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title: "Dūjiāngyàn cháyè"
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updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Dūjiāngyàn cháyè (都江堰茶叶)

**Dujiangyan Chaye** (*Dūjiāngyàn cháyè*, 都江堰茶叶) — „Teeblatt aus Dujiangyan“: ein grüner Tee des kreisfreien Stadtbezirks Dujiangyan (都江堰市) im Verwaltungsgebiet von Chengdu, Provinz Sichuan, am nordwestlichen Rand der Chengdu-Ebene, dort, wo der Minjiang aus dem Gebirge austritt. Seit 2016 ist der Name als landwirtschaftliche geografische Angabe geschützt, seit 2025 als Produkt mit geografischer Angabe, anerkannt von der Staatlichen Behörde für geistiges Eigentum (CNIPA). Zum Gebiet gehört der Berg Qingcheng Shan, dessen Tees laut der Erläuterung zur Angabenbeschreibung bereits in der Song-Zeit zu den Tributabgaben zählten.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Grüner Tee (绿茶, *lǜchá*). „茶叶“ (*cháyè*) bedeutet schlicht „Teeblatt“, und die Klasse ergibt sich aus der Technologie in den Schutztexten von 2016 und 2025: Fixierung (杀青), Rollen und zweite Röstung, ohne Oxidation.
* **Kategorie:** Grüner Tee aus West-Sichuan; Produkt mit geografischer Angabe (2025), seit 2016 auch landwirtschaftliche geografische Angabe.
* **Herkunft:** China, Provinz Sichuan (四川, *Sìchuān*), Stadt Chengdu (成都, *Chéngdū*), kreisfreier Stadtbezirk Dujiangyan (都江堰, *Dūjiāngyàn*).
* **Schutzgebiet:** 12 Gemeinden und Großgemeinden: Xiang’e (向峨乡), Daguan (大观镇), Qingchengshan (青城山镇), Zhongxing (中兴镇), Yutang (玉堂镇), Puyang (蒲阳镇), Guankou (灌口镇), Zipingpu (紫坪铺镇), Hongkou (虹口乡), Longchi (龙池镇), Tianma (天马镇) und Xujia (胥家镇). Antragsteller im Jahr 2025 ist die Volksregierung von Dujiangyan. Laut der Beschreibung von 2016 grenzt das Gebiet an Wenchuan, Pengzhou und Chongzhou; seine Fläche beträgt 71 700 ha.
* **Geografische Koordinaten:** 103°25′42″–103°47′00″ ö. L., 31°02′09″–31°44′54″ n. Br.; im Anforderungstext von 2025 sind die Breitengrade in umgekehrter Reihenfolge notiert.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte** (laut Erläuterung zur Angabenbeschreibung von 2016, im Nachdruck):
    * **Tang.** Unter den Abgaben der Shu-Tees schätzte der Hof besonders „Wuzui“ (乌嘴) und „Liuchuhua“ (六出花); die Erläuterung ordnet beide Dujiangyan zu.
    * **Teegärten.** Die Sammlung „Taiping guangji“ (太平广记, 978) erwähnt im Kreis Jiulong (九陇县, heute Pengzhou; damals unterstanden ihm die Gebiete östlich des Minjiang) den Teegarten des Zhang Shougui (张守圭), in dem jedes Jahr mehr als hundert Pflücker beschäftigt wurden.
    * **Song-Tribut.** Ein direktes Zeugnis für Qingcheng-Tee als Tribut findet die Erläuterung im „Taiping huanyu ji“ (太平寰宇记, 976–983): In der Rubrik „früherer Tribut“ des Kreises Yongkang jun (永康军) werden 紫背龙芽, 白背龙芽, 大鹤仙 und 小鹤仙 genannt.
    * **1674.** Nach einem in der Erläuterung zitierten Dokument wurden im 13. Jahr der Kangxi-Ära jährlich 800 jin Qingchenger Knospentee beschafft, davon 60 jin Auslese und 680 jin „Palast-Tee“.
    * **1912.** Zu Beginn der Republik bestanden auf dem Qingcheng Shan der Erläuterung zufolge noch umzäunte Gärten für diesen Tributtee.
    * **1981.** Qingcheng Xue Ya aus dem Kreis der Dujiangyan-Tees wurde nach Hongkong, Macau und Japan verkauft.
    * **2013.** Die Marke „Qingcheng Dao Cha“ (青城道茶) erhielt den ersten Preis des X. gesamtchinesischen Wettbewerbs für namhafte Tees „Zhongcha Bei“.
    * **2016.** Am 31. März genehmigte das Landwirtschaftsministerium die Registrierung der landwirtschaftlichen geografischen Angabe; Inhaber ist das Zentrum für die Verbreitung landwirtschaftlicher Technologie von Dujiangyan, Nummer der technischen Vorschrift — AGI2016-01-1869.
    * **2025.** Mit Bekanntmachung Nr. 625 der CNIPA (unterzeichnet am 1. April, veröffentlicht am 14. April) wurde der Tee als Produkt mit geografischer Angabe anerkannt. Im Mai führte die Stadt laut Lokalzeitung eine Verkostung des geschützten Tees durch, bei der sieben Unternehmen „Techniken der Teeherstellung — immaterielles Erbe“ (非遗制茶技艺) vorführten; welche genau, ist nicht gesagt.
* **Name:** 都江堰 — Dujiangyan, Stadt und Bewässerungssystem am Minjiang; 茶叶 — „Teeblatt“.
* **Kulturelle Bedeutung:** Laut der Erläuterung von 2016 besitzt der lokale Tee zwei provinzielle Warenzeichen und zehn führende Marken, darunter „Qingcheng“ (青城), „Qingchengshan“ (青城山), „Qingcheng Dao Cha“ (青城道茶) und „Qingcheng Piaoxue“ (青城飘雪).

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorten / Kultivare:** Nach den Anforderungen von 2025 — 黔眉502 (*Qiánméi 502*), 特早213 (*Tèzǎo 213*), 名选131 (*Míngxuǎn 131*), 福鼎大白茶 (*Fúdǐng dàbáichá*), 福选9号 (*Fúxuǎn 9*) und andere verbesserte Sorten. Die Beschreibung von 2016 verlangte lediglich lokale ertragreiche und widerstandsfähige Sorten der „besonders frühen Serie“.
* **Pflückstandard:** Einzelknospe, Knospe mit erstem sich entfaltendem Blatt, Knospe mit zwei Blättern.
* **Pflückweise:** Mit dem Fingernagel (掐采), durch Anheben (提手采) und mit beiden Händen (双手采).
* **Ernte:** Pflückzeiträume finden sich in den Quellen nicht.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Nahtstelle zweier Naturräume — des Longmen-Gebirges (龙门山) und des Scheitels des Schwemmfächers des Minjiang in der Chengdu-Ebene; das Relief fällt von Nordwesten nach Südosten ab.
* **Anbauhöhe:** Laut der Beschreibung von 2016 sind die Hauptböden des Gebiets Gebirgsgelberden in Höhen von 700–1200 m. Die Anforderungen von 2025 lassen ebene Flächen und sanfte Hänge von 3–15° zu.
* **Böden:** Gebirgsgelberden (山地黄壤) — mächtig, fruchtbar, reich an organischer Substanz, pH 4,5–6,5.
* **Klima** (laut Beschreibung von 2016): mittelsubtropisches Monsunklima. Jahresmitteltemperatur 15,2 °C, kältester Monat — 4,6 °C, wärmster — 24,4 °C; Niederschlag 1243,8 mm, Sonnenscheindauer 1016,9 Stunden pro Jahr, frostfreie Periode 280 Tage, mittlere mehrjährige relative Luftfeuchte 75 bis 80 %.
* **Wasser:** Flüsse des Minjiang-Systems und Kanäle des Bewässerungssystems von Dujiangyan.
* **Umfang:** Laut Beschreibung von 2016 — 1700 t Tee pro Jahr.

**5. Herstellungstechnologie:**

Die Schutzanforderungen von 2025 legen die Kette „Welken — Fixierung — Abkühlen — Rollen — zweite Röstung — Abkühlen — zweites Rollen — Trocknen — Lagerung“ fest:

1.  **Welken (摊放, *tānfàng*):** Parameter fehlen in den Anforderungen von 2025; die Beschreibung von 2016 nannte 6–12 Stunden, bis zu einer Feuchte von etwa 70 %.
2.  **Fixierung (杀青, *shāqīng*):** Drei Stufen, insgesamt 4–6 Minuten. Erste — Kessel mit 260–220 °C, bis das Blatt weich wird; zweite — um 20–30 °C niedriger, bis sich das Blatt weitgehend zu einer Teeform zusammenzieht und nicht mehr an der Hand klebt; dritte — etwa 200 °C.
3.  **Abkühlen (摊凉, *tānliáng*):** Unmittelbar nach dem Kessel, 30–60 Minuten.
4.  **Rollen (揉捻, *róuniǎn*):** „Zartes Blatt — leicht, grobes — kräftig“, „leicht — kräftig — leicht“. Zartes Blatt — 20–25 Minuten, grobes — nicht länger als 50 Minuten.
5.  **Zweite Röstung (杀二青, *shā èr qīng*):** Zunächst 180–150 °C, bis das Blatt weich wird; danach um 10–15 °C niedriger, mit den Griffen „drücken und reiben“ (压、磨), 3–5 Minuten, bis zu flacher, gerader Form.
6.  **Zweites Rollen (二揉, *èr róu*):** In der Beschreibung von 2016 — nach Bedarf.
7.  **Trocknen (烘干, *hōnggān*):** Parameter fehlen in den Anforderungen von 2025; die Beschreibung von 2016 nannte 90–100 °C, bis zum smaragdgrünen Blatt.
8.  **Lagerung (贮藏, *zhùcáng*):** In dicht verschlossenen Beuteln, bei einer Temperatur von nicht über 8 °C.

Die Texte widersprechen sich selbst: Sowohl in der Beschreibung von 2016 als auch in den Anforderungen von 2025 führt die Technologie das Blatt zu einer „flachen, geraden“ Form, während die Beschreibung des Erscheinungsbilds von einem „natürlich leicht gedrehten“ Teeblatt spricht; wie sich das vereinbaren lässt, erklären die Quellen nicht.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Nach den Schutzanforderungen von 2025:

* **Aussehen des trockenen Blatts:** Teeblatt natürlich, leicht gedreht (条索自然微卷), gelbgrün mit Flaum (黄绿带毫).
* **Aroma des trockenen Blatts:** Keine gesonderte Beschreibung in den gefundenen Quellen.
* **Aroma des Aufgusses:** Rein, mit Kastanienton, anhaltend (清香带栗香，持久).
* **Geschmack:** Frisch, belebend, weich und ausgewogen (鲜爽醇和).
* **Farbe des Aufgusses:** Gelbgrün, leuchtend.
* **Teeblatt nach dem Aufguss:** Gleichmäßig, gelbgrün, leuchtend.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

| Kennwert | Norm |
| :--- | :--- |
| Tee-Polyphenole | mindestens 20 % |
| Wasserlösliche Extraktstoffe | mindestens 40 % |
| Protein | mindestens 30 g/100 g |
| Summe der Aminosäuren | mindestens 3 % |
| Vitamin C | mindestens 200 mg/100 g |

Im Nachdruck der Beschreibung von 2016 ist dieselbe Protein-Norm an einer Stelle als 30 mg/100 g, an anderer als 30 g/100 g notiert; hier ist die Angabe aus den Anforderungen von 2025 wiedergegeben.

**8. Nützliche Eigenschaften:**

Geprüfte Daten zur Wirkung gerade dieses Tees liegen nicht vor.

**9. Zubereitung:**

Praxis der Klasse für grünen Tee. Wasser 80–85 °C, 3 g auf 150 ml, Glasbecher oder weißer Gaiwan. Wasser an der Wand entlang eingießen, erster Aufguss nach 40–60 Sekunden; trinken, einen Teil des Aufgusses zurücklassen und nachgießen — zwei bis drei wiederholte Aufgüsse.

**10. Lagerung:**

Praxis der Klasse: in luftdichter Verpackung, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche, besser im Kühlschrank; innerhalb eines Jahres aufbrauchen. Die Schutzanforderungen sind hier konkreter als üblich — nicht über 8 °C.

**11. Preis und Fälschungen:**

Angaben zu Preisen finden sich in den Quellen nicht.

* **So vermeidet man Fälschungen:**
    * Auf das besondere Zeichen der geografischen Angabe achten: Das Recht darauf erteilt einem Hersteller aus dem Gebiet die CNIPA auf Vorschlag der Stadt und der Provinz.
    * Prüfen, dass der Tee aus einer der 12 Gemeinden und Großgemeinden des Gebiets stammt.
    * Bedenken, dass der Name ein Gattungsname ist: Die Worte „Tee aus Dujiangyan“ ohne Zeichen bedeuten noch kein geschütztes Produkt.
    * Das Blatt ist gelbgrün mit Flaum; das Aroma ist rein, mit Kastanienton.

**12. Interessante Fakten:**

* Unter den Song-zeitlichen Tributtees von Qingcheng nennt die Erläuterung den „Großen“ und den „Kleinen unsterblichen Kranich“ — 大鹤仙 und 小鹤仙.
* Die Fixierung nach den Schutzanforderungen verläuft in drei Stufen, beginnend mit einem Kessel bei 260–220 °C.
* Im Jahr 1674 galten laut der Erläuterung von 800 jin Qingchenger Tee 680 als „Palast-Tee“.

**13. Vergleich mit anderen Sichuan-Tees:**

* **Qingcheng Xue Ya ([青城雪芽](https://thetea.app/de/article/qingcheng-xue-ya)):** Namhafter grüner Tee vom Berg Qingcheng Shan, der im Gebiet liegt; laut der Erläuterung von 2016 einer der Tees von Dujiangyan.
* **Emei Zhuyeqing ([峨眉竹叶青](https://thetea.app/de/article/emei-zhuyeqing)):** Flacher grüner Tee vom Berg Emei Shan; beim Dujiangyan Chaye gibt die Technologie die flache Form vor, nicht aber die Beschreibung des Erscheinungsbilds.
* **Tianfu Long Ya ([天府龙芽](https://thetea.app/de/article/tianfu-long-ya)):** Provinzielle Marke für Sichuan-Tee; Dujiangyan Chaye ist ein Name eine Ebene tiefer, auf Stadtebene.

**Fazit:**

Dujiangyan Chaye ist der Gattungsname für den Tee einer einzigen Stadt am Austritt des Minjiang aus dem Gebirge, hinter der der Schutz einen recht bestimmten grünen Tee festlegt: gelbgrünes Blatt mit Flaum, reines Aroma mit Kastanienton, heiße dreistufige Fixierung und Lagerung bei nicht über 8 °C. Geschichte leiht ihm der Berg Qingcheng Shan mit seinem Song-zeitlichen Tribut, und zwei Dokumente — von 2016 und 2025 — liefern eine ausführliche Technologie, beschreiben die Blattform jedoch unterschiedlich.
