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title: "Gǔpá chá"
url: https://thetea.app/de/article/gupa-cha
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updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Gǔpá chá (古琶茶)

**Gupa Cha** (*Gǔpá chá*, 古琶茶) ist ein grüner Tee aus der Gemeinde Miaohuang (妙皇乡) im Kreis Xiangzhou (象州县) der bezirksfreien Stadt Laibin im zentralen Teil des Autonomen Gebiets Guangxi der Zhuang, von Hügeln am westlichen Fuß des Dayaoshan-Gebirges. Seinen Namen erhielt er nach dem Dorf Gupa (古琶村), das zum Dorfkomitee Sigao (思高村委) gehört. Der Name ist seit 2020 als landwirtschaftliche geografische Angabe geschützt, im Jahr 2025 wurde er von der Staatlichen Behörde für geistiges Eigentum (CNIPA) als Produkt mit geografischer Angabe anerkannt, und die Herstellungstechnik ist seit 2021 in die Liste des immateriellen Kulturerbes des Autonomen Gebiets aufgenommen.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Grüner Tee (绿茶, *lǜchá*). Die Wörter „绿茶“ stehen nicht im Schutzdokument; die Klasse ergibt sich aus der Technologie — Auslegen, Fixieren, Rollen, Formen, Trocknen, ohne Welken und Fermentation — und aus dem Erscheinungsbild: grünes Blatt, gelbgrüner Aufguss und Teeblatt am Boden.
* **Kategorie:** Grüner Tee aus Guangxi; landwirtschaftliche geografische Angabe (2020) und Produkt mit geografischer Angabe (CNIPA, Bekanntmachung Nr. 640, 2025).
* **Herkunft:** China, Autonomes Gebiet Guangxi der Zhuang (广西, *Guǎngxī*), bezirksfreie Stadt Laibin (来宾, *Láibīn*), Kreis Xiangzhou (象州, *Xiàngzhōu*), Gemeinde Miaohuang (妙皇, *Miàohuáng*).
* **Schutzgebiet:** 12 Verwaltungsdörfer der Gemeinde Miaohuang: Dasuo (大梭村), Pangu (盘古村), Longtou (龙头村), Xinzao (新造村), Lu (路村), Liao (寮村), Miaohuang (妙皇村), Shanding (山定村), Huahou (花侯村), Tangtou (塘头村), Qiaotou (桥头村) und Sigao (思高村). Antragsteller ist die technische Leitstation für technische Kulturen des Kreises Xiangzhou. Nach der Beschreibung der landwirtschaftlichen Angabe beträgt die Schutzfläche 1000 ha, die geschützte Menge 1100 t Trockentee.
* **Geografische Koordinaten:** 109°41′–109°51′ ö. L., 23°44′–23°56′ n. Br. — laut Schutzdokument.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Tang.** Eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2024 führt die Geschichte des Tees bis in die Tang-Zeit zurück und zitiert Worte aus dem „Klassiker des Tees“ (《茶经》) von Lu Yu: „象州茶，往往得之，其味极佳“ — „Tee aus Xiangzhou findet sich da und dort, sein Geschmack ist ausgezeichnet“; dies ist eine Wiedergabe der Veröffentlichung und keine wörtliche Zeile aus dem Klassiker. Gemeint ist das tangzeitliche Gebiet Xiangzhou insgesamt; das Dorf Gupa wird in diesen Worten nicht genannt.
    * **Ming.** Nach Mitteilung der Kreisverwaltung für Landwirtschaft (2024) und einem Bericht der „Laibin Ribao“ (2020) begann man hier zu Beginn der Ming-Zeit mit dem Teeanbau und trocknete den Tee von Hand im Kessel. Derselbe Bericht gibt eine lokale Version wieder: Ende der Ming-Zeit ließen sich Nachfahren des Fürsten von Jingjiang (靖江王) aus der Sippe Zhu in Nalu (纳禄) im Kreis Xiangzhou nieder und tranken den hiesigen Tee täglich, und in der Qing-Zeit wurde der Tee dem Hof dargebracht. Dokumente über eine Tributleistung finden sich in den aufgefundenen Materialien nicht.
    * **Unterschiedliche Datierungen.** Der einleitende Teil desselben Berichts spricht von einer Geschichte von „mehr als 200 Jahren“ des Gupa-Tees, während die Familienüberlieferung einer Sippe des Dorfes, wiedergegeben im Nachschlagewerk lokaler Produkte, von Vorfahren aus Xishan bei Guiping (桂平西山) erzählt, die Ende der Ming-Zeit kamen, und von über 400 Jahren. Welche Zahl zutrifft, lässt sich anhand der aufgefundenen Quellen nicht feststellen.
    * **2018–2020.** Ende 2018 wurde in Sigao eine neue Teefabrik errichtet; im Jahr 2020 investierte das Dorfkomitee 100.000 Yuan in sie. Im Mai 2020 erhielt der Name die landwirtschaftliche geografische Angabe.
    * **2021.** Die Herstellungstechnik des Xiangzhou Gupa Cha (象州古琶茶) wurde in die Liste des immateriellen Kulturerbes des Autonomen Gebiets aufgenommen (nach Mitteilung der Kreisverwaltung für Landwirtschaft, 2024).
    * **2023.** Die Standardisierungsvereinigung Guangxi veröffentlichte den Gruppenstandard T/GXAS 670—2023 „地理标志农产品 古琶茶“. Der Text des Standards liegt in den aufgefundenen Quellen nicht vor.
    * **2024.** Am 10. August zeigte die CCTV-Sendung „Immaterielles Erbe Chinas“ (《非遗里的中国》) in der Folge über Guangxi den Gupa Cha. Nach einer Veröffentlichung über diese Folge beträgt die Gartenfläche fast 3000 *mu*, über 200 Haushalte sind in den Sektor eingebunden, geerntet wird in allen vier Jahreszeiten, und das jährliche Produktionsvolumen übersteigt 30 Millionen Yuan.
    * **2025.** Die CNIPA-Bekanntmachung Nr. 640 (unterzeichnet am 16. Juli, veröffentlicht am 13. August) erkannte den Namen als Produkt mit geografischer Angabe an — Position 1144 von 1409.
* **Name:** 古琶 (*Gǔpá*) — das Dorf Gupa; 茶 — Tee. Ein lokaler Spruch, den die „Laibin Ribao“ (2020) anführt: „古朴出美女，古琶出好茶“; dessen zweite Hälfte bedeutet „Gupa bringt guten Tee hervor“.
* **Kulturelle Bedeutung:** Nach einer Veröffentlichung von 2024 wurden rund um die Gärten von Sigao ein Tourismuscamp und Exkursionen mit Pflücken und Verarbeitung von Tee eingerichtet, und der Kreis brachte mehr als zehn Produkte auf Basis dieses Tees heraus — von Gebäck mit Teefüllung (茶蓉饼) bis zu Tee mit Zitrone und Tee mit Milch. Nach einer Kreismitteilung von 2021 wird der Tee in Guangdong, Hunan, Anhui und Hebei verkauft und ist für die Bauern der Gemeinde eine Einkommensquelle.

**3. Botanische Beschreibung und Rohstoff:**

* **Sorte / Kultivar:** Laut Dokument — „古琶茶地方[群体种](https://thetea.app/de/article/qunti-zhong)“, die lokale Population Gupa Cha. Selektionssorten nennt das Dokument nicht.
* **Farbe der Knospen:** Nach einer Veröffentlichung von 2024 sind die Knospen grün, violett und purpurrot; die violette Farbe ist eine Folge der Pigmentierung des Blattes (紫化). Nach den Worten des Unternehmers, der die Fabrik in Sigao errichtete, gilt im Bericht von 2020 die purpurne Knospe ([紫芽](https://thetea.app/de/article/ziya-zijuan-puer)) als bestes Rohmaterial. Derselbe Bericht teilt mit, dass es in Sigao damals 40 *mu* verpflanzten Tees mit purpurnen Knospen gab und bei einem der Häuser des Dorfes ein hundertjähriger Teebaum wuchs.
* **Ernte:** Laut Dokument — nach Jahreszeiten und Partien, von Hand, durch „Anheben“ mit den Fingern (提采); das Blatt ist frisch, ganz, gleichmäßig, ohne Früchte, alte Blätter und Stängel. Bestes Rohmaterial — Knospe mit einem Blatt (一芽一叶), gutes — Knospe mit zwei Blättern.
* **Pflanzung:** Entlang der Höhenlinien in einer oder zwei Reihen — etwa 5000 Büsche pro *mu*, auf Terrassen etwa 7000; leichter und tiefer Schnitt wechseln sich ab.

**4. Terroir und Besonderheiten des Anbaus:**

* **Region:** Zentral-Guangxi, westlicher Fuß des Dayaoshan-Gebirges (大瑶山, *Dàyáo shān*); die Gärten von Sigao liegen am Berg Tiangaishan (天盖山), wo nach Kreismitteilung oft Nebel steht.
* **Anbauhöhe:** Hügel in **300–600 m** Höhe — nach der Beschreibung der landwirtschaftlichen Angabe.
* **Klima:** Südssubtropisches feuchtes Monsunklima. Sonnenschein — etwa 1650 Stunden pro Jahr, Durchschnittstemperatur — 20,8 °C, frostfreie Zeit — über 330 Tage, Niederschlag — etwa 1400 mm, relative Luftfeuchtigkeit — 77 %. Die Beschreibung der Angabe bringt den großen Tagestemperaturunterschied mit einem hohen Gehalt an Aminosäuren und einem relativ niedrigen an Koffein in Verbindung.
* **Böden:** Überwiegend rote Böden (红壤), organische Substanz im Mittel etwa 45 g/kg, pH 4,5–5,5 — nach der Beschreibung der Angabe. Das CNIPA-Dokument stellt an die Parzelle weitergehende Anforderungen: pH 4,5–6,5, gut dränierte offene Hänge, windgeschützt; bei Neigung bis 20° — Pflanzung entlang der Höhenlinien, bei 20–30° — Terrassen.
* **Wasser:** Bewässerung — mit Quellwasser aus dem Wasserschutzwaldreservat des Dayaoshan und mit Regenwasser.

**5. Herstellungstechnologie:**

Das Schutzdokument legt eine halbmechanisierte Verarbeitung fest: 鲜叶 → 摊放 → 杀青 → 揉捻 → 做形 → 烘干 → 提香. Dies ist die Beschreibung genau dieses Tees.

1.  **Auslegen (摊放, *tānfàng*):** In speziellen Behältern — im Frühjahr 6–8 Stunden, im Sommer und Herbst 3–4 Stunden, bis das Blatt weich wird, ein sauberes Aroma hervortritt und der Feuchtigkeitsgehalt auf etwa 70 % sinkt.
2.  **Fixieren (杀青, *shāqīng*):** Trommelmaschine, 260–280 °C; zartes Blatt bei klarem Wetter — etwa 4 Minuten, grobes, regen- oder taunasses — etwa 5 Minuten; Restfeuchte etwa 55 %.
3.  **Rollen (揉捻, *róuniǎn*):** Roller, 15–25 Minuten. Bei Rohmaterial der höchsten und ersten Sorte sollen sich mehr als 80 % des Blattes zu Fäden drehen, bei der zweiten Sorte mehr als 60 %, dabei tritt Saft aus.
4.  **Formen (做形, *zuòxíng*):** In der Trommel bei 120–180 °C etwa 6 Minuten, bis Aroma hervortritt und das Blatt sich leicht biegt.
5.  **Trocknen (烘干, *hōnggān*):** Der Trockner wird auf 100–120 °C aufgeheizt, getrocknet bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von 6–8 %, bis sich das Blatt zwischen den Fingern zu Pulver reiben lässt.
6.  **Aromaveredelung (提香, *tíxiāng*):** Röstmaschine, 90 °C, etwa 40 Minuten, bis unter 6 % Feuchte.

Die handwerkliche Herstellung beschreibt die Trägerin der Technik aus der Erbeliste so: Knospe mit einem Blatt, Auslegen, Fixieren bei hoher Hitze als Schlüsselschritt, manuelles Rollen, Trocknen mit Aromaveredelung.

Unter der Marke „象州古琶“ werden auch roter und weißer Tee hergestellt, darunter roter Tee aus violetten Knospen (紫芽象州古琶红茶); das Schutzdokument beschreibt nur den grünen.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Laut Schutzdokument:

* **Erscheinungsbild des trockenen Blattes:** Dicht gerollt, grün, mit Flaum (条索紧结，色绿有毫).
* **Aroma des trockenen Blattes:** Keine gesonderte Beschreibung in den aufgefundenen Quellen.
* **Aroma des Aufgusses:** Kräftig, mit blumiger Note (香气浓、有花香).
* **Geschmack:** Süßlich-weich (滋味甘醇).
* **Farbe des Aufgusses:** Gelbgrün, klar (汤色黄绿亮).
* **Teeblatt am Boden (aufgebrühtes Blatt):** Gelbgrün (叶底黄绿).

Roten Tee aus violetten Knospen, den das Dokument nicht abdeckt, beschreibt eine Veröffentlichung von 2024 so: roter Aufguss mit leichtem blauviolettem Schimmer, Knospen mit Flaum, anhaltendes Aroma.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Physikalisch-chemische Anforderungen des Schutzdokuments:

| Kennwert | Anforderung |
| :--- | :--- |
| Koffein | nicht weniger als 2 % |
| Tee-Polyphenole | nicht weniger als 20 % |
| Wasserlösliche Extraktstoffe | nicht weniger als 40 % |
| Freie Aminosäuren, Summe | nicht weniger als 4 % |

Dies sind Normen des Dokuments, keine Messwerte konkreter Partien. Die Beschreibung der landwirtschaftlichen Angabe verlangt zudem die Übereinstimmung mit den staatlichen Standards GB 2762 (Kontaminanten) und GB 2763 (Pestizidrückstände).

**8. Gesundheitliche Wirkung:**

Geprüfte Daten zur Wirkung genau dieses Tees liegen nicht vor.

**9. Zubereitung:**

Klassenübliche Praxis für grünen Tee.

* **Wassertemperatur:** 80–85 °C.
* **Teemenge:** 3 g auf 150 ml.
* **Gefäß:** Glasbecher oder weiße Gaiwan.
* **Ablauf:**
    1. Gefäß vorwärmen.
    2. Tee einfüllen und Wasser an der Wandung entlang zugießen.
    3. Erster Aufguss — nach 40–60 Sekunden.
    4. Trinken und einen Teil des Aufgusses stehen lassen.
    5. Zwei bis drei weitere Aufgüsse.

**10. Aufbewahrung:**

Klassenübliche Praxis. In luftdichter Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche; innerhalb eines Jahres verbrauchen.

**11. Preis und Fälschungen:**

Preise für fertigen Tee finden sich in den aufgefundenen Quellen nicht. Nach einer Kreismitteilung von 2024 kaufte das Unternehmen frisches Blatt von den Bauern zu 80 Yuan pro Jin (500 g) einzelner Knospen und zu 15 Yuan pro Jin für Knospen mit einem Blatt.

* **Wie Fälschungen vermeiden:**
    * Das besondere Zeichen der geografischen Angabe suchen: Das Recht darauf erhält ein Hersteller aus dem Gebiet über die Behörde für geistiges Eigentum des Kreises Xiangzhou, die Verwaltung Guangxis und die CNIPA.
    * Die Herkunft prüfen: eines der 12 Dörfer der Gemeinde Miaohuang.
    * Beachten, dass „古琶“ ein Dorfname ist und keine Klasse: roter und weißer Tee unter dieser Marke sind im Schutzdokument nicht beschrieben.

**12. Wissenswertes:**

* Das Schutzdokument gibt keine Gradskala an, teilt aber in den Rollregeln das Rohmaterial in höchste, erste und zweite Sorte.
* Das Fixieren erfolgt laut Dokument bei 260–280 °C, die Aromaveredelung dagegen bei nur 90 °C.
* Die Schwelle für freie Aminosäuren — nicht weniger als 4 % — liegt höher als beim roten Muzi Apo Cha ([木梓阿婆茶](https://thetea.app/de/article/muzi-apo-cha)) aus derselben Bekanntmachung Nr. 640 (über 2,5 %).

**13. Vergleich mit anderen Tees aus Guangxi:**

* **Jinxiu Hongcha ([金秀红茶](https://thetea.app/de/article/jinxiu-hongcha)):** Roter Tee des Dayaoshan-Gebirges in derselben bezirksfreien Stadt Laibin; Gupa Cha wächst am westlichen Fuß desselben Gebirges.
* **Xishan Cha ([西山茶](https://thetea.app/de/article/xishan-cha)):** Grüner Tee aus Guiping; nach Familienüberlieferung kamen die Vorfahren einer Sippe des Dorfes Gupa aus dem Gebiet bei Xishan.
* **Muzi Apo Cha (木梓阿婆茶):** Roter Tee aus dem Bezirk Guigang aus derselben Bekanntmachung Nr. 640.

**Zum Abschluss:**

Gupa Cha ist ein grüner Tee aus zwölf Dörfern der Gemeinde Miaohuang am westlichen Fuß des Dayaoshan, aus einer lokalen Population von Büschen mit grünen und violetten Knospen. Das Schutzdokument legt eine halbmechanisierte Technologie mit Parametern und das Erscheinungsbild fest — dichtes grünes Blatt mit Flaum, gelbgrüner Aufguss, blumiges Aroma. Geschützt ist er durch drei Schichten: die Angabe von 2020, das Erbe der Technik von 2021 und die Anerkennung der CNIPA von 2025; die frühe Geschichte stützt sich auf Nacherzählungen mit voneinander abweichenden Datierungen.
