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title: "Měnghǎi Bǎotáng chá"
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updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Měnghǎi Bǎotáng chá (勐海保塘茶)

**Menghai Baotang Cha** (*Měnghǎi Bǎotáng chá*, [勐海](https://thetea.app/de/article/meng-hai)保塘茶) — geografisches Zeichen für den Tee von Baotang (保塘), einem alten Teedorf des Mengsong-Gebirges (勐宋) im Kreis Menghai (勐海县) des Autonomen Bezirks Xishuangbanna der Dai, Provinz Yunnan. Baotang besteht aus zwei Siedlungen: der alten, von den Lahu bewohnten, und der neuen, han-chinesischen; zwischen ihnen liegt etwa ein Kilometer, und ihre alten Gärten gehen in einen einzigen Bestand von über tausend mu über. Populäre Beschreibungen bezeichnen den alten Garten von Baotang als den repräsentativsten in Mengsong hinsichtlich Größe und Alter der Bäume; das Alter der Bäume wird dort auf 200–700 Jahre geschätzt. Das Zeichen gehört zu einer Reihe von sechzehn Zeichen, die der Kreis für einzelne Berge und Dörfer neben dem Dachzeichen «勐海茶» erhalten hat. Eine Produktklasse wird durch das Zeichen nicht festgelegt.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Nicht durch das Zeichendokument festgelegt. Rohstoff — Blatt großblättriger Teebäume aus alten Gärten. Aus einem solchen Blatt wird in Menghai vor allem Rohmaterial für Pu-Erh hergestellt, aber auch roter und weißer Tee; welches Produkt das Zeichen abdeckt, sagt das Register nicht.
* **Kategorie:** Tee aus einem Dorf mit alten Gärten; geografisches Zeichen in der Provinzliste Yunnans vom 28. Dezember 2019. Die Presse nennt die Zeichen dieser Reihe Zertifizierungszeichen.
* **Herkunft:** China, Provinz Yunnan (云南, *Yúnnán*), Autonomer Bezirk Xishuangbanna der Dai (西双版纳傣族自治州, *Xīshuāngbǎnnà Dǎizú Zìzhìzhōu*), Kreis Menghai (勐海县, *Měnghǎi Xiàn*), Gemeinde Mengsong (勐宋乡, *Měngsòng Xiāng*), Dorf Baotang (保塘, *Bǎotáng*).
* **Schutzgebiet:** Die Provinzliste nennt den Kreis Menghai als administrative Zugehörigkeit des Zeicheninhabers. Ob das Zeichengebiet mit den Dorffluren übereinstimmt, habe ich nicht geprüft.
* **Geografische Koordinaten:** Gemeinde Mengsong — etwa 22,06° n. Br. und 100,56° ö. L.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Alte Gärten.** Das Alter der Bäume von Baotang wird in populären Beschreibungen unterschiedlich geschätzt: 200–700 Jahre, bei den größten 500–700 Jahre oder «nicht weniger als 700». Nach einem der Essays gibt es hier mehr als zehn Bäume mit einem Stammdurchmesser über 150 cm. Die Autoren dieser Beschreibungen halten die alten Gärten von Baotang und des benachbarten Berges Nannuo ([南糯山](https://thetea.app/de/article/nannuoshan)) für Gärten ungefähr derselben Zeit; dies ist ihre Einschätzung und kein Ergebnis einer Datierung.
    * **Neue Siedlung.** Nach lokalen Beschreibungen wurde das neue Baotang von Han-Chinesen gegründet, die in den Guangxu-Jahren (光绪, 1875–1908) der Qing-Dynastie hierher kamen; das Dorf ist über hundert Jahre alt.
    * **2012–2014.** Das Teetechnikzentrum des Kreises beantragte 2012 das Dachzeichen «勐海茶»; das Zeichen wurde 2014 registriert.
    * **Sechzehn Zeichen.** Die Presse schreibt 2022, dass der Kreis neben dem Dachzeichen sechzehn Zeichen für Berge und Dörfer registriert habe, und nennt als erste davon «勐海[班章](https://thetea.app/de/article/ban-zhang)茶» und «勐海保塘茶».
    * **2019.** «勐海保塘茶» steht in der Provinzliste geografischer Zeichen Yunnans vom 28. Dezember 2019.
    * Nummer, Inhaber, Registrierungsjahr und Zeichenregeln fehlen in den gefundenen Quellen; ob das Zeichen derzeit aktiv ist, habe ich nicht geprüft.
* **Name:**
    * «Menghai» (勐海) — Name des Kreises.
    * «Baotang» (保塘) — Name des Dorfes. Eine Deutung des Namens gibt es in den gefundenen Quellen nicht.
* **Kulturelle Bedeutung:** Baotang gehört zu den «sieben Dörfern von Mengsong» (勐宋七寨): Alt- und Neu-Baotang, Naka ([那卡](https://thetea.app/de/article/naka)), Da'an (大安), Nanben (南本), Damanlü (大曼吕) und Bameng (坝檬). Das alte Baotang wird in Essays als rein von den Lahu bewohntes Dorf bezeichnet, das neue als han-chinesisches.

**3. Botanische Beschreibung und Rohstoff:**

* **Sorte / Kultivar:** Großblättriger Tee aus alten Gärten. Eine konkrete Sorte oder lokale Population wird in den gefundenen Quellen nicht genannt.
* **Rohstoff:** Blatt alter Bäume ([古树](https://thetea.app/de/article/gushu-dashu-taidi-yesheng), *gǔshù*); nach Beschreibungen beträgt das Alter der Bäume 200 bis 700 Jahre; Bäume mit zwei Armumfängen sind hier, wie es heißt, keine Seltenheit.
* **Ernte:** Zeiträume fehlen in den gefundenen Quellen.
* **Pflückstandard:** In den gefundenen Quellen nicht angegeben.
* **Anforderungen an den Rohstoff:** Die Zeichenregeln habe ich nicht gesehen; Anforderungen an den Rohstoff fehlen in den gefundenen Quellen.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Gebirgszug Mengsong im Nordosten des Kreises Menghai. Baotang liegt nach verschiedenen Beschreibungen 7–10 km vom Gemeindezentrum entfernt.
* **Anbauhöhe:** Die Angaben gehen auseinander. Eine nennt die Höhe des Teegebiets des alten Baotang mit etwa **1760 m**, eine andere 1700–1800 m, eine dritte schreibt, die alten Gärten lägen überwiegend **über 1800 m**.
* **Fläche:** Die alten Gärten des neuen und des alten Baotang bilden einen zusammenhängenden Bestand von etwa **1050 mu** (rund 70 ha), so die Beschreibungen. Insgesamt gibt es in Mengsong nach den Essays etwa 3800 mu alte Gärten.
* **Klima:** Daten speziell zu Baotang fehlen in den gefundenen Quellen.
* **Böden:** Daten fehlen in den gefundenen Quellen.

**5. Herstellungstechnologie:**

Eine Technologie gibt es in den gefundenen Quellen nicht, und das Zeichen legt kein Produkt fest. Das Erscheinungsbild aus den Dorfessays ähnelt sonnengetrocknetem Rohmaterial für Sheng-Pu-Erh. Für ein solches Rohmaterial ([晒青](https://thetea.app/de/article/shai-qing)毛茶, *shàiqīng máochá*) ist die übliche Abfolge:

1.  **Welken (摊晾, *tānliàng*):** Frisches Blatt wird in dünner Schicht ausgebreitet.
2.  **Fixierung (杀青, *shāqīng*):** Das Blatt wird im Kessel erhitzt, um die Oxidation zu stoppen.
3.  **Rollen (揉捻, *róuniǎn*):** Das Blatt wird von Hand oder maschinell gerollt.
4.  **Sonnentrocknung (晒干, *shàigān*):** Das gerollte Blatt wird an der Sonne getrocknet.

Dies ist ein allgemeines Schema der Klasse, keine Beschreibung der Technologie des Baotang-Tees.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Die folgenden Beschreibungen stammen aus populären Essays über den Tee des Dorfes, nicht aus dem Zeichendokument; eine Produktklasse wird darin nicht genannt.

* **Erscheinungsbild des trockenen Blattes:** Dicht gerollt, schwarz mit öligem Glanz, Knospen groß, silbriger Flaum deutlich sichtbar (条索紧结、乌黑油润、芽头肥大，银毫特显).
* **Aroma des trockenen Blattes:** Keine eigene Beschreibung in den gefundenen Quellen.
* **Aroma des Aufgusses:** Hoch, mit starkem «bergigem» Charakter (山野气强). Baotang ist bekannt für die Formel «hohes Aroma, süßes Wasser» (香高水甜).
* **Geschmack:** Kraft und Weichheit im Gleichgewicht, keine Bitterkeit, leichte Adstringenz, nach dem Schluck — Speichelfluss (柔烈适中，不苦稍涩……过后生津).
* **Farbe des Aufgusses:** Golden, klar und leuchtend (汤色金黄透亮).
* **Teeblatt (aufgegossenes Blatt):** Weich, zart und fleischig (叶底柔嫩肥硕).

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Physikalisch-chemische Daten fehlen in den gefundenen Quellen.

**8. Nützliche Eigenschaften:**

Geprüfte Daten zur Wirkung gerade dieses Tees gibt es nicht.

**9. Aufgießen:**

Praxis der Klasse. Eine Produktklasse wird durch das Zeichen nicht festgelegt; unten Orientierungswerte für Sheng-Pu-Erh, dem das beschriebene Rohmaterial ähnelt.

* **Wassertemperatur:** 90–100 °C.
* **Teemenge:** 5–7 g auf 100–120 ml.
* **Gefäß:** Gaiwan oder kleine Tonkanne.
* **Ablauf:**
    1. Gefäß vorwärmen.
    2. Tee einfüllen.
    3. Blatt kurz mit heißem Wasser spülen und abgießen.
    4. Erste Aufgüsse — 10–20 Sekunden.
    5. In ein Chahai umgießen, dann in die Schalen.
    6. Weitere Aufgüsse mit allmählich steigender Zeit; Blatt alter Bäume hält gewöhnlich viele Aufgüsse aus.

**10. Lagerung:**

Praxis der Klasse für Sheng-Pu-Erh. An einem trockenen, sauberen Ort ohne Licht und Fremdgerüche, in dichter, aber nicht hermetischer Verpackung, ohne starke Feuchtigkeitsschwankungen. Sheng-Pu-Erh erlaubt Reifung; handelt es sich um eine andere Klasse, sind die Bedingungen entsprechend anzupassen.

**11. Preis und Fälschungen:**

Preisdaten fehlen in den gefundenen Quellen.

* **So vermeidet man Fälschungen:**
    * Auf das Zeichen «勐海保塘茶» achten.
    * Der Name eines bekannten Dorfes auf der Verpackung bedeutet noch nicht, dass das Blatt in dessen Gärten gepflückt wurde: Nachbardörfer von Mengsong liefern ähnliches Rohmaterial.
    * Essays beschreiben das trockene Blatt mit großen, flaumigen Knospen; an diesem Erscheinungsbild sollte man einen Kauf prüfen, aber das Erscheinungsbild allein beweist keine Herkunft.

**12. Interessante Fakten:**

* Baotang — zwei Dörfer unter einem Namen: das alte der Lahu und das neue der Han-Chinesen, einen Kilometer voneinander entfernt.
* Die han-chinesische Siedlung wurde nach lokalen Beschreibungen in den Guangxu-Jahren (1875–1908) gegründet.
* In der Presse über die sechzehn Zeichen Menghais wird das Baotang-Zeichen als zweites genannt — gleich nach «勐海班章茶».
* Dieses Mengsong im Kreis Menghai in Xishuangbanna wird «großes Mengsong» genannt; das «kleine Mengsong» ist ein Dorfkomitee desselben Namens in der Großgemeinde Menglong der Stadt Jinghong.

**13. Vergleich mit benachbarten Tees:**

* **Naka (那卡):** Lahu-Dorf desselben Mengsong-Gebirges und eines der «sieben Dörfer»; ein benachbarter, aber eigenständiger Tee.
* **Huazhuliangzi Shengcha ([滑竹梁子生茶](https://thetea.app/de/article/hua-zhu-liang-zi-sheng-cha)):** Sheng-Pu-Erh vom Hochgebirgskamm Mengsongs; der Korpusartikel erwähnt Baotang unter den Dörfern des Gebiets.
* **Banzhang (班章):** Das bekannteste Dorf Menghais; es besitzt ein eigenes Zeichen «勐海班章茶» derselben Reihe wie das von Baotang.
* **Menghai (勐海):** Überblick über den Kreis, zu dem sowohl Baotang als auch Banzhang gehören.

**Zum Abschluss:**

Menghai Baotang Cha — ein Zeichen auf den Namen eines Dorfes: zweier Siedlungen einen Kilometer voneinander entfernt, deren alte Gärten zu einem Bestand von rund tausend mu in 1700–1800 m Höhe und darüber verschmolzen sind. Unterlagen über das Zeichen selbst gibt es wenige — weder Nummer noch Inhaber noch Regeln sind in offenen Quellen zu finden, und eine Klasse legt es nicht fest. Über das Dorf dagegen schreibt man gern: Bäume, denen man bis zu 700 Jahre zuschreibt, schwarzes, öliges Blatt mit silbrigen Knospen, goldener Aufguss, hohes Aroma und süßes Wasser.
