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title: "Báiyún chūnháo"
url: https://thetea.app/de/article/baiyun-chunhao
lang: de
updated: 2026-10-04
source: THE TEA — encyclopedia of Chinese tea (https://thetea.app)
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# Báiyún chūnháo (白云春毫)

**Baiyun Chunhao** (*Báiyún chūnháo*, 白云春毫) — ein grüner Tee aus dem Kreis Lujiang (庐江县) der bezirksfreien Stadt Hefei in der Provinz Anhui, aus den Bergen der Ausläufer des Dabie Shan; in beschreibender Übersetzung „Frühlingsflaum der weißen Wolken“. Die Wörter „weiß“ und „Flaum“ machen ihn nicht zu einem weißen Tee: Der Name verbindet laut Nachschlagewerk den Namen des alten Klosters Baiyun’an (白云庵) bei den Gärten mit dem weißen Flaum des Blattes. Laut Nachschlagewerk entstand der Tee 1985–1987 aus dem lokalen „Ergujian Maofeng“ (二姑尖[毛峰](https://thetea.app/de/article/maofengcha)); es gibt auch eine andere Version (Abschnitt 2). Die Anforderungen an das Produkt mit geografischer Angabe beschreiben ihn mit der Formel „wie ein Schwalbenschwanz geformt, reines Aroma mit Orchidee“ (形似燕尾、清香带兰). Der Name ist seit 2017 als landwirtschaftliche geografische Angabe und seit 2025 als Produkt mit geografischer Angabe geschützt.

**1. Klassifikation und Herkunft:**

* **Typ:** Grüner Tee (绿茶, *lǜchá*). Die Technologie ist gemäß den Anforderungen grün (Abschnitt 5). Das Nachschlagewerk ordnet ihn den geraden Tees der Pfannenröstung (炒青, *chǎoqīng*) zu.
* **Kategorie:** Gerader, leicht flacher grüner Tee aus dem Dabie Shan; Produkt mit geografischer Angabe.
* **Herkunft:** China, Provinz Anhui (安徽, *Ānhuī*), bezirksfreie Stadt Hefei (合肥, *Héféi*), Kreis Lujiang (庐江, *Lújiāng*).
* **Schutzgebiet:** Die Berge Ergujian (二姑尖), Baihuazhai (百花寨), Laoheshang (老和尚), Changchun, Madian, Hudong, Gaojian und andere in den Ausläufern des Dabie Shan (大别山, *Dàbiéshān*) — insgesamt 45 Dörfer in 16 Gemeinden, am meisten in den Gemeinden Tangchi (汤池镇), Wanshan (万山镇), Ketan (柯坦镇), Longqiao (龙桥镇) und Fanshan (矾山镇). Antragsteller ist die Tee-Vereinigung des Kreises Lujiang (庐江县茶叶协会).
* **Bestes Gebiet:** Das Nachschlagewerk hält Tee vom Berg Ergujian bei der ehemaligen Gemeinde Guoshu (果树) für den besten; das Dorf Guoshu gehört zum Schutzgebiet innerhalb der Gemeinde Tangchi.
* **Geografische Koordinaten:** 30°58′06″–31°33′17″ n. Br., 117°01′12″–117°33′18″ ö. L. (Grenzen des Schutzgebiets).

**2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:**

* **Geschichte:**
    * **Beginn der Republik.** Laut Nachschlagewerk gab es im Kreis etwa 5000 mu Teegärten und 149 Teehandelshäuser.
    * **1984 — Version über Chen Chuan.** Das Schulungsportal der Partei schreibt, dass Professor Chen Chuan (陈椽) von der Landwirtschaftlichen Universität Anhui, der als „Tee-Weiser“ der Moderne bezeichnet wird, auf Einladung der Kreisbehörden für Lujiang den berühmten Tee „Baiyun Chunhao“ entwickelte.
    * **1985–1987 — lokale Version.** Laut Nachschlagewerk begann 1985 die Lujiang Teefabrik Guoshu mit der Probeproduktion von „Ergujian Maofeng“ (*Èrgūjiān máofēng*); im Dezember 1986 reichte das Kreiskomitee für Wissenschaft beim Provinzkomitee einen Antrag zum Thema Erschließung dieses Tees ein, und das Thema wurde genehmigt; ab April 1987 lief die offizielle Probeproduktion mit Rohmaterial aus den Gärten des Ergujian, die Arbeit vor Ort leitete die Teefakultät der Landwirtschaftlichen Universität Anhui, und der Tee wurde in „Baiyun Chunhao“ umbenannt.
    * **1987 — Version des Kreises von 2026.** Ein Material der Propagandaabteilung des Kreises, das 2026 von Xinhua (新华网) veröffentlicht wurde, schreibt, dass der Vorgänger „Ergujian Maofeng“ war und der Tee 1987 nach drei Jahren Arbeit von Chen Chuan geschaffen wurde. Die genaue Rolle von Chen Chuan und das Entstehungsdatum lassen sich anhand der gefundenen Quellen nicht feststellen: Die Versionen gehen auseinander.
    * **1988.** Der Tee wird als berühmter Tee der Provinz Anhui anerkannt.
    * **1989.** Laut Nachschlagewerk erhält der Tee im Juli den Titel eines Qualitäts-berühmten Tees auf Ministeriumsebene.
    * **1995.** Laut Nachschlagewerk im Dezember Goldmedaille der Zweiten Chinesischen Landwirtschaftsausstellung.
    * **2008.** Laut Nachschlagewerk Goldmedaille der Dritten Anhui Teeausstellung.
    * **2016–2017.** Laut Material des Kreises in „The Paper“ (澎湃新闻) durchlief der Tee 2016 die Prüfung der landwirtschaftlichen geografischen Angabe und erhielt den ersten Preis des Wettbewerbs „Zhongcha Bei“ (中茶杯), das Zertifikat erhielt er 2017; das Nachschlagewerk datiert die Registrierung des Landwirtschaftsministeriums auf den 20. April 2017, das Tourismusportal ordnet den Preis „Zhongcha Bei“ dem Jahr 2015 zu.
    * **2024.** Laut Meldung des Anhui-Nachrichtenportals 中安在线 wurde die Marke in diesem Jahr vierzig Jahre alt — das passt zum Jahr 1984 aus der Version über Chen Chuan. Die Eröffnung der sechzehnten Saison für Teekultur und Tourismus „Baiyun Chunhao“ war für den 6. April im „Teetal der hundert Blumen“ (百花茶谷) der Gemeinde Tangchi geplant.
    * **9. Juni 2025.** Das Staatliche Amt für geistiges Eigentum (CNIPA) erkannte ihn mit der Bekanntmachung Nr. 632 als Produkt mit geografischer Angabe an.
* **Auszeichnungen:** „The Paper“ zählt ohne Jahresangaben Gold der Chinesischen Landwirtschaftsmesse und der Weltausstellung in Shanghai sowie den Titel „Teekönig“ der provinziellen Teeausstellung auf. Eine Meldung von 2024 nennt ebenfalls ohne Jahresangaben die Titel „zehn Marken-berühmte Tees der Provinz Anhui“ (安徽省十大品牌名茶), „bekannte Marke der Provinz Anhui“, „zehn bekannte Marken des Anhui-Tees“ (中国徽茶十大著名品牌) und „Top-Teemarke des Jangtse-Deltas“.
* **Name:** „Baiyun“ (白云) — „weiße Wolken“: laut Nachschlagewerk zu Ehren des Klosters Baiyun’an und der Wolken über den Gärten; „chun“ (春) — „Frühling“; „hao“ (毫) — Flaum auf den Knospen.
* **Kulturelle Bedeutung:** Heute ist es die gemeinsame Marke des Kreises. Laut „The Paper“ umfassten 2020 alle Teegärten des Kreises etwa 100.000 mu in acht Gemeinden; nach Angaben des Kreises von 2024 sind es 98,7 Tausend mu und fast hundert Teeunternehmen.

**3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:**

* **Sorten:** Die Anforderungen an das Produkt mit geografischer Angabe nennen Longjing 43 (龙井43, *Lóngjǐng 43*), Zhonghuang Nr. 3 (中黄3号, *Zhōnghuáng 3*), Guyuchun (谷雨春, *Gǔyǔchūn*) und andere.
* **Erntezeit:** Geerntet und verarbeitet wird im März–April.
* **Erntestandard:** Laut Tee-Nachschlagewerk für die höchste Sorte (特级) — Knospe mit nur einem geöffneten Blatt, für die erste (一级) — Knospe mit ein bis zwei solchen Blättern.
* **Pflanzung und Pflege:** Laut Anforderungen — Pflanzung von November bis März, bei zweireihiger Pflanzung etwa 4000 Sträucher pro mu; organischer Dünger — fermentierter Schweine- und Hühnermist, etwa 1500 kg pro mu.

**4. Terroir und Anbaubesonderheiten:**

* **Region:** Ausläufer des Dabie Shan im Kreis Lujiang.
* **Anbauhöhe:** Laut Anforderungen — unter 1200 m, Hänge nicht steiler als 25°.
* **Klima:** Subtropisches Monsunklima; laut Nachschlagewerk im Jahresdurchschnitt 16,4 °C, 1009,2 mm Niederschlag, 1760,1 Sonnenstunden und 253 frostfreie Tage.
* **Böden:** Laut Nachschlagewerk — gelbbraune Böden (黄棕壤), sauer oder schwach sauer, pH 5,0–5,5. Die Anforderungen sind breiter: pH 4,5–6,5, organische Substanz 1,2–2,2 %, mobiler Phosphor etwa 6–10 mg/kg, austauschbares Kalium 60–100 mg/kg, Bodenmächtigkeit ab 60 cm, ohne verdichteten Horizont.
* **Umfang:** Laut Nachschlagewerk beträgt die geschützte Fläche 10.000 ha, die Jahresproduktion 330 t; das Jahr dieser Zahlen ist nicht angegeben.

**5. Produktionstechnologie:**

Die Anforderungen an das Produkt mit geografischer Angabe geben folgende Kette vor:

1.  **Welken des frischen Blattes (摊青, *tānqīng*).**
2.  **Sortieren des Blattes (分级, *fēnjí*).**
3.  **Fixierung (杀青, *shāqīng*):** Hitze stoppt die Oxidation.
4.  **Abkühlen (摊放冷却, *tānfàng lěngquè*).**
5.  **Formgebung durch Rösten mit Andrücken (炒压做形, *chǎo yā zuòxíng*):** Das Blatt wird gerade und leicht flach gemacht.
6.  **Liegenlassen (摊放, *tānfàng*).**
7.  **Erste Trocknung (初烘, *chūhōng*).**
8.  **Nachtrocknung (复烘, *fùhōng*).**
9.  **Vollständige Trocknung (足烘, *zúhōng*).**
10. **Verlesen (拣剔, *jiǎntī*) und Verpacken.**

Temperaturen und Zeiten der Arbeitsschritte sind in den gefundenen Quellen nicht angegeben.

**6. Organoleptische Eigenschaften:**

Nach den Anforderungen an das Produkt mit geografischer Angabe.

* **Erscheinungsbild des trockenen Blattes:** Dicht, gerade, schlank, leicht flach, in Form eines Schwalbenschwanzes; Farbe grün, feucht-glänzend, mit verborgener Smaragdnuance (紧直挺秀微扁呈燕尾形，色泽绿润隐翠). Das Nachschlagewerk schreibt anders: fein und zart, mit deutlich sichtbarem Flaum, ähnlich einer Spatzenzunge (细嫩显毫……形似雀舌).
* **Aroma des trockenen Blattes:** In den gefundenen Quellen nicht beschrieben.
* **Aroma des Aufgusses:** Rein und beständig, mit deutlicher Orchideennote (清香持久显兰香). Das Nachschlagewerk nennt es zart und beständig (嫩香持久).
* **Geschmack:** Frisch, weich, süßlich und belebend (鲜醇甘爽).
* **Farbe des Aufgusses:** Zartgrün und klar (嫩绿明亮); laut Nachschlagewerk smaragdgrün und klar.
* **Teegrund (aufgegossenes Blatt):** Zart, gelbgrün und klar (嫩黄绿明亮); das Nachschlagewerk ergänzt, dass die Knospen gleichmäßig und ganz sind.

**7. Chemische Zusammensetzung:**

Physikalisch-chemische Anforderungen an das Produkt mit geografischer Angabe:

| Kennwert | Norm |
| :--- | :--- |
| Feuchtigkeit | nicht über 6,5 % |
| Gesamtasche | nicht über 6,5 % |
| Bruch und Staub | nicht über 1,5 % |
| Wasserlösliche Extraktstoffe | nicht unter 34,0 % |

Das Nachschlagewerk führt eine Analyse des fertigen Tees an, die von der Teefakultät der Landwirtschaftlichen Universität Anhui durchgeführt wurde: wasserlösliche Stoffe 43,52 %, Polyphenole 29,27 %, Aminosäuren 5,69 (Einheit in der Quelle nicht angegeben), Koffein 3,87 %; Analysejahr und Probe sind nicht genannt.

**8. Wohltuende Eigenschaften:**

Es gibt keine überprüften Daten zur Wirkung gerade dieses Tees.

**9. Aufguss:**

Praxis der Klasse für grünen Tee.

* **Wassertemperatur:** 80–85 °C.
* **Teemenge:** 3 g auf 150 ml.
* **Gefäß:** Glas oder weißes Gaiwan.
* **Ablauf:**
    1. Gefäß vorwärmen.
    2. Tee hineingeben und Wasser an der Wand entlang eingießen.
    3. Erster Aufguss — nach 40–60 Sekunden.
    4. Trinken, dabei ein Drittel des Aufgusses übrig lassen.
    5. Wasser nachgießen.
    6. Zwei bis drei weitere Aufgüsse.

**10. Lagerung:**

Praxis der Klasse. In luftdichter, lichtundurchlässiger Verpackung, im Kühlschrank bei 0–5 °C, ohne Licht, Feuchtigkeit und fremde Gerüche. Am besten innerhalb eines Jahres trinken.

**11. Preis und Fälschungen:**

Preisangaben sind in den gefundenen Quellen nicht vorhanden.

* **Wie man Fälschungen vermeidet:**
    * Nach dem besonderen Zeichen der geografischen Angabe suchen: Das Recht darauf bestätigt die CNIPA, die Liste der Zugelassenen wird veröffentlicht.
    * Prüfen, ob der Tee aus dem Schutzgebiet des Kreises Lujiang stammt.
    * Das Blatt ist gerade, leicht flach, grün mit Glanz, nicht gerollt.
    * Seiten nicht glauben, die Baiyun Chunhao als Fujian-Tee oder weißen Tee bezeichnen: Das widerspricht den Schutzdokumenten.

**12. Interessante Fakten:**

* Nach Nachschlagewerken und einer Mitteilung des Kreises gab dem Tee das alte Kloster Baiyun’an im Teegebiet zusammen mit dem weißen Flaum des Blattes den Namen; früher hieß der Tee „Ergujian Maofeng“.
* Das Schutzdokument und das Nachschlagewerk beschreiben die Form des Blattes unterschiedlich: als Schwalbenschwanz und als Spatzenzunge.
* Laut „The Paper“ ist Lujiang die Heimat von Wang Kuicheng (王魁成), dem Schöpfer von Taiping Hou Kui.

**13. Vergleich mit anderen Anhui-Tees:**

* **Huangshan Mao Feng ([黄山毛峰](https://thetea.app/de/article/huangshan-mao-feng)):** Wird ebenfalls mit einer Spatzenzunge verglichen, ist aber ein Tee aus dem Süden der Provinz, beim Huangshan.
* **Shucheng Xiao Lan Hua ([舒城小兰花](https://thetea.app/de/article/shucheng-xiao-lan-hua)):** Grüner Tee der östlichen Hänge des Dabie Shan, bekannt für sein Orchideenaroma.
* **Yuexi Cui Lan ([岳西翠兰](https://thetea.app/de/article/yuexi-cui-lan)):** Grüner Tee aus dem Dabie Shan, ebenfalls in den 1980er Jahren entwickelt.
* **Taiping Hou Kui ([太平猴魁](https://thetea.app/de/article/taiping-hou-kui)):** Flacher, großblättriger „spitzer“ Tee aus dem Süden der Provinz; sein Schöpfer stammt laut „The Paper“ aus Lujiang.

**Fazit:**

Baiyun Chunhao — ein grüner Tee aus den Lujiang-Ausläufern des Dabie Shan: gerades, leicht flaches Blatt mit weißem Flaum, zartgrüner Aufguss, frischer weicher Geschmack und reines beständiges Aroma mit Orchideennote. Der Name stammt vom Kloster Baiyun’an und dem weißen Flaum, der Vorgänger ist der lokale „Ergujian Maofeng“, der Schutz besteht seit 2017 und 2025.
