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title: "Bǐjià chá"
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updated: 2026-10-08
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Bǐjià chá (笔架茶)

**Bi Jia Cha** (*Bǐjià chá*, 笔架茶; in Texten des Bezirks und der Stadt auch 笔架山茶, „Tee vom Berg Bijia Shan“) ist ein lokaler Tee vom Berg Bijia Shan (笔架山) in der Großgemeinde Taihe (太和镇) des Stadtbezirks Qingxin (清新区) der bezirksfreien Stadt Qingyuan (清远市), Provinz Guangdong. Nach der Technologie handelt es sich um einen grünen Tee, der anschließend gelagert wird. Das traditionelle Handwerk wird vom Bezirk wie folgt beschrieben: Fixierung durch Rösten im Eisenwok, manuelles Rollen, Räuchern über offenem Feuer aus Kiefernholz und Nachtrocknen über Holzkohle im Bambuskorb; der fertige Tee wird danach gelagert. Das Herstellungsverfahren „笔架茶制作工艺“ wurde 2018 in die provinzielle Liste des immateriellen Kulturerbes von Guangdong aufgenommen, der Tee 笔架茶 selbst 2017 in das provinzielle Verzeichnis regionaler Marken. In Dokumenten ist das Verfahren unter dem Punkt Oolong eingetragen, und der städtische Plan nennt den Tee „Tee der späten Fermentation“, doch die Technologiebeschreibungen stützen diese Etiketten nicht.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Grüner Tee (绿茶, *lǜchá*) mit Lagerung. Die Klasse ist nach der Technologie bestimmt, wie es der nationale Standard für Tee-Klassifikation GB/T 30766-2014 verlangt: Er teilt Tee vor allem nach der Verarbeitungsweise ein. Grünen Tee definiert der Standard als Produkt aus frischem Blatt, das Fixierung (杀青, *shāqīng*), Rollen (揉捻, *róuniǎn*) und Trocknung durchlaufen hat. So beschreiben das Handwerk auch Publikationen des Bezirks, der Text der bezirklichen Kulturbehörde und einer der Produzenten: Der erste thermische Schritt ist Fixierung, danach Rollen und Trocknung. Weder der Schritt 做青 (*zuòqīng*), ohne den es keinen Oolong gibt, noch feuchtes Stapeln [渥堆](https://thetea.app/de/article/wodui) (*wòduī*), ohne den es keinen dunklen Tee gibt, kommt in irgendeiner gefundenen Beschreibung vor. Nach der Trocknungsart steht der traditionelle Tee dem Typ 烘青 (*hōngqīng*) nahe: Nach GB/T 30766-2014 sind das grüne Tees, die hauptsächlich durch Erhitzen (烘) getrocknet werden, nicht durch Rösten im Wok oder in der Trommel. Der Unternehmensstandard der Genossenschaft vom Berg Bijia Shan heißt laut Karteikarte eines Standardaggregators „绿茶（笔架茶）“, „grüner Tee (Bi Jia Cha)“; in seiner Etappenliste geht der Fixierung ein Welken (萎凋, *wěidiāo*) voraus, 做青 fehlt. In der Lebensmittellizenz eines Produzenten ist 笔架茶 laut Fragment des amtlichen Suchindexes im Abschnitt grüner Tee eingetragen.
* **Warum in Dokumenten andere Klassen vorkommen:** Die Quellen weichen bei den Etiketten ab, nicht bei der Beschreibung der Technologie. In der provinziellen Erbeliste ist das Handwerk als Erweiterung zum allgemeinen Punkt „乌龙茶制作技艺“, „Technik der Oolong-Herstellung“, eingetragen. Der städtische Entwicklungsplan der Teebranche von 2013 nennt 笔架山茶 laut Fragment des amtlichen Suchindexes (das Dokument selbst ist nicht geöffnet) zusammen mit Pukeng Cha „[后发酵](https://thetea.app/de/article/houfajiao)茶“, „Tees der späten Fermentation“. Die Enzyklopädie 360百科 gibt die Meinung eines nicht genannten Fachmanns wieder, der Anfang der 1960er Jahre auf dem Berg war, 笔架茶 gehöre zu 青茶, also zu den Oolongs, und schreibt, die Methode sei der Herstellung des roten Tees Xiaozhong (小种红茶) „ein wenig ähnlich“. Keine dieser Quellen beschreibt 做青, 渥堆 oder eine Oxidation des Blattes, und die Technologie beginnt in der Nacherzählung derselben 360百科 mit der Fixierung im Eisenwok. Warum das Handwerk ausgerechnet dem Oolong-Punkt zugeordnet wurde, erklären die Quellen nicht. Am Fehlen eines Handwerks für grünen Tee in der Liste liegt es nicht: Nach Angaben des provinziellen Portals lokaler Chroniken wurde das Handwerk des grünen Tees 玉湖炒茶制作技艺 bereits 2012 in die provinzielle Liste aufgenommen. Ob es bis 2018 in der Liste einen allgemeinen Punkt „绿茶制作技艺“ gab, ist nicht geklärt.
* **Kategorie:** Lokaler „Bergtee“ des Bezirks, keine Busch-Sorte und keine Marke eines einzelnen Herstellers. Einer der „acht Bergtees“ von Qingxin (八大山茶, *bā dà shānchá*), neben Pukeng Cha (蒲坑茶). Die vollständige Liste der acht führt die Guangdong-Publikation „Nanfang+“ (南方+, 2022) an: 笔架茶、蒲坑茶、骆坑茶、石坎木古营茶、鱼坝风云茶、秦皇山茶、禾云飞鹅茶、石马大坑茶.
* **Herkunft:** China, Provinz Guangdong (广东, *Guǎngdōng*), bezirksfreie Stadt Qingyuan (清远, *Qīngyuǎn*), Stadtbezirk Qingxin (清新, *Qīngxīn*), Großgemeinde Taihe (太和, *Tàihé*), Berg Bijia Shan (笔架山, *Bǐjià shān*).
* **Hauptanbaugebiet:** Nach dem Text des Bezirks zur Aufnahme des Handwerks in die Erbeliste (2018) sind das Hauptanbaugebiet (主要产地) sechs Dorfkomitees des Forstbetriebs Bijia Shan (笔架林场, *Bǐjià línchǎng*): Kengkou (坑口), Kengwei (坑尾), Zhongshan (中山), Genzhuyuan (根竹园), Sankengtan (三坑滩) und Tianbian (田边). Die Quelle spricht vom Hauptgebiet, nicht vom einzigen; eine amtlich festgelegte Anbauregion gibt es in den gefundenen Quellen nicht. Wie sich der Forstbetrieb administrativ zur Großgemeinde Taihe verhält, erklären die Quellen nicht.
* **Kein Yingde-Tee:** Keine gefundene Quelle rechnet Bi Jia Cha zu Yingde (英德), dem anderen kreisfreien Bezirk desselben Kreises. „Nanfang+“ (2022) teilt den Kreis Qingyuan in drei Teezonen ein: eine Zone für roten Tee mit Zentrum in Yingde, eine Zone für Hochland-Grüntee im Norden und eine Zone für Tees mit gereiftem Aroma (陈香, *chénxiāng*) aus mittel- und kleinblättrigen Sorten, hauptsächlich im Stadtbezirk Qingxin.
* **Geografische Koordinaten:** Werden in den gefundenen Quellen nicht angegeben.
* **Standards:** Eine Suche in der nationalen Datenbank lokaler Standards nach 笔架茶 und 笔架山 ergab keine Treffer. Nach Karteikarten von Standardaggregatoren existiert der Gruppenstandard T/QYZL 9-2020 „清新笔架茶生产技术规程“, „Technische Regeln für die Produktion von Qingxin Bi Jia Cha“, veröffentlicht am 12. August 2020. Er deckt Standortwahl, Pflanzung, Boden und Düngung, Buschformung, Schädlings-, Krankheits- und Unkrautbekämpfung sowie Ernte ab, regelt aber nicht die Verarbeitung; die Aggregatoren weichen bei der Bezeichnung der herausgebenden Organisation voneinander ab. Nach einer Aggregator-Karteikarte veröffentlichte die Genossenschaft 清远市清新区笔架山农业专业合作社 am 1. August 2021 den Unternehmensstandard Q/BJS 0002 S-2021 „绿茶（笔架茶）“ und führte ihn am 1. September ein; als Datum der Aufhebung nennt derselbe Aggregator den 18. Oktober 2026. Die Texte beider Standards wurden nur in der Nacherzählung der Aggregatoren gelesen. „Nanfang+“ (2022) schreibt, dass sich für 笔架茶 und Pukeng Cha „allmählich technische Verarbeitungsregeln herausgebildet haben“, nennt aber keinen Dokumenttitel.
* **Erbe:** Durch Beschluss der Provinzregierung von Guangdong 粤府函〔2018〕116号 vom 12. Mai 2018 wurde „笔架茶制作工艺“ in die provinzielle Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen: in die Erweiterungsliste, die zusammen mit der 7. Gruppe verkündet wurde, als Ergänzung zum Punkt Ⅷ－74 „乌龙茶制作技艺“; Antragsteller ist der Stadtbezirk Qingxin. Der Bezirk selbst nennt das eine Aufnahme in die siebte provinzielle Gruppe. Der Status bezieht sich auf das Handwerk, nicht auf Sorte oder Ware.
* **Regionale Marke:** Durch Entscheidung vom 15. November 2017 wurde 笔架茶 in das zweite provinzielle Verzeichnis „berühmter, besonderer, qualitativ hochwertiger und neuer“ landwirtschaftlicher Produkte von Guangdong aufgenommen (广东省第二届名特优新农产品目录) als regionale öffentliche Marke des Kreises Qingyuan, Position 283. Das Markenverzeichnis ist weder Standard noch geografische Angabe.
* **Geografische Angabe:** Nicht festgestellt: Das Register für Marken und geografische Angaben wurde nicht geprüft.

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Überlieferung aus der Tang-Zeit.** Eine Publikation der Bezirksbehörde (2025) und die Presse wiederholen die Überlieferung, schon zur Tang-Dynastie (唐, *Táng*) sei Tee vom Berg Bijia Shan über das Meer gegangen. Eine dokumentarische Bestätigung findet sich in den gefundenen Quellen nicht: Es handelt sich um Überlieferung, nicht um Chronik.
    * **Ming und Qing.** Ein heimatkundlicher Abriss auf der Website des Stadtbezirks Qingcheng desselben Kreises schreibt, „seit der Ming- und Qing-Zeit“ sei 笔架茶 zusammen mit anderen besonderen Produkten Qingyuans über die Handelsstraßen Shangguo und Xiaguo (上下廓街) bekannt geworden. Woher diese Angaben stammen, gibt der Abriss nicht an.
    * **2017.** Regionale Marke im provinziellen Verzeichnis, Position 283.
    * **2018.** Handwerk in der provinziellen Liste des immateriellen Kulturerbes.
    * **2020–2021.** Nach Karteikarten von Aggregatoren: Gruppenstandard für Anbau und Ernte (2020) und Unternehmensstandard „绿茶（笔架茶）“ einer Genossenschaft (2021).
    * **2025.** Bezirkliche Unternehmen zeigten 笔架茶 zusammen mit Pukeng Cha am Stand „Qingxin Shantea“ der Frühjahrs- und Herbstausgabe der China (Guangzhou) International Tea Expo. Im August erläuterte ein Träger des Handwerks laut Bericht der bezirklichen Abteilung für „geistige Zivilisation“ (文明办) in einer Abendschulstunde die „sieben Schritte“ der traditionellen Technologie, den typischen „Rauchgeschmack“ (烟火味, *yānhuǒwèi*) und die Reifung (陈化, *chénhuà*); die sieben Schritte selbst werden im Bericht nicht aufgezählt.
* **Name:** 笔架 (*bǐjià*) bedeutet „Pinselständer“, 山 (*shān*) „Berg“, 茶 (*chá*) „Tee“. 笔架茶 ist Tee vom Berg Bijia Shan, dem „Pinselständerberg“; warum der Berg so heißt, wird in den geprüften Quellen nicht gesagt. In Texten des Bezirks und der Stadt begegnet auch die volle Form 笔架山茶. Das Handwerk heißt in den Erbelisten „笔架茶制作工艺“, daneben kommen „笔架茶制作技艺“ und „笔架茶制茶工艺“ vor. In den gefundenen Quellen erscheint der Name des Tees lateinisch nur in englischen Titeln wissenschaftlicher Artikel als Bijia Tea und BiJia Tea, ohne Töne; die tonale Lesung *Bǐjià chá* ist Wörterbuchlesung.
* **Kulturelle Bedeutung:** Bi Jia Cha ist einer der „acht Bergtees“ des Bezirks, die die bezirkliche Versorgungs- und Absatzgenossenschaft 2025 gemeinsam auf der provinziellen Teekultursaison präsentierte. Im Dorf Kengkou (坑口村) der Großgemeinde Taihe wird 笔架茶 laut Bericht von „Nanfang+“ (2022) im Programm „ein Dorf, ein Produkt“ (一村一品, *yī cūn yī pǐn*) unter Führung eines lokalen Teeunternehmens entwickelt. Der Bezirk betrachtet Lagerung als Wert: Über die „acht Bergtees“ insgesamt schreibt er, je länger der Tee gelagert werde, desto höher sei sein Trinkwert.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorte / Kultivar:** Eine registrierte Sorte nennen die gefundenen Quellen nicht; welcher Busch dem Tee zugrunde liegt, ist durch geprüfte Texte nicht geklärt. Nach der Nacherzählung eines Aggregators erstreckt sich der Unternehmensstandard der Genossenschaft auf Blatt des lokalen Hochlandtees vom Berg Bijia Shan (本土茶, *běntǔ chá*) oder mittel- und kleinblättriger Büsche. Ein wissenschaftlicher Artikel von 2019 vergleicht die Gewinnung von Setzlingen des 笔架茶 durch Gewebekultur mit üblicher Aussaat und Stecklingsvermehrung.
* **Ernte:** Nach einem Bericht des Bezirksfernsehens (2017) wird früher Frühlingstee geerntet: vor dem Qingming-Fest (明前, *míngqián*), wenn das Blatt „halb geöffnet“ ist (半开面, *bàn kāimiàn*). Andere Erntezeiten nennen die Quellen nicht.
* **Erntestandard:** Eine Knospe mit zwei Blättern, so schreiben der Bericht des Bezirksfernsehens (2017) und eine Zeitung (2022) mit den Worten des Direktors eines der Unternehmen. Ein Produzent des Bezirks lässt eine Knospe mit einem oder zwei Blättern zu: Zu zartes Blatt gebe, so seine Worte, „nicht den Geschmack des 笔架茶“, zu grobes verderbe den Geschmack. Der Gruppenstandard von 2020 enthält Ernteregeln, sein Text wurde jedoch nicht gelesen.
* **Anforderungen an das Rohmaterial:** Stilistische Anforderungen finden sich in den gelesenen Quellen nicht. Bekannt ist die Praxis eines Unternehmens: Nach Aussage seines Direktors (2022) wird das Blatt sofort verarbeitet und nicht über Nacht gelassen: „vom Garten in die Tasse in höchstens 24 Stunden“, und aus fünf Jin (斤, *jīn*) frischem Blatt entsteht gewöhnlich ein Jin Frühlingstee. Das ist die Praxis eines Unternehmens in einer Saison, keine Anforderung an das Rohmaterial von Bi Jia Cha.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Berg Bijia Shan in der Großgemeinde Taihe des Stadtbezirks Qingxin. Der Bezirk nennt den Berg unter den drei städtischen Naturschutzgebieten (市级自然保护区) von Qingxin, und die Provinzabteilung für Kultur und Tourismus nennt das Tourismusgebiet des Berges Bijia Shan unter den Ressourcen der Großgemeinde.
* **Vegetation:** Der Bezirk (2018) schreibt, der Berg sei reich an Vegetation und Wasser, und die Hänge seien durchgehend mit Kiefern und Bambus bedeckt (漫山松竹, *mànshān sōngzhú*). Damit erklärt er, dass 笔架茶 mehr „Kiefern- und Bambusnote“ im Aroma habe als Pukeng Cha.
* **Anbauhöhe:** Höhenangaben zu den Teegärten machen die Quellen nicht. Der Hauptgipfel des Berges, Huajian (花尖峰), liegt laut Bericht der Bezirksbehörde (2025) bei etwa 740 m über dem Meeresspiegel.
* **Klima:** Daten finden sich in den gefundenen Quellen nicht.
* **Böden:** Daten finden sich in den gefundenen Quellen nicht.

**5. Produktionstechnologie:**

Ein regionaler Standard für die Verarbeitung wurde nicht gefunden: Der Gruppenstandard von 2020 regelt nur Anbau und Ernte. Die traditionelle Methode ist aus kurzen Beschreibungen des Bezirks, eines Produzenten und des Bezirksfernsehens bekannt. Außer einigen Zahlen eines Teemeisters und eines Produzenten nennen die Quellen keine Parameter, und die Reihenfolge einzelner Arbeitsschritte weicht in den Beschreibungen voneinander ab. Ein Überblick von 2017 mit einem Abschnitt zur Verarbeitung wurde nur in der Zusammenfassung gelesen.

Traditionelle Methode:

1.  **Ernte und Abtrocknen.** Nach Aussage des Teemeisters im Bericht des Bezirksfernsehens (2017) wird das gepflückte Blatt zunächst von Feuchtigkeit getrocknet (待水分晾干). Der Schritt 做青, jene mechanische Bearbeitung, bei der nach GB/T 30766-2014 die Blattränder beschädigt und teilweise oxidiert werden, fehlt in jeder Beschreibung.
2.  **Fixierung im Eisenwok (铁镬炒青, *tiěhuò chǎoqīng*).** Das Blatt wird im Eisenwok geröstet, um die Wirkung seiner Enzyme zu stoppen. Derselbe Teemeister hält den Wok „über dreihundert Grad“ (300多度); die Maßeinheit nennt der Bericht nicht. Ein Produzent schreibt, das Blatt werde nach der Fixierung abgekühlt und erst dann gerollt.
3.  **Manuelles Rollen (手工揉捻, *shǒugōng róuniǎn*).** Nach Aussage des Teemeisters wird das Blatt etwa 15 Minuten in eine Richtung gerollt, bis es sich zu Strängen (条索, *tiáosuǒ*) dreht.
4.  **Räuchern mit Kiefernrauch (松柴明火烟熏, *sōngchái mínghuǒ yānxūn*).** Das Blatt wird über offenem Feuer aus Kiefernholz gehalten, damit es Rauch aufnimmt. Wann genau, darin weichen die Quellen voneinander ab: Der Text des Bezirks zum Handwerk (2018) setzt das Räuchern nach Fixierung und erstem Rollen an, das Bezirksfernsehen während des Röstens im Wok, bei schnellem Wenden des Blattes. Ein Produzent schreibt, beim Räuchern über dem Kiefernfeuer werde das Blatt alle 10 Minuten gewendet.
5.  **Trocknung über Holzkohle im Bambuskorb (竹箩炭火焙干, *zhúluó tànhuǒ bèigān*).** Nach Aussage des Teemeisters etwa eine Stunde, mit Wenden alle 10 Minuten, bis das Blatt bläulich-schwarz wird (乌黑, *wūhēi*). Ein Produzent beschreibt die Farbe des fertigen Rothees als „grau-schwarz mit Grünstich“ (灰黑色带青).
6.  **Lagerung ([藏茶](https://thetea.app/de/article/zangcha), *cángchá*).** Der Bezirk zeigt Lagerung als Teil der Handwerksschritte, und im Bericht von 2025 spricht ein Handwerksträger von Reifung (陈化). Ein Produzent schreibt, der Rothee (毛茶, *máochá*) werde nicht sofort getrunken und zwei bis drei Jahre in Säcken gelagert; der Teemeister rät zu etwa drei Jahren; 360百科 nennt ein bis zwei Jahre. Eine einheitliche Dauer geben die Quellen nicht an.

**Unternehmensstandard.** Nach der Nacherzählung eines Aggregators beschreibt der Standard Q/BJS 0002 S-2021 der Genossenschaft vom Berg Bijia Shan die Herstellung von „grünem Tee (笔架茶)“ über Welken (萎凋), Fixierung, Rollen, Auflockern der Klumpen (解块, *jiěkuài*), Erströsten (初次炒干, *chūcì chǎogān*), Trocknen (烘干, *hōnggān*) und bei Bedarf Veredelung (精制, *jīngzhì*). Parameter enthält die Nacherzählung nicht, Räuchern und Lagerung fehlen in der Etappenliste ebenfalls. Das ist die Norm einer Genossenschaft, keine Definition des Stils.

**Warum Lagerung den Tee nicht dunkel macht.** GB/T 30766-2014 definiert dunklen Tee über feuchtes Stapeln (渥堆): das Halten des Blattes im Haufen bei bestimmter Temperatur und Feuchte, wodurch sich seine Zusammensetzung langsam verändert. In den Beschreibungen der Lagerung von Bi Jia Cha gibt es weder Haufen noch Befeuchtung: Fertiger trockener Tee wird in Säcken aufbewahrt. Deshalb bleibt gelagerter Bi Jia Cha technologisch ein grüner Tee, auch wenn der Stadtplan von 2013 ihn „Tee der späten Fermentation“ nennt.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Eine standardisierte Verkostung findet sich in den gefundenen Quellen nicht. Unten stehen die traditionelle Qualitätsformel, die von Text zu Text übergeht (Text des Bezirks zum Handwerk 2018, Bericht der Bezirksbehörde 2025), und Werbebeschreibungen. Das sind Beschreibungen, keine Messergebnisse; wessen Einschätzung jeweils vorliegt, ist im Einzelnen angegeben.

* **Erscheinungsbild des trockenen Blattes:** Nach der Formel des Bezirks: dicht gerollte Stränge (条索紧结, *tiáosuǒ jǐnjié*), Farbe dunkel, ölig, mit Grünstich (乌润带青, *wūrùn dài qīng*). Ein Produzent beschreibt die Farbe des Rothees als grau-schwarz mit Grünstich, der Teemeister als bläulich-schwarz.
* **Aroma des trockenen Blattes:** Einzelbeschreibungen fehlen. Nach Aussage des Teemeisters hat frischer Tee einen rauchigen Geruch, der nach einigen Monaten fast verschwindet.
* **Aroma des Aufgusses:** Nach der Formel des Bezirks: rein, lang und beständig (香气清长持久, *xiāngqì qīngcháng chíjiǔ*). Der Bezirk schreibt, 笔架茶 habe mehr „Kiefern- und Bambusnote“ im Aroma als Pukeng Cha. Der Bericht von 2025 über eine Stunde mit einem Handwerksträger nennt den „Rauchgeschmack“ (烟火味) eine typische Eigenheit des Handwerks.
* **Geschmack:** Nach der Formel des Bezirks: erfrischend und glatt, mit Süße (滋味爽口而滑，带甜甘味); auch nach zehn Aufgüssen bleibe die Süße erhalten (冲泡上十次，甘味犹存). Der Direktor eines Unternehmens (2023) nennt den Geschmack erfrischend und glatt, ein Bericht der Bezirkswebsite über eine Messe 2025 nennt ihn kräftig mit süßem Nachklang (醇厚回甘, *chúnhòu huígān*).
* **Farbe des Aufgusses:** Nach der Formel des Bezirks: braunrot, klar und leuchtend (棕红透亮, *zōnghóng tòuliàng*); ein Unternehmensdirektor sagt „braunrot, nicht trüb“. Für die meisten grünen Tees ist eine solche Farbe untypisch; ob sie mit Räuchern und Lagerung zusammenhängt, erklären die Quellen nicht.
* **Teegrund (ausgezogenes Blatt):** Nach der Formel des Bezirks: gleichmäßig (叶底匀整, *yèdǐ yúnzhěng*). Weitere Beschreibungen fehlen.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Physikalisch-chemische Daten zu Bi Jia Cha, etwa zu Polyphenolen, Aminosäuren oder Koffein, finden sich in den gelesenen Quellen nicht. Bekannt sind drei wissenschaftliche Arbeiten, die nur in Zusammenfassungen gelesen wurden:

* **Pigmente (2010).** Ein Artikel in der Zeitschrift „食品研究与开发“ extrahiert aus „清远笔架茶“ Pigmente durch Erhitzen und organische Lösungsmittel, bestimmt sie und untersucht ihre Stabilität. Zahlen dieser Arbeit fehlen hier: Der Volltext wurde nicht gelesen.
* **Überblick (2017).** „清远笔架茶发展综述“ in der Zeitschrift „广东茶业“ behandelt Geschichte, Anbaumethoden, Verarbeitung, Qualitätsmerkmale, Branchenlage und Forschung.
* **Vermehrung (2019).** Ein Artikel in der Zeitschrift des Polytechnikums Qingyuan (清远职业技术学院学报) vergleicht die Gewinnung von Setzlingen durch Gewebekultur mit üblicher Aussaat und Stecklingsvermehrung.

Wie bei den meisten grünen Tees zählt man üblicherweise Catechine, Aminosäuren einschließlich L-Theanin und Koffein zu den wichtigsten löslichen Stoffen. Wie Räuchern und mehrjährige Lagerung sie bei Bi Jia Cha verändern, ist in den gefundenen Quellen nicht gemessen.

**8. Gesundheitliche Eigenschaften:**

Geprüfte Daten zur Wirkung gerade dieses Tees fehlen: Die gefundenen wissenschaftlichen Arbeiten betreffen Pigmente, die Vermehrung des Busches und die Branchenentwicklung, nicht die Wirkung des Tees auf den Organismus. Lokale Texte ergänzen die Qualitätsformel traditionsgemäß um volkstümliche Vorstellungen von der Heilwirkung des Tees; das sind Beschreibungsformeln, keine festgestellten Eigenschaften, und die Enzyklopädie wiederholt sie nicht. Allgemeine Vorstellungen über den Nutzen grünen Tees sind für gelagerten, geräucherten Bi Jia Cha nicht geprüft und werden hier nicht wiedergegeben.

**9. Zubereitung:**

Daten zur Zubereitung gerade von Bi Jia Cha finden sich in den gefundenen Quellen nicht; bekannt ist nur, dass nach der traditionellen Formel des Bezirks die Süße auch nach zehn Aufgüssen erhalten bleibt. Unten steht die Praxis wie für die meisten chinesischen grünen Tees. Für gelagerten, geräucherten Tee ist sie nicht geprüft, und lokale Zubereitungsweisen sind unbekannt.

* **Wassertemperatur:** 80–85 °C, wie bei den meisten grünen Tees.
* **Teemenge:** Etwa 3 g auf 150 ml.
* **Gefäß:** Gaiwan (盖碗, *gàiwǎn*) oder Glasbecher.
* **Ablauf:**
    1. Das Gefäß mit heißem Wasser vorwärmen.
    2. Den Tee einfüllen.
    3. Ein Abspülen ist bei frischen grünen Tees meist unnötig; ob es bei gelagertem Bi Jia Cha nötig ist, sagen die Quellen nicht.
    4. Erster Aufguss: 30–60 Sekunden.
    5. Den Aufguss vollständig abgießen und in Schalen verteilen.
    6. Weitere Aufgüsse, die Ziehzeit nach und nach verlängern; geprüfte Daten, wie viele Aufgüsse der Tee verträgt, fehlen. Die Formel des Bezirks verspricht lediglich Süße noch nach dem zehnten Aufguss.

**10. Lagerung:**

Reifung ist Teil der Tradition (siehe Abschnitt 5): Der Rothee wird nach Aussage eines Produzenten zwei bis drei Jahre in Säcken gelagert, nach anderen Quellen ein bis drei Jahre. Die Bedingungen der Reifung, also Temperatur, Feuchte und Behältnis außer Säcken, beschreiben die Quellen nicht. Der übliche Rat für frische grüne Tees, luftdichte Verpackung und Kühlschrank bei 0–5 °C, zielt auf den Erhalt der Frische und lässt sich auf Tee, der absichtlich gelagert wird, nicht unmittelbar übertragen. Wie bereits gereifter Tee aufzubewahren ist, sagen die Quellen nicht; wie jeder Tee sollte er vor Feuchtigkeit, Licht und Fremdgerüchen geschützt werden.

**11. Preis und Fälschungen:**

Preise finden sich in den gefundenen Quellen nicht. Methoden, Fälschungen zu erkennen, beschreiben die Quellen nicht; unten steht, was sich mit bekannten Fakten abgleichen lässt.

* **Wie man Fälschungen vermeidet:**
    * Die Herkunft prüfen: Berg Bijia Shan, Großgemeinde Taihe, Stadtbezirk Qingxin, Kreis Qingyuan, Provinz Guangdong. Gleichnamige Berge 笔架山 gibt es auch in anderen Provinzen, etwa im Kreis Luoyuan in der Provinz Fujian, und sie haben mit Bi Jia Cha nichts zu tun.
    * Nicht mit Tees aus Yingde verwechseln: Das ist ein anderer kreisfreier Bezirk desselben Kreises, und Bi Jia Cha wird ihm nicht zugerechnet.
    * Die regionale Marke nicht als Garantie betrachten: Position 283 des provinziellen Verzeichnisses ist weder Standard noch geografische Angabe, und der Status einer geografischen Angabe ist für 笔架茶 nicht festgestellt.
    * Die Methode erfragen: Traditioneller Tee wird mit Kiefernrauch geräuchert und gelagert, während in der Etappenliste des Unternehmensstandards, wie ihn der Aggregator nacherzählt, weder Räuchern noch Lagerung vorkommt. Der Name ist derselbe, die Methoden sind verschieden.
    * Mit angegebener Reifezeit vorsichtig umgehen: Eine für Käufer zugängliche Methode, die Dauer zu prüfen, nennen die Quellen nicht.

**12. Interessante Fakten:**

* Das Handwerk eines technologisch grünen Tees ist in der provinziellen Erbeliste unter dem allgemeinen Punkt „Technik der Oolong-Herstellung“ eingetragen; warum, erklären die Quellen nicht.
* Die Kiefern-Bambus-Note des Aromas erklärt der Bezirk damit, dass die Hänge des Berges Bijia Shan durchgehend mit Kiefern und Bambus bedeckt sind.
* Frischer Tee hat nach Aussage des Teemeisters einen rauchigen Geruch, der nach einigen Monaten fast verschwindet, und der Rothee wird nach Aussage eines Produzenten überhaupt nicht sofort getrunken.
* In den gefundenen Quellen erscheint die lateinische Schreibweise Bijia ohne Töne nur in englischen Titeln wissenschaftlicher Artikel über den Tee; die tonale Lesung des Namens ist Wörterbuchlesung.
* Der „Pinselständerberg“ 笔架山 ist kein eindeutiger Ortsname: Gleichnamige Berge gibt es auch in anderen Provinzen Chinas.

**13. Vergleich mit ähnlichen Tees:**

* **Pukeng Cha (蒲坑茶):** Ein benachbarter „Bergtee“ desselben Stadtbezirks aus einer anderen Großgemeinde, Shitan (石潭); in den Erbelisten und im Markenverzeichnis haben die beiden Tees getrennte Positionen. In der Enzyklopädie wird Pukeng Cha als dunkler Tee beschrieben: Ein wissenschaftlicher Artikel von 2026 nennt bei ihm Dampffixierung und feuchtes Stapeln, während es bei Bi Jia Cha in keiner Beschreibung ein Stapeln gibt. Doch die Beschreibungen von Pukeng Cha weichen voneinander ab, in einigen stehen Wokfixierung und Trocknung über Kiefernholz wie bei Bi Jia Cha; wie stark sich die Technologien tatsächlich unterscheiden, zeigen die Quellen daher nicht eindeutig. Gemeinsame Züge sind Kiefernrauch und Lagerung; der Bezirk schreibt, 笔架茶 habe mehr „Kiefern- und Bambusaroma“.
* **Zheng Shan Xiao Zhong ([正山小种](https://thetea.app/de/article/zheng-shan-xiao-zhong)):** Ein roter Tee, der über Kiefernrauch getrocknet wird. 360百科 schreibt, die Methode des 笔架茶 sei der Xiaozhong-Herstellung „ein wenig ähnlich“, aber roter Tee wird oxidiert, während bei Bi Jia Cha der erste thermische Schritt die Fixierung ist.
* **Oolong (乌龙):** Unter dem allgemeinen Punkt „Technik der Oolong-Herstellung“ ist das Handwerk in der provinziellen Erbeliste eingetragen, doch der Schritt 做青, durch den der Standard Oolong definiert, fehlt in den Beschreibungen von Bi Jia Cha.
* **Hei Cha (黑茶):** Der Stadtplan von 2013 nennt 笔架山茶 „Tee der späten Fermentation“, aber feuchtes Stapeln, durch das der Standard dunklen Tee definiert, ist bei Bi Jia Cha nicht beschrieben.
* **Kejia Chao Lü (客家炒绿) und Xinyi He Luo Lü Cha ([信宜合箩绿茶](https://thetea.app/de/article/xinyi-he-luo-lucha)):** Andere grüne Tees aus Guangdong, die laut Enzyklopädieartikeln über sie ebenfalls gelagert werden. Das ist eine Ähnlichkeit der Praxis, keine Verwandtschaft.
* **Ying De Hong Cha ([英德红茶](https://thetea.app/de/article/yingde-hongcha)) und Yingde Lü Cha ([英德绿茶](https://thetea.app/de/article/yingde-lucha)):** Roter und grüner Tee des kreisfreien Bezirks Yingde desselben Kreises Qingyuan.

**Zum Schluss:**

Bi Jia Cha ist ein lokaler Tee vom Berg Bijia Shan im Stadtbezirk Qingxin, dessen Handwerk seit 2018 zur provinziellen Erbeliste von Guangdong gehört und dessen Name 2017 in das provinzielle Verzeichnis regionaler Marken aufgenommen wurde. Nach der Technologie ist er ein grüner Tee: In der traditionellen Methode wird das Blatt im Eisenwok fixiert, von Hand gerollt, mit Kiefernrauch geräuchert, über Holzkohle im Bambuskorb getrocknet und jahrelang gelagert. Die Etiketten „Oolong“ und „Tee der späten Fermentation“ kommen in Dokumenten vor, sind aber durch die Technologiebeschreibungen nicht gedeckt.

Für jemanden, der grünen Tee von frischen Frühjahrsernten kennt, ist Bi Jia Cha eine ungewöhnliche Verbindung: Kiefernrauch, mehrjährige Lagerung und eine Süße, die die lokale Formel noch nach dem zehnten Aufguss verspricht. Vieles bleibt offen: der Volltext des Überblicks von 2017, die „sieben Schritte“ des Handwerks, die Texte der Standards, der Busch, aus dem der Tee gemacht wird, und der Geschmack nach standardisierter Verkostung statt nach traditioneller Formel.
