), von Bergen und Schluchten zerfurcht, mit Nebeln und vielen Bächen. Ein lokales Sprichwort beschreibt sie als „neun Teile Berge, halb so viel Wasser, ein halbes Teil Feld“ (九山半水半分田).
* **Höhe:** Der Höhenunterschied in der Zone reicht von 101 bis 1410 m. In welcher Höhe die Gärten liegen, ist den ausgewerteten Quellen nicht zu entnehmen.
* **Böden:** Tiefe gelbbraune sandige Lehme (黄棕砂壤土) mit pH 5–6,5. Auf den Plantagen wird seit langem Schweine- und Rindermist ausgebracht und Stroh eingepflügt, daher ist der Boden reich an organischer Substanz.
* **Klima:** Subtropisch-kontinentales Monsunklima. Nach dem Reglement beträgt die Jahresmitteltemperatur 16 °C, die relative Luftfeuchte 62 %, die frostfreie Periode 245 Tage, die Sonnenscheindauer 1780 Stunden und der Jahresniederschlag 1140 mm.
* **Wald und Wasser:** Das Reglement nennt an einer Stelle eine Bewaldungsrate von 90 %, an anderer eine Vegetationsbedeckung von etwa 75 %. Rund um die Gärten wachsen Kiefern, Zypressen, Pappeln, Cunninghamia (杉), Pfirsich, Kastanie, Birne und Ginkgo. Die Gärten werden überwiegend mit Regenwasser bewässert.
* **Anbaupraxis:** Organische Substanz wird im Herbst mit tiefem Umgraben und im Winter eingebracht; die Sträucher werden einmal jährlich, nach der Frühjahrsernte, zurückgeschnitten; gegen Schädlinge werden Lichtfallen eingesetzt — eine je 50 mu.
* **Fläche und Ertrag:** 86,7 ha und 33 t pro Jahr — nach dem Reglement. Laut einer Referenzbeschreibung erbrachten 33 t Tee im Jahr 2018 Einnahmen von 21,12 Mio. Yuan; der Tee wird in Wuhan, Xiangyang, Guangzhou und anderen Städten sowie in den Provinzen Henan und Shaanxi verkauft.

**5. Herstellungstechnologie:**

Das Reglement führt die Arbeitsschritte ohne Temperaturen und Zeiten auf. Das Blatt wird von Hand von Fremdstoffen gereinigt, dann:

1. **Sortieren und Ausbreiten (分级摊青, *fēnjí tānqīng*):** Das frische Blatt wird getrennt nach Rohstoffklassen ausgebreitet.
2. **Fixierung (杀青, *shāqīng*):** Hitze stoppt die Oxidation.
3. **Rollen (揉捻, *róuniǎn*).**
4. **Trocknen mit Heißluft (烘青, *hōngqīng*).**
5. **Formgebung (整形, *zhěngxíng*).**
6. **Anheben des Flaums (提毫, *tíháo*):** Ein Schritt, nach dem der weiße Flaum auf den Rollungen sichtbar wird.
7. **Endtrocknung (烘干, *hōnggān*).**

Die Erläuterungen zu den Schritten 1, 2 und 6 sind allgemeine Angaben zu grünem Tee, nicht der Text des Reglements.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Die Beschreibung stammt aus dem Reglement des landwirtschaftlichen Zeichens (2014). Die CNIPA-Anforderungen von 2025 beschreiben den Tee kürzer und etwas anders: Die Rollungen sind dicht und fein, mit Flaum (条索紧细显毫), smaragdgrün; der Aufguss ist gelbgrün und klar (黄绿明亮); der Geschmack ist kräftig, mit süßem Nachhall (浓郁回甘); das kastanienartige Aroma ist beständig (栗香持久); das nasse Blatt ist zartgrün und gleichmäßig.

* **Erscheinungsbild des trockenen Blatts:** Dichte und feine, aber kräftige und gerade Rollungen (紧细硕壮挺直), smaragdgrün, mit deutlich sichtbarem weißem Flaum (白毫显露).
* **Aroma des trockenen Blatts:** Keine eigene Beschreibung in den ausgewerteten Quellen.
* **Aroma des Aufgusses:** Kastanienartig (栗香).
* **Geschmack:** Satt, frisch und belebend, verträgt mehrere Aufgüsse (浓厚，鲜爽耐泡).
* **Farbe des Aufgusses:** Zartgelb, klar und leuchtend (嫩黄，清澈明亮).
* **Teeblatt nach dem Aufguss (nasses Blatt):** Zartgrün, gleichmäßig und einheitlich (嫩绿整齐一致).

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Die Grenzwerte der beiden Dokumente weichen voneinander ab:

| Kennwert | Reglement des Zeichens (2014) | CNIPA-Anforderungen (2025) |
| :--- | :--- | :--- |
| Polyphenole | ≥ 15 % | ≥ 20 % |
| Wasserlösliche Extraktstoffe | ≥ 36 % | ≥ 40 % |
| Gesamtasche | ≤ 6,0 % | ≤ 6,0 % |
| Rohfaser | ≤ 10,0 (im Text — „mg/kg“) | ≤ 10,0 (im Text — „mg/kg“) |
| Feuchtigkeit | ≤ 6,0 (im Text — „mg/kg“) | ≤ 6,0 (im Text — „mg/kg“) |

Für Rohfaser und Feuchtigkeit ist die Einheit „mg/kg“ nicht sinnvoll — offenbar handelt es sich um einen Tippfehler anstelle von Prozent, der aus dem Dokument von 2014 in das Dokument von 2025 übernommen wurde; die Grenzwerte sind wie in den Quellen angegeben.

**8. Gesundheitliche Eigenschaften:**

Geprüfte Daten zur Wirkung gerade dieses Tees liegen nicht vor.

**9. Zubereitung:**

Allgemeine Praxis für grünen Tee. Empfehlungen zur Zubereitung finden sich in den Schutzdokumenten nicht.

* **Wassertemperatur:** 80–85 °C.
* **Teemenge:** 3 g auf 150 ml.
* **Gefäß:** Glasbecher oder weißes Gaiwan.
* **Ablauf:** Erster Aufguss nach 40–60 Sekunden, danach zwei bis drei weitere Aufgüsse; das Reglement vermerkt, der Tee vertrage viele Aufgüsse.

**10. Lagerung:**

Allgemeine Praxis. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche; grüner Tee verliert mit der Zeit an Aroma und sollte daher innerhalb eines Jahres getrunken werden.

**11. Preis und Fälschungen:**

Angaben zu Endkundenpreisen finden sich in den ausgewerteten Quellen nicht.

* **So vermeiden Sie Fälschungen:**
    * Achten Sie auf das Zeichen der geografischen Angabe; laut Reglement beantragen Produzenten der Zone beim Inhaberverband die Nutzung und kennzeichnen den Tee mit dem einheitlichen Namen zusammen mit dem gemeinsamen Zeichen.
    * Prüfen Sie die Herkunft: drei Dörfer der Gemeinde Limiao im Kreis Nanzhang.
    * Vergleichen Sie das Erscheinungsbild: gerade smaragdgrüne Rollungen mit weißem Flaum, heller zartgelber oder gelbgrüner Aufguss, kastanienartiges Aroma.

**12. Interessante Fakten:**

* Die Chronik aus der Tongzhi-Ära nennt den Tee „Moping-Tee“ ohne das Wort „Tribut“: Der Name „Gongcha“ wird durch die Dokumente nicht erklärt.
* In Hubei gibt es zwei „Moping“: das Dorf Mopingsi im Kreis Nanzhang und die Gemeinde Moping im Kreis Zigui.
* Das Reglement setzt den Erntebeginn nicht über ein Datum fest, sondern über die Knospendichte am Strauch.

**13. Vergleich mit anderen Tees aus Hubei:**

* **Baokang Lücha ([保康绿茶](https://thetea.app/de/article/baokang-lucha)):** Grüner Tee aus dem Bergkreis Baokang im selben Regierungsbezirk Xiangyang.
* **Xieshan Diecui ([薤山叠翠](https://thetea.app/de/article/xieshan-diecui)):** Grüner Tee aus dem Xieshan-Gebirge im Kreis Gucheng — dem nördlichen Nachbarn des Gebiets von Moping Gongcha.
* **Meizi Gongcha ([梅子贡茶](https://thetea.app/de/article/meizi-gongcha)):** Ein weiterer „Tributtee“ aus Hubei, aus dem Kreis Zhuxi im Nordwesten der Provinz.

**Zum Abschluss:**

Moping Gongcha ist ein kleiner grüner Bergtee aus drei Dörfern beim alten Kloster Mopingsi. Über die Vergangenheit ist wenig bekannt, dafür sind die Schutzdokumente klar: eine Sorte 鸠坑, Ernte nach Knospendichte, dichte smaragdgrüne Rollungen mit weißem Flaum, heller Aufguss und kastanienartiges Aroma.
