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title: "Máchéng fúbáijú"
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updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Máchéng fúbáijú (麻城福白菊)

**Macheng Fubaiju** (*Máchéng fúbáijú*, 麻城福白菊) — die weiße Chrysantheme „Fubai“ aus Macheng: getrocknete Blütenstände der Chrysantheme aus den Bergen im Norden der kreisfreien Stadt Macheng (麻城市) in der Provinz Hubei, am südlichen Fuß des Dabie-Gebirges (大别山). Es handelt sich nicht um Tee aus dem Blatt der Teepflanze, sondern um einen Chrysanthemenaufguss, der nach Teegewohnheit getrunken wird; chinesische Quellen bezeichnen Fubaiju als medizinisches Rohmaterial, das sowohl gegessen als auch getrunken wird (药食兼用). Der Name ist in China seit 2008 geschützt, seit 2021 auch in der Europäischen Union, wo er in der Gruppe der Tees geführt wird.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Blütenaufguss, Teeersatz (代用茶, *dàiyòng chá*); Blätter von *Camellia sinensis* sind nicht enthalten, daher besitzt das Produkt keine Teeklasse.
* **Rubrik in der EU:** Die Spezifikation für das EU-Register ordnet das Produkt den „anderen Erzeugnissen des Anhangs I — Tee“ zu und übersetzt den Namen als „Macheng-Chrysanthementee“. Dies ist eine Warenrubrik, keine Botanik.
* **Kategorie:** Erzeugnis mit geografischer Angabe nach drei chinesischen Regelungen und in der EU (Abschnitt 2).
* **Herkunft:** China, Provinz Hubei (湖北, *Húběi*), bezirksfreie Stadt Huanggang (黄冈, *Huánggāng*), kreisfreie Stadt Macheng (麻城, *Máchéng*).
* **Schutzgebiet:** Nach der Spezifikation für die EU — fünf Großgemeinden und Gemeinden im Norden Machengs mit einer Fläche von 1520,7 km². Hauptgebiet ist die Großgemeinde Futianhe (福田河镇); verstreuter Anbau — Huangtugang (黄土岗), Chengmagang (乘马岗), Sanhekou (三河口) und Shunheji (顺河集). Das Gebiet grenzt im Norden an Henan und im Osten an Anhui.
* **Geografische Koordinaten:** 114°45′–115°20′ ö. L. und 31°20′–31°40′ n. Br. (laut Spezifikation).

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Song.** Xinhua und die Vertretung Chinas bei der EU schreiben, dass die Chrysantheme in Macheng seit der Song-Dynastie angebaut wird.
    * **997, der Überlieferung nach.** Die lokale Darstellung sagt, dass die Blume wild auf dem Gipfel des Dabie-Gebirges wuchs und im Jahr 997 von Daoisten des Tempels Chunyangsi (纯阳寺) in Futianhe rund um den Berg Chunyangshan verpflanzt wurde.
    * **Ming und Qing.** Nach derselben Darstellung dehnten sich die Pflanzungen mit Unterstützung von Söhnen Machengs — den Würdenträgern Zheng Yiwei (郑以伟), Mei Guozhen (梅国桢) und Mei Zhihuan (梅之焕) — aus den Höfen auf die Felder aus, und lokale Beamte begannen, die Chrysantheme als Tribut darzubringen.
    * **2008.** Das Landwirtschaftsministerium nahm den Namen mit Bekanntmachung Nr. 1054 vom 1. Juli in das Register der geografischen Angaben landwirtschaftlicher Erzeugnisse auf — in die erste Gruppe von 28 Erzeugnissen.
    * **2009.** Zertifizierungsmarke; der Monat wird in den Quellen unterschiedlich angegeben — Oktober und Dezember.
    * **2014.** Schutz als Erzeugnis mit geografischer Angabe, Bekanntmachung Nr. 39 des Hauptamts für Qualitätskontrolle. Das Datum wird in den Quellen unterschiedlich angegeben — 8. April und 5. Mai; eine Branchenzeitung schrieb 2017, dass das Erzeugnis die Prüfung der Aufsichtsbehörde bereits am 10. Dezember 2013 bestanden habe.
    * **2021.** Das Abkommen zwischen China und der EU trat am 1. März in Kraft; Fubaiju steht in der ersten Liste „100+100“, im EU-Register als geschützte geografische Angabe (Dossier PGI-CN-2746). Im selben Jahr wurde der Provinzstandard DB42/T 334-2021 „地理标志产品 麻城福白菊“ herausgegeben (veröffentlicht am 1. April, in Kraft seit 1. Juni).
* **Name:** Es gibt drei Erklärungen. Xinhua: wegen des großen Blütenstands mit schneeweißen Zungenblüten. Vertretung Chinas bei der EU: nach der Großgemeinde Futianhe. Lokale Version, als „man sagt“ vorgetragen: Im lokalen Dialekt klingt 湖北 (*Húběi*) wie 福白 (*fúbái*), und aus „Hubei-Chrysantheme“ wurde „Fubai“.
* **Kulturelle Bedeutung:** Lokale Materialien stellen Fubaiju neben die weiße Chrysantheme aus Hangzhou in Zhejiang und die weiße Chrysantheme aus Yancheng in Jiangsu in die Reihe der „drei weißen Chrysanthemen Chinas“.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Pflanze:** Maulbeerblättrige Chrysantheme, *Chrysanthemum morifolium*; in der Patentliteratur — Sortenbezeichnung *C. morifolium* cv. Fubaiju.
* **Serien:** Ein Patent unterscheidet unter Verweis auf einen Artikel von 2011 in der Zeitschrift „湖北农业科学“ eine weiße (白菊) und eine goldene (金菊) Serie; zur weißen gehören die „rotkernige große weiße“ (红心大白菊) und die „kleine weiße“ (小白菊).
* **Andere Namen:** 福田白菊, 湖北菊, 甘菊; auf dem Heilpflanzenmarkt — „Hubei-Blume“ (湖北花).
* **Blütenstand:** 2–5 cm; Zungenblüten etwa 22–25 mm lang und 5–7 mm breit (Spezifikation für die EU).
* **Rohmaterial:** Geöffnete Blütenstände und ungeöffnete Knospen — „Keim-Chrysantheme“ (胎菊, *tāijú*).

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Berge im Norden Machengs; Futianhe liegt auf der Wasserscheide zwischen Jangtse und Huai He, an den Quellen des Flusses Jushui.
* **Höhe:** Die Quellen weichen voneinander ab: Spezifikation für die EU — 200–800 m, Nachdruck der Bekanntmachung von 2014 — 600–1000 m.
* **Böden:** Gelbbraun, tiefgründig, wasserhaltend; organische Substanz 1,5 %, pH 6,0–7,5 (Spezifikation).
* **Klima:** Jahresdurchschnittstemperatur 13–16 °C, 1634–2249 Sonnenstunden, Niederschlag 1112,2–1688,7 mm, frostfreie Periode 237 Tage; die Bekanntmachung von 2014 ergänzt große Tagesamplituden.
* **Umfang:** Die Zahlen weichen ab: Branchenzeitung 2017 — mehr als 100 000 mu, Vertretung bei der EU 2021 — 80 000 mu, Xinhua 2023 — etwa 2000 ha.

**5. Herstellungstechnologie:**

* **Ernte:** Nach einem Bericht der „Hubei Ribao“ (November 2023) liegt der Höhepunkt der Ernte von Blütenständen und Knospen im November; der Blütenstand wird abgezupft, indem der Stiel zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten wird.
* **Erstverarbeitung** (ebenda, Werkstatt des Dorfes Yantouyuan, Großgemeinde Huangtugang):
    1. Sortieren nach Klassen und Entfernen von Verunreinigungen.
    2. Behandlung auf einer Linie, bezeichnet als „Fixierung und Entgiftung“ (杀青脱毒).
    3. Erste Trocknung bei hoher Temperatur — trocknet die äußere Schicht des Blütenstands.
    4. Abkühlen.
    5. Zweite Trocknung.
* **Endverarbeitung:** In den Fabriken der Stadt wird das Halbfertigerzeugnis desinfiziert, verpackt und gekennzeichnet.
* **Alte Methode:** Nach einem lokalen Bericht dämpften Familien zu Beginn der Reformzeit die Blüten zu „Fladen“ und trockneten sie an der Sonne; später verbreiteten sich Mikrowellen- und Dampffixierung.
* **Standard:** Die Technologie wird durch den Provinzstandard DB42/T 334-2021 festgeschrieben; sein Text wurde nicht eingesehen, Parameter werden nicht angeführt.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Die Referenzbeschreibung ist in der Bekanntmachung von 2014, bei Xinhua und in der Spezifikation für die EU gleich.

* **Erscheinungsbild des Trockenblatts:** Es gibt kein Blatt, das Erzeugnis besteht aus Blütenständen: groß und fleischig (朵大肥厚), Blütenblätter jadegrün-weiß (花瓣玉白), Blütenkern dunkelgelb (花蕊深黄).
* **Aroma des Trockenblatts:** In den gefundenen Quellen keine Beschreibungen.
* **Aroma des Aufgusses:** Rein und leicht (气清香).
* **Geschmack:** Süß und mild (味甘醇美).
* **Farbe des Aufgusses:** Klar, goldgelb mit grünlichem Schimmer (汤液清澈、金黄带绿).
* **Tassenboden (aufgegossenes Blatt):** In den gefundenen Quellen keine Beschreibungen.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

| Kennwert | Spezifikation für die EU | Bekanntmachung von 2014 |
| :--- | :--- | :--- |
| Gesamtflavonoide | 3,0–8,2 % | nicht weniger als 5 % |
| Chlorogensäure | 0,18–0,35 % | nicht weniger als 0,25 % |

Die unteren Enden der Bereiche liegen unter den Mindestwerten von 2014; wie dies im Standard von 2021 geregelt ist, lässt sich ohne dessen Text nicht klären.

**8. Nützliche Eigenschaften:**

Es gibt keine überprüften Daten über die Wirkung gerade dieses Erzeugnisses. Formeln der traditionellen Medizin („leitet Hitze aus“, „klärt die Sicht“) werden hier nicht als gesichert wiedergegeben.

**9. Aufguss:**

Übliche Praxis für Chrysanthemenaufguss. 3–5 g Blütenstände auf 200–250 ml Wasser von 85–95 °C, Glasgefäß oder Gaiwan, 2–4 Minuten für den ersten Aufguss, zwei bis vier Aufgüsse.

**10. Aufbewahrung:**

Übliche Praxis. Trocken, dunkel, in dicht verschlossenem Behälter, fern von Gerüchen: Blütenrohstoff ist hygroskopisch und verliert rasch an Aroma.

**11. Preis und Fälschungen:**

In den gefundenen Quellen gibt es keine Preisdaten.

* **Wie man Fälschungen vermeidet:**
    * Auf das Zeichen der geografischen Angabe achten; das Recht darauf erhalten Erzeuger des Gebiets vom Chrysanthemen-Branchenverband Machengs.
    * Die Herkunft aus den fünf Gemeinden im Norden Machengs prüfen.
    * Das Erscheinungsbild mit dem Referenzbild abgleichen: großer, fleischiger Blütenstand, weiße Blütenblätter, dunkelgelber Kern.

**12. Interessante Fakten:**

* Einen Namen schützen vier Instrumente: das Register landwirtschaftlicher Erzeugnisse, die Marke, die Regelung der Aufsichtsbehörde und das EU-Register.
* In der englischen Spezifikation wird der Inhaber als „Vereinigung der gesegneten Chrysantheme“ bezeichnet: Das Zeichen 福 wurde als „Segen“ übersetzt.
* Das Alter der Kultur wird in den Quellen unterschiedlich angegeben: „seit der Song-Dynastie“ und „fast 1500 Jahre“ (so schreiben „Hubei Ribao“ 2023 und „Nongmin Ribao“ 2024); mit der Song-Datierung geht die zweite Zahl nicht zusammen.

**13. Vergleich mit anderen Chrysanthemen und Tees:**

* **Chrysanthementee ([菊花茶](https://thetea.app/de/article/juhua-cha)):** Übersichtsartikel des Korpus über den Chrysanthemenaufguss im Allgemeinen.
* **Huangshan Gongju ([黄山贡菊](https://thetea.app/de/article/huangshan-gongju)):** Chrysantheme aus dem Kreis Shexian in der Provinz Anhui, ebenfalls mit geografischer Angabe.
* **Macheng Guishan Lücha ([麻城龟山绿茶](https://thetea.app/de/article/macheng-gui-shan-lucha)):** Echter grüner Tee aus derselben kreisfreien Stadt.

**Zum Abschluss:**

Macheng Fubaiju ist eine große weiße Chrysantheme mit dunkelgelbem Kern aus fünf Berggemeinden im Norden Machengs. Es gibt mehr Dokumente über sie als über viele Tees, doch sie weichen bei der Höhe des Gebiets und bei den Werten der Chlorogensäure voneinander ab, und das Erzeugnis selbst ist kein Tee, sondern ein Chrysanthemenaufguss.
