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title: "Měnghǎi Bānpén chá"
url: https://thetea.app/de/article/menghai-banpen-cha
lang: de
updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Měnghǎi Bānpén chá (勐海班盆茶)

**Menghai Banpen Cha** (*Měnghǎi Bānpén chá*, [勐海](https://thetea.app/de/article/meng-hai)班盆茶) — eine geografische Angabe für Tee aus dem Dorf Banpen (班盆) im Kreis Menghai (勐海县) des Autonomen Bezirks Xishuangbanna der Dai, Provinz Yunnan. Das Dorf liegt zwei bis drei Kilometer von Lao Banzhang entfernt, an der Schnittstelle der Teegebiete Hekai und Bulangshan, und Handelsbeschreibungen bezeichnen es als den charakterlich nächsten Nachbarn des berühmten Dorfes. Welche Teeklasse das Zeichen abdeckt, geht aus den gefundenen Dokumenten nicht hervor.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Durch das Dokument des Zeichens nicht festgelegt. Die alten Gärten von Menghai sind eine Quelle großblättrigen Rohmaterials vor allem für Pu-Erh, doch aus demselben Blatt wird auch roter und weißer Tee hergestellt; welches Produkt das Zeichen abdeckt, sagt das Register nicht. Alle gefundenen Geschmacksbeschreibungen von Banpen sind Beschreibungen von rohem Pu-Erh (生茶, *shēngchá*).
* **Kategorie:** Dörfliche geografische Angabe des Kreises Menghai — eine kollektive oder Zertifizierungsmarke.
* **Herkunft:** China, Provinz Yunnan (云南, *Yúnnán*), Autonomer Bezirk Xishuangbanna der Dai, Kreis Menghai (勐海县, *Měnghǎi Xiàn*), Dorf Banpen (班盆, *Bānpén*).
* **Administrative Zuordnung:** Die Quellen widersprechen sich. Ein Teil der Beschreibungen zählt Banpen zum Berg Bulangshan ([布朗山](https://thetea.app/de/article/bu-lang-shan)); andere verorten das Dorf an der Grenze zwischen der Großgemeinde Menghun (勐混) und der Gemeinde Bulangshan, im Dorfkomitee Hekai (贺开村委会) der Großgemeinde Menghun. Mit der zweiten Angabe stimmen die Dorfliste von Hekai und die Zusammensetzung der Gemeinde Bulangshan überein, in der Banpen nicht vorkommt.
* **Zone des Zeichens:** Die Provinzliste nennt nur Bezirk und Kreis — dies ist die administrative Zugehörigkeit des Zeicheninhabers; die rechtliche Grenze der Zone habe ich nicht geprüft.
* **Geografische Koordinaten:** Genaue Koordinaten des Dorfes finden sich in den gefundenen Quellen nicht. Das Zentrum der benachbarten Gemeinde Bulangshan liegt bei etwa 21,59° n. Br. und 100,42° ö. L.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Dorf.** Eine dokumentierte Geschichte Banpens findet sich in den gefundenen Quellen nicht.
    * **2012–2016.** Das Kreiszentrum für technischen Service der Teebranche (勐海县茶叶技术服务中心) beantragte 2012 das übergreifende Zertifizierungszeichen «勐海茶»; das Zeichen wurde 2014 registriert und 2016 in Verkehr gebracht.
    * **Vor 2019.** Das Zeichen «勐海班盆茶» wurde registriert: Die Provinzliste der geografischen Marken Yunnans mit Stand vom 28. Dezember 2019 führt es in Zeile 227. Registrierungsnummer, Inhaber, Jahr und Warenklasse werden in den gefundenen Quellen nicht genannt; ob das Zeichen derzeit aktiv ist, ist nicht bestätigt.
    * **Zeichensystem.** In derselben Liste sind für den Kreis das übergreifende «勐海茶» und fünfzehn Zeichen nach Bergen und Dörfern verzeichnet; die Presse schrieb 2022 von sechzehn — die Abweichung erklären die Quellen nicht.
* **Name:** «Menghai» (勐海) ist der Name des Kreises; «Banpen» (班盆) ist der Name des Dorfes, die Bedeutung des Toponyms wird in den gefundenen Quellen nicht erklärt; «cha» (茶, *chá*) bedeutet Tee.
* **Kulturelle Bedeutung:** Banpen lebt im Schatten von Lao Banzhang; eine Beschreibung nennt es eine «vergessene Perle». Daraus ergibt sich ein doppelter Ruf — ehrlicher Nachbar des berühmten Dorfes und Rohmaterial, das sich leicht als Banzhang ausgeben lässt.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorte / Kultivar:** Eine eigene Sorte wird in den gefundenen Quellen nicht genannt. Für Pu-Erh verlangt die Norm GB/T 22111-2008 großblättrigen Yunnan-Tee (云南大[叶种](https://thetea.app/de/article/qiaomuguanmu), *Yúnnán dàyèzhǒng*); ob das Zeichen das Rohmaterial ebenso einschränkt, ist unbekannt.
* **Alter der Bäume:** Handelsbeschreibungen zufolge zwischen hundert und vierhundert bis fünfhundert Jahren.
* **Ernte:** Zeiträume werden in den gefundenen Quellen nicht genannt.
* **Erntestandard:** In den gefundenen Quellen nicht angegeben.
* **Anforderungen an das Rohmaterial:** Regeln des Zeichens finden sich in den gefundenen Quellen nicht.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Süden des Kreises Menghai, Schnittstelle der Teegebiete Hekai und Bulangshan; die Gärten grenzen den Beschreibungen zufolge an die Gärten von Lao Banzhang.
* **Anbauhöhe:** Das alte Dorf liegt auf etwa **1760 m**; für das Dorf insgesamt nennt eine Beschreibung **1600–1750 m**. Nach einer anderen liegt die mittlere Höhe hier etwa 100 m niedriger als bei Lao Banzhang.
* **Klima:** Die Beschreibungen sprechen von häufigen Regenfällen und Nebel; Zahlen speziell zu Banpen gibt es nicht.
* **Böden:** Handelsbeschreibungen zufolge gelbbraune Böden (黄棕壤); Messungen gibt es nicht.
* **Anbautechnik:** Nach Angaben eines Verkäufers ohne Dünger und Pestizide, im mäßigen Schatten des Waldes; dies ist kein Prüfergebnis.
* **Fläche:** Die Angaben gehen auseinander. Handelsbeschreibungen sprechen von mehr als zweitausend mu (über 130 ha) alter Bäume, doch im selben Text heißt es, der alte Garten sei «nur auf etwas über hundert mu erhalten». Eine Beschreibung von Hekai aus dem Jahr 2016 gibt den beiden Dörfern Banpen zusammen etwa 2000 mu zusammenhängender alter Gärten.

**5. Herstellungstechnologie:**

Die mit dem Zeichen festgelegte Technologie wird in den gefundenen Quellen nicht beschrieben. Das allgemeine Schema der Klasse für rohen Pu-Erh nach Norm GB/T 22111-2008, nicht die Beschreibung speziell von Banpen-Tee: Das frische Blatt wird ausgebreitet (摊放, *tānfàng*), durch Erhitzen fixiert (杀青, *shāqīng*), gerollt (揉捻, *róuniǎn*), die Klumpen werden aufgelöst und an der Sonne getrocknet (日光干燥, *rìguāng gānzào*). Es entsteht das «Sonnenrohmaterial» ([晒青](https://thetea.app/de/article/shai-qing)毛茶, *shàiqīng máochá*); dieses wird sortiert, gedämpft, gepresst und getrocknet. Eine Haufenfermentation ([渥堆](https://thetea.app/de/article/wodui), *wòduī*) gibt es bei rohem Pu-Erh nicht.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Beschreibungen aus Handelspublikationen über rohen Pu-Erh aus Banpen; eine Laborverkostung liegt ihnen nicht zugrunde.

* **Erscheinungsbild des trockenen Blattes:** Groß, dick, glänzend, mit deutlichem Flaum; die Rollung ist fest. Auf der Oberfläche des Fladens sind gleichmäßig Knospen mit weißem Flaum sichtbar.
* **Aroma des trockenen Blattes:** Eine eigene Beschreibung findet sich in den gefundenen Quellen nicht.
* **Aroma des Aufgusses:** Hoch und rein, süßlich, mit blumig-fruchtigen Noten, einem Honigton am Boden der Tasse, Kampfer- und Holznoten.
* **Geschmack:** Dicht, fast viskos. Leichte Bitterkeit und Adstringenz weichen nach einigen Sekunden einer Süße; eine Beschreibung nennt die Bitterkeit schwächer als bei anderen Tees von Bulangshan. Die zurückkehrende Süße (回甘, *huígān*) ist lang. Die Charakterbewertungen gehen auseinander: Eine Beschreibung nennt den Geschmack rein-süß und weich, eine andere herrisch und voll.
* **Farbe des Aufgusses:** Für jungen Tee gibt es keine Beschreibungen. Nach einer Beschreibung wird der Aufguss nach einigen Jahren Lagerung orange-gelb mit orange-rotem Schimmer.
* **Teegrund (aufgegossenes Blatt):** Beschreibungen finden sich in den gefundenen Quellen nicht.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Physikalisch-chemische Daten zu Tee aus Banpen finden sich in den gefundenen Quellen nicht. Zur Orientierung die Klassennorm, nicht eine Messung: Die Norm GB/T 22111-2008 verlangt von rohem Pu-Erh mindestens 28,0 % Polyphenole und 35,0 % wasserlösliche Stoffe bei einer Feuchte von höchstens 13,0 %.

**8. Nützliche Eigenschaften:**

Geprüfte Daten zur Wirkung gerade dieses Tees liegen nicht vor.

**9. Zubereitung:**

Praxis der Klasse — für rohen Pu-Erh, auf den sich alle gefundenen Beschreibungen beziehen; roter oder weißer Tee aus demselben Blatt wird anders zubereitet.

* **Wassertemperatur:** 95–100 °C.
* **Teemenge:** 5–7 g auf 100 ml.
* **Gefäß:** Gaiwan (盖碗, *gàiwǎn*) oder Tonkanne.
* **Ablauf:**
    1. Gefäß vorwärmen.
    2. Tee einfüllen.
    3. Blatt mit heißem Wasser 5–10 Sekunden spülen und abgießen.
    4. Erster Aufguss — 10–15 Sekunden.
    5. Durch ein Sieb ausgießen.
    6. Weitere Aufgüsse mit zunehmender Zeit; dichtes Rohmaterial verträgt viele Aufgüsse.

**10. Lagerung:**

Praxis der Klasse. Trockener, sauberer, belüfteter Ort ohne Fremdgerüche und direktes Licht, Papierhülle oder Schachtel. Pu-Erh erlaubt lange Reifung; für Banpen wird beschrieben, dass der Aufguss mit den Jahren dunkler und das Aroma voller wird.

**11. Preis und Fälschungen:**

Preise finden sich in den gefundenen Quellen nicht. Banpen ist weniger bekannt als Lao Banzhang bei, den Beschreibungen zufolge, nahestehender Qualität — daraus ergibt sich das Hauptrisiko.

* **Wie man Fälschungen vermeidet:**
    * Die Hauptunterschiebung geht von Banpen aus, nicht zu ihm hin: Das Blatt des Nachbardorfes wird als Lao Banzhang verkauft. Die Aufschrift «[老班章](https://thetea.app/de/article/laobanzhang)» bei einem Preis nahe dem von Banpen ist ein Anlass zu fragen, woher das Blatt stammt.
    * Das Zeichen «勐海班盆茶» prüfen und dass der Hersteller im Kreis Menghai arbeitet; Teeklasse und Alter der Bäume bestätigt das Zeichen nicht.
    * Die Worte «[古树](https://thetea.app/de/article/gushu-dashu-taidi-yesheng)» (alte Bäume) auf der Verpackung sind eine Angabe des Verkäufers, kein Teil des Zeichens.
    * Ein Preis deutlich unter dem üblichen Niveau für alte Bäume des südlichen Menghai ist ein Grund für Zweifel.

**12. Interessante Fakten:**

* Die Beschreibungen nennen Höhe, Klima, Böden und Baumalter von Banpen und Lao Banzhang als nahezu gleich.
* Der Teeruhm verbindet Banpen mit Bulangshan, die administrative Liste mit Hekai.
* Eine Zeitung von 2022 und ein Teil der Handelsbeschreibungen schreiben den Dorfnamen mit einem anderen ersten Zeichen — 邦盆; Handelstexte erklären, dass beide Schreibungen den Klang wiedergeben.

**13. Vergleich mit benachbarten Tees:**

* **Lao Banzhang (老[班章](https://thetea.app/de/article/ban-zhang)):** Nachbardorf von Bulangshan, Maßstab kräftigen rohen Pu-Erhs; Banpen wird als charakterlich nahestehend und etwas weicher beschrieben.
* **Bulangshan (布朗山):** Bergmassiv, mit dem Banpen geschmacklich verbunden wird, obwohl das Dorf administrativ nach den meisten Quellen zu Hekai gehört.

**Zum Abschluss:**

Menghai Banpen Cha ist ein Zeichen für Tee eines Dorfes, das mit seinem Nachbarn Pech hatte. Zwei bis drei Kilometer von Lao Banzhang entfernt, in denselben Nebeln, liefert Banpen den Beschreibungen zufolge dichten, süßen und kräftigen rohen Pu-Erh, ist aber weniger bekannt. Das Zeichen bestätigt den Ortsnamen, legt aber weder Teeklasse noch Baumalter fest, und selbst die Zugehörigkeit des Dorfes teilen die Quellen zwischen Bulangshan und Hekai.
