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title: "Chángtài Tiānzhúyán chá"
url: https://thetea.app/de/article/changtai-tianzhuyan-cha
lang: de
updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Chángtài Tiānzhúyán chá (长泰天竺岩茶)

**Changtai Tianzhuyan Cha** (*Chángtài Tiānzhúyán chá*, 长泰天竺岩茶) ist ein Oolong aus dem Bezirk Changtai (长泰区) der bezirksfreien Stadt Zhangzhou im Süden der Provinz Fujian, benannt nach dem Tianzhuyan (天竺岩), einem alten Tempel auf dem Berg Fenghuangshan im Nordosten des Bezirks. „Yan“ (岩) ist hier Teil des Ortsnamens und kein Verweis auf den „Felsentee“ aus dem Wuyi-Gebirge. Der Name ist seit 2015 durch ein geografisches Zertifizierungszeichen geschützt. Das Register führt die Ware des Zeichens schlicht als „Tee“, und die Klasse legt der Zeichenstandard von 2021 fest: Es handelt sich um einen Oolong aus Fujian-Oolong-Sorten, hergestellt durch Welken, Bearbeitung des grünen Blattes und Rösten. Der Standard lässt zwei Erscheinungsbilder zu: ein helles mit roten Punkten auf den gerollten Blättern, „Felsen-Resonanz“ und goldgelbem Aufguss sowie ein dunkles mit orangerotem Aufguss und rotem Rand am aufgegossenen Blatt.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Oolong (乌龙茶, *wūlóngchá*). Die Klasse legt der Gruppenstandard T/CTNX 003-2021 „Geografisches Zertifizierungszeichen Changtai Tianzhuyan Cha“ fest, die Anforderungen an Tee unter dem Zeichen, geführt vom Zeicheninhaber selbst. Der Standard bestimmt diesen Tee als Produkt aus „besonderen Oolong-Sorten Fujians“ (福建地区特定乌龙茶茶树品种), hergestellt durch Welken, Bearbeitung des grünen Blattes, Fixieren, Rollen und Rösten. Dies ist dieselbe Abfolge, mit der der staatliche Technologiestandard für Oolong GB/T 35863-2018 (Punkt 3.1) den Oolong selbst definiert: 萎凋、做青、杀青、揉捻（或包揉）、干燥. Das provinzielle Zeichenverzeichnis führt die Ware weiter gefasst als „茶“, Tee allgemein; die frühere Karte ließ die Klasse unbestimmt, der Standard schließt diese Lücke.
* **Namensfalle:** „岩茶“ im Namen macht diesen Tee nicht zu einem Verwandten des Wuyi Yancha ([武夷岩茶](https://thetea.app/de/article/wuyi-yancha)): 天竺岩 ist der Name eines Ortes und eines Tempels.
* **Kategorie:** Oolong aus dem Süden Fujians mit geografischem Zertifizierungszeichen (2015) und Gruppenstandard des Zeichens (2021).
* **Herkunft:** China, Provinz Fujian (福建, *Fújiàn*), bezirksfreie Stadt Zhangzhou (漳州, *Zhāngzhōu*), Bezirk Changtai (长泰区, *Chángtài qū*); bis 2021 Kreis.
* **Gebiet:** Nach dem Zeichenstandard das heutige Verwaltungsgebiet des Bezirks Changtai (长泰区现辖行政区域); der Standard verweist auf Anhang A, doch im veröffentlichten Text fehlt der Anhang. Changtai gehört auch zum Verzeichnis der fünfunddreißig Einheiten der provinziellen Herkunftsangabe Fujian Oolongcha ([福建乌龙茶](https://thetea.app/de/article/fujian-wulongcha)).
* **Schutzregelung:** Geografisches Zertifizierungszeichen der Staatlichen Verwaltung für geistiges Eigentum Chinas (CNIPA) Nr. 13571586, Klasse 30, Ware Tee. Nach dem provinziellen Verzeichnis vom 30. Juni 2026 wurde das Zeichen am 28. März 2015 registriert, Inhaber ist die Vereinigung für den Vertrieb landwirtschaftlicher Erzeugnisse des Kreises Changtai (长泰县农产品流通协会), die Registrierung ist gültig. Qualitätsanforderungen stellt der Gruppenstandard T/CTNX 003-2021: veröffentlicht am 20. Juli 2021, in Kraft seit dem 1. August 2021, geführt von derselben Vereinigung. Erstellt wurde er von ihr, der Agrotechnik-Verbreitungsstation des Bezirks (漳州市长泰区农业技术推广站), einem Agrarunternehmen aus Fujian, einer Tee-Genossenschaft und einem Teeladen des Kreises Changtai.
* **Geografische Koordinaten:** In den gefundenen Quellen nicht angegeben.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Überlieferung.** Laut der Zeitschrift „Minnan feng“ (闽南风, 2022, Nr. 11) sagt man in Changtai seit der Tang- und Song-Zeit: „先有天竺岩，后有长泰置县“: „Zuerst war Tianzhuyan, danach wurde der Kreis Changtai eingerichtet“, und ebenso über den Regierungsbezirk Zhangzhou selbst.
    * **659.** Dieselbe Zeitschrift schreibt unter Verweis auf die „Chronik des Teewesens des Kreises Changtai“ (长泰县茶业志), dass im vierten Jahr Xianqing (显庆) der Tang-Dynastie Mönche des Tianzhuyan-Tempels begannen, Tee anzubauen und herzustellen. Die Chronik selbst habe ich nicht gesehen.
    * **Ende Yuan bis Anfang Ming.** Eine populäre Übersicht zu lokalen Produkten schreibt, die Großgemeinde Fangyang (枋洋镇) sei durch Berge und Flüsse mit den Teeorten des Nachbarkreises Anxi verbunden, die Techniken beider Orte hätten sich im Austausch entwickelt, und bis Ende Yuan bis Anfang Ming habe ein Teil des Tees gutes Aroma gehabt.
    * **Ming.** Dieselbe Übersicht schreibt unter Verweis auf die „Chronik des Kreises Changtai“ (长泰县志), in den Jahren Zhengde und Jiajing (正德, 嘉靖) sei Changtai-Tee als Tribut geliefert worden. Die Chronik habe ich nicht gesehen.
    * **Qing.** Laut Übersicht und Zeitschrift ging der Tee nach Südostasien, und auf Exportkisten der Teefirma Lin Wenpu (林文圃), von der Übersicht als Händler aus Anxi bezeichnet, stand die Aufschrift „天竺岩茶“. Dass Anxi-Tee damals geringer geschätzt wurde als Tianzhuyan-Tee, ist eine Einschätzung der Übersicht.
    * **2015.** Am 28. März wurde das Zeichen Nr. 13571586 registriert. Die benachbarte Nummer gehört einem Zeichen desselben Inhabers für Heil-Amomum (长泰砂仁).
    * **2021.** Laut einer Übersicht zum Bezirk wurde der Kreis Changtai am 2. Februar in einen Bezirk umgewandelt. Am 20. Juli wurde der Gruppenstandard des Zeichens T/CTNX 003-2021 veröffentlicht, mit der Bestimmung des Tees als Oolong, einer Sortenliste, Qualitätsgraden und physikalisch-chemischen Grenzwerten; in Kraft seit dem 1. August.
    * **2023.** Einem Bericht des Fernsehens von Zhangzhou zufolge schlossen sich vier Dörfer der Großgemeinde Fangyang, Qingyang (青阳), Chiling (赤岭), Shangyang (上洋) und Neifang (内枋), zusammen, um versuchsweise Tianzhuyan-Tee anzubauen. Anlass war dem Bericht zufolge die Marktsättigung: Die Dörfer waren durch die Nähe zu Anxi mit Tee reich geworden, und nun fördere der Bezirk die Bepflanzung brachliegender Flächen mit besseren Sorten unter der Marke „天竺岩茶“.
* **Name:** „Changtai“ (长泰) ist der Name des Bezirks. „Tianzhuyan“ (天竺岩) ist Tempel und Ort auf dem Berg Fenghuangshan (凤凰山). „Cha“ (茶) bedeutet „Tee“.
* **Kulturelle Bedeutung:** Die Zeitschrift beschreibt Tianzhuyan als Tempel auf dem „Kopf des Phönix“ des Berges Fenghuangshan, der ihren Worten zufolge einem Phönix mit ausgebreiteten Flügeln ähnelt; die Teegeschichte des Ortes führt sie auf Mönche der Tang-Zeit zurück.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorten / Kultivare:** Der Zeichenstandard nennt unter den „besonderen Oolong-Sorten“ Te Guanyin ([铁观音](https://thetea.app/de/article/tie-guanyin), *tiěguānyīn*), Jin Guanyin ([金观音](https://thetea.app/de/article/jin-guanyin), *jīnguānyīn*), Meizhan (梅占, *méizhàn*), Huang Guanyin ([黄观音](https://thetea.app/de/article/huang-guanyin), *huángguānyīn*), Dangui (丹桂, *dānguì*), Huang Jin Gui ([黄金桂](https://thetea.app/de/article/huangjin-gui), *huángjīnguì*) und Ben Shan ([本山](https://thetea.app/de/article/ben-shan), *běnshān*), Sorten, die von der staatlichen oder provinziellen Sortenkommission anerkannt sind, und lässt Raum für „hochwertige Oolong-Sorten“, die noch eingeführt werden. Der Bericht von 2023 über neue Pflanzungen nennt keine Sorten. Das Regierungsportal der Provinz Fujian (November 2023) gibt einen Rat der Tee-Vereinigung von Changtai wieder, alte Gärten von vier Dörfern zu erneuern, in denen Sorten Maoxie (毛蟹) und Ben Shan (本山) wuchsen, dort als minderwertig (低端) bezeichnet, obwohl Ben Shan auf der Sortenliste des Standards steht.
* **Pflückstandard:** Zarte Triebe im Stadium der „Öffnung“, von klein bis groß (嫩梢小开面至大开面, *xiǎo kāimiàn zhì dà kāimiàn*). Nach dem staatlichen Technologiestandard für Oolong GB/T 35863-2018 (Punkte 3.2 bis 3.4) bedeutet dies: Der Trieb hat eine ruhende Knospe gebildet, und die Fläche des obersten Blattes beträgt zwischen 20 und 30 % der Fläche des zweiten Blattes (kleine Öffnung) bis 71 bis 100 % (große Öffnung).
* **Erntezeit:** Der Zeichenstandard legt keine Erntetermine fest; andere Daten gibt es in den gefundenen Quellen nicht.
* **Anforderungen an das Rohmaterial:** Die oben genannten Oolong-Sorten, anerkannt von der staatlichen oder provinziellen Sortenkommission, sowie hochwertige Oolong-Sorten, die eingeführt werden; Blatt nur aus dem Gebiet des Bezirks Changtai.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Süden Fujians. Laut einer Übersicht zum Bezirk grenzt Changtai im Norden an den Kreis Anxi der Stadt Quanzhou, im Südosten an Xiamen. Die Fläche des Bezirks beträgt 912,67 km², davon Bergland 903.000 mu.
* **Gegend Tianzhuyan:** Nordosten des Bezirks, Berg Fenghuangshan. Laut der Zeitschrift sind die Hänge dort mit dichtem Wald bedeckt, Quellen fließen, Nebel halten sich: „eine für Tee geeignete Umgebung“. Höhenangaben fehlen in den gefundenen Quellen.
* **Klima und Böden:** Keine Daten in den gefundenen Quellen.

**5. Herstellungstechnologie:**

Die Arbeitsfolge legt der Zeichenstandard fest: Zuerst wird Rohtee hergestellt, „Maocha“ (毛茶, *máochá*), dann wird er veredelt. Temperaturen und Zeiten führt der Standard nicht an; die Erläuterungen zu den Schritten folgen dem allgemeinen Oolong-Schema.

1. **Welken (萎凋, *wěidiāo*):** Der Standard präzisiert nicht, ob in der Sonne oder im Raum.
2. **Bearbeitung des grünen Blattes (做青, *zuòqīng*):** Schütteln und Ruhe wechseln sich ab, die Blattränder oxidieren teilweise.
3. **Fixieren (杀青, *shāqīng*):** Hitze stoppt die Oxidation.
4. **Rollen (揉捻, *róuniǎn*) oder Rollen im Stoffsack (包揉, *bāoróu*):** Der Standard nennt drei Formen des fertigen Tees: Kugelform (圆结形), gedrehte Form (卷曲形) und Streifenform (条形). Kugeln entstehen nach GB/T 35863-2018 (Punkt 3.6) durch Rollen im Sack.
5. **Rösten (烘焙, *hōngbèi*):** Schließt den Rohtee ab.
6. **Veredelung:** Zusammenführen von Partien (归堆), Sieben (筛分), Windsichten (风选), Handverlesen (拣剔), erneutes Rösten (复火), Abkühlen (摊凉), Mischen zu einer einheitlichen Partie (匀堆) und Verpacken.

Der Standard verbietet das Färben des Tees und jegliche Zusätze, einschließlich Aromastoffe.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Die folgende Beschreibung stammt aus dem Zeichenstandard T/CTNX 003-2021. Der Standard lässt zwei Erscheinungsbilder zu; die Wörter „hell“ und „dunkel“ sind unsere, im Standard sind die Bilder nur durch „oder“ getrennt. Hell: Die gerollten Blätter sind dicht gedreht oder kräftig, gleichmäßig, mit öligem Glanz und deutlichen roten Punkten (红点明); das Aroma ist rein; der Geschmack weich, dicht, frisch, mit süßem Nachgeschmack und deutlicher „Felsen-Resonanz“ (岩韵明显); der Aufguss ist goldgelb; das aufgegossene Blatt ist weich, glänzend, gleichmäßig. Dunkel: kräftige Rollungen mit dunklem Glanz (乌润), dichtes, anhaltendes Aroma, weicher dichter Geschmack, klarer orangeroter Aufguss und roter Rand am weichen glänzenden aufgegossenen Blatt. Nach den Qualitätsgraden, höchster Grad (特级) und erster bis dritter, nennt der Standard folgende Merkmale.

* **Äußeres Erscheinungsbild des trockenen Blattes:** Höchster Grad dichte gedrehte Rollungen (紧结、卷曲) mit öligem Glanz, sauber und gleichmäßig; erster Grad kräftig (壮结), mit öligem Glanz; zweiter und dritter immer weniger kräftig, mit dunklem Glanz (尚乌润), weniger gleichmäßig.
* **Aroma des trockenen Blattes:** Beschreibt der Standard nicht gesondert.
* **Aroma des Aufgusses:** Höchster Grad frisch (清香); erster rein (清纯); zweiter ziemlich dicht, aber kurz (尚浓欠长); dritter etwas schwach (稍淡).
* **Geschmack:** Höchster Grad frisch, weich, süß und belebend (鲜醇甘爽); erster ziemlich weich und dicht (尚醇厚); zweiter ziemlich weich (尚醇); dritter ziemlich kräftig, etwas grob (尚浓稍粗).
* **Farbe des Aufgusses:** Höchster Grad orangegelb, klar und leuchtend (橙黄、清澈明亮); erster orangegelb und klar; zweiter orangegelb; dritter dunkel orangegelb (深橙黄). In der allgemeinen Beschreibung des hellen Bildes wird der Aufguss goldgelb genannt, in der Gradtabelle orangegelb.
* **Teegrund (aufgegossenes Blatt):** Höchster Grad fleischig, weich, glänzend und gleichmäßig (肥厚软亮、匀整); erster weich, glänzend, ziemlich gleichmäßig; zweiter ziemlich weich und gleichmäßig; dritter unzureichend gleichmäßig und glänzend (欠匀亮).

Populäre Übersichten beschreiben den Tee anders: dichtes gleichmäßiges Blatt von smaragdgrüner Farbe mit öligem Glanz (色泽翠绿油润), „Felsenknochen und Blumenaroma“ (岩骨花香), weicher, süßer und frischer Geschmack, klarer aprikosengelber Aufguss (清澈杏黄), adstringierend und ausdauernd bei wiederholten Aufgüssen. Mit der Beschreibung des Standards weicht das ab: Smaragdgrünes Blatt und aprikosengelben Aufguss nennt der Standard nicht, und für Tee unter dem Zeichen hat der Inhaber eben die Merkmale des Standards festgelegt.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Der Zeichenstandard legt physikalisch-chemische Grenzwerte fest, in Massenprozent:

* **Feuchte:** nicht mehr als 7,0 %.
* **Gesamtasche:** nicht mehr als 6,5 %.
* **Bruchtee:** nicht mehr als 16,0 %.
* **Staub:** nicht mehr als 1,3 %.
* **Wasserlösliche Stoffe (水浸出物):** nicht weniger als 32 %.
* **Rohfaser:** nicht mehr als 20 %.

Schadstoffe und Pestizidrückstände nach den allgemeinen Normen GB 2762 und GB 2763. Die Zahlen stammen aus der Textfassung des Standards in der Nationalen Digitalen Normenbibliothek (国家数字标准馆); ein Scan mit Siegel lag mir nicht vor. Daten zu Polyphenolen, Aminosäuren und Koffein gerade dieses Tees gibt es in den gefundenen Quellen nicht.

**8. Positive Eigenschaften:**

Geprüfte Daten zur Wirkung gerade dieses Tees gibt es nicht. Die lange Liste heilender Wirkungen aus populären Übersichten ist nicht durch Studien gestützt.

**9. Zubereitung:**

Praktische Vorgehensweise der Klasse für Oolong aus dem Süden Fujians.

* **Wassertemperatur:** 95 bis 100 °C.
* **Teemenge:** 7 bis 8 g auf ein Gaiwan von 110 ml.
* **Gefäß:** Gaiwan oder Yixing-Kanne.
* **Ablauf:**
    1. Gefäß vorwärmen.
    2. Tee einfüllen und das erste Wasser schnell abgießen.
    3. Erste Aufgüsse 10 bis 20 Sekunden.
    4. Mit jedem Aufguss die Zeit nach und nach verlängern.
    5. Guter Oolong hält sechs bis acht Aufgüsse aus.

**10. Lagerung:**

Der Zeichenstandard verlangt die Lagerung des Tees nach GB/T 30375-2013 und präzisiert selbst: sauberes, trockenes, belüftetes Lager ohne Gerüche, Kisten nicht näher als 200 mm am Boden und 300 mm an der Wand. Die Haltbarkeit des fertigen Tees beträgt laut Standard 18 Monate. Zu Hause gilt die Praxis der Klasse: in luftdichter Verpackung, ohne Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Gerösteter Oolong wird bei Raumtemperatur gelagert, frischer kühl, innerhalb eines Jahres trinken.

**11. Preis und Fälschungen:**

Preisdaten gibt es in den gefundenen Quellen nicht.

* **So vermeidet man Fälschungen:**
    * Auf das geografische Zertifizierungszeichen „长泰天竺岩茶“ Nr. 13571586 achten; Inhaber ist die Vereinigung für den Vertrieb landwirtschaftlicher Erzeugnisse von Changtai.
    * Prüfen, ob der Hersteller aus dem Bezirk Changtai stammt.
    * Laut Standard stehen auf der Verpackung Sorte, Herstellungsort, Standardnummer (T/CTNX 003-2021) und Qualitätsgrad, vom höchsten bis zum dritten.
    * Der Standard verbietet Färben und Aromastoffe: Aromatisierter Tee unter diesem Namen entspricht dem Standard nicht.
    * „岩茶“ auf der Verpackung nicht für Wuyi-Felsentee halten: Das ist ein anderer Ort und ein anderes Zeichen.

**12. Interessante Fakten:**

* In der Qing-Zeit wurde der Name „天竺岩茶“ lokalen Texten zufolge auf Exportkisten gedruckt, lange vor dem Zeichen.
* Der Zeicheninhaber besitzt weitere Zeichen von Changtai, für Süßkartoffel, Mandarine, Ponkan, Amomum und Rotreiswein.
* Der Zeichenstandard lässt zwei Erscheinungsbilder eines Tees zu: ein helles mit goldgelbem Aufguss und ein dunkles mit orangerotem; „Felsen-Resonanz“ nennt er nur beim hellen.
* Acht Jahre nach der Registrierung des Zeichens, 2023, schlossen sich vier Dörfer Fangyangs zusammen, um versuchsweise Tee unter diesem Namen anzupflanzen.

**13. Vergleich mit anderen Oolongs:**

* **Wuyi Yancha (武夷岩茶):** Felsentee aus dem Wuyi-Gebirge im Norden der Provinz, Namensvetter über das Wort „岩茶“, aber eine andere Ecke, ein anderes Zeichen und eine andere Schule.
* **Te Guanyin (铁观音):** Oolong aus dem Nachbarkreis Anxi, mit dem Fangyang lokalen Texten zufolge stets Techniken austauschte.
* **Pinghe Bai Ya Qi Lan ([平和白芽奇兰](https://thetea.app/de/article/pinghe-bai-ya-qi-lan)):** Oolong aus dem Kreis Pinghe derselben Stadt Zhangzhou.
* **Nanjing Tulou Cha ([南靖土楼茶](https://thetea.app/de/article/nanjing-tulou-cha)):** Oolong aus dem Kreis Nanjing derselben Stadt, mit Zeichen auf Oolong (2022).
* **Fujian Oolongcha (福建乌龙茶):** Provinzielle Dach-Herkunftsangabe, zu deren Gebiet auch Changtai gehört.

**Zum Abschluss:**

Changtai Tianzhuyan Cha ist ein Oolong mit dem Namen eines Bergtempels, den die lokale Überlieferung für älter hält als den Kreis. Das Zeichen von 2015 schützt „Tee“ allgemein, und der Zeichenstandard von 2021 präzisiert: Es ist ein Oolong aus Fujian-Oolong-Sorten, hell mit roten Punkten auf den Rollungen, Felsen-Resonanz und goldgelbem Aufguss, oder dunkel mit orangerotem Aufguss. Die Geschichte des Namens ist lang, von Tang-Mönchen bis zu Exportkisten der Qing-Zeit, und das heutige Leben beginnt neu: Seit 2023 pflanzen vier Dörfer Fangyangs an der Grenze zu Anxi versuchsweise Tee unter diesem Namen an.
